DEP0024035DA - Verfahren und Maschine zur Herstellung von Hohlkörpern aus Papierstoff - Google Patents
Verfahren und Maschine zur Herstellung von Hohlkörpern aus PapierstoffInfo
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Description
Man hat bisher runde Dosen aus Karton oder Pappe in der Weise hergestellt, dass aus fertigen Tafeln runde Scheiben ausgestanzt und in Pressen tiefgezogen wurden. Das hat den Nachteil, dass sehr viel Abfall entsteht und das Ziehen nur bis zu einer beschränkten Tiefe durchgeführt werden kann. Grössere Dosen müssen daher in umständlichen und teueren Verfahren aus einzelnen Teilen zusammengesetzt werden.
Das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung vermeidet diese Nachteile und gestattet, Dosen in jeder gewünschten Grösse und Tiefe in laufendem Arbeitsgang herzustellen, ohne dass ein Abfall entsteht. Dabei erfolgt die Herstellung unmittelbar aus dem flüssigen Papierstoff. Es werden nämlich den herzustellenden Hohlkörpern entsprechende Siebformen in den Papierstoff getaucht und das Wasser durch die Sieböffnungen hindurch abgesaugt, worauf die auf den Sieben abgelagerten Hohlkörper selbsttätig in einer übergeschobenen Pressform durch Druckluft einer Pressung und darauf folgenden Aufweitung unterworfen werden, so dass sie auf zugeführte Heizköpfe geschoben und mit diesen einer Trockenvorrichtung zugeführt werden können. Die Pressformen sind dabei mit einem inneren Mantel aus Gummi oder
einem ähnlichen elastischen Stoff versehen, auf den von aussen Druckluft zum Anpressen zugeführt werden kann. Die Maschine zur Durchführung des Verfahrens enthält eine Reihe solcher Siebformen, die an einem Rade oder einer endlosen Kette sitzen und bei Drehung durch den den Papierstoff enthaltenden Behälter hindurchgeführt werden. Zweckmässig werden die Formen bei ihrer Durchführung durch den flüssigen Papierstoff noch um ihre Achse gedreht, um eine gleichmässige Ablagerung des Stoffes auf den Sieben zu bewirken.
Die Pressformen sitzen gleichfalls auf einem Rade oder an einer endlosen Kette, die von dem gemeinsamen Antriebe fortlaufend gedreht werden. Das Überschieben der Pressformen über die Siebformen erfolgt durch Kurvenführungen oder ähnliche Getriebe. Durch im Innern der Siebformen zugeführte Druckluft findet dann ein Ablösen der so gebildeten Hohlkörper von den Sieben und gleichzeitig eine gewisse Aufweitung statt, so dass jetzt die Hohlkörper auf Heizköpfe geschoben werden können, die mit einer endlosen Kette zugeführt und weiter einer Trockenvorrichtung zugeführt werden können. Durch schwaches Vakuum im Innern der Heizköpfe werden die Hohlkörper auf diesen gehalten, und sie können dann nach erfolgter Trocknung von diesen abgestossen werden als fertige Dosen.
Die beiliegenden Zeichnungen zeigen eine beispielsweise Ausführungsform einer derartigen Maschine.
Bild 1 ist ein Längsschnitt und
Bild 2, mehr schematisch gehalten, eine Seitenansicht.
Auf einer von der Antriebswelle 1 durch das Zahnradpaar 2, 3 angetriebenen Welle 4 sitzt das Rad 5, das eine Reihe, hier deren acht, von Siebformen 6, die den herzustellenden Hohlkörpern entsprechen, an seinem Umfang trägt. Die Formen 6 sitzen an Hohlwellen, die bei 8 in dem Rade 5 gelagert sind und durch Schnur-
läufe 9 oder sonstigen Antrieb in Umdrehung versetzt werden können. Die Hohlwellen schleifen mit ihren offenen Enden auf einem Hohlring 10, der je nach Stellung der Wellen unter Vakuum oder an einer anderen Stelle der Kreisbahn unter Druck steht. Die Siebformen tauchen in ihren unteren Stellungen in eine den flüssigen Papierstoff enthaltende Bütte 11, die seitlich durch eine auf der Welle 4 aufgekeilte Scheibe 12 mit entsprechender Dichtung 13 abgedeckt ist.
Ein zweites, gleichfalls auf 4 sitzendes Rad 14 trägt die Pressformen 15, an Zahl gleich der der Siebformen. Jede Pressform hat im Innern einen Mantel 16 aus Gummi, um den herum ein Hohlraum 17 liegt, der unter Druck bzw. Vakuum gesetzt werden kann. Diese Pressformen sitzen an langen Stangen 18, die mit Rollen 19 in eine feststehende Kurvennut 20 eingreifen.
Dadurch können die Pressformen hin- und hergeschoben und über die Siebformen gebracht werden.
Schliesslich sind noch Heizköpfe 21 vorgesehen, die an der endlosen Kette 22 befestigt sind und durch das Kettenrad 23 und das Führungssegment 24 vor die Pressformen gebracht werden. Dieses Segment ist hohl und wird unter Vakuum gesetzt, das bei Überschleifen der hohlen Bolzen der Kette 22 in das Innere der Heizköpfe tritt und zum Festhalten der Hohlkörper auf den durchlöcherten Heizköpfen während der Übergabe von den Pressformen dient. Die Druckluft für die Pressformen wird durch die hohlen Stangen 18 über die sie umgebenden Gehäuse 25 mittels der Kanäle 26 des Rades 14 von einer Steuerung 27 zugeführt.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende:
Beim vollständigen oder teilweisen Eintauchen der Siebformen 6 in den Papierstoff der Bütte 11 setzt sich der Stoff auf dem
Umfang der Siebe ab und bildet dadurch den Hohlkörper. Dabei wird durch das Vakuum das Wasser herausgesaugt und dann nach Austauchen aus der Bütte jede Siebform vor die zugehörige Pressform 15 gebracht. Diese schiebt sich dann durch die Kurvennut 20 über das Sieb, wobei der Gummimantel 16 auf den Hohlkörper durch Druckluft gepresst wird. Dadurch wird die Papiermasse fest zusammengedrückt und gleichzeitig noch das restliche Wasser herausgepresst, was durch das Vakuum im Sieb noch unterstützt wird. Nun wird Druckluft in die Siebform geschickt, wodurch der Papierhohlkörper sich etwas aufweitet, da der Gummimantel nachgibt. Es folgt ein Zurückziehen der Pressform mit dem darin sitzenden Hohlkörper. Inzwischen ist durch die Kette einer der Heizköpfe 21 vor die Pressform gekommen, und diese schiebt den Körper auf den Heizkopf, der ihn mit zur Trockenvorrichtung nimmt, wobei das geringe Vakuum im Innern des Kopfes den Körper festhält. Der getrocknete Hohlkörper kann nun vom Heizkopf abgenommen oder mechanisch abgestreift werden. Durch seine Elastizität nimmt der Gummimantel seine ursprüngliche Gestalt wieder an. Das Aufbringen der Hohlkörper auf Heizköpfe geschieht hauptsächlich deshalb, um ein Verziehen der Körper während der Trocknung zu verhindern.
Die ganze Durchführung des Verfahrens erfolgt vollständig selbständig.
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Papierstoff, dadurch gekennzeichnet, dass dem Hohlkörper entsprechende Siebformen ganz oder teilweise in flüssigen Papierstoff getaucht und das Wasser durch die Siebform abgesaugt wird, worauf der entstandene Hohlkörper in eine übergeschobene Pressform durch Druckluft einer Pressung und dann einer Aufweitung unterworfen und schliesslich auf einen Heizkopf geschoben und mit diesem einer Trockenvorrichtung zugeführt wird.
2. Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Anzahl an einem Rad oder einer endlosen Kette befestigten Siebformen, die nacheinander durch einen den flüssigen Papierstoff enthaltenden Behälter geführt und gleichzeitig unter Vakuum gesetzt werden.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebformen während ihres Eintauchens um ihre Achse gedreht werden.
4. Maschine nach den Ansprüchen 2 u. 3, dadurch gekennzeichnet, dass über die mit Papierstoff umkleideten Siebformen Pressformen geschoben werden, die gleichfalls auf einem Rade oder einer endlosen Kette sitzen und durch Kurven o.dgl. hin- und hergeschoben werden können.
5. Maschine nach den Ansprüchen 2-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressformen aus einem Mantel aus Gummi oder einem anderen elastischen Stoff bestehen und auf diese Mäntel ein Druck durch Druckluft ausgeübt werden kann.
6. Maschine nach Ansprüchen 2-5, dadurch gekennzeichnet, dass das Abgeben der Hohlkörper von den Siebformen durch auf das Innere dieser Formen wirkende Druckluft und/oder durch auf das Äussere der Mäntel wirkendes Vakuum erfolgt.
7. Maschine nach den Ansprüchen 2-6, dadurch gekennzeichnet, dass nach erfolgtem Zurückgehen der Pressformen diese durch eine endlose Kette durchlöcherte Heizköpfe zugeführt und die Hohlkörper über diese geschoben werden und mit diesen durch eine Trockenvorrichtung laufen.
8. Maschine nach den Ansprüchen 2-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlkörper auf den Heizköpfen durch Vakuum gehalten werden.
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