DEP0015615DA - Kraftfahrzeug mit mehr als zwei, insbesondere drei Laufradachsen - Google Patents
Kraftfahrzeug mit mehr als zwei, insbesondere drei LaufradachsenInfo
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Description
Bei drei- und mehrachsigen Kraftfahrzeugen sind, wenn es sich nicht um Allradantriebs-Fahrzeuge handelt, die nur für Sonderzwecke Verwendung finden, entweder nur die Vorderachse (Lenkachse) oder eine oder mehrere Hinterachsen als Triebachsen ausgebildet. Sofern nicht Mehrachs-Lenkungen Anwendung finden, müssen die Triebachsen, um dem Fahrzeug eine gewisse Wendigkeit zu erhalten, verhältnismässig nahe beieinander liegen.
Diese Ausführung mit nahe beieinander liegenden Triebachsen gibt - da die Triebachsen im Interesse der Adhäsion die höheren Belastungen aufweisen - dem Fahrzeug eine Parallelführung in der Längsachse. Wenn auch eine derartige Parallelführung bei Geradeausfahrt erwünscht ist, so ergeben sich aber erhebliche Nachteile beim Überholen und bei Kurvenfahrten, und zwar besonders bei feuchter, schlüpfriger Fahrbahn oder Eis und Schnee. Bei ungenügender Bodenhaftung
an den nicht angetrieben Vorderrädern wird das Fahrzeug nämlich durch die Parallelführung der folgenden Triebachsen leicht in der Längsrichtung des Fahrzeuges aus der Fahrbahn geschoben.
Der Erfindungsgedanke erstreckt sich auf ein Kraftfahrzeug mit mehr als zwei, insbesondere drei Laufradachsen, bei dem erfindungsgemäss die Vorderachse (Lenkachse) und eine der ungelenkten Hinterachsen angetrieben sind. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass der Einfluss der Parallelführung durch die Triebachsen ausgeschaltet und damit das Fahrzeug durch die angetriebenen Vorderräder sicher in der Fahrbahn gehalten und in die Kurven geleitet wird. Weiterhin können nunmehr die Kurven mit wesentlich höheren Geschwindigkeiten befahren werden, da die Gefahr des Heraustragens aus der Kurve, wegen der Kraftschlüssigkeit der angetrieben Lenkräder mit der Fahrbahn, nicht mehr vorhanden ist, und ein Teil der sonst die Parallelführung verursachenden Triebkraft nunmehr der Kurvenfahrt zugute kommt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die angetrieben Achsen weiter auseinander liegen, so dass bei lokalen Bodennachgiebigkeiten und Schlüpfrigkeit immer noch die Triebachse griffig bleibt, während bei nahe beieinander liegenden Triebachsen häufig beide Achsen die Bodenhaftung verlieren und der Antrieb wirkungslos wird.
Vorteilhaft ist es, den Antrieb der angetriebenen Hinterachse auf die Innenachse zu legen, da dadurch die Fahreigenschaften besser und die Beanspruchungen in der Aufhängung bei geschleppten Achsen geringer werden, als bei geschobenen Achsen. Ausserdem kommt der konstruktive und gewichtliche Mehraufwand, der sich sonst durch die Führung der Antriebswelle über oder unter der Tragachse vorbei ergeben würde, in Fortfall.
Die Figuren stellen ein Ausführungsbeispiel nach dem Erfindungsgedanken dar und zwar zeigt Fig. 1 eine Längsansicht und Fig. 2 eine Draufsicht eines dreiachsigen Fahrzeuges.
Der Antrieb der Vorderachse a und der ersten Hinterachse b erfolgt mit der vom Schaltgetriebe kommenden Abtriebswelle c, über ein Verteilergetriebe d, mittels Gelenkwelle e nach der Vorderachse a und mittels der Gelenkwelle f nach der ersten Hinterachse b. Die zweite Hinterachse g ist unangetrieben und läuft als Schleppachse mit.
Beide Hinterachsen können mit einfach oder doppelt bereiften Rädern versehen sein.
Der Erfindungsgedanke ist in analoger Weise für vier- und mehrachsige Fahrzeuge anwendbar, bei denen alsdann eine oder mehrere der ungelenkten Hinterachsen angetrieben sind.
Claims (1)
- Kraftfahrzeug mit mehr als zwei, insbesondere drei Laufradachsen, dadurch gekennzeichnet, dass die gelenkte Vorderachse (a) und eine der ungelenkten Hinterachsen (b oder g) angetrieben sind.
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