DEP0015876MA - - Google Patents
Info
- Publication number
- DEP0015876MA DEP0015876MA DEP0015876MA DE P0015876M A DEP0015876M A DE P0015876MA DE P0015876M A DEP0015876M A DE P0015876MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- fabric frame
- carrier
- frame guide
- fabric
- needle
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000004744 fabric Substances 0.000 claims description 32
- 238000009958 sewing Methods 0.000 claims description 12
- 230000035515 penetration Effects 0.000 claims description 2
- 210000002105 tongue Anatomy 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000009956 embroidering Methods 0.000 description 1
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 17. März 1956 Bekanntgeniacht am 13, September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Stoff rahmenführung für Nähmaschinen, bei der ein Pantograph mit
einem den Stoffrahmen tragenden beweglichen Parallelogramm verbunden ist.
. Stoffrahmenführungen dieser Art sind vielfach bekannt. Bei allen vorbekannten Ausführungen
sind die unbeweglichen Gelenkpunkte des Gelenksystems auf der Tischplatte der Nähmaschine
angeordnet. Werden die älteren Vorrichtungen in Verbindung mit einer Zickzacknähmaschine zum
Sticken von kreisförmigen Gebilden, z. B. Ringen, verwendet, so fallen diese stets mehr oder weniger
in elliptischer Form an. Die Ursache liegt darin, daß die unbeweglichen Gelenkpunkte des Systems
ihre Lage gegenüber der Schwingungsebene der Nadelstange nicht verändern können.
Zum Sticken von Ringen oder Ringausschnitten von gleicher Breite mit Hilfe einer Zickzackmaschine
ist es erforderlich, daß die Stiche radial zur Mitte des Musters gerichtet liegen. Diese
Forderung kann nur dadurch erfüllt werden, daß das Werkstück in einem geschlossenen Kreis,
dessen Mittelpunkt auf der Schnittlinie der Nadelstangenschwingungsebene
mit der Werkstückbewegungsebene liegt, herumgeführt wird.
Zu diesem Zweck wurden bereits Einrichtungen benutzt, die einen verstellbaren Drehmittelpunkt,
z. B. in Form eines Domes, besitzen und mit Hilfe des Stoffschiebers der Nähmaschine Ringe oder
Ringausschnitte erzeugen können. Ihre Verwendbarkeit ist jedoch auf kreisförmige Muster beschränkt.
609-618/74
P 15876 VII/52 a
Sollen Ringausschnitte in Verbindung mit beliebigen Ziermustern oder bei Monogrammen erzeugt
werden, so besteht die Möglichkeit, die Nähmaschine um ihre Nadelstangenachse als
Mittelpunkt zu. verschwenken und gleichzeitig einen Stoffrahmen in der eingangs erwähnten
Weise mit Hilfe eines Pantographen und eines Parallelogrammes einem Muster entsprechend zu
bewegen.
ίο Man kennt bereits eine Einrichtung dieser Art,
bei der eine Nähmaschine derart auf eine in eine Tischplatte eingelassene Drehscheibe gesetzt wird,
daß die Achse der Nadelstange durch den Mittelpunkt der Drehscheibe verläuft. Es entsteht dadurch
eine Spezialeinrichtung, der sich lediglich Nähmaschinen mit An- oder Einbaumotor eingliedern
lassen. Vor allem aber ist die Erzeugung eines geschlossenen Ringes mit radialen Stichen
nicht möglich, da der über dem Drehtisch liegende Stoffrahmenhalter eine Verschwenkung der Nähmaschine
um volle 3600 nicht zuläßt.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Stoffrahmenführung zu schaffen, die es. ermöglicht,
Ringe, Ziermuster, Monogramme u. dgl.
nach einer Schablone bei beliebiger Schräglage der Stiche zu erzeugen. Es soll ferner erreicht werden,
daß man mit Hilfe einer Zickzackmaschine Ringe mit auf dem ganzen Umfang gleichbleibender
Breite sticken kann. Dabei soll der An- und Abbau bei Flach- und Armmaschinen schneller und einfacher
als bisher durchführbar sein.
Diese Aufgabe löst die Erfindung dadurch, daß der gesamte Bewegungsmechanismus, ein Pantograph
mit einem den Stoff rahmen tragenden beweglichen
Parallelogramm, und ein Schablonenhalter auf einem zentrisch zum Stichloch der Stichplatte
um 3600 drehbaren Träger befestigt sind. Zweckmäßig wird dabei der Träger auf einer
Auflagestichplatte gelagert. Als Lager kann ein in der Auflagestichplatte befestigter Ansatz dienen,
der mit einer Nadeldurchstichöffnung versehen ist. Der Träger besteht vorteilhafterweise aus zwei
zueinander senkrecht angeordneten Schienen, von denen die eine ein Verschiebeteil mit den unbeweglichen
Gelenkpunkten des Bewegungsmechanismus und die abgewinkelte andere den Schablonenhalter
trägt.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform
der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. ι die Nähmaschine mit der aufgesetzten Stoff rahmenführung in schaubildlicher Darstellung,
Fig. 2 die Stoffrahmenführung mit eingespanntem Werkstück und eingelegter Schablone,
Fig. 3 die Stoff rahmenführung in einer nach rechts geschwenkten Lage,
Fig. 4 die Trägerbefestigung auseinandergezogen in schaubildlicher Darstellung,
Fig. 5 das Stichbild eines Ringes, der auf einem Werkstück mit Zickzackstichen ohne Verschwenkung
der Stoff rahmenführung erzeugt wurde,
Fig. 6 das Stichbild eines Ringes, bei dessen Erzeugung der Stoffrahmen um die Nadelstangenachse
gedreht wurde.
Die Zickzacknähmaschine 1, die mit ihrer Stofftragplatte 2 in die Tischplatte 3 eingesetzt ist, hat
in bekannter Weise eine Einrichtung zum Sticken, indem an die Drückerstange 4 der von der Nadelstange
5 gesteuerte Stickfuß 6 angeschraubt ist.
Der Bewegungsmechanismus einer an der Maschine befestigten Stoff rahmenführung besteht aus
einem Pantographen mit seinen Schenkeln 7, 8, 9, 10, einem mit dem Pantographen in den Gelenkpunkten
11 und 12 verbundenen Parallelo- ,
gramm, das gebildet ist aus dem Schenkel 10,
einem den Stoffrahmen 13 tragenden Schenkel 14, einem Schenkel 15 und einem Winkelhebel 16, der
an einem Ausgleichlenker 17 angelenkt ist. Der über einen Gelenkpunkt 18 verlängerte Pantographenschenkel
7 trägt an einem Ende einen Griffel 19, während das andere Ende des Sehenkels
7 mit dem Pantographenschenkel 9 im Gelenkpunkt 20 verbunden ist. Der über den Gelenkpunkt 12 hinaus verlängerte Pantographenschenkel
9 und das freie Ende des Ausgleichlenkers 17 sind in festen Gelenkpunkten 21 bzw. 22 auf
einem Verschiebeteil 23 gelagert.
Das Verschiebeteil 23 ist verschiebbar und mittels eines Klemmhebels 23,, feststellbar mit
Schiene 2$a eines Trägers 24 verbunden, der auf
einer zweiten rechtwinklig abgebogenen Schiene 25j einen auswechselbaren Schablonenschalter 26
aufnimmt.
Der Träger 24 (Fig. 4) ist mit einer Bohrung 27 innerhalb einer Ausnehmung 28 versehen. Eine
Auflagestichplatte 29 hat einen Zapfen 30 mit einer Nadeldurchtrittsöffnung 31, als Drehlagerzapfen
für den Träger 24, der durch ein federndes Sicherungsblech 32 gesichert ist. Das Sicherungsblech
32 liegt in der Ausnehmung 28 in dem Träger 24 und umschließt mit federnden Backen
33 den Zapfen 30 in einer Nut 34.
Die Auflagestichplatte 29 ist mit Hilfe von Anschlägen 35 und Zungen 36 und 37 in bekannter
Weise in die Stichplatte 38 (Fig. 4) der Maschine 1 eingehängt und durch den Stofftragplattenschieber
39 festgehalten.
Der Stoffrahmen 13 ist in einem Langloch 40 im Schenkel 14 des Parallelogrammes verschiebbar
und durch eine Schraube 41 feststellbar.
Der Schablonenhalter 26 ist mit zwei Führungsfalzen 42, die eine Schablone 43 (Fig. 2) aufnehmen,
und mit einer Anlagleiste 44 versehen. Eine in der Schiene 25^ befestigte Stiftschraube
45 und eine Rändelmutter 46 dienen gleichzeitig zur Befestigung des Schablonenhalters 26 und der
Schablone 43 mit dem Schablonenhalter 26.
Zum Gebrauch wird die Stoff rahmenführung in
einfacher Weise durch Einführen der Zunge37 der Auflagestichplatte 29 in die entsprechende
Öffnung der Stichplatte 38 der Maschine und Beischieben des Stofftragplattenschiebers 39 auf der
Maschine befestigt. Nach dem Festklemmen der Schablone 43 und dem Einspannen des Stoffes 47
ist die Maschine arbeitsbereit.
Die genaue Festlegung der Anfangsstelle des Musters auf dem Stoff erfolgt durch Einstellen des
6Ο9618/7Ψ
P 15876 VH/52a
Stoffrahmens 13 in zwei Richtungen, und zwar in
der einen Richtung durch Einstellen des Verschiebeteiles 23 und in der anderen, zur ersten
senkrechten Richtung, durch Einstellen mittels des Langloches 40.
Die Verschwenkbarkeit der Stoff rahmenführung
um die Nadelstangenachse, wie in Fig. 3 dargestellt, bietet nun die Möglichkeit, Muster u. dgl.
bei beliebiger Schräglage der Stiche zu erzeugen.
Das in der Fig. 5 gezeichnete Muster eines Ringes ergibt sich, wie bereits einleitend erwähnt
wurde, bei einer Stellung der Stoffrahmenführung nach Fig. 1 und 2, d. h. wenn der Träger 24
parallel mit der Längsachse der Nähmaschine verläuft.
Ein Ring von gleicher Breite nach Fig. 6 entsteht durch Drehen der Stoffrahmenführung während
des Arbeitens. Sollte diese Art der Bedienung jedoch zu hohe Anforderungen an die Geschicklichkeit
stellen, so kann mit durchaus hinreichender Genauigkeit und mit Abweichungen von der
theoretischen Stichlage des Musters, die für das Auge kaum wahrnehmbar sind, abschnittsweise
gearbeitet werden, indem beispielsweise Abschnitte 48, 49 von etwa 45 ° hergestellt werden durch Verschwenken
der gesamten Stoffrahmenführung von Mittellage zu Mittellage der jeweiligen Abschnitte.
Für den größten Teil eines Ringes läßt sich erfahrungsgemäß diese Arbeitsweise kontinuierlieh
durchführen.
Mit der neuen Stoffrahmenführung lassen sich auch bei Flächenmustern in einfachster Weise
vielfältige Stickeffekte erzielen.
Claims (4)
1. Stoffrahmenführung für Nähmaschinen, bei der ein Pantograph mit einem den Stoffrahmen
tragenden beweglichen Parallelogramm verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, das der Stoffrahmen (13), der Schablonenhalter
(26) und die Parallelführungsmittel (7, 8, 9, 10, 14, 15, 16, 17) gemeinsam auf einem zentrisch
zum Stichloch der Stichplatte (38) um 3600 drehbaren Träger (24) befestigt sind.
2. Stoffrahmenführung nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch die Lagerung des Trägers (24) auf einer Auflagestischplatte (29).
3. Stoffrahmenführung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Auflagestichplatte (29) ein mit, einer Nadeldurchstichöffnung (31) versehener Ansatz (30)
zur Lagerung des Trägers (24) befestigt ist.
4. Stoffrahmenführung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger
(24) aus zwei senkrecht zueinander angeordneten Schienen (2S0, 25&) besteht, von denen
die eine (25J ein Verschiebeteil (23) mit den
unbeweglichen Gelenkpunkten (21, 22) der Parallelführung und die abgewinkelte andere
(256) den Schablonenhalter (26) trägt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2160093A1 (de) | Vorrichtung zur automatischen Führung von flachem, blattförmigem Material | |
| EP0860533A2 (de) | Verfahren zum Sticken übergrosser Muster | |
| DE3717931A1 (de) | Knopfnaehmaschine | |
| DE1239923B (de) | Einrichtung an Naehmaschinen zum Formen und Fuehren eines doppelt umgeschlagenen Saumes | |
| DE7605072U1 (de) | Naehaggregat zum bilden von formnaehten | |
| CH703065A1 (de) | Stickmaschine und Verfahren zum Betreiben einer Stickmaschine. | |
| DE2919681A1 (de) | Ziernahtnaehmaschine | |
| DE3543133C1 (de) | Naehmaschine mit einer Naehgut-Haltevorrichtung | |
| DEP0015876MA (de) | ||
| DE1108052B (de) | Stoffvorschub-Zusatzapparat fuer Naehmaschinen | |
| DE959512C (de) | Stoffrahmenfuehrung fuer Naehmaschinen | |
| DE291197C (de) | ||
| DE221635C (de) | ||
| DE1185463B (de) | Naehmaschine zum Herstellen einer Befestigungsnaht und einer UEberwendlichnaht | |
| DE167949C (de) | ||
| DE2526777A1 (de) | Greiferantrieb fuer naehmaschinen | |
| DE19756351C2 (de) | Verfahren zum Sticken übergroßer Muster | |
| DE480839C (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Zier- und Lochstickereien | |
| DE41760C (de) | Schiffchen-Stickmaschine mit Vorrichtung zum Rapport- und Fadenwechsel | |
| DE1902202C3 (de) | Kettenstichgreifer | |
| DE3705263C1 (de) | Vorrichtung zum Einnaehen der Fadenkette bei Nahtbeginn an Zweinadel-UEberwendlich-Naehmaschinen | |
| DE2900804A1 (de) | Einrichtung zum besticken von warenbahnflaechen durch einen oder mehrere flaechen-stickkoepfe mit rapport | |
| DE283627C (de) | ||
| DE916924C (de) | Zusatzapparat fuer Naehmaschinen zum Hinundherbewegen des Arbeitsstueckes | |
| DE151930C (de) |