DEP0022681DA - Verfahren zum Isolieren elektrischer Leiter - Google Patents

Verfahren zum Isolieren elektrischer Leiter

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DEP0022681DA
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DE
Germany
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polyvinyl chloride
plasticizer
electrical conductors
insulating electrical
insulating
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English (en)
Inventor
Evert Arij Jan Mol
Original Assignee
N.V. Pope's Draad en Lampenfabriek, Venlo
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf das Isolieren von elektrischen Leitern mittels einer Polyvinylchloridspritzmasse.
Es ist bekannt, für diesen Zweck Polyvinylchloridgemische, die gegebenenfalls Füllstoffe enthalten, zu verwenden mit einem Gehalt von 20 bis 70% an Weichmachern, berechnet auf das Polyvinylchlorid. Solche Gemische lassen sich durch Spritzen leicht auf einen Leiter auftragen und weisen neben den guten mechanischen Eigenschaften einer Gummiisolierung auch verhältnismässig gute elektrische Eigenschaften auf. Ein Nachteil dieser bekannten Isolierung ist aber die grosse Thermoplastizität. Auch der Isolationswiderstand und die dielektrischen Verluste lassen zu wünschen übrig. Folglich sind auf diese Weise isolierte Leiter für verschiedene Anwendungen weniger geeignet.
Ferner ist es bekannt, dass mit einer Polyvinylchloridmasse ohne Weichmacher durch Umspritzen eines auf die Spritztemperatur vorgeheizten Leiters gut anliegende verhältnismässig biegsame Isolierschichten erzielt werden können, die den erwähnten Nachteil einer grossen Thermoplastizität in geringem Masse aufweisen. Die Verarbeitung von weichmacherfreiem Polyvinylchlorid haftet aber der
Nachteil an, dass die Spritztemperatur dann der Zersetzungstemperatur des Polyvinylchlorids so nahe liegt, dass eine beginnende Zersetzung, die insbesondere in elektrischer Hinsicht nachteilig ist, schwer vermieden werden kann.
Nach der Erfindung, die eine Beseitigung der Nachteile der erwähnten bekannten Isolierungen bezweckt, werden isolierte elektrische Leiter mit vorzüglichen mechanischen und elektrischen Eigenschaften, insbesondere mit einem hohen Isolationswiderstand und niedrigen dielektrischen Verlusten, auch in einer feuchten Umgebung, dadurch erzielt, dass ein etwa auf die Spritztemperatur geheizter Leiter mit einer Polyvinylchloridmasse mit weniger als 15 Gewichtsprozenten Weichmacher, berechnet auf Polyvinylchlorid, umspritzt wird und darauf eine Isolierdeckschicht mit einer geringen Durchlässigkeit für Wasser und Wasserdampf gebracht wird. Die Polyvinylchloridmasse kann Füllstoffe und gegebenenfalls Farbstoffe enthalten.
Für die Deckschicht, die in Form von Lack aufgetragen werden kann, kommen z.B. Chlorkautschukgemische und nachchlorierte Polyvinylchloridmassen mit einem Chlorgehalt von 60 bis 65% in Frage. Mit Rücksicht auf ihre elektrischen Eigenschaften und ihre hohe Undurchlässigkeit für Feuchtigkeit eignen sich auch insbesondere Copolymeren von Vinylhalogeniden und Vinylidenhalogeniden, insbesondere Copolymeren der Chloride, die vorwiegend Bestandteile mit Abweichungen vom mittleren Halogengehalt von höchstens
2% enthalten; es sind z.B. Copolymeren mit einem Gehalt von 5 bis 50% an Vinylidenchlorid verwendbar.
Zwecks Erläuterung der Erfindung wird darauf hingewiesen, dass durch die Anwendung einer einen Weichmacher enthaltenden Polyvinylchloridmasse nach der Erfindung eine mögliche Zersetzung des Polyvinylchlorids beim Umspritzen des geheizten Leiters gegengewirkt wird; durch die Wahl eines niedrigen Weichmachergehaltes wird erreicht, dass die Thermoplastizität der Isolierschicht noch nicht störend wird. So werden gegenüber der erwähnten weichmacherfreien Polyvinylchloridumspritzung bereits etwas verbesserte elektrische Eigenschaften und ungefähr gleichwertige mechanische Eigenschaften erzielt.
Gegenüber den Polyvinylchloridmassen mit dem üblichen hohen Weichmachergehalt sind die elektrischen Eigenschaften, insbesondere der Isolationswiderstand und die dielektrischen Verluste der weichmacherarmen Gemische nach der Erfindung, gleich wie es bei der bekannten weichmacherfreien Umspritzung der Fall ist, wenigstens in trockener Umgebung günstiger. Es wurde aber überraschenderweise festgestellt, dass diese Eigenschaften bei weichmacherfreien oder weichmacherarmen Gemischen in feuchter Umgebung unzureichend sind. Bei hoher relativer Feuchtigkeit können diese Eigenschaften sogar schlechter sein als die der Gemische mit dem üblichen hohen Weichmachergehalt. Dieser Nachteil wird nun nach der Erfindung durch das Anbringen einer Deckschicht mit einer geringen Durchlässigkeit für Wasser und Wasserdampf beseitigt.
Auf diese Weise ergibt sich eine Isolierung mit gleichwertigen mechanischen Eigenschaften und besseren elektrischen Eigenschaften, insbesondere in feuchter Umgebung, gegenüber den durch Umspritzung eines geheizten Leiters mit einer weichmacherfreien Polyvinylchloridmasse gewonnenen Erzeugnissen.

Claims (1)

  1. Verfahren zum Isolieren eines elektrischen Leiters mittels einer Polyvinylchloridmasse, dadurch gekennzeichnet, dass der ungefähr auf die Spritztemperatur geheizte Leiter mit einer Polyvinylchloridmasse mit weniger als 15 Gewichtsprozenten Weichmacher, berechnet auf Polyvinylchlorid, umspritzt und darauf eine Isolierdeckschicht mit einer geringen Durchlässigkeit für Wasser und Wasserdampf, insbesondere in Form eines Lacks, gebracht wird.

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