DEP0015792DA - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Obsterzeugnissen im kontinuierlichen Betrieb - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Obsterzeugnissen im kontinuierlichen Betrieb

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DEP0015792DA
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DE
Germany
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tube
leg
continuous operation
production
receptacle
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English (en)
Inventor
Wilhelm Kümmersbruck bei Amberg Pelzer (Obpf.)
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Description

ρ 15 792 IVa/53k
WilhelmP e 1 ζ er, Kummers brück 3d bei Arabergs Oberpfalz.
Verfahren!*zur Herstellung von Obst er Zeugnissen im kontinuierlichen Betrieb .
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von ubsterZeugnissen im kontinuierlichen Betrieb.
Man hat zur Herstellung von Marraelade im kontinuier liehen Betrieb bereits vorgeschlafen, Früchte in einem mit einem Heizmantel und einer Transportsclinecke versehenen U-förrnicren Bohr zu zerkleinern und zu kochen. Diese Vor richtung hatte den Nachteil, dass nach Beendigung des ^.och vor.ea.nges das .Kocherut mit Luft in Berührung kam, wodurch eine Keuinfektion der Masse mit Schimmelpilzen, Garungs err egern und anderen Kleinlebewesen eintrat, die die Masse zersetzten.
Dieser Nachteil wird nun er fin dung sg ernäss dadurch ver mieden, dass das Obst während seines Durchganges durch die Apparatur unter Druck und Luftabschluss steril s-ehalten wird.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, dass die Vorrichtung kontinuierlich beschickt aber absatzweise ent leert wird. Hierdurch wird ermöglicht, dass beim Wechseln der Abfüilgefässe die Vorrichtung nicht stillgesetzt werden muss.
Bei einer AiUsfuhrungsform der Erfindung wird die An Ordnung so getroffen, dass der zweite Schenkel des U-Rohrs
einen Aufnahmebehälter für das Kochgut trägt, auf dem ein Windkessel sitzts der von aussen mit inerten Gasen gefüllt werden kann.
Vieiterhin ist ein Rücklaufrohr zwischen den beiden Schenkeln des U-Rohrs vorgesehen. Die Anordnung kann so p-etroffen werden, dass durch einen Schwimmer im Aufnahmebe hälter ein Abfüllventil gesteuert wird.
Die vorrichtunp- ist auf der beiliegenden Zeichnung beispielsweise im Längsschnitt veranschaulicht.
Die U-förmige Apparatur weist an einem Schenkel einen Einfülltrichter 1 auf, der bei 2 mit einer Zerkleinerungsvorrichtung für die Früchte versehen sein kann« Die zerkleinerten Früchte gelangen in den horizontalen Teil des U-Rohres, in dem eine Schnecke 3 angeordnet ist, die bei 4,5 gelagert ist, und durch die Scheibe 6 in Drehung versetzt wird» Dieser Teil des Rohres trägt einen Heizmantel 7, in dem Dampf eingeleitet wird. Am Bnde der Schnecke ist ein Passiersieb ö angeordnet. Der zweite Schenkel des U-Rohrs träft einen Aufnahmebehälter 9, auf dem ein Windkessel 10 sitzt, der durch die Leitung 11 unter Lruck eines inerten Gases besetzt werden kann. Mit 12 ist ein Schwimmer bezeich net, durch den gegebenenfalls in nicht veranschaulichter Weise die Hfehne 13,14 besteuert werden können. Der Aufnahmebehälter 9 kann durch ein Abfüllrohr 15 entleert werden. Zwischen den beiden Schenkeln des U-Kohres ist noch ein Rücklaufrohr 16 angeordnet, das den Zweck hat, dass sich dauernd Flüssigkeit
zwischen den in die beheizte Zone der Apparatur eintretenden Fruchtstückchen befinden. Selbst wenn die Rohfrächte zuerst auch grob durch eine Mahlvorrichtung im Einfülltrichter zerkleinert werden, liegen sie mit LuftZwischenräumen, die denibar schlechte Wärmeleiter sind, übereinander. BeiraAnlauf der Maschine steht noch kein Saft als Wärmeleiter zur Verfügung= Sr entwickelt sich erst, wenn das Kochgut etwa die Hälfte des beheizten Bohrs passiert hat. Sobald das Kochgut die Abzweigstelle des Rücklaufrohres überstiegen hat, wird der Rücklauf hahn 4 geöffnet und es f Ii esst fertiges Kochgut mit Saft nach vorne, setzt den gesamten inhalt des beheizten Rohrs allmählich unter Flüssigkeit, wärmt das Priechgut vor und dient jetzt von Anfanp· an als Wärmeleiter. Die Rückflussubstanz steigt auch im Sinfiillschenkel hoch, um dort schon das Prischfrut vor zuwärmen«
Der ausfliessende Saft, das zerquetschte Fruchtmark samt Schalen und Kernen, also das gesamte liochgut steifen durch den Druck der Schnecke in dem rechten Rohr hoch und füllen die G-Iocke bis zum Windkessel. Üin zweiter Teil des Kochgutes fliesst währenddem durch das Rücklaufrohr in das linke Schenkelrohr zurück und füllt dieses auf dieselbe Höhe. 1st eine genügend hohe Flüssigkeitssäule z.B. von 4300 mm erreicht, so wird durch den Schwimmer 12, der sich am Boden des Windkessels befindet, die Abfüllvorrichtung geöffnet, der Hahn im Rücklauf rohr geschlossen und das fertige sterile Üochgut in die Abfüllbehälter gedrückt.
Sobald die G-Iocke entleert ist, wird dieses durch ein Signal angezeigt. Hierauf wird die Abfüllvorrichtung erschlossen=.
der Halm im Riicklaufrohr wird nach einiger Zeit geöffnet, nämlich sobald wieder steriles Gut in die Glocke einfliesst .
Ler niedrigste Druck der beiden Flüssigkeitssäulen, dem das Material in dem Schenkelrohr ausgesetzt ist, kann beispielsweise 0,3 Atii = 3000 mm betragen, der höchste Druck 0,43 Atü = 4300 mm Säulenhöhe. Das Kochgut liegt also dauernd zwischen diesen beiden Druckhöhen« Diese Differenz entsteht durch das zeitweise Entleeren des fertigen Siedegutes in die Abf ülleref ässe ·
Die jeweiligen Mensren, die abgefüllt werden, kommen zum grössten Teil aus der Glocke, nur ein Teil entströmt dem Schenkelrohr.
Während des Ansteigens des Siedegutes wird das inerte Gas, ζ»Β· Kohlensäuregas durch den Druck der Schnecke in den Windkessel zurückgedrängt und dort zusammengepresst. Der Unterdruck, der durch das Abfüllen entsteht, wird durch die Ausdehnung des zusammengepressten Gases und dem Siedegut strom aus dem Schenkelrohx wieder aufgefüllt. J-m Bedarfsfalle wird Kohlensäure nachgedrückt. Die Transportschnecke läuft während des Abfüllvorgangs weiter.
Dass das Kochgut wie Fruchtmark, Saft, Schalen und Kerne längere Zeit vereint bleiben, hat seinen guten Grund= Dieses ist nämlich von der Gewinnung des ^ochgutes aus der U-Kohr-Apparatur an bis zur Weiterverarbeitung der fabrik, also in den Transportbehältern (Kesselwarren) der Fall. Diese Zeit reicht aus, dass gewisse D'uft-und Gescnmackstoffef die sich bekanntlich in den Kernen und Sehain befinden, in dem Saft in Lösung gehen und hierdurch dazu beitragen, den Wohlgeschmack
zu erhöhen.
Die transportable U-Rohr-Srweichunss- und Sterilisierapparatur wird in den Obstbaugebieten wie eine Dreschmaschine aufs Feld befahren, wo das Erweichen zur Passierfahigkeit und das Sterilisieren für den l'ransport zur fabrik an Ort und Stelle vorgenommen werden»

Claims (3)

Patentansprüche
1.) Verfahren zur Herstellung von Obsterzeugnissen im kontinuierlichen Betrieb, bei dem die Früchte in einem mit einem Heizmantel und einer Transportschnecke versehenen U-f orrni.een Rohr zerkleinert und gekocht werden, dadurch gekennzeichnet, dass das übst während seines Durchganges durch die Apparatur unter Druck- und Luftabschluss steril gehalten wird.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung kontinuierlich beschickt aber absatzweise entleert wird.
3) Torrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, bei der der eine Schenkel des U-Rolirs als Fülltrichter ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schenkel einen Aufnahmebehälter (9) für das Kochgut tragt, auf dem ein Vifindkessel(IO) sitzt, der von aussen mit inerten: Oasa^efUllt werden kann.
4·) Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein Riicklaufrohr (16) zwischen den beiden Schenkeln des U-Rohrs.
5«) Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch einen Schwimmer (12) im Aufnahmebehälter (9), durch den
ein Abfiillventil (13) und gegebenenfalls das Ventil (14) des R ückla uf rohr es (16) gesteuert wird <

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