DEP0031471DA - Verfahren zum Besprühen von Abfallstoffen mit Leim zur Vorbereitung der Pressung - Google Patents
Verfahren zum Besprühen von Abfallstoffen mit Leim zur Vorbereitung der PressungInfo
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Description
Es ist neuerdings vorgeschlagen, Hobelspäne, Sägespäne, Schilf, Hanf- und Strohabfälle dadurch zu verwerten, daß man sie mit einem Leim besprüht und in einer Presse zu Isolierplatten, Füllplatten zwischen Furnieren, Hartplatten und dergleichen verformt.
Bei diesen Verfahren ist die Aufgabe zu lösen, eine verhältnismäßig kleine Menge von Leim gut und gleichmäßig auf eine große Menge von Abfallstoffen zu verteilen. Wenn es sich nur um gleichmäßige und großstückige Abfälle handeln würde, wäre die Aufgaben von einfacherer Natur. Es handelt sich aber meist um ungleichmäßige Körper verschiedenster Form, die teils gerade, teils gebogen sind. Die gleichmäßige Verteilung des Leimes hat einen großen Einfluß auf die Haltbarkeit der Platten sowie auf die Wirtschaftlichkeit des ganzen Verfahrens.
Es wurde nun gefunden, daß eine richtige Leimverteilung so erreicht wird, wenn das Preßgut in möglichst dünner Schicht einen Sprühstrahl von Leim durchläuft und danach gemischt wird. Dieser Vorgang der Besprühung und Mischung wird so oft wiederholt, bis eine gleichmäßige Leimverteilung vorliegt. Dabei wurde erkannt, daß die Zerstäubung nicht durch Preßluft vorgenommen werden darf, da sonst die Luft den Leim aus der Besprühvorrichtung hinaustragen würde. Man arbeitet mit durch Pumpendruck zerstäubenden Düsen.
Die Erfindung wird in zwei Beispielen dargestellt. In beiden Fällen wird das Preßgut fortlaufend mit Leim versehen. In Abb. 1 ist a eine schräg gelagerte, sich drehende Trommel, in die das Preßgut aus dem Silo durch den Trichter b, durch einen Schieber gesteuert, einläuft. Die Trommel a hat am Umfang Einbauten c, die so geformt sind, daß das Preßgut an der höchsten Stelle der Trommel herunterrieselt.
Es wurde gefunden, daß diese Forderung am besten dadurch gelöst wird, daß in die Trommel ein feststehendes Blech f (Abb. 2) eingebaut wird, das die radial am Trommelumfang eingebauten Bleche abschließt und hinter der Füllstelle am tiefsten Punkt beginnend bis zur höchsten Stelle verläuft.
Während der Drehung der Trommel kann dann kein Preßgut zu früh aus den Kammern herausfallen, die die Einbaubleche bilden. Erst nachdem das Ende des Absperrbleches dicht vor dem höchsten Punkt erreicht ist, wird der Weg zum Herunterrieseln freigegeben.
Die Umdrehungszahl und die Menge des eingeschleusten Preßstoffes werden so gewählt, daß das Preßgut in dünner Schicht an den Düsen d vorbeifällt. Durch die Bewegung der Trommel erfolgt eine fortwährende Durchmischung und ein Weitertransport. Es kommen immer neue Späne wieder in den Bereich der Sprühstrahlen. Nach dem Verlassen der Trommel gelangt das Preßgut auf ein Band e zur Weiterverarbeitung.
In Abb. 3 gelangt das Preßgut, durch einen Schieber eingestellt, in dünner Schicht auf ein Transportband k 1. Es wird von dem Strahl der Düse l 1 getroffen. Am Ende des Bandes sorgt das Blech m dafür, daß die oberen Späne zu unterst auf das Band k2 gelangen. Hier werden die bisher noch nicht besprühten Späne von dem Strahl der Düse l 2 getroffen. In der nachfolgenden Mischvorrichtung n findet eine Durchmischung statt, aus der das Preßgut gleichmäßig befeuchtet und gut durchmischt auf das Band k 3 zur Weiterbearbeitung gelangt.
Claims (7)
1) Verfahren, zu verpressende Abfallstoffe von organischen Faserstoffen wie Hobelspäne, Sägespäne, Schilf, Hanf- und Strohabfälle gleichmäßig mit Leim zu versehen, dadurch gekennzeichnet, daß diese kontinuierlich in dünner Schicht an einem oder mehreren Strahlen des versprühten Leimes vorbeigeführt werden.
2) Verfahren nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, daß das Preßgut nach jedem Besprühen durch Durchmischung in innige Berührung miteinander gebracht wird.
3) Verfahren nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, daß die das Preßgut kontinuierlich in eine dünne Schicht auflösende Vorrichtung aus einer schräg gestellten Transporttrommel besteht.
4) Verfahren nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, daß die das Preßgut kontinuierlich in eine dünne Schicht auflösende Vorrichtung aus hintereinandergeschalteten Transportbändern mit Umkehrblech besteht.
5) Verfahren nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, daß Besprühen und Mischvorgang öfter wiederholt werden.
6) Verfahren nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, daß die Besprühung durch Zerstäuberdüsen vorgenommen wird, die mit Pumpendruck, nicht mit Preßluft, zerstäuben.
7) Verfahren nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, daß das Herunterfallen des Preßgutes vom höchsten Punkt der Trommel dadurch erreicht ist, daß in die Trommel ein feststehendes Blech eingebaut ist, das die durch die Einbaubleche am Trommelumfang gebildeten Kammern abschließt und sie erst bei Erreichen des höchsten Punktes freigibt.
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