DEP0017688DA - Vorrichtung zum Niederschlagen und Absaugen der beim Säureabkochen entstehenden lästigen und schädlichen Dämpfe und Gase - Google Patents
Vorrichtung zum Niederschlagen und Absaugen der beim Säureabkochen entstehenden lästigen und schädlichen Dämpfe und GaseInfo
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Description
Dipl
-Ing. Richard Jfferie , ^ft
3 |
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j
Dresden,den 2. Oktober 1948. GottfriedDeibel, Dresden-A. 20., Oskarstrasse 1»
Vorrichtung zum Hiederschlagen und Absaugen der beim Säureabkochen entstehenden lästigen und schädlichen Dämpfe und Gase0'
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Absaugen und Niederschlagen lästiger und schädlicher Dämpfe in
Gestalt einer mit einem Abzugsrohr Yersehenen Glocke oder Haube« Es ist eine solche Vorrichtungbekannt, bei der die aus säurefestem
Material bestehende Glocke mit einem Untersatz versehen - und zwischen Glocke und Untersatz ein geeigneter Zwischenboden
angeordnet ist»
Dieser Zwischenboden ist mit einer öffnung derart versehen, dass das an den Vianden der beim digerieren allseitig geschlossenen
Vorrichtung sich sammelnde und herablaufende Kondenswasser auf den Zwischenboden und von dort durch dieÖffnung in den
als Auffangschale ausgebildeten Untersatz geleitet wird. Dabei fällt der .Zwischenboden nach der in der Mitte befindlichen Öffnung
zu allseitig schräg eb.
>
>
Ferner ist es bei dieser Vorrichtung bekannt, dass über den Ablaufboden noch ein weiterer Zwischenboden fest oder auswechselbar
angeordnet ist. Dieser Zwischenboden ist an seiner Oberfläche waagrecht ausgebildet Und mit Durchbrechungen sowie
einem Mittellocii versehen und weist nach der Mtte zu schräg verlaufende, Ablaufrsllen auf ,die das Kondensat nach dem Mittelloch,
abführen,,'
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung und vieitere Ausgestaltung dieser bekannten Einrichtung.
iss hat sich gezeigt, dass, wenn der zwischenboden mit der Glocke oder Haube aus säurefestem keramischen Material
in einem Stück gefertigt •Wird, beim Brennen sich übermässig viel Bruch ergibt,- Das erklärt sich daraus, dass im Verhältnis zur Lfasse
der Glocke oder Haube der Zwischenboden schwach, und deshalb den auf-
tretenden Spannungen nicht gewachsen ist*
Auch wenn man den Zwischenboden baulich selbständig ausbildet, dabei eber die 'Irichterform beibehält, ergibt sich ein
Profils das in seinen Viandstkrken virl zu un gl e ic hf ö rmi g ist, um den
Beanspruchungen beim Brennen gewachsen zu sein«
Dem gegenüber bpsteht die Erfindung dsrin, dass der Z^iischenboden unter Vermeidung des bisher auf ihn aufgelegten
Ableufbodens mit waagerechter Oberfläche selbst als baulich von der Haube oder Glocke getrennte massive platte ausgebildet ist, die eine
waagrechte Oberfläche besitzt, wobei aber in der Platte schräg abfallend nach einem mittleren Loch führende Ablaufrinnen angeordnet
sind.
Die so geformte rlatte wird in der Glocke oder Haube auf an den 7* and en befindlichen Auflageleisten aufgelegt und mit saure-
und f.uerfestern Kitt eingekittet, um ein Durchlaufen des Kondensates in den unteren Glocken - oder Ksubenraum zu vermeiden.
Um das Ablaufen des Kondensates von den Vihnden in den Auffangkasten ganz sicher zu gewährleisten^ sind unmittelbar über
den Rändern der Ablaufplaxte Ablaufleisten vorgesehen, welche in Nuten der Seitenv.'ande mit säure- und feuerfestem Kitt eingekittet
sind und von denen das Kondensat auf die Ablaufplatte tropft*
Es viird aber nicht nur des von den Landen des Gehäuses ablaufende Kondensat von der Ablaufplatte aufgefangen, sondern
die beim iberkochen und bei etwaigen Verschüttungen au-f die Platte gelPii1.enden schädlichen und giftigen Flüssigkeiten werden
durch die Hinnen des Zwischenboden nach der mittleren Öffnung und von da in die Auffangschale Weitergeleitet. Ks ist also dafür
gesorgt, dass so-wohl beim 'überkochen, wie beim Versehrten alle sich dabei ergebenden flüssigen Mengen in die Auffangschale gelangen.
Auf diese YTeise konn nun auf der planen Oberfläche des Ablaufbodens eine ganze Anzahl von Brennern rait Heagenzschalen aufgestellt
und gleichzeitig in derselben Vorrichtung eine ganze Anzahl verschiedener Abkochungen vorgenommen werden.
Dabei ist die Vorrichtung so ausgebildet, dass der Sockel der AuffangkasteRr der Türrahmen und der obere Abschluss je aus
einem Stück bestehen," die T'an de der Vorrichtung aber aus einzelnen, aus feuer- und säurebeständigem Material .hergestellten Platten zusammen
gefügt sind, wobei das Ga::ze an den Ecken durch eine Bandage mit
oder ohne FLsse zum'Auf stellen des Gerätes ζ u u amme ng eh alt en wird.
Bei kleineren Vorrichtungen Iac=St sich dia Glocke oder Heubo mit rllen ihren Teilen ve Iii cus eines Stück herstellen, ohne
beim Brennen zu grosse Verluste befürchten zu müssen» Tenn es sich aber um Vorrichtungen handelt, die in grösseren Betrieben Anwendung
finden und entsprechend grosse Abmessungen aufweisen müssen, dann ist es nicht mehr durchführbar, die ganze vorrichtung aus
^i'iem Stück keramischem Materipi zu Brzsugen» Dem hilft die Erfindung abs nach der nunmehr die Yiände der Vorrichtung aus einzelnen
Platten zusammengefügt sind»
Schliesslich ist erfindungsgemäss die "Einrichtung getroffen, dass an das Abzugs- oder Absaugerohr ein mehrteiliges Abzweigstück
r.ng'"schic?sen ist, sodass mehrere Absaug- und Niederschlag-Vorrichtungen
mit ein- und demselben Absaugrohr verbunden sind»
Auf diese Weise kann das Bedürfnis nach einer entsprechenden AnzalxL von Vorrichtungen zum Absaugen und Niederschlagen Ihstiger
und schädlicher Dämpfe befriedigt -werden, ohne dass für jede einzelneVorrichtung
besondere Abzugsgelegenheiten geschaffen werden müssen*'
Zur näheren Erläuterung der Erfindung dienen, die Abbildungen auf der Zeichnung»
Abb« 1 ist eine Ansic' t mit teilweisem senkrechten Querschnitte' Abb. 2 zeigt den Zwischenboden in einer Ansicht von oben«,
Abb» 3 z'-igt im vßrgrösserten Maßstäbe die Stelle im Schnitt, wo der Zwischenboden auf der Handleiste aufliegt«,
Abb» 4 zeigt die Vorrichtung von aussen gesehen»' Abb» 5 zeigt in Ansicht zwei gekoppelte Vorrichtungen0
Das Gehäuse 1 mit dem oberen trichterförmigen Haubenabschluss 2 besteht aus einem Stück oder ist aus einzelnen, aus saure- und
feuerfestem Material hergestellten Platten zusammengesetzt» Die Vorrichtung hat oben ein Abzugsrohr 3 und im Unterteil 4 einen
Auffangkasten 5 für das Kondensat. "Rs ist ferner eine Schiebetür 6 aus Glas o.dgl. durchsichtigem Material vorhanden, damit der
Ablcochprosess im Inneren der Vorrichtung beobachtet werden kann» Ferner ist ein, auf der Zeichnung nicht mit erscheinender
^elektrischer Anschluss für Innenb?leuchtung vorgesehen. Zur Zuleitung von Gas für die Brenner 7 sind die Anschlußstutzen 8 in der Wendung der
Vorrichtung vorgesehen, durch welche die Gasrohre 9 geführt sind»
Zum Auffangen und Ableiten· der an den Innenwänden der Vorrichtung sich ansetzenden tt^d ablaufenden Kondensate nach dem
Auffsngkssten 5 ist über diesem Plasten ein Abiaufboden 10 vorgesehen. Dieser Ablaufο öden besteht aus einem massiven, entsprechend starkem
Stuck keramischen Materials, kann aber auch aus mehreren Teilen berge stellt sein» Der Ablaufboden ruht auf den Knaggen 11 und ist mit
ihr.en durch saure- und feuerfestem Kitt verbunden, "Gr kann auch in Palaej die an der InnenTiari dung der Vorriohtimg vorgesehen Sindi
eingeschoben und abgedichtet sein» Unmittelbar über den Randern des Bodens 10 befinden sich die eingekitteten Ablaufleist en 12, die ein
sicheres Abtropfen des Kondensates von den Innenw lind en nach den Ab«- laufboden IC gewährleisten» Der Boden hat eine Ablauföffnung 13. Nach
dieser Ablauföffnung führen von den Hindern der Platte, die eine ,vollkommen ebene Oberfläche 14 aufweist, allseitig schräg nach der
CffrAmg abfallende Ablsufrinnen 15, l6 die das Kondensat in den ■ Ablaufkasten 5 leiten.
Damit nicht irgendwelche Q-Bgenc tände aus dem über ce::i Zwischenboden befindlichen'Baum in den unteren Raum 4 des Auffongkastens
5 folien können, ist über dem Ablaufloch 13 ein Sifb bzw« ein Binsatzpfropfen 17 mit entsprechenden Ablaufrillen vorgesehen.
Auf diese Weise können auf der planen Oberfläche der Platte 10 mehrere Brenner 7 und zugeordnete Schalen 18 aufgestellt werden,
wobei der fruber verwendete trichterförmige Zwischenboden ebenso viie auch der besonders auf den Zwischenboden aufgestellte Ablaufboden
in Fortfall korken.
ν;ie aus Abb, 4 ersichtlich, besteht der obere t?richt< förmige Abschluss 2 der Vorrichtung aus einem baulich selbständigen,
aus säure- bzw. feuerbeständigem Material hergestellten Stück. Dasselbe gilt für den Türrahmen 19, den Auffengkasten 5 u^d. den Sockel
2©j während die YTände der Vorrichtung aus einzelnen Platten 21 zusammengefügt sind«,' Es handelt sich dabei um Platten aus feuer- und
säurebeständigem Material, die mit Kutan und Federn ausgerüstet, und mittels feuer - und säurefestem Kitt miteinander verbunden sind»
Das Ganze wird durch Bänder oder einen Rahmen 22 aus einem für den Gebrauch in LaboratcB.ei3 geeignetem Material ζ us sr.me ngehalten,
wobei an den Ecken die. Bänder 23 vorgesehen sind, die nach unten zu Füssen 24 verlängert sind» Das Abzugrohr 3 führt ias Freie
oder ist an einem Schacht bzw. Essenzug angeschlossen»
Ψ,±β nun aus Abb0 5 ersichtlich, ist das Abzugsrohr 3,
wrackes in einen Schornstein oder ins Freie führt, mit mehreren,· bei dem gezeigten Ausführungsb^ipiel zwei, Abzweigungen 25 versehen,
Claims (5)
1. ) Vorrichtung zum Niederschlagen und Absaugen der beim Säureabkochsn ^ntst--henden lästigen un/<
schädlichen Dämpfe und Gasel V-'stehend aus einer Glocke oder Haube mit einem Abzugsrohr, einem
Ablsufboden und einem Auffangkasten für die on den I.: jenviänden der Glocl
und Haube sich niederschlagenden und ablaufenden Kondensates dadurch gekennzeichnetj, dass der Ablnufboden aus einer massiven, gegebenenfalls
aus mehreren zusammengekitteten Stücken bestehenden Platte (10) mit ebener Oberfläche (14) besteht, in der allseitig
schräg abfallende Ablaufrinnen (15 bzw. 16) engeordnet sind, die nach einer mittleren Offnu· g (13) führen.,
2. ) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzei chnet, dass nahe über den Rändern der platte (10) in die Handungen des
Gehäuses (1) eingekittete Ablauflejsten (12) vorgesehen sind»
3=) Verrichtung nach Anspruch Ij dadurch gekennzeichnets
dass das Ablaufloch(13) im Ablaufboden (lo) durch ein Sieb oder einen "Binsatzstopfen oder Deckel mit entsprechenden Ablaufrilien
abgedeckt ist*'
4. ) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der trichterförmige obere Abschluss (2)^ der Auffangkasten (5),
der Türrahmen (19) und der Sockel (20) je aus einem Stück, aber die
Wände aus einzelnen, sus feuer- und säurebeständigemkaterial herge stallten
Platten (21) bestehen, die durch eine rundlaufende Bandage (22) und an den Ecken durch Bänder (2£) zusammengehalten werden.
5. ) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e ken 112 eic hnet,
dass mit dem Abzugs- oder Absaugrohr (3) ein mehrteiliges Abzweigstück verbu"den ist, an dessen Zv;e. ig rohre (25) mehrere Abzug- oder Riederschlagvorrichtungen
angeschlossen sind»
Pekiiknweit
nw./fiö,
Richard
JJSferre
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