DEP0018504DA - Eiserner Grubenstempel - Google Patents
Eiserner GrubenstempelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen eisernen Grubenstempel.
Der den Gegenstand der Erfindung bildende metallische Grubenstempel unterscheidet sich von den bekannten Stempeln dadurch, dass die feststehende Säule aus einem U-förmig gebogenen Stahlblech besteht und zwar derart, dass dieselbe in ihrem oberen Teil zwei parallele Lafettenwände bildet, zwischen welchen ein Gleitstück geführt wird. An der feststehenden Säule ist ferner eine Zahnstange oder ein Keil vorgesehen, mit welchen ein in der feststehenden Säule verschiebbar angeordnetes Säulenrohr in der jeweils gewünschten Höhe blockiert werden kann, das gleichfalls aus einem U-förmig gebogenen Stahlblech hergestellt ist. Schliesslich besitzt die feststehende Säule einen Bedienungshebel, welcher verschwenkbar zwischen die beiden Lafettenwände eingebaut ist.
Der Bedienungshebel wird gemäss der Erfindung in seiner wirksamen Stellung durch ein Sperrorgan verriegelt, welches drehbar an der feststehenden Säule des Grubenstempels angebracht ist und sich aus der Ferner ausserhalb des vom
Stempel gehaltenen brüchigen Hangenden auslösen lässt.
Gegenüber den bekannten Grubenstempeln zeigt der neue metallische Stempel den Vorteil einer sehr einfachen und zuverlässigen Handhabung. Sein Gewicht ist sehr gering, da derselbe keine gegossenen Teile besitzt. Infolge der Fernauslösung des Verriegelungsorganes besteht für den Bedienungsmann keine Gefahr, dass er von herabfallenden Steinen verletzt wird, welche sich im Bereich des Stempels aus dem Hangenden lösen.
Der Stempel, welcher gemäss der Erfindung entweder als starrer oder als elastischer Stempel ausgeführt sein kann, ist in der Zeichnung in beiden Ausführungsformen beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. 1 einen senkrechten Querschnitt durch einen Grubenstempel mit Zahnstangeneinrichtung in blockierter und verriegelter Stellung,
Fig. 2 einen teilweisen Schnitt entsprechend Fig. 1, jedoch un unverriegelter Stellung,
Fig. 3 einen waagerechten Schnitt nach Linie A-B und
Fig. 4 nach Linie C-D der Fig. 1,
Fig. 5 einen teilweisen senkrechten Querschnitt durch einen Grubenstempel von elastischer Ausführung in der Sperr- und Verriegelungsstellung.
Wie die Zeichnung erkennen lässt, besteht der dargestellte Grubenstempel aus einer feststehenden Säule 1, welche aus einem U-förmig gebogenen und ausgeschnittenen Stahlblech hergestellt ist, und deren parallele Wände im oberen Teil des Stempels zwei verlängerte Lafettenwände 2
bilden. Zwischen den beiden Lafettenwänden sind zwei übereinanderliegende Stahlplatten 3, 4 eingebaut, welche die Gleitbahn für einen Körper 5 bilden, dessen senkrechte, der Säule 1 zugekehrte Wand als Zahnstange 6 ausgebildet ist. Die untere Führungsplatte 4 ist mit ihrer Grundfläche an einem U-förmigen Profileisen 7 angeschweisst, welches seinerseits wiederum zwischen den parallelen Lafettenwänden der Säule 1 angeschweisst ist. Das Profileisen 7 bildet dadurch einen kastenförmigen Körper, welcher an seinem unteren Ende mit dem Schuh 8 verschweisst ist.
Die Gegenverzahnung 6 des Körpers 5 wirkt zusammen mit einer Verzahnung 10, welche in eine senkrechte Platte eingeschnitten ist. Diese ist mit ihren Rändern an die parallelen Wände 22 des beweglichen Säulenrohres 11 angeschweisst, das ebenfalls aus einem U-förmig gebogenen Stahlblech hergestellt ist derart, dass es sich leicht in der feststehenden Säule 1 verschieben lässt. Eine Zwischenwand 12 aus Stahl ist einerseits an der Innenseite der verzahnten Platte 10 und andererseits an der Querwand des beweglichen Säulenrohres 11 und zwar in dessen Mittelebene als Versteifungswand eingeschweisst. Das Säulenrohr 11 ist am oberen Ende mit einer aufgeschweissten Abstützkappe 13 versehen.
Die senkrechte Wand des Gleitkörpers 5, welche sich auf der der Gegenverzahnung 6 entgegengesetzten Seite befindet, steht mit einem Schuborgan in Berührung, welches beim Ausführungsbeispiel einen kleinen Stahlzylinder 14 bildet, der am Bedienungshebel 15 angeschweisst ist. Der Hebel 15 besitzt eine Tülle 16, welche drehbar auf einer zwischen die beiden Lafettenwände 2 eingebauten Achse 18 gelagert ist. Diese Achse wird
an einer Längsverschiebung durch die beiden äusseren Scheiben 18 von geeignetem Durchmesser verhindert, von denen jede durch eine Schraube 19 an der Achse befestigt ist.
Die feststehende Säule 1 ist in ihrem oberen Teil durch ein U-förmiges Stahlblech 20 verstärkt, welches die Säule 1 im Bereiche der vom Schubkörper 14 ausgeübten Kraftrichtung umfasst. Des weiteren ist zwischen den beiden Säulen 1 und 11 auf der der Verzahnung 6, 10 abgewandten Seite eine Stahlplatte 21 eingebaut, durch welche die Festigkeit des Stempels in der Ebene A-B noch vergrössert wird.
Andererseits ist am unteren Ende die gezahnte Platte 10 bis zum ende des Säulenrohrs 11 durch ein Stahlblech 22 verlängert, welches mit seinen parallelen Wänden an den entsprechenden Wänden der beweglichen Säule 11 angeschweisst ist. In einer bestimmten Höhe der feststehenden Säule 1, welche von der Länge des Bedienungshebels 15 abhängt, ist an der Säule ein gabelförmiger Körper 23 angeschweisst, in dessen parallele Schenkel ein Zapfen 24 eingebaut ist, auf welchem frei drehbar eine Platte 25 gelagert ist, die bei ihrer Verschwenkung gegen die Säule 1 mit ihrem oberen oder unteren Ende anstösst. Auf der der Säule 1 abgewandten Seite läuft die Platte 25 in einem Haken 26 aus, dessen Profil der am unteren Ende des Bedienungshebels 15 vorgesehenen Nase 27 angepasst ist. Weiter zeigt die einseitige Verlängerung des Zapfens 24 einen vorspringenden Vierkant 28, wie Fig. 4 erkennen lässt.
Es ist einleuchtend, dass, wenn das Säulenrohr 11 in der gewünschten Höhe in der Säule 1 eingestellt ist, bei dem
Verschwenken des Handhebels 15 auf die Säule zu der kleine zylindrische Schubkörper 14 den Körper 5 gegen die Säule 1 drückt, wodurch die Gegenverzahnung 6 mit der Verzahnung 10 in Eingriff gebracht wird, sodass das Säulenrohr 11 in der gewünschten Stellung blockiert ist. Hierbei hängt sich der Haken 26 der Platte 25 an der Nase 27 des Bedienungshebels 15 ein und verriegelt dadurch den Hebel 15 in der Sperrstellung.
Wird nun ein Hebelarm oder ein sonstiges geeignetes Organ an dem Vierkant 28 des Zapfens 24 befestigt, so kann man mit Hilfe eines Seiles oder Kabels, das an diesem Organ angebracht wird, ausserhalb des brüchigen Hangenden den Zapfen 24 drehen und dadurch eine Fernauslösung der Verriegelungsvorrichtung bewirken, was zur Folge hat, dass das Säulenrohr 11 infolge seines Gewichtes und das des Hangenden die Gegenverzahnung 6 beiseite drückt und in der Säule 1 frei nach unten abgleitet, ohne dass hierbei irgend eine Gefahr für das Bedienungspersonal entsteht. Diese Art der Entriegelung hat auch noch den Vorteil, dass das Hangende nicht durch mehrfach aufeinanderfolgende Stösse in Bewegung gerät, wie es bei gewissen bekannten Vorrichtungen der Fall ist. Weiterhin gestattet es dieselbe, dass der Arbeiter den Stempel an sich heranzieht, wenn er das Ziehen am Entriegelungsseil fortsetzt.
Wird anstelle der Verzahnungen 6, 10 an einem konisch profilierten Gleitrohr 11' ein Hemmschuh 29 vorgesehen, wie in Fig. 5 gezeigt, dann ist es erforderlich, einen zweiten Keil oder Keilstück 30 vorzusehen, welches zwischen dem Hemmschuh 29 und dem zylindrischen, an dem Bedienungshebel 15 angeschweissten Schubkörper 14 eingebaut ist. Auch in diesem Falle wird das feststehende und das bewegliche Säulenrohr aus Stahlblech her-
gestellt und der Bedienungshebel 15 wird in der Sperrstellung ebenfalls mit Hilfe einer angehängten Klaue ähnlich der Platte 25 verriegelt.
Claims (4)
1. Eiserner Stempel für Gruben und andere Abbaustätten, dadurch gekennzeichnet, dass die feststehende Säule (1) aus einem U-förmig gebogenen Stahlblech besteht derart, dass dieselbe in ihrem oberen Teil zwei parallele Lafettenwände (2) bildet, zwischen denen ein Körper gleitbar geführt ist, welcher mit einer Verzahnung (6) versehen ist oder als Hemmschuh (29) dient, und unter der Einwirkung eines exzentrischen Bedienungshebels (15) in der feststehenden Säule (1) das ebenfalls aus einem U-förmigen Stahlblech bestehende verschiebbare Säulenrohr (11) blockiert, wobei der Bedienungshebel (15) drehbar zwischen den Lafettenwänden (2) eingebaut ist.
2. Stempel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bedienungshebel (15) in seiner wirksamen Stellung mit einem Verriegelungsorgan (25, 26) in Eingriff steht, welches verschwenkbar an der feststehenden Säule (1) des Stempels befestigt ist.
3. Stempel nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungsorgan (25, 26) mit einem Seil o.dgl. verbunden ist, mit welchem die Verriegelung ausserhalb des brüchigen Hangenden ausgelöst und der Stempel selbst aus der Gefahrenzone herausgezogen werden kann.
4. Stempel nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass im Falle einer elastischen Stempelausführung, bei welcher die Blockierung des beweglichen Säulenrohres (11) in der feststehenden Säule (1) durch den Einbau eines Hemmschuhes (29) bewirkt wird, ein zweites Keilstück (30) zwischen dem Hemmschuh und dem exzentrischen Bedienungshebel (15) eingebaut ist.
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