DEP0024515DA - Spritzpistole für viscose Flüssigkeiten - Google Patents

Spritzpistole für viscose Flüssigkeiten

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DEP0024515DA
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DE
Germany
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spray gun
gun according
compressed air
bores
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Erich Ruchser
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chiron Werke GmbH and Co KG
Original Assignee
Chiron Werke GmbH and Co KG
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft eine Spritzpistole mit aufgesetztem Flüssigkeitsbehälter zum Zerstäuben von Farben, Lacken, Ölen und anderen viscosen Flüssigkeiten und bezweckt durch einen gedrängten und schwerpunktmäßig ausgeglichenen Aufbau die Handhabungskräfte auf ein möglichst kleines Maß zu beschränken.
Es ist bekannt, daß zum Zerstäuben viscoser Flüssigkeiten Spritzpistolen mit aufgesetztem Behälter zum Einbringen des Spritzgutes verwendet werden. Diesen Bauarten aber haften verschiedene Nachteile an. So muß beispielsweise das Pistolengehäuse zum Unterbringen der Düsennadel-Stopfbüchsenbrille, die in der Aussparung für den Abzugshebel untergebracht ist, in der Längsachse verhältnismäßig weit entwickelt werden, wodurch zwischen dem Flüssigkeitsbehälter und dem Handgriff ein für die Handhabung der Spritzpistole unerwünscht großer Hebelarm entsteht.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, daß die Aussparung im Pistolengehäuse gerade für den Ausschlag des Abzugshebels bemessen wird, wobei die Düsennadel-Stopfbüchse in der Gehäusewandung - nach der Spritzseite hin herausnehmbar - angeordnet ist. Damit ist der geringste Abstand zwischen dem Handgriff und dem Flüssigkeitsbehälter gewährleistet. Durch die Erfindung wird erreicht, daß durch die Schräglage oder entsprechende Formgebung des Behälters die Pistole schwerpunktmäßig derart ausbalanciert werden kann, daß ein zusätzliches Kippmoment beim Gebrauch der Spritzpistole fortfällt.
In den Abbildungen Fig. 1), Fig. 2), Fig. 3), Fig. 4) und Fig. 5) ist die Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform schematisch dargestellt.
Das Pistolengehäuse a) - aus Leichtmetall oder dergl. gepresst - besitzt die Aussparung a1) zur Aufnahme des Preßluftventils b), die Aussparung a2) zur Unterbringung des Betätigungshebels c), den Spritzgutraum a3) und den Preßluftraum a4). Zur Bedienung der Spritzpistole ist der Handgriff d) am hinteren Teil des Gehäuses a) angebracht. Durch die Hohlbohrung d1) führt das Preßluftzuleitungsrohr d2), welches gleichzeitig über das Gewinde d3) und die Mutter d4) zum Befestigen des Handgriffs d) dient.
Die über die Bohrung d1) in die Aussparung a1) eintretende Preßluft hält gemeinsam mit der Federkraft b2) das Luftventil b) in der geschlossenen Ruhestellung. Das Ventil b) ist mit dem Ventilstift b3) versehen, welcher in die Aussparung a2) über die Dichtung b4) hineinragt und zwar so, daß mittels dem in dem Lager c1) schwenkbar gelagerten Hebel c) das Preßluftventil b) geöffnet werden kann, um die Preßluft über die seitlich angeordnete Bohrung b5) in den Preßluftraum a4) zu bringen. Durch den eingeschraubten Deckel e) ist die Aussparung a1) nach außen hin abgeschlossen.
Mittels des eingeschraubten Luftverteilers f) mit der eingesetzten Düse f1) in das vordere ende des Gehäuses a) wird eigentlich erst der Preßluftraum a4) und der Spritzgutraum a3) geschaffen. Die Düsennadel g) zum Öffnen und Schließen der Düsenöffnung f2) ist axial verschiebbar angeordnet und wird durch die Federkraft g1) in der Ruhestellung gehalten. Der Ventilstift b3) und die Düsennadel g) sind in der Vertikalebene parallel zueinander gelagert, so daß auch die Düsennadel g) mit dem Hebel c) gemeinsam betätigt wird. Durch die Überwurfmutter i1) ist der Luftkopf i) am Luftverteiler f) gehalten.
Das in den Flüssigkeitsbehälter h) eingefüllte Spritzgut gelangt durch dessen natürlichen Gefälldruck über die Bohrung h1) in den Spritzgutraum a3). Beim Beginn der Hebelbewegung c) wird zunächst das Luftventil b) geöffnet, so daß die Preßluft über die Bohrung b5) in den Raum a4) gelangt und über die Bohrungen f3) durch den Raum i2) über die Ringdüse i3) als Strahl austritt. Ist die Betätigung des Hebels c) soweit vorangeschritten, daß derselbe auf die Stellmuttern g2) trifft, so beginnt die öffnende Bewegung der Düsennadel g) und das Spritzgut gelangt zur Düsenöffnung f2), woselbst es von dem aus der Ringdüse i3) austretende Preßluftstrahl erfaßt und sofort zu einem Flüssigkeitsrundstrahl Fig. 3) fein zerstäubt wird. Während des Spritzens ist der Betätigungshebel c) von Hand in der geöffneten Betriebsstellung zu halten. Beim Loslassen des Hebels c) schließt zuerst die Feder g1) über die Düsennadel g) die Düsenöffnung f2) gegen ein Austreten von weiterem Spritzgut ab und erst hernach die Feder b2) das Preßluftventil b), so daß sich keinerlei Tropfenbildungen einstellen können. Mittels der Stellmuttern g2) wird das Voreilen des Preßluftventils b) beim Öffnen und das Nacheilen des Preßluftventils b) beim Schließen bewerkstelligt. Mit der im Deckel e) vorgesehenen Stellschraube e1) wird sowohl die Begrenzung des Hubes für das Preßluftventil b) als auch damit desjenigen der Düsennadel g) - d.h. die Zerstäubungsleistung - geregelt.
Da für die verschiedenen Verwendungsfälle der Flüssigkeitsrundstrahl Fig. 3) nicht immer den gestellten Forderungen entspricht, ist es ohne weiteres möglich, mit der Spritzpistole einen waagerechten Flachstrahl nach Fig. 2) oder einen senkrechten Flachstrahl nach Fig. 4) zu erzielen. Dies erfolgt in der Weise, daß der aus der Düsenöffnung f2) austretende, zerstäubte Flüssigkeitsstrahl durch zusätzliche Preßluftanströmung entweder in den waagrechten oder senkrechten Flachstrahl geformt wird. Zu diesem Zweck trägt der Luftkopf i) nach Fig. 5) die Hilfsbohrungen i4), die durch Drehen des Luftkopfes i) in die gewünschte Luftkopfstellung Fig. 2) oder Fig. 4) gebracht werden können. Die Hilfsbohrungen i4) stehen in den Stellung Fig. 2) und Fig. 4) über die entsprechend angeordneten Öffnungen f4) mit dem Preßluftraum a4) in Verbindung. Bei dem Rundstrahl sind durch die Drehung des Luftkopfes i) in die 45°-Stellung Fig. 3) die Öffnungen f4) (Fig. 1) überdeckt, wodurch ein Austreten der zusätzlichen Preßluftanströmung verhindert wird.
Durch die vorstehende Konstruktion, in Verbindung mit dem durch die Verwendung von dünnwandig gepreßten Leichtmetallteilen erzielten minimalen Eigengewicht, wird die Spritzpistole zu einem überaus einfachen und leicht bedienbaren Gerät gemacht, welches sämtliche Vorteile einer leistungsfähigen viscosen Flüssigkeitszerstäubung in sich birgt.

Claims (7)

1. Spritzpistole zum Zerstäuben von Farben, Lacken, Oelen und anderen viscosen Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (a2) im Pistolengehäuse (a) gerade passend für den Ausschlag des Abzugshebels (c) bemessen ist.
2. Spritzpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsbehälter in seiner Lage und Formgebung schwerpunktmäßig so angeordnet wird, dass ein zusätzliches Kippmoment ganz oder teilweise beim Gebrauch der Pistole vermieden wird.
3. Spritzpistole nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Pistolenteile aus Leichtmetall gepresst sind.
4. Spritzpistole nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsennadel (g) und der Ventilstift (b3) in der Vertikalebene auf parallelen Achsen liegen und mittels eines Handhebels (c) gemeinsam betätigt werden.
5. Spritzpistole nach Anspruch 1, 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass mittels Stellmuttern (g2) der Angriffspunkt des gemeinsamen Betätigungshebels (c) so verstellt werden kann, dass die Pressluft bei Oeffnen voraus- und beim Schliessen nacheilt.
6. Spritzpistole nach einem der mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Düsenkopf zusätzliche Bohrungen (i4) vorgesehen sind, die mit dem Pressluftraum (a4) so in Verbindung stehen, dass ein zusätzlicher Luftstrom den Farbkegel beeinflussbar formt.
7. Spritzpistole nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vorzugsweise zwei Bohrungen (i4) sich gegenüberstehen und durch Verdrehung des Düsenkopfes mit im Gehäuse feststehenden, vorzugsweise vier weiteren Bohrungen oder Schlitzen (f4) so zusammenwirken, dass der Farbkegel als flacher Farbstrahl um seine Längsachse einstellbar ist und in den Zwischenstellungen als normaler Rundstrahl austritt.

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