DEP0022836DA - Verfahren zur Herstellung von verschiedenfarbigen Preßstoffgegenständen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von verschiedenfarbigen Preßstoffgegenständen.Info
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Preßstoffgegenständen, wie Tastenknöpfen für Schreib- und Rechenmaschinen, Registrierkassen, Nummernscheiben Telephonapparate und dergl. deren Oberfläche Ziffern, Schrift- oder sonstige Zeichen in einer von der Grundfläche abweichenden Farbe aufweist.
Bisher hat man derartige Gegenstände mit Vertiefungen für die Zeichen gepresst und die Zeichen nachträglich eingelegt. Hierbei besteht jedoch die Gefahr, dass sich die Zeichen beim Gebrauch ablösen. Das Einlegen und Befestigen der mitunter sehr kleinen Zeichen ist auch eine umständliche Arbeit.
Die Erfindung sieht eine andere Herstellung vor und kennzeichnet sich dadurch, dass die Gegenstände in einem zweistufigen Preßverfahren derart hergestellt werden dass zuerst ein die Zeichen erhaben tragender Kernkörper aus einem der Farbe der Zeichen entsprechenden Stoff gepresst und dann um diesen Kernkörper herum ein die Oberfläche der Zeichen freilassender Mantel aus einem farblich abweichenden Stoff gepresst wird.
Damit das einzelne Zeichen die richtige Lage im fertigen Gegenstand erhält, weist der Kernkörper zweckmässig einen Schlitz o.dgl. auf, mit dessen Hilfe er beim zweiten Pressen auf einem entsprechenden Dorn der Preßform gehalten wird.
Die Herstellung der Gegenstände erfolgt am besten im Spritzguss, weil hierbei am sichersten gewährleistet ist, dass die Preßmasse die Form vollständig ausgefüllt und auch bei komplizierten Zeichen, besonders bei geschlossenen Zahlen, Buchstaben o.dgl. durch besondere Löcher des Kernkörpers in die abgeschlossenen Innenräume der Zeichen kommt.
In der Zeichnung ist das Verfahren gemäss der Erfindung beispielsweise anhand von Tastenknöpfen für Schreibmaschinen und einer Nummernscheibe für Telephonapparate veranschaulicht, und zwar zeigen
Fig. 1 und 2 die Kernkörper für Tastenknöpfe als Halberzeugnis im Grundriss und im Schnitt nach Linie II-II von Fig. 1,
Fig. 3 - 5 einen einzelnen Kernkörper im Grundriss, im Schnitt und in einer Ansicht von unten,
Fig. 6 - 7 die vollständigen Tastenknöpfe nach dem zweiten Preßvorgang, noch mit den Gußstegen versehen, im Grundriss, sowie im Schnitt nach Linie VII-VII der Fig. 6,
Fig. 8 - 10 einen einzelnen Tastenknopf im Grundriss, im Schnitt und von unten gesehen,
Fig. 11 den Kernkörper einer Nummernscheibe für Telephone als Halberzeugnis in der Draufsicht,
Fig. 12 - 15 die fertige Nummernscheibe von oben, von unten, im Schnitt nach Linie XIV-XIV und nach Linie XV-XV der Fig. 12,
Fig. 16 - 18 die Preßformen für den zweiten Preßvorgang bei den Tastenknöpfen und zwar im Schnitt mit dem eingelegten Kern-
körpern und in der Ansicht der Preßformhälften.
Die in Fig. 1 - 5 gezeigten Kernkörper 20 der Tastenknöpfe werden in erkannter Weise durch Einspritzen von thermoplastischem Kunststoff, z.B. eines mit plastizierenden Mitteln versetzten Stoffes auf der Grundlage von Zelluloseazetat, in eine Spritzgussmaschine mit einer entsprechenden Anzahl von Formen hergestellt, vorliegend mit acht Formen. Die in Figur 1 und 2 dargestellten Kernkörper 20 sind noch durch die Gußstege 21 verbunden, die durch das in den Formkanälen erstarrte Material gebildet sind. Mit 22 ist das im Eingußkanal erstarrte Material bezeichnet.
Die einzelnen Kernkörper 20 werden von den Gußstegen abgetrennt, deren Material wieder verwendet werden kann.
Fig. 3 - 5 zeigen den fertigen Kernkörper für eine Zahlentaste mit der Ziffer "4". Auf seiner Unterseite weist der Kernkörper einen hohlen Ansatz 23 auf, der, wie noch beschrieben wird, zum Halten des Kernkörpers in der Form beim zweiten Preßgang dient. Hier wie in allen fällen, wenn das Zeichen eine geschlossene Form aufweist, erhält der Kernkörper ein Loch 24, durch das der Preßstoff beim zweiten Preßgang in den von dem Zeichen umschlossenen Raum gelangen kann. Wird z.B. vorliegend der Kernkörper mit der Zahl 4 aus weissem Preßstoff hergestellt und soll das im zweiten Preßgang um ihn herumgespresste Material schwarz sein, so ist es notwendig, dass auch der von der "4" eingeschlossene Dreieckraum mit dem schwarzen Preßstoff gefüllt wird.
Fig. 6 und 7 zeigen die Tastenknöpfe 30, wie sie nach dem zweiten Preßgang, durch die Gußstege 31 (mit dem Einguß 32) noch miteinander verbunden, aus der Form herausgenommen werden. Der fertige Einzelknopf ist in Fig. 8 - 10 dargestellt. Fig. 9 lässt erkennen, wie der schwarze Preßstoff den Raum 25 im
Innern der "4" durch das Loch 24 des Kernkörpers gefüllt hat. Wie schon der Kernkörper, so ist auch der fertige Tastenknopf mit einem Schlitz 26 versehen, der zu seiner Befestigung auf dem Typenhebel der Schreibmaschine dient.
Aus Fig. 16 ist ersichtlich, wie die Kernkörper 20 in der Form für den zweiten Preßgang in der richtigen Lage gehalten werden. Die in bekannter Weise arbeitende Spritzgussmaschine besitzt zwei Formplatten 27, 28, von denen gemäss Fig. 17 und 18 jede acht Körperformhälften 35 bzw. 36 enthält. Die Formhälften 33 sind innen achteckig und nehmen den oberen Teil der Tastenknöpfe auf. Aussen haben sie an gegenüber liegenden Seiten Abflachungen, mit denen sich benachbarte Formhälften berühren, wodurch verhindert wird, dass sie sich in der Preßformplatte 28 verdrehen können. Die Preßformhälften 36 weisen Zapfen 29 auf, die in die hohlen Ansätze 23 der Kernkörper 20 passen und die Kernkörper in der richtigen Lage zur Preßformplatte 27 halten.
Der Preßstoff gelangt durch den Eingusskanal 34 und durch Kanäle 35, die in die Stirnfläche der Platte 27 eingefräst sind, in die einzelnen Formen. Das nach dem Pressen im Kanal 34 erstarrte Material bildet den Einguss 32, das in den Kanälen 35 erstarrte Material die Gußstege 31.
Während des Pressens werden die Preßformplatten 27 und 28 zusammengehalten und der Preßstoff durch die Kanäle 32, 24 in die formen gespritzt. Die Platten werden dann auseinander genommen. Zum Ausheben der Gußstücke sind Auswerfer vorgesehen, die bei ihrer Betätigung die Gußstücke herausstossen.
Um zu verhindern, dass die Gußkörper in der Platte 28 hängen bleiben, aus der sie schwer abzulösen wären, sind die Formen so ausgebildet, dass an den Gußstegen kleine Ansätze 38
(Fig. 2 und 7) von schwachkegeliger Gestalt entstehen. Diese Ansätze halten die Gußstücke in der Platte 27 zurück, doch ist ihre Verjüngung so schwach, dass sie das Ausstossen der Gußstücke aus der Form nicht verhindern.
Bei dem in Fig. 11 - 15 dargestellten Beispiel einer Ziffernscheibe für Telephone besteht der Kernkörper 40 aus einem Ring 41, auf dem die mit ihm einen einheitlichen Preßkörper bildenden Zahlen 42 sitzen. Der Ring 41 entspricht den Armen 21 nach Fig. 1. Er wird durch das in einem ringförmigen Kanal der einen Formplatte erstarrte Material gebildet. Der Einführungskanal liegt in diesem Fall auf der Rückseite des Ringes und der in ihm erstarrte Einguss wird vor Durchführung des zweiten Preßvorganges entfernt.
Auch in diesem Fall ist angenommen, dass der Kernkörper 40 weiss, dass bei der zweiten Pressung um ihn herumgepresste, die Nummernscheibe 43 bildende Material schwarz ist. Während dieses zweiten Pressens wird der Ring 41 durch in der einen Preßformhälfte im Kreis angeordnete Ansätze gehalten, die in Fig. 13 erkennbare Vertiefungen 44 auf der Unterseite der Nummernscheibe ergeben.
Bei dem Verfahren gemäss der Erfindung werden die Zeichen zu einem festen Bestandteil des Preßkörpers und können sich daher bei Gebrauch und durch Abnutzung auch nicht davon lösen.
Das Verfahren lässt sich auch so anwenden, dass ein Kernkörper mehrmals mit Preßstoff unterschiedlicher Farben umpresst werden kann, dass also einem mit andersfarbigem Stoff umpressten Kernkörper in einer dritten Pressung ein weiterer Mantel aufgepresst wird, der aus dem für die erste Pressung, d.h. für den Kernkörper benutzten Stoff oder aus sonstigen, von dem Material der zweiten Pressung abweichenden Preßstoff bestehen kann.
Claims (3)
1.) Verfahren zur Herstellung von verschiedenfarbigen Preßstoffgegenständen, wie Tastenknöpfen für Schreib- und Rechenmaschinen, Registrierkassen, Ziffernscheiben für Telephonapparate und dergl., deren Oberfläche Ziffern, Schrift- oder sonstige Zeichen eine gegenüber der Grundfläche verschiedene Farbe aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst ein die Ziffern odre Zeichen erhaben tragender Kernkörper (20, 40) aus einem der Farbe dieser Zeichen entsprechenden Stoff gepresst und dann um diesen Kernkörper herum unter Freilassen der Oberfläche der Zeichen ein Mantel (30, 43) aus farblich abweichendem Stoff gepresst wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kernkörper (20) einen Schlitz (26) o.dgl. aufweist, mit dessen Hilfe er in der Preßform für die zweite Pressung auf einem entsprechenden Dorn (29) gehalten wird.
3.) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die aus Kern und Mantel hergestellten Preßstoffgegenstände im Spritzguss gefertigt werden.
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