DEP0022584DA - - Google Patents
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B..riSC:iS AlTILIN- 2: SOItt-FABiOK
(I. G · P .IO3JJLIIiii)LTÜlTiIS AKTIIIjGJiC
"in Auflösung")
"in Auflösung")
ρ 22564 IVd/25b
Luäwicshafen a.Rh«, den 23.November 1948
iat bekannt, Metallcarbonyle« insbesondere Eisencarbonyl»
als Zusatz zu Treibstoffen zu verwenden» um dadurch das klopfen
im Motor zu verhindern· Dabei ist es notwendig, durch besondere Massnahmen die Abscheidung von iletalloxyden auf den Zündkerzen und
Ventiltellern zu vermeiden. Zu diesen Zweck hat man vorgeschlagen,
das Metalloarbonyl in Mischung mit einem Kohlenwasserstofföl su
verwenden, das höher siedet als der zu verbccscrnde Treibstoff« Die genannten Störungen werden dadurch praktisch völlig vermieden,
vorausgesetzt, dass das Carbonyl dem Treibstoff in der erprobten günstigen Llenge zugesetzt wird. Dies gelingt jedoch nicht icmer
ohne weiteres, da manche Carbonyl-Öl-Mi se hunger* sich leicht ©nt«
mischen, so dass bei Zusatz einer bestimmten !.!enge der Mischung
einmal zu viel, ein anderes Mal zu wenig Carbonyl in den Treibstoff gelangt·
Es wurde nun gefunden, dass man diese Nachteile dadurch ver=
meiden kann, dass man dem Gemisch einen öllösenden Stoff zusetzt*
der unter dem als Mischungsbestandteil verwendeten Öl siedetο Insbesondere eignen sich sogenannter Traktorentreibstoff (uotorenpetroleum)
oder Benzin sowie aromatische KoLlenwasoerßtoffe, z*Bc
Benzol oder Toluol« für dieeon Zweck« !.lan setzt z«B* von Bonsai*
bezogen auf Eisencarbonyl, etwa 20 bis 505» sue Auch ander® Stoffe»
wie Aceton, Trichloräthylen oder Isobutylallcohol, können als Zu«
satz verwendet werden»
Der höher als dor zu verbessernde Treibstoff siedende ölig®
Mischungsbestandteil hat zweckmässig einen Flammpunkt über etwa
130°, vorteilhaft über 170°« Er soll bei einem öiedeboßinn von
über etwa 150° bei einem Druck von 10 mm Ils in der Ilaaptsaohe über
etwa 200° siedexu Besonders haben sich vorwiegend cuo paraffin!«
sohen Kohlenwasserstoffen bestehende öle bewährt. Das öl 7/ird
etwa im Verhältnis 1:1 mit dem Metallcarbonyl gemischt oder emulgiert.
Es kann jedoch auch ein anderes Mischungsverhältnis in Frage kommen, je nach der Art des zu verbessernden Treibstoffs und
des Carbonyls. Durch Ausprobieren lassen sich die geeigneten Mengen
leicht ermitteln. Dabei kann gleichzeitig die zur Verhinderung der Sedimentation nötige Menge des öllösenden Stoffes festgestellt
werden.
Eisencarbonyl wird im Verhältnis 1:1 mit einem paraffinischen
öl gemischt, das einen Flammpunkt von 170° und einen Siedepunktsbereich bei 10 mm Quecksilber von etwa 160° bis 300° hat.
In 80 Volumenteile dieses Gemisches werden 20 Volumenteile Benzol eingerührt, wobei eine homogene klare Lösung entsteht,
die beim Stehen unter Lichtabschluss unbegrenzte Zeit haltbar ist und keinerlei Trübung oder Entmischung mehr zeigt. Diese klare Lösung der genannten drei Komponenten lässt sich in einfacher Weise
auch vom Laien sicher dosieren und dem Kraftwagen-Treibstoff, ohne die früher hierbei aufgetretenen Schwierigkeiten, zur Erhöhung
der Klopffestigkeit zumischen. Das bisher vor der Zugabe zum Treibstoff erforderliche Durchschütteln des Gemisches von
Eisencarbonyl und öl, durch das die Zersetzung des Eisencarbonyle gefördert wurde, fällt durch den Zusatz von Benzol vollständig
weg.
0,3 Volumenprozent der Eisencarbonyl-Öl-Benzol-Mischung machen
z.B. einen Treibstoff mit der Oktanzahl 50 klopffest» Verkrustungen an Zündkerzen und Ventilteller, die bei Zusatz von Eisencarbonyl
allein nach verhältnismässig kurzer Fahrzeit beobachtet wurden, treten nicht auf.
Claims (2)
1. Antiklopfmittel, bestehend aus einem Metallcarbonyl und einem Kohlenwasserstofföl, das höher siedet als der mit
dem Antiklopfmittel zu verbessernde Treibstoff, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung noch einen niedriger als der ölige
Mischungsbestandteil siedenden öllösenden Stoff enthält.
2. Mischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als öllösende Stoffe aromatische Kohlenwasserstoffe, insbesondere
Benzol, verwendet werden.
BADISCHE ANILIN- & SODA-FABRIK
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