DEP0024832DA - - Google Patents

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DEP0024832DA
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BADISCHB AHIIIH- & SODA - FABEIK
I«G-„Farbenindustrie Aktiengesellschaft "In Auf lös ung·'
24832 I2a/42g
Unser Zeichen: O0Z. 15 426.
Ludwigsfcafen a/RhoSden 13* Dezember 1948/Z.-Be.
Verfahren ζar Hereteilung von Magneto^rammträgern.
Ds ist bekannt, Magne^ogrammträger dadurch herzustellen, dass man Gemische aas feinverteilten magnetisierbaren Stoffen und filmbildenden Stoffen auf unmagnetische Trägerbänder ausgieest oder au Folien aufwalzt· Als magnetisierbarer Stoff 1st beispielsweise Eisenoxydpulver geeignet» das aas einer wässrigen Eisensalzlösung ausgefällt und dann getrocknet and geglüht worden ist. Bei dieser Behandlung in der Wärme backen indessen häufig die feinen ElBenoxydteilchen za gröberen Teilchen zus^ammeng sodass dae Pulver einer umständlichen Nach=» behandlung durch Mahlen, Siebän und Windsichten unterworfen werden muss. Eine völlige Wiederherstellung des ursprünglichen feinen Verteilungsgrades ist hierdurch aber kamm möglich» Ein Gehalt des Pulvers an solchen gröberen Teilchen kann bei der Verarbeitung des Gemisches leicht Durchlöcherungen der Folie und eine starke Abnutzung der Walzen wie auch der Spreehköpfe beim Gebrauch des Magnetogrammträgers hervorrufen und ausserdem zu einer Beeinträchtigung seiner elektroakustischen Eigenschaften führenο
Es wurde nun gefunden, dass sich diese Nachteile vermelden und gleichzeitig wesentliche Vorteile erzielen lassen, wenn man das ausgefällte Eteenoxyd oder andere in dispergiertem Zustand befindliche magnet!eierbare Stoffe mit dem in flüssigen oder dispergieren Zustand gebrachten filmbildenden Stoff vermischt und die Kischung nach oder während einer Trocknung in die Form von Bändern, Folien, Platten oder in eine sonstige für MagnetQgrammträger geeignete Form bringt»
Bei diesem Verfahren bleibt der ursprünglich vorhandene feinverteilte Zustand des magnetisierbaren Stoffes weitgegehend erhalten? da vor dem Vermischen keine ein Zusammenbacken der Teilchen bewirkende Wärmebehandlung vorgenommen wird und da während des Vermischens die einzelnen Teilchen durch die sich zwischen sie lagernde filmbildende Masse voneinander getrennt werden« Zu» folge der Feinheit und der gleichmässigen Verteilung der magnetisierbaren Teilchen erhält man Magnetogrammträger mit sehr glatter Oberfläche und wertvollen elektroakustischen Eigenschaften«
Das Verfahren bringt eine wesentliche Vereinfachung des Her« stellungevorganges, denn es fällt die besondere Trocknung sowohl des magnetisierbaren Stoffes, als auch des filmbildenden Stoffes weg. Die Entfernung der Feuchtigkeit erfolgt in einem Arbeitsgang nach dem oder auch schon während des Vermischens der beiden Stoffe.
Das Vermischen der beiden Stoffe kann je nach ihrem Zustand in verschiedener Weise erfolgen« Liegen sie als Pasten vor, so bedient man sich aweckmässig eines Kneters* Handelt es sioh um Aufaehlämmungen, so kann man sie unter Rühren ssusammengiessen. Man kann auch die Dispersionen des filmbildenden und des magnetisierbaren Stoffes gemeinsam der Zerstäubungstrocknung unter· werfen.
Eine weitere Vereinfachung lässt sich dadurch erzielen, dass man den magnetisierbaren Stoff sioh aus seinen Ausgangs·» stoffen innerhalb des in flüssigem oder dispergiertem Zustand vorliegenden filmbildenden Stoffes bilden lässt. Beispielsweise kann man die Eisensalzlösung, das Fällungsmittel für das ab» zuscheidende Elsenoxyd und eine Dispersion oder Lösung des film« bildenden Stoffes in beliebiger Reihenfolge innig miteinander vermischen und so einen Niederschlag erhalten« der ein homogenes Gremisch aus magnetisierbarem Eisenoxyd und filmbildendem Stoff darstellt. Der von der Flüssigkeit getrennte Niederschlag wird getrocknet und in an sich bekannter- Weise durch Auswalzen öden unter Zusatz eines Lösungsmittels für den filmbildenden Stoff nach dem Giessverfahren auf Folien oder Platten verarbeitet.
Als magnetisierbar Stoffe kommen für das Verfahren ausser dem schon genannten ausgefällten Eisenoxyd beispielsweise aush Eisenpulver in Betracht, die, gegebenenfalls in Mischung mit
anderen Metallpulvern» durch Reduktion der entsprechenden Metallverbindungen in Lösung oder Suspension oder durch Behandlung von z.B» magnesium- oder aluminiumhaltigen Eisenlegierungen mit Säuren oder Alkalien zwecks vollständiger oder teilweiser Entfernung der Begleitmetalle gewonnen sind. Ale filmbildende Stoffe sind alle diejenigen geeignet, die sich als Lösung oder Dispersion, z.B. auch als Emulsion, herstellen oder in diesen Zustand überführen lassen und die in fester form eine hinreichende mechanische festigkeit aufweisen. Insbesondere Polymerisate und Mischpolymerisate von Vinylverbindungen haben sich für die vorliegenden Zwecke bewährt♦
Beispiel It
1500 Teile (Gewichtsteile) einer 33#igen wässerigen Emulsion von Polyvinylchlorid werden mit 1 500 Teilen einer 0,3^igen Aluminiumsulfatlösung bei 26° versetzt. Unter Rühren erwärmt man auf 30°, gibt 42 Teile einer 5#igen Natronlauge hinzu, erhitzt auf 95* and rührt bei dieser Temperatur 15 Minuten lang. Man lässt dann abkühlen, trennt den Niederschlag ab und wäscht ihn mit Wasser neutral. Die feuchte Masse wird nun in einer Lösung von 644 Teilen wasserfreiem Ferrichlorld oder 1076 Teilen Ferrlehlorid-Hexahydrat und 556 Teilen kristallisiertem Ferrosulfat in 3000 Teilen Wasser suspendiert und unter starkem Rühren bei einer Anfangstemperatur von mindestens 25° mit 1500 Teilen einer 25#igen wässerigen Ammoniaklösung versetzt« Anachliessend erhitzt man auf 90 bis 95°» rührt bei dieser Temperatur eine Stunde lang und lässt etwas abkühlen. Der Niederschlag wird nun abgetrennt, salzfrei gewaschen und bei 70 bis 100°, zweokmässig im Vakuum, getrocknet ο Auf diese Weise erhält man etwa 950 Teile eines homogenen, dunkelbraun gefärbten« magnetlslerbaren Pulvers aas Polyvinylchlorid und etwa 48 f> Bisenoxyd. Das Pulver wird als solches durch Aaswalzen und Recken der Folie bei erhöhter Temperatur auf Magnetogrammbänder verarbeitet oder man nimmt das Pulver in einer polyvinylchloridlösenden Flüssigkeit, z.B. Tetrahydrofuran, auf und bringt die so erhaltene Dispersion nach einem Grieas-, Schwemm- oder Streichverfahren auf
eine als Träger für die so entstehende aktive MagnetQgramm-Bchicht geeignete Unterlage auf.
Beispiel 2;
25,3 Teile einer etwa 30#igen wässerigen Emulsion eines hochpolymeren Vinylchlorids, denen 27,4 Teile einer 20#igen wässerigen Ammoniaklösung und 160 Teile lasser zugesetzt sind, werden unter starkem Rühren mit einer filtrierten Lösung von 24,3 Teilen Ferrosulfat-Hydrat und 3,34 Teilen Kaliumnitrat in 97 Teilen Wasser bei etwa 50° versetzt. Die Flüssigkeit wird etwa 1 Stunde lang gekocht, der entstandene Niederschlag abgetrennt, elektrolytfrei gewaschen und mit einer verdünnten Sodalösung nachgewaschen. Das 80 erhaltene Pulver wird in der für die Verarbeitung von Poly vinylchlorid üblichen Weise bei etwa 180β zu einer 0,1 mm dicken Folie ausgewalzt und diese bei 250° auf die etwa le2~faohe"Länge und bei etwa 130° auf die etwa 2,5-fache Länge gereckt» Die glatte Folie wird zu Bändern geschnitten, diese stellen hochwertige Magnetogrammträger dar.
Beispiel 3s
130 Teile einer etwa 30$igen wässerigen Emulsion eines Mischpolymerisates aus 80 i> Vinylchlorid und 20 $> Isovinylbutyläther, denen 610 Teile einer20#igen Ammoniaklösung und 2000 Teile Wasser zugesetzt sind, werden unter kräftigem Rühren mit einer Lösung von 540 g lerrosulfat-Hydrat und 74 g natriumnitrat in 3000 Teilen Wasser bei etwa 80° versetzt. Nach etwa ty2-stündigen Kochen wird der Niederschlag abgetrennt, mit Wasser elektrolytfrei gewaschen und getrocknet» Das erhaltene schwarze Pulver wird in ein Gemisch von 160 Teilen Tetrahydrofuran und 110 Teilen Benzol un~ ter Rühren eingetragen. Diese Dispersion wird auf eine Polyvinylchloridfolie als etwa 0,01 mm dicke Schicht ausgegossen und die Folie zix schmalen Bändern geschnitten«
Beispiel 4s
Zu einer Lösung von 834 TeilenFerrosulfat-Hydrat in 1500 Teilen Wasser fügt man 340 Teile einer 10?£igen wässerigen Wasserstoff superoxydlösung. Zu dieser Lösung lässt man in raschem Strom eine Mischung aus 750 Teilen einer 33$igen wässerigen
Emulsion von Polyvinylchlorid and 750 Teilen einer 25#Lgen Ammoniaklösung bei einer Anfangstemperatur von 50® unter kräftigem Rühren zulaufen, erhitzt eine Stunde lang auf 95°, trennt den entstandenen Niederschlag ab und wäscht ihn salzfrei» Der Niederschlag wird mit Wasser ssu einem dünnen Brei angerührt und in einem heissen Luftstrom versprüht« ffian erhält etwa 450 Teile eines fast schwar zen Pulvers, das 48?S Eisenoxyd enthält und gute magnetische Eigenschaften besitzt β Es wird nach einem in den Beispielen 1 und 2 angegebenen Verfahren auf Magnetogrammträger verarbeitet.
Anstelle des Wasserstoffsuperoxyds kann man auch andere Oxydationsmittel» ZcB1, Nitrate * Nitrite, Metallperoxyde, Persulfate oder Percarbonate8 verwenden»
Beispiel
2500 Teile einerο2Obigen wässerigen Paste von Magnetit verrührt man mit 150Q Seilen einer 33#igen wässerigen Emulsion von Polyvinylchlorid und versetzt das Gemisch bei etwa 30° mit 750 Teilen einer Ojöligen Aluminiumsulfatlösung. Man fügt dann 22 Teile einer !Obigen Natronlauge zu und rührt 1 Stunde lang bei 95 bis 100°« Der Nie» derschlag wird abgetrennt, mit warmen fasser neutral gewaschen und bei 100° im Vakuum getrocknet. Man erhält auf diese Weise etwa 950 Teile eines schwarzen» homogenen Pulvers, das je zur Hälfte aus Polyvinylchlorid und Magnetit besteht« Es wird nach den Angaben der vorhergehenden Beispiele auf Magnetogrammtrager verarbeitet«
Verwendet man statt des Magnetita ein magnetisierbares Perrioxyd, so erhält man in der beschriebenen Weise ein braunes Pulver, das ebenfalle gute Magnetogrammtrager liefert«

Claims (2)

  1. Patentansprüche;
    1} Verfahren zur Herstellung von Magnetogrammträgern aus unmagnetischen filmbildenden Stoffen und darin fein verteilten magnetisierbar en Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man den magnetisierbaren Stoff in #orm einer Dispersion mit dem in flüssigen oder dlspergierten Zustand gebrachten filmbildenden Stoff innig vermischt und di$ Mischung nach oder während der Trocknung'in die Form von Bändern, Polten, Platten oder in eine sonstige,' für Magnetogrammträger geeignete Form bringt«
  2. 2) Verfahren nach Anspruch I9 dadurch gekennzeichnet, dass man den magnetisierbaren Stoff aich aus seinen Ausgangsstoffen innerhalb des als Lösung oder Dispersion vorliegenden filmbildenden Stoffes bilden lässt«
    BADISOHB ANILIN- & SODA ~ FABRIK

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