DEP0023391DA - Eisenbahngüterwagen. - Google Patents
Eisenbahngüterwagen.Info
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Eisenbahngüterwagen und auf ein Verfahren zu ihrer Entleerung. Es sind Sonderbauarten von Güterwagen für Schüttgüter,wie Erze, Kohle, Kies oder dgl. bekannt, deren Böden geneigt oder dachförmig ausgebildet sind und deren Inhalt beim Öffnen von seitlich angebrachten Entladeklappen ausströmt. Es ist auch bekannt, Wagen für derartige Güter als Kippwagen auszubilden und beim Entleeren zu kippen. Weiter ist es bekannt, die Stirnwand eines Güterwagens entfernbar zu machen und den ganzen Wagen bei entfernter Stirnwand durch einseitiges Anheben zu entleeren. Schließlich ist es in Häfen und bei sonstigen größeren Verladeanlagen an bekannt, schwenkbare Gestelle anzubringen, in die der zu entleerende Güterwagen eingefahren und dann in beliebiger Weise gekippt oder umgedreht wird. Die zuletzt genannte Anlage stellt eine teure und viel Raum beanspruchende Sondereinrichtung dar. Die zuerst genannten Sonderbauarten von Wagen schließen eine Verwendung der Wagen für Güter, die nicht Schüttgüter sind, insbesondere von Stückgütern, nahezu aus.
Die Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, einen normalen Güterwagen mit ebenem Boden so auszubilden, daß der ebene Boden erhalten bleibt, also Stückgüter, Kisten und dgl. in der üblichen Weise geladen werden können, während andererseits Schüttgut schneller und mit weniger Aufwand
an menschlicher Arbeitskraft entladen werden kann als bei den bisher bekannten Normalbauarten. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß im Wagenboden Entladeöffnungen mit von außen, vorzugsweise von den Seiten her bedienbaren Verschlußmitteln vorgesehen sind. Schüttgut läßt sich aus solchen Wagen leicht und schnell entladen, wenn unter den Wagen, nämlich unter die Entladeöffnungen hinunter reichende Transportmittel, z. B. Förderbänder, Schüttelrinnen oder dgl. aufgestellt werden. Der Güterwagen wird hierbei also in derselben Art zur Speisung eines Fördermittels benutzt, wie ein Bunker, Silo oder Vorratsbehälter anderer Art. Es sind Förderbänder bekannt, deren Bauhöhe gering ist und die mit ihrem einen Ende ohne weiteres unter einen Güterwagen hinuntergeschoben, dabei aber noch so ansteigend aufgestellt werden können, daß das von ihnen geförderte Gut unmittelbar in einen auf gleicher Flurhöhe stehenden Lastwagen entleert werden kann. In derselben Weise läßt sich das Schüttgut auch unmittelbar auf Stapelplätze befördern oder in andere Eisenbahnwagen umladen, gegebenenfalls unter Verwendung weiterer, an das erste Förderband anschließender, selbsttätiger Fördermittel. Bei dem neuen Entladeverfahren werden die Wagen und das Schüttgut geschont. Das Schüttgut legt nur geringe Fallwege zurück; es entsteht also wenig Bruch, wenn Briketts oder dgl. entladen werden. Auf dem Wagenboden selbst werden nur die Reste des Schüttgutes nach den Entladeöffnungen hin bewegt, so daß der Wagenboden wesentlich weniger beansprucht wird als wenn die ganze Ladung mit ihrem vollen Gewicht nach einer Stirnseite hin ausgekippt wird.
Zweckmäßig werden mehrere Entladeöffnungen im Boden des Wagens angebracht. Wenn es sich um eine Wagenbauart handelt, bei der die Achsen oder Drehgestelle sehr weit an den Enden des Wagens liegen, werden die Entladeöffnungen nur zwischen den Achsen oder Drehgestellen angebracht. Stehen die Wagenenden über die Achsen über, so werden zweckmäßig auch in den überstehenden Teilen des Wagenbodens Entladeöffnungen angebracht. In allen Fällen können die verschiedenen Entladeöffnungen versetzt gegeneinander angebracht sein.
Die Verschlußmittel für die Entladeöffnungen lassen vielerlei Ausführungsmöglichkeiten zu. Als Verschlußmittel können z.B. Schieber dienen, die im wesentlichen in einer Ebene bewegt werden, entweder geradlinig oder längs Kurven, und die zweckmäßig unter dem Wagenboden oder innerhalb des Wagenbodens geführt sind. Bei anderen Bauarten sind in ihrer Ebene um eine Achse schwenkbare Schieber vorgesehen. Noch andere Bauarten weisen um waagerechte Achsen scharnierartig gelagerte Verschlußklappen auf. Abarten ergeben sich daraus, daß die Schieber in Querrichtung des Wagens oder in Längsrichtung des Wagens oder geneigt zu diesen Richtungen geführt sein können, sowie daraus, daß für jede Öffnung zwei jeweils nur die halbe Öffnung verschließende Verschlußmittel -- Schieber oder Klappen -- vorgesehen sein können.
Auch die Antriebsmittel für die Verschlußmittel lassen viele Ausführungsmöglichkeiten zu. Die Schieber oder Klappen können durch Zahnstangen, Schraubenspindeln, Ketten oder Seiltriebe, durch Gelenkhebel oder durch mehrere dieser Elemente in Verbindung miteinander, schließlich auch hydraulisch angetrieben sein. Für den hydraulischen Antrieb lassen sich bekannte bauliche Einheiten verwenden, wie sie in Gestalt der hydraulischen Autoheber bekannt sind. Bei Hebeltrieben kann ein Handantriebshebel an einer Seitenwand des Wagens in einer Ebene parallel zur Seitenwand bewegbar sein und auf einen unter dem Wagenboden gelagerten, also in einer zur ersten Ebene senkrechten Ebene bewegbaren Hebel einwirken.
Weitere neue und fortschrittliche Merkmale von erfinderischer Bedeutung ergeben sich auf der folgenden Beschreibung in Verbindung mit den Ansprüchen und der Zeichnung.
In der Zeichnung sind in vereinfachter, schematischer Darstellung mehrere Ausführungsbeispiele erläutert.
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf einen offenen, gemäß der Erfindung ausgebildeten Güterwagen.
Fig. 2 zeigt eine Stirnansicht dieses Wagens während des Entladens.
Fig. 3 ist eine der Fig. 1 ähnliche Draufsicht in größerem Maßstabe, bei der der Wagenboden weggelassen ist, so daß die unter ihm liegenden Teile sichtbar sind. Es sind hier unabhängig von der Lage der nicht gezeichneten Wagenachsen verschiedene Beispiele für den Antrieb von Verschlußschiebern gezeichnet.
Fig. 4 zeigt ein weiteres Beispiel eines Verschlußschieberantriebs.
Fig. 5 erläutert eine weitere Ausführungsmöglichkeit.
Fig. 6 ist ein Schnitt durch eine Schieberführung.
Fig. 7 ist eine Ansicht einer anderen Schieberführung.
Fig. 8 erläutert eine Bauart mit Verschlußklappen und deren Antrieb.
Auf dem Boden 1 des Wagens (Fig. 1) sind in den Teilen des Bodens, der über die Achsen 2 und 3 nach außen hinüberragt, Entladeöffnungen 4 und 5 angebracht. Zwischen den Achsen befinden sich gegeneinander versetzte Ladeöffnungen 6 und 7. Die Entladeöffnungen sind durch z.B. unter dem Wagenboden geführte Verschlußmittel verschlossen. Durch die in die Öffnung 6 eingestrichelte Linie 8 ist angedeutet, daß zwei Schieber oder Klappen angebracht sein können, die die Öffnung nur je zur Hälfte verschließen, wobei die Fuge in Längsrichtung des Wagens verläuft. Die in die Öffnung 7 bei 9 eingestrichelte Linie zeigt, daß die Fuge auch in Querrichtung liegen kann. Die Bedienungsmittel für die Verschlußglieder der Entladeöffnungen sind zweckmäßig an den Seiten 10 und 11 des Wagens angebracht oder von dort aus zugänglich. Besonders für an den Stirnenden des Wagenbodens angebrachte Entladeöffnungen, wie die Öffnungen 4 und 5, lassen sich aber auch von den Stirnseiten 12 und 13 des Wagens zugängliche Betätigungsglieder anordnen.
Die Entladeöffnungen werden in solcher Lage, Anzahl und Größe angebracht, daß an den Ecken und Rändern im Wagen und auf den Stegen zwischen den Entladeöffnungen nur geringe Mengen von Schüttgut übrig bleiben, die von einem Arbeiter
leicht in die Entladeöffnungen geschoben werden könne. Es kann dafür gesorgt sein, daß die Verschlußmittel derselben Öffnung von verschiedenen Seiten des Wagens her bedienbar sind, sei es von zwei gegenüber liegenden, sei es von allen vier Seiten des Wagens aus. Bei Bauarten mit gradlinig geführten Verschlußschiebern können diese nach nur einer oder wahlweise nach entgegengesetzten Seiten bewegbar sein, und zwar in Querrichtung oder in Längsrichtung des Wagens oder geneigt dazu. Unterhalb der Entladeöffnungen können am Wagenboden Leitbleche oder Trichter 14 gegebenenfalls einstellbar angebracht sein.
Bei dem Entladen des Wagens gelangt das Schüttgut auf unter die Entladeöffnungen geschobene Transportbänder 15, die das Gut z.B. in neben dem Gleis aufgestellte Lastwagen 16 befördern (Fig. 2). Wenn nur ein Förderband vorhanden ist, wird dieses nacheinander unter die verschiedenen Entladeöffnungen gebracht, von denen jeweils nur die geöffnet wird, unter der das Förderband aufgestellt ist und dies vorzugsweise allmählich und bei laufenden Förderband. Sind mehrere Förderbänder vorhanden, so kann durch mehrere Entladeöffnungen gleichzeitig entladen werden.
Bei dem Beispiel nach Fig. 3 links ist der Schieber 17 z.B. in unter dem Wagenboden angebrachten Profilen 18 und 19 geführt. Mit ihm ist eine Führungsstange 20 verbunden, die zwischen Führungsteilen 21 und 22 und außerdem durch einen Bolzen 23 geführt ist, der in einen mittleren Schlitz 24 der Stange 20 hineinragt. Die Stange 20 trägt entgegengesetzt gerichtete Schrägverzahnungen 25 und 26. Die eine Verzahnung, 25, dient zum Schließen, die andere, 26, zum Öffnen des Schiebers. Das Öffnen und Schließen geschieht mittels ratschenartig ausgebildeter Klinkenträger, die am Wagenboden gelagert sind und von denen der eine zum Schließen, der andere zum Öffnen des Schiebers benutzt wird. Gegebenenfalls genügt es, einen solchen Klinkenträger vorzusehen und diesen so anzuordnen, daß er wahlweise auf der einen oder der anderen Seite der Stange 20 angebracht und entweder mit der Verzahnung 25
zum Schließen oder mit der Verzahnung 26 zum Öffnen des Schiebers zusammenwirken kann. Bei dem gezeichneten Beispiel ist an dem Klinkenträger 27 eine mit der Verzahnung 25 zusammenwirkende Klinke 28 gelagert, die bei Verschwenkung des Klinkenträgers 27 in Fig. 3 im Uhrzeigersinne die Stange 20 in der Verschlußrichtung weiterschiebt, bei der entgegengesetzten Bewegung aber wirkungslos über die Zähne der Stange 20 hinweggeht. Die Hin- und Herbewegung des Klinkenträgers 27 erfolgt z.B. mittels eines Hebelschlüssels, der von unten her in einen Vierkant 29 des Trägers eingesetzt wird. Die Bewegung des Klinkenträgers kann durch Anschläge 30, 31 begrenzt sein. Zweckmäßig läßt sich der Anschlag 31 aus der in Fig. 3 gezeichneten wirksamen Stellung in eine unwirksame Stellung bewegen, in der er es gestattet, daß der Klinkenträger im ganzen, in eine unwirksame Stellung verschwenkt wird, in welche die Klinke 28 nicht mehr in die Verzahnung 25 eingreift, wie es entsprechend auf der in Fig. 3 linken Seite der Stange 20 für den Klinkenträger 32 mit der Klinke 33 gezeichnet ist. Die Anschläge 32, 33 entsprechen dort den Anschlägen 34, 35. Die verstellbaren Anschläge lassen sich jeweils mittels Durchsteckern oder ähnlichen bekannten, zweckmäßig unverlierbar, z.B. an Ketten oder dgl. befestigten Elementen sichern. Wenn beide Klinken 28 und 33 in die Verzahnungen 25 bzw. 26 eingreifen, so ist damit die Stange 20 und der an ihr befestigte Verschlußschieber gegen jede unbeabsichtigte Bewegung, z.B. während der Fahrt, nach beiden Richtungen hin gesichert.
Bei dem zweiten Beispiel von links in Fig. 3 ist an dem Schieber 36 eine der Deutlichkeit halber übertrieben dick gezeichnete Schraubenspindel 37 und 38 drehbar, aber nicht längsverschieblich gelagert. Mit ihrem gewindetragenden Teil geht die Spindel 37 durch eine am Wagenboden befestigte Mutter 39 hindurch. Wird die Spindel, die an ihrem nach außen ragenden Ende einen Vierkant 40 tragen kann, z.B. mittels einer Kurbel 41 gedreht, so wird damit der Schieber 36 je nach der Drehrichtung geöffnet oder geschlossen. Ein Nachteil dieser Bauart, der aber in den meisten Fällen in Kauf genommen werden kann, besteht darin,
daß die Spindel um den Betrag, um den der Schieber geöffnet wird, seitlich über den Wagen hinausragt. Dies wird vermieden, wenn, wie bei dem nächsten Beispiel in Fig. 3, die ebenfalls übertrieben stark gezeichnete Spindel am Wagen unverschieblich gelagert und die Mutter auf dem Schieber angebracht wird. An dem Schieber 42 ist die Mutter 43 befestigt, durch den die im Wagen bei 44 und 45 ortsfest gelagerte Schraubenspindel 46 hindurchgeht. An beiden Längsseiten des Wagens ragen die Vierkante 47 und 48 der Spindel hervor, so daß die Spindel von hier aus mit einer Kurbel gedreht, der Schieber also von beiden Seiten her geöffnet oder geschlossen werden kann. Es ist dabei gleichgültig, ob die Entladeöffnung so gelagert und bemessen ist, daß der Schieber aus der Verschlußstellung nur nach einer Richtung hin in die Öffnungsstellung gebracht werden kann, oder ob der Verschlußschieber aus der Verschlußstellung nach beiden Richtungen hin herausgezogen oder geschoben werden kann.
Bei dem Beispiel in Fig. 3 ganz rechts sind die seitlichen Führungsansätze 49, 50 des Schiebers 51 als Muttern für Antriebsspindeln 52, 53 ausgebildet, die am Wagenboden ähnlich wie die Spindel 46 drehbar, aber nicht längsverschiebbar gelagert sind und außen Vierkante aufweisen, auf welche Kurbeln 55 aufsteckbar sind. An den Enden der Spindeln sind auf ihnen Kettenräder 56 befestigt, über welche endlose Ketten 57 laufen, durch die die Spindeln auf Drehung miteinander gekuppelt sind. Bei dieser Bauart liegen die Spindeln seitlich der Entladeöffnung, so daß diese vollständig freigegeben wird. Wenn die Spindel unter der Entladeöffnung entlang läuft, ist es zweckmäßig, sie durch ein Schutzblech oder dgl. zu umhüllen. Je nach der Bart kann ein solches Schutzblech ortsfest angebracht oder mit dem Schieber verbunden sein, so daß es vom Schieber vor die Öffnung gezogen wird, in dem Maße, wie diese geöffnet wird.
Bei dem Beispiel nach Fig. 4 greifen an dem Schieber 58, der mit Führungsansätzen 59 ausgerüstet ist, Ketten 60 an, die über auf gemeinschaftlichen Achsen 61 befestigte Ketten-
räder 62 laufen. Auf den Achsen 61 sind Kegelräder 63 befestigt, die mit am Wagen gelagerten Kettenrädern 64 in Eingriff stehen, welche mit Hilfe von aufsteckbaren Kurbeln 65 antreibbar sind. Auch hier läßt sich der Schieber also von beiden Seiten her öffnen und schließen. Zweckmäßig haben die Kettenräder 63 größeren, die Kegelräder 64 kleineren Durchmesser, so daß sich für die Öffnungsbewegung gegenüber der Antriebsbewegung eine Untersetzung ergibt. Während die beschriebenen Spindeltriebe selbsthemmend sind, so daß sie gegen unbeabsichtigte Lageveränderungen der Verschlußmittel nicht besonders gesichert zu werden brauchen, ist bei der Bauart nach Fig. 4 zweckmäßig eine besondere Sicherung vorgesehen, z.B. in Gestalt einer Festhaltevorrichtung für eines der Kegelräder.
Bei dem Beispiel nach Fig. 5 ist der Schieber 66 mit einem Antriebssegment 67 verbunden und um eine senkrechte Achse 68 schwenkbar gelagert. Der Schieber 66 und das Antriebssegment 67 können in verschiedenen zueinander parallelen Ebenen liegen. Das Antriebssegment 67 trägt eine Verzahnung 69, in die eine Schnecke 70 einer Antriebsspindel 71 eingreift, mit der z.B. ein seitlich am Wagen zugängliches Handrad, eine Kurbel oder dgl. verbunden sein kann.
Die Schieber können, wie der Schieber 72 in Fig. 6, z.B. in den an der Unterseite des Wagenbodens 1 befestigten Profilen 73 geführt sein. Diese Art der Führung hat den Nachteil, daß über dem Schieber im Wagenboden eine Vertiefung 74 von der Stärke des Wagenbodens entsteht. Dieser Nachteil wird oft in Kauf genommen werden können. Man kann die Aussparung 74 auch durch Deckel oder dgl. verschließen. Es ist jedoch auch möglich, abgekröpfte Führungen 75 für die Verschlußschieber anzuordnen, die innerhalb der Entladeöffnung in der Höhe des Bodens 1 des Wagens liegen (Fig. 7). In solchen Führungen kann z.B. ein ähnlich wie Wanderroste oder Rolläden aus einzelnen Gliedern 76 zusammengesetzter, nach oben z.B. durch ein Stahlblech 77 geschlossener biegsamer Schieber geführt sein, an welchem ein Antriebsglied 78 angreift. Die Kröpfungs-
stelle ist dabei zweckmäßig durch eine auf dem Wagenboden befestigte Deckplatte 79 abgedeckt. Es ist jedoch auch möglich, starre Schieber z.B. mit an ihren Enden angebrachten Führungsrollen in der Führung 75 ähnlichen angekröpften Führungen zu führen, derart, daß diese Schieber in der unwirksamen Stellung unter dem Wagenboden liegen, während sie in der Verschlußstellung die Entladeöffnung in der Höhe des Wagenbodens ausfüllen.
Bei dem Beispiel nach Fig. 8 ist eine im Wagenboden 1 angebrachte Entladeöffnung 80 durch zwei Klappen 81 und 82 verschlossen, die in die Öffnung bis zum Abschneiden mit der Oberfläche des Wagenbodens hineinragen. Die Klappen sind mit Armen 83 auf Achsen 84 schwenkbar gelagert. Mindestens an der einen Seite der Klappe sind die Arme 83 zu Führungsblechen ausgebildet, in denen Führungsschlitze 85 angebracht sind. In diese greifen Bolzen 86 ein, die auf Hebeln 87 angebracht sind. Die Hebel 87 sind mit den Antriebswellen 88 fest verbunden. Die Anordnung ist so getroffen, daß bei geschlossenen Klappen, wie in Fig. 8 ausgezogen gezeichnet, der Hebel 87 etwas über die Lage hinausbewegt ist, in der er auf dem Schlitz 85 senkrecht steht. Er befindet sich also in Übertotpunktlage, in der er am Ende des Schlitzes 85 anliegt. Die Klappen sind daher gegen unbeabsichtigtes Öffnen gesichert. Wird der Hebel 87 in Fig. 8 entgegen dem Uhrzeigersinne von der Antriebswelle 88 aus bewegt, so muß zunächst die Totpunktlage überwunden werden. Dann aber öffnen sich die Klappen unter dem Gewicht der auf ihnen lastenden Ladung selbst, (sofern nicht selbsthemmende Antriebsmittel vorhanden sind), bis bei geöffneten Klappen die Stifte 86 wieder in den Enden des Schlitzes 85 anliegen, wie in Fig. 8 gestrichelt eingezeichnet. Durch entgegengesetzte Drehung der Welle 88 werden die Klappen wieder geschlossen. Bei dem gezeichneten Beispiel besitzt die Klappe 81 einen Fortsatz 89, der einen Fortsatz 90 der Klappe 82 stufenförmig überlappt, um ein dichtes Abschließen zu sichern. Dies bedingt, daß bei der Bedienung zunächst die Klappe 82 geöffnet werden muß, und dann erst die Klappe 81 geöffnet werden kann, während umgekehrt die Klappe 81 zuerst zu schließen ist und zuletzt die Klappe 82. Durch entsprechende Beschilderung der Betätigungsglieder kann hierauf hinge-
wiesen sein. Es lassen sich auch Sicherungsglieder vorsehen, die das Öffnen und Schließen nur in der richtigen Reihenfolge zulassen. Auch bei Antrieben für Schieber und bei andersartigen Antrieben lassen sich Glieder einschalten, deren Übertotpunktlage die Endstellung der Verschlußorgane sichert.
Eine sehr einfache Ausführung ergibt sich, wenn einige der Querbohlen des Güterwagenbodens z.B. in der Mitte geteilt sind, so daß sie ein Stück nach außen hinausgezogen werden können. Zur Erleichterung des Herausziehens können sie außen mit einem Beschlag versehen sein, der zum Einsetzen eines brechstangenähnlichen Hebelwerkzeuges geeignete Ausschnitte besitzt. Auch die Betätigungsstangen von Schiebern können in dieser Weise ausgebildet sein und gehandhabt werden. Für Stangen und Spindeln lassen sich gegebenenfalls Rohre verwendet. Anstelle von Gleitführungen können überall Rollen- oder Walzenführungen vorgesehen sein. Außer bei Güterwagen läßt sich die Erfindung auch bei anderen behälterartigen Großraumfahrzeugen nutzbringend anwenden.
Claims (9)
1) Eisenbahngüterwagen, dadurch gekennzeichnet, daß im Wagenboden Entladeöffnungen mit von außen, zweckmäßig von den Wagenseiten her bedienbaren Verschlußmitteln vorgesehen sind.
2) Wagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Verschlußmittel für die Entladeöffnungen im wesentlichen in einer Ebene geradlinig oder längs Kurven bewegbare Schieber vorgesehen sind.
3) Wagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Verschlußmittel um waagerechte Achsen schwenkbar gelagerte Klappen vorgesehen sind.
4) Wagen nach Anspruch 1 und 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß für eine Entladeöffnung zwei jeweils nur die halbe Öffnung verschließende Verschlußmittel vorgesehen sind (Fig. 8).
5) Wagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für die Verschlußmittel mechanische, von mindestens einer Seite des Wagens zu bedienende Antriebsmittel, vorzugsweise mit Untersetzung vorgesehen sind (Fig. 4).
6) Wagen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch hydraulische Antriebsmittel für die Verschlußteile.
7) Wagen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in den Antrieb der Verschlußmittel eine Übertotpunktsperre eingeschaltet ist (Fig. 8).
8) Wagen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb für die Verschlußmittel der Entladeöffnungen derart ausgebildet ist, daß die Verschlußmittel nach Wahl teilweise oder ganz geöffnet werden können.
9) Verfahren zum Entleeren von Eisenbahngüterwagen nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein unter die in den Wagenböden vorgesehenen Entladeöffnungen reichendes Fördermittel, z.B. ein Förderband, ein Rinnenförderer oder dgl. aufgestellt wird, dann die Entladeöffnungen geöffnet werden und das Ladegut mittels des Fördermittels zu Stapelplätzen und/oder Verteilerfahrzeugen gefördert wird.
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