DEP0020648DA - Vorrichtung zur Drucklufterzeugung - Google Patents
Vorrichtung zur DrucklufterzeugungInfo
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Description
Osterode, den 1. November 194?
Patent- und Gebrauchsmuäberhilf saumelö ung.
Walter Saupe, Osterode (Earz), Fönigsplatz 2
Vorrichtung zur Drucklufterzeugung." Den Gegenstand, der Irfindung bildet ©4«—3fe
Vorrichtung zur Druckluft erzeugung bei Kraftfahrzeugen. Ohne eine Hand- oder Fusspumpe zu gebrauchen, soll
der Fahrer jederzeit in der Lage sein, seine Reifen maschinell aufzupumpen. Bei Lastkraftwagen mit Druckluftbremse besorgt
C1IeSe Arbeit die Kompressor-Anlage. Ftir den -allgemeinen Gebrauch ist aber eine derartige Anlage zu teuer»
Die Erfindung hat es sich daher im wesentlichen zur Aufgabe gemacht, möglichst jedem Kraftfahrer ein billiges
aber maschinell betätigtes Gerät zum Aufpumpen seiner Reifen zur "Verfügung zu stellen. <f
32a&h^_jl££L»£ii£Jjij^^ lässt sich
eine sehr billire und einfach zu bedienende Vorrichtung herstellen, Jfe«^^'CTr^¥e*Äfes&«Ä-"»fcrä*· der Ansaug- und !Compress i ons hub
irgend eines Zylinders einer Verbrennungskraftmaschine bei -kraftfahrzeugen zur Drucklufterzeugung benutzte Z.B. bei
einem Yiertaktmotor mit vier Zylipdern arbeitet der eine
Zylinder durch &&ε gJoz^***^ als Druckluftpumpe und die anderen drei Zylinder 'besorgen den Antrieb»
Der eine Zylinder wird in einfachster Weise dadurch aus dem Arbeitsprozess des Motors herausgenommen, dass man ihn durch
Zuführen von Aussenluft daran hindert, beim Ansaugen das für die Bereifung schädliche Gas—Luft-Gemi&ch anzusaugen.
Da mithin jetzt Jri&chluft sich im Innern des Zylinders befindet, Kann man die durch die nachfolgende Kompression
erzeugte Druckluft zum Reifenaufpumpen benutzen.
u^h^em^S^-'farhrem geschieht der "Vorgang zweckmässig in der TJeise, dass in der Ziindkersenoffnurg des
ausgewählten Zylinders ein Ventilkörper angeordnet ist, der beim Ansaughub des Kolbens den Zylinder unmittelbar mit der
Aussenluft verbindet? sojSass das Ansaugen des Kraftstoff-Luft-Gemisches
beim Betrieb der Maschine von diesem Zylinder aus unterbleibt und beim Ilompressionshub diese Ansaugöffnung
selbsttätig wieder verschlossen laird, so|lass öer erzeugte Luftdruck durch an sich bekannte mit Rückschlagventil versehene
Luftleitungen zum Aufpumpen der Reifen o-dgl«. verwendet werden kann.
Bei Zwei-taktvergasermotoren ist über dem Auslassventil zusätzlich ein grösserer Expansionsraum
angr-ordnet, der gegebenenfalls eintretendes G-as-Luft-G-emisch durch Kondensation trennt.
Für Dieselmotore wird die Öleinspritzung für den in Betrachtjkommenden Zylinder unterbrochen.
Es kann auch nach der Erfindung die zugeführte Aussenluftmenge grosser als die abgegebene sein, zu dem
Zwecke, dass beim Kompressionshub mitgerissener Ölnebel, welcher durch ein filter abgefangen wird, am Saughub
wieder zum Motorzylinder abgegeben^, wird.
^^ nach der
Erfindung die Vorrichtung so ausgebildet, dass in einem mit Zündkerzenge^inöe versehenen Ventilkörper sich
zwei Ventil- und gleichzeitig Expansions:?aume befinden, von denen der eiE& Raum im Querschnitt zweckmässig T-förmig
susgebildet ist, und durch die durch eine Vejitilplatte absperrbaren Öffnungen mit der Aussenluft und durch eine
Bohrung mit dem Innern des Zylinders beim Ansaughub in Verbindung steht. Beim Komprecsionshub strömt die Luft
durch ein Loch der -4e3? dai>n angehobenen Ventilplatte in einen mit Kühlrippen besetzten Ventil- und lzpansionsr?um und
wird von dort durch an sich bekannte Organe weiterleitet»
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Es zeigen
Abb. 1 einen querschnitt durch öie Vorrichtung, genäss der Linie A-E der Abb. 3 in Ansaugstellung,
Abb. 2 einen Querschnitt durch die Vorrichtung, remäss der Linie A-B der Abb* 3 beim Kompr essionshub^
Abbs.3 eine Aufsicht auf die Vorrichtung mit abgenommenen
Schlauch.. ·/·
In αen Abb» 1,2 ist der Gerätekörper 1 so ausgebildet, dass er am unteren Teil 2 zum ^anschrauben in das
Züridkerzeneewiride eines Zylinders der Verbrennungsmotoren geeignet ist. Im Körper 1 befinden sich zwei Ventil- und
Erpansi ons räume 3» 4· Der Raum 3 ist im Aunführungsbeispiel im Querschnitt T-förmie; ausgebildet» Im oberen
Teil des Baumes 3 befindet sich das gronsdimensionierte Frischluft-Einlassventil 7·· ^er Raum 3 steht, nachdem der
Korper 1 anstelle einer Zündkerze in einen Zylinder eingeschraubt ist, durch die Bohrung ^ mit dem Zylinderinnern in
Verbindung und durchsfSo'hrung 9 ^it. dem Ventil- und lixpansionsraum 4. Die Bohrung 9 wird durch rückschlagventil Io durch
die Feder 11 abgeschlossen» Dieses Rückschlagventil gestattet, dass bei Reifenfüllung das Reifenventil offengehalten werden
kann und eine Druckmessung durch ein in die Leitung einreschaltetes Druckanzeigeinstrument ermöglicht wird. Der Raum
4 ist von Kühlrippen 12 umgeben. Durch Bohrung bzw. ,^chlauchnippel I3 kann die Druckluft entweichen.
Der untere Teil des Raumes r5 ist im Ausführung beispiel mit einem luftdurchlässigen Filterct-off I4 ausgefüllt.
Der bereits erwähnte vergrösserte anschließende Raum dient zur Aufnahme der leichten, ringförmigen Ventilplatte 7. Der geringe Luftraum über der Ventilplatte 7 ist
gerade so gross gehalten, dass beim Lufteintritt durch die Ventilöffnungen- bzw. Bohrungen 6, welche ringförmig verteilt
sind, vgl» Abb. 3» keine Luftstauung eintritt» Der kleine Ventilplattenhub begünstigt den Wirkungsgrad
der Vorrichtung.
Die Wirkungsweise ist zusammengefasst folgender Nachdem bei einem mehrzylindrigen Verbrennungsmotor die
am günstigsten zugängliche Zündkerze eines Zylinders entfernt ist, wird das Gerät in das Zündkerzengewinde eingeschraubt»
Der Motor wird j&tzT, möglichst auf Lehrlauf düse gestartet» Der durch die restlichen Zylinder angetriebene
mit dem Gerät versehene Zylinder fördert jetzt Druckluft und zw ar Fr i s c hlu ft.
Claims (7)
1.) tesfcaÄKsn eur Benutzung ds Ansaug- und Kompressionshubes irgend eines Zylinders einer lierbrermunpskraftmaschine
bei Kraftfahrzeugen zur Drucklufterzeugung, dadurch gekennzeichnet, dass der für diese Zwecke ausersehene Zylinder
durch Herstellen einer Verbindung rn.it der Außenluft daran gehindert wird, aus der Ansaugleitung Kraftstoff-Luftgemisch
anzusaugen, so|äaß die aus diesem Zylinder entnommene Druckluft zur Reifenfüllung verwendet werden
kann * C^ vh w^s^
2.) ¥es*£ete*en nach ^Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zündkerzenöffnung des ausgewählten Zylinders ein
Ventilkörper angeordnet ist, ,der beim Ansaughub den Zylinder unmittelbar mit der Außenluft verbindet, sodaß
das Ansaugen des KraftstoffluTtgemisches beim Betrieb der Maschine im diesem Zylinder aus unterbleibt, und beim
Kompressionshub diese Ansauge'ffnung selbsttätig wieder verschlossen wird, sojöaß der erzeugte Luftdruck durch an
sich bekannte mit Rückschlagventil versehene Luftleitungen zum Aufpumpen der Helfen oder dergl. verwendet werden
k ann. Cm,-,,*^- i J^, j
3.) YmxJIbJqxjsm.-TLafih; Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Zueitaktvergasermotoren über dem Auslaßventil
zusätzlich ein größerer Expansionsraum angeordnet 1st, der gegebenenfalls eintretendes Gasluftgemisch durch
^^■^nj^nsa.t i on tr?eunt.
4.) V代äBI^ nach*^nsprüchen 1 und 2 in Anwendung für Oieselmotre^ dadurch gekennzeichnet, daß die öleinspritzung
für den in Betracht kommenden Zylinder unter- ^ br och. e^n wird.
5. )K V2^2^^n nach einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Zylinder zugeführt^ Außenluftmenrje größer ist,
als die abgegebene. tewih^i^j $k«^,-
. ) Yn.rvA.nh±.ι.ιη^.,-..^ιiiuAuaü^nn^^ j\pt,p. Jar..£a4waift<yw» naCht Ans prÜChen
1-5, daduren gekennzeichnet, daß in einem mit Zündte rzengB'jinde (2) versehenen Ventilkörper (1) sich zwei Ventil-
und gleichzeitig^ Expansionsräume (3»4) Sw4fe^v-4«y<2' befinden, von denen, der^ttaum (3) T-förmig im Querschnitt ausgebildet
ist, und durch die d-«*«4i-23e» Ventilplatte (7) absperrbaren Öffnungen (6) mit der Aussenluft und durch
die Bohrungen (5) mit dem Zylinderinneren beim Ansaughub in Verbindung steht (AMu»««A4* und beim Komprersionshub - Ärfe^-sdie
koniprimifirste Luft durch^ioch (8) der angehobenen Ventilplatte (6) ,^Bohrung (9) unter Anhub des Rückschlagventils
(lo) in den mit Kühlrippen (12) besetzten Ventil- und Expansionsraum (4) strömt und von dort durch ö4e
#,Bohrung (13) und Schlauchnippel (I4) weiter £^1βϊ^βΐ wird.
7.J ^©Jrichtuiig nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Teil des Raumes (3) mit Filtermasse (I4) gefüllt ist.
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