DEP0019924DA - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von gebrauchsfertigen Farben - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von gebrauchsfertigen Farben

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DEP0019924DA
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DE
Germany
Prior art keywords
paint
mixing
kneading machine
paste
base materials
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Kurt Fellbach Nusch
Richard Dr. München Schmidt
Original Assignee
Vereinigte Farben- & Lackfabriken, München
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Herstellung von gebrauchsfertigen Farben aus Farbengrundstoffen und Bindemitteln. Sie macht es sich zur Aufgabe, diesen Arbeitsvorgang zur Erzielung einer höheren Leistung und Wirtschaftlichkeit sowie zur Verbesserung des Gütegrades des Fertigproduktes neu zu gestalten. Dabei sollen einzelne Verfahrensvorschriften zusammengefasst werden, die zum Teil bereits als zweckmässig angesehen wurden, aber mangels der Erkenntnis ihrer praktischen und nützlichen Anwendungsmöglichkeit mit weiteren, neuen Verfahrenseinzelheiten noch keine vollkommene Auswertung finden konnten.
Seither hat man Farbengrundstoffe entsprechend einer bestimmten Gemischrezeptur auf gewöhnliche Waagen verwogen und das Farbstoffgemisch zusammen mit einer als geeignet erkannten Menge von flüssigen Bindemitteln einer Walzenmühle von Hand zugeführt. Die horizontal nebeneinander gelagerten Walzen laufen mit ungleicher Geschwindigkeit um und wirken quetschend und reibend auf das Arbeitsgut ein. Wie aus dem einschlägigen Schrifttum hervorgeht, sollen in ähnlicher Weise solche Farbreibmaschinen beschickt werden, die aus einem umlaufenden Kegel und einem diesen umschliessenden Mantel bestehen.
Ferner wurden unabhängig voneinander Verfahrensmassnahmen erwähnt, nach denen die Mahlgutaufgabe unter Druck erfolgen soll und die Farbverreibung in einem geschlossenen Gefäss unter Luftdruck vorzunehmen sein. Wesentlich später wurde ein Verfahren empfohlen, bei dem das Mahlgut unter einem Druck von mindestens 35 kg/cm(exp)2 einzuführen ist, wobei dieser Druck durch Regelung der Umlaufgeschwindigkeit des Mahlkörpers, durch seine abgestufte Flächenrauheit und weiterhin durch besondere Gestaltung des dem Mahlspalt vorgelagerten Zuführungskanals erreicht werden soll.
Der Stand der Technik ergibt somit mehrere Verfahrensvorschriften ohne Zusammenhang im einzelnen und lässt genaue, die Technik wirklich bereichernde Angaben über Einzelmassnahmen in Verbindung mit Vorschriften über die dabei zu verwendenden Apparate für die Gesamtanlage vermissen. Hieraus erklärt es sich auch, warum jetzt noch wie vor Jahrzehnten mit gleichartigen Maschinenanlagen gearbeitet wird.
Das neue Verfahren gemäss der Erfindung beginnt mit einer fortlaufenden, automatischen Mengenabteilung der einzelnen Farbengrundstoffe und der Bindemittel entsprechend der Rezeptur, dann folgt die Zusammenfassung der Rezepturkomponenten und der Bindemittel und eine Vorverarbeitung des Gemisches zu einer Paste, worauf anschliessend das Feinverreiben dieser Paste in einer vorzugsweise unter Druck beschickten Farbreibmaschine erfolgt.
Zur Durchführung des Verfahrens sind nach der Erfindung zunächst eine Reihe von Dosiermaschinen und bzw. oder magnetelektrischen Waagen zum Mengenabteilen der Farbengrundstoffe und für das Bindemittel ein mit einer Messeinrichtung versehener Behälter vorgesehen. Die für das Abteilen der Farbengrundstoffe vorgesehenen Maschinen entleeren auf ein Förderband, und von diesem aus sowie vom Auslaufstutzen des Bindemittel-Messbehälters wird eine Misch- und Knetmaschine beschickt, die das Arbeitsgut als pasteuse Masse unter Druck einer Farbreibmaschine zuführt. Vorzugsweise kommt eine Farbreibmaschine mit Spaltregulierung ermöglichenden konischen Reibkörpern zur Verwendung, wobei der bewegte Reibkörper mit mehr als 500 Umdrehungen in der Minute umläuft. Erfindungsgemäss kommt weiterhin eine an sich bekannte Steuereinrichtung zur Anwendung, die elektro-automatisch arbeitet und die Einrichtung bei Betriebsstörungen oder nach Massgabe bestimmter Verfahrensfolgen einschaltend, abschaltend oder auch geschwindigkeitsregelnd beeinflusst.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können bekannte optische und bzw. oder elektrische Vorrichtung zur Verwendung kommen, die gemäss der jeweiligen Spaltbreite zwischen den konischen Reibkörpern ansprechen, wodurch eine Regelung des Verdünnungsgrades des Fertigprodukts durchführbar gemacht werden kann.
In der Zeichnung ist der Aufbau der Betriebseinrichtung gemäss der Erfindung schematisch veranschaulicht.
Die Farbengrundstoffe befinden sich in den Trichtern 1, 2 und 3 der Dosiermaschinen 4, 5 und 6. Die Auslaufstutzen 7, 8 und 9 der Dosiermaschinen entleeren die abgeteilten Mengen der Farbengrundstoffe auf ein Förderband 10.
Ein Behälter 11 mit einer Messeinrichtung 12 enthält das Bindemittel, dessen Angabe jeweils in der Zeiteinheit erfolgt, in welcher die Farbengrundstoffe aus den Dosiermaschinen 4, 5 und 6 die Misch- und Knetmaschine 13 erreicht haben. Nachdem Farbengrundstoffe und Bindemittel in dieser Maschine zu einer pastenartigen Masse verarbeitet worden sind, gelangt diese über das Auslaufrohr 14 in die Farbreibmaschine 15 zur Feinverreibung.

Claims (5)

1.) Verfahren zur Herstellung gebrauchsfertiger Farben, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensstufen:
fortlaufende, automatische Mengenabteilung der einzelnen Farbengrundstoffe und der Bindemittel entsprechend der Rezeptur,
Zusammenfassung der Rezepturkomponenten und der Bindemittel,
Vorverarbeitung des Gemisches zu einer Paste und
Feinverreiben dieser Paste in einer vorzugsweise unter Druck beschickten Farbreibmaschine.
2.) Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Mengenabteilung der Farbengrundstoffe eine Reihe von Dosiermaschinen und bzw. oder magnetelektrischen Waagen vorgesehen sind, deren Auslaufstutzen auf ein Förderband entleeren, welches das Farbstoffgemisch einer Misch- und Knetmaschine zuführt, während gleichzeitig ein mit einer Messeinrichtung versehener Behälter die vorgesehene Menge des Bindemittels abgibt.
3.) Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Misch- und Knetmaschine eine Farbreibmaschine von vorzugsweise geschlossener Bauart zugeordnet ist, und dass die Aufgabe der aus der Misch- und Knetmaschine austretenden Masse in die Farbreibmaschine unter Druck erfolgt.
4.) Einrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass für die Feinverreibung eine Farbreibmaschine mit Spaltregulierung ermöglichenden konischen Reibkörpern vorgesehen ist, wobei der bewegte Reibkörper mit mehr als 500 U.i.M. umläuft.
5.) Einrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschaltung, Abschaltung oder Geschwindigkeitsregelung ihrer Maschinen durch eine elektro-automatische Steuerung erfolgt und dass ebenso an sich bekannte optische und bzw. oder elektrische Vorrichtungen, die gemäss der jeweiligen Spaltweite zwischen den Reibkörpern ansprechen, eine Regelung des Verdünnungsgrades ermöglichen.

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