DEP0018356DA - Rieseleinbauten in Trommeltrockneranlagen. - Google Patents
Rieseleinbauten in Trommeltrockneranlagen.Info
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft Rieseleinbauten in Trockentrommeln, zur Erzielung einer möglichst feinen Verteilung des Trockengutes im freien Fall über den ganzen Trommelquerschnitt.
Zur Erzielung eines möglichst hohen Trocknungswirkungsgrades bei Trommeltrocknungen ist es je nach Art des Trockengutes erwünscht, das Trockengut entweder durch möglichst lange Berührung mit den heißen Trommeleinbauten zu trocknen oder die Trocknung durch eine möglichst feine Verteilung des Trockengutes im Gasstrom zu erzielen. Unter Umständen können auch beide Verfahren gleichzeitig in einer Trommel nebeneinander oder hintereinander angewendet werden. In einem solchen Falle kann die hier beschriebene Erfindung auch zur Befüllung und zum Transport des Trockengutes bei anderen Trommeleinbauten benutzt werden.
Eine eingangs beschriebene Einrichtung ist daher gemäß der Erfindung derart ausgebildet, daß die Rieseleinbauten aus schaufelförmig gebogenen, am inneren Trommelumfang angeordneten Mitnehmern bestehen, deren Längsachse im Wesentlichen parallel mit der Trommelachse, aber leicht-in Förderrichtung des Gutes gesehen-nach vorne geneigt ist und deren Länge nur einen Bruchteil der Trommellänge beträgt, wobei die Mitnehmer schachbrettartig gegeneinander versetzt angeorndet sind, und daß die Mitnehmer derartig geformt sind, daß bei der entsprechend gewählten Drehgeschwindigkeit der Trommel, jeweils nur soviel Trockengut von den Mitnehemrn ausgeschüttet wird, als zur Bildung von den ganzen Trommelhohlraum erfüllenden Gutschleiern erforderlich ist.
Der Trommeleinbau besteht demnach aus einer großen
Zahl von kurzen, schaufelartig gebogenen Mitnehmern, die am Umfang der Trommel versetzt befestigt sind. Das sich im unteren Teil der Trommel befindende Trockengut wird durch die Mitnehmer mit nach oben genommen. Hierbei rieselt das Trockengut sowohl über die beiden Enden als auch über die innere Kante der Mitnehmer.
Die herausrieselnde Menge wird durch die Rieselgeschwindigkeit des Trockengutes, die Mitnehmerform, deren Länge und die Drehgeschwindigkeit der Trommel bestimmt. Durch die richtige Abstimmung dieser Faktoren aufeinander rieselt das Trockengut während des Aufsteigens der Trommelwand über die Enden der Mitnehmer, während es oben und während des Absteigens der Trommelwand mehr und mehr über den vorderen Rand rieselt, um schließlich durch die Drehgeschwindigkeit der Trommel ganz herausgeschleudert zu werden. Aus jedem Mitnehmer rieselt also in jeder Stellung der Trommel Trockengut heraus, wodurch sich ein Schleier bildet, der durch die versetzte Anordnung der hintereinander liegenden Mitnehmerreihen verdichtet wird.
Eine weitere Beeinflussung des Rieselvorganges wird, sofern das Trockengut es erfodert, außer durch die Formgebung der Mitnehmer dadurch erzielt, daß die Enden der Mitnehmer in zweckentsprechender Form ganz oder teilweise abgeschlossen sind. Hierdurch und durch eine Neigung der Mitnehmer in Längsrichtung der Trommel erfolgt ferner der Transport des Trockengutes, ohne daß die Trommel selbst geneigt wird.
Schließlich läßt sich die Durchlaufgeschwindigkeit des Trockengutes durch die Verstellbarkeit der Mitnehmer gegenüber der Trommelwandung in weitesten Grenzen regeln.
Die Zeichnung zeigt in Abbildung 1 einen Schnitt durch eine Trockentrommel und durch die Mitnehmer unter Veranschaulichung des Rieselvorganges.
Abbildung 2 zeigt einen offenen Mitnehmer, während
Abbildung 3 einen Mitnehemr zeigt, der durch eine Wand b unterteilt und durch weitere Wände b an einem Ende ganz und am anderen Ende teilweise geschlossen ist. Abbildung 4 zeigt die Verstellvorrichtung eines Mitnehmers durch den Hebel c, der mit dem Mitnehmer a verbunden ist und diesen bewegt.
Die Verstellbarkeit kann auch durch andere Einrichtungen erreicht werden, insbesondere können auch ganze Mitnehmergruppen gleichzeitig zur Verstellung kommen.
Durch das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel der Erfindung bietet das Trockengut dem Gasstrom die größtmögliche Oberfläche, wodurch eine schnelle Abführung der verdampften Feuchtigkeit mit dem Gasstrom und am Auswurf der Trommel eine schnelle Trennung des Trockengutes vom Gas erfolgt, wie es z.B. bei der Trocknung von Zuckerrübenschnitzeln erwünscht ist. Das ermöglicht schließlich die erstrebte Verkürzung der Trommellänge.
Claims (3)
1. Rieseleinbauten in Trockentrommeln, zur Erzielung einer möglichst feinen Verteilung des Trockengutes im freien Fall über den ganzen Trommelquerschnitt, dadurch gekennzeichnet, daß die Reiseleinbauten aus schaufelförmig gebogenen, am inneren Trommelumfang angeordneten Mitnehmern (a) bestehen, deren Längsachse im Wesentlichen parallel der Trommelachse, aber leicht - in Förderrichtung des Gutes gesehen - nach vorn geneigt ist und deren Länge nur einen Bruchteil der Trommellänge beträgt, wobei die Mitnehmer schachbrettartig gegeneinander versetzt angeordnet sind, und dass die Mitnehmer derart geformt sind, daß bei der entsprechend gewählten Drehgeschwindigkeit der Trommel jeweils nur soviel Trockengut von den Mitnehemrn ausgeschüttet wird, als zur Bildung von den ganzen Trommelhohlraum erfüllenden Gutschleiern erforderlich ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mitnehmer (a) in ihrer Länge durch in der Schaufelrichtung abnehmend hohe Wände (b) unterteilt sind.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß Hebel (c) angeordnet sind, mit welchen die Mitnehemr (a) einzeln oder in Gruppen zur Änderung der Trockengutabgabe und der Durchlaufzeit des Gutes durch die Trommel ohne Neigung der Trommel verstellt werden können.
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