DEP0014510DA - Laufrad für Radsätze von elektrisch betriebenen Spielzeug- und Modellbahnfahrzeugen - Google Patents
Laufrad für Radsätze von elektrisch betriebenen Spielzeug- und ModellbahnfahrzeugenInfo
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Description
Bei Spielzeug- und Modellbahnanlagen mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen leitet man den Fahrstrom, den Schaltstrom und bzw. oder den Beleuchtungsstrom durch die Fahrschienen über fahrzeugfeste Schleifkontakte zum Antriebsmotor, den den Schaltgeräten und zu den Leuchtkörpern. Da zu diesem Zweck mindestens zwei Leiter erforderlich sind, kann man beispielsweise bei Eisenbahnnachbildungen die beiden Schienenspuren des Gleises als Stromleiter benützen. In diesem Falle müssen sowohl die beiden Gleise als auch die Laufräder durch Stoffe gegeneinander isoliert sein, die den elektr. Strom praktisch nicht leiten.
Diese Forderung ist bekannt. Mittel zur Trennung und Aufteilung dieser Bauteile in einen betriebssicher arbeitenden Zweileiterstromkreis sind ebenfalls bekannt. Es sind Anlagen im Gebrauch, bei denen einerseits eine bzw. beide Schienen unter Zwischenschaltung von Isolierplatten auf den Schwellen befestigt und andererseits die aus Laufkranz, Speichenkörper und Radnabe bestehenden Laufräder unter Zwischenschaltung von Isolatorbüchsen auf der Achse gelagert sind. Üblich war bisher, die Laufräder und die Achsen einstückig herzustellen und die Isolatorbüchsen bei der Montage in einen Ringspalt zwischen der Laufradnabe und der Achse einzusetzen bzw. einzupressen.
Das Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer noch zweckmäßigeren Isolation der Laufräder gegenüber den Laufradachsen und damit auch gegenüber dem Fahrzeugkörper. Erfindungsgemäß werden die Isolatoren zum Unterschied vom Bekannten zwischen den Laufkranz und die Radscheibe (Speichenkörper) eingebaut.
Diese Bauweise hat mehrere Vorzüge. Einer davon ist der größere Reibungsschluß zwischen den Radteilen. Dem bzw. den Isolatoren kann eine so große Auflagefläche gegeben werden, daß ein Losrütteln unmöglich ist. Der Isolator kann ferner ohne Nachteil geschlitzt oder in Segmente aufgeteilt werden. Auch größere Bearbeitungstoleranzen sind zulässig, wodurch fertigungstechnische Vorteile erzielt werden. Die Nabe muß außerdem nicht unmaßstäblich vergrößert werden; sie läßt sich vielmehr nach dem Vorbild maßstabsgetreu dimensionieren. Eine Isolation der Kolben- und Ventilschiebergestänge gegenüber dem Speichenkörper, an dem die Gestänge im allgemeinen angelenkt sind, ist nicht erforderlich.
Als Isolator kann ein bandförmiger Kunststoffstreifen (z.B. ein Kunstharz- oder Kasein-Produkt, Fiber, Buna o. dgl.) verwendet werden. Es ist weiterhin denkbar, Isolatoren in Zapfenform in den Spalt zwischen dem Laufkranz und dem Speichenkörper einzubetten bzw. einzunageln. Kerben auf den Umfangflächen der aufzupassenden Teile erhöhen den Reibungsschluß und bilden zuverlässige Verdrehsicherungen. Ringflansche an den Laufkränzen verhindern einerseits ein axiales Wandern der Laufkränze auf dem Isolator und decken andererseits den Isolator ab, der als Konstruktionsänderung gegenüber dem Vorbild beim Betrachten nicht auffallend in Erscheinung treten soll. Aus diesem Grunde ist es auch empfehlenswert, einen Isolator zu verwenden, der dieselbe Farbe wie der Laufradwerkstoff aufweist.
Das Fixieren des Laufkranzes auf dem Speichenkörper kann auf verschiedenartige Weise geschehen.
Man kann z.B. teile einfach aufeinander pressen und Laufräder, von denen erwartet wird, daß der Laufkranz keine ausreichende Haftung auf dem Isolator hat, wie bisher bei der Abnahme vor der Montage ausscheiden. Zuverlässiger ist die Anbringung von festen Ringflanschen und bzw. oder lösbaren Sprengringen an dem Isolator und an dem Laufkranz, die eine Gewähr für eine dauernde Lagensicherung der Teile bieten. Fertigungstechnische Vorzüge weist die Methode auf, die Lagensicherung durch einen spanlosen, eine bleibende Verformung der Halterung hervorrufenden Arbeitsgang zu erwirken, z.B. durch Umlegen eines Flansches oder durch Einwalzen eines Ringes in eine Nut.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele in stark vergrößertem Maßstab teils im Schnitt teils in Ansicht dargestellt.
Abb. 1 zeigt eine Befestigung, bei der ein Flansch des Laufkranzes nach dem Einfügen des Isolatorstreifens durch einen Walzvorgang vor den entsprechenden Flansch des Isolatorstreifens gelegt wurde.
Abb. 2 veranschaulicht eine Lagensicherung mit Hilfe eines eingewalzten Halteringes.
Die Laufräder bestehen aus der Nabe 1 mit z.B. angegossenen Speichenkörpern (Speichen 1a und Speichenringe 1b), sowie aus den Isolatoren 2 bzw. 2a, 2b, 2c, den Laufkränzen 3 und den Kurbelzapfen 4 für Kuppelstangen. Nicht gezeichnete Aufrauhungen z.B. Kerbverzahnungen bilden Verdrehsicherungen für die Teile. Die Speichenringe b, die Isolatorringe 2 bzw. 2a und die Laufkränze 3 weisen bei beiden Bauarten Kegelflächen auf. Die Stromübertragung von den Laufkränzen 3 zu den Stromverbrauchern auf den Fahrzeugen erfolgt in an sich bekannter Weise über nicht dargestellte Schleifkontakte, die die Form von Bremsbacken haben können.
Sowohl die Laufkränze 3 als auch die Isolatoren 2 weisen Ringflansche 3a bzw. 2d auf oder dienen als Einzelteile 2b, 2c demselben Zweck.
Beim Gegenstand der Abb. 2 übernimmt ein in eine Nut eingewalzter Ring 5 die Lagensicherung der zusammengebauten Einzelteile.
Claims (5)
1.) Laufrad für Radsätze von elektrisch betriebenen Spielzeug- und Modellbahnfahrzeugen, wobei die Laufkränze der Radsätze gegenüber den Laufradachsen isoliert sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolator (2, bzw. 2a, 2b, 2c) zwischen den Laufkranz (3) und der Radscheibe bzw. dem Speichenkörper (Speichen 1a, Speichenring 1b) eingebaut ist.
2.) Laufrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolator (2, bzw. 2a, 2b, 2c) in mehrere Segmente unterteilt ist.
3.) Laufrad nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Laufkränze (3) als auch die Isolatoren Ringflansche (2b, 2c, 2d, 3a) aufweisen.
4.) Laufrad nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Paßflächen der Isolatoren eine kegelförmige Gestalt aufweisen.
5.) Verfahren zum Aufziehen von Laufkränzen auf die Speichenkörper nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagensicherung der Laufkränze (3) auf den Speichenkörpern nach dem Aufbringen der Isolatoren durch einen spanlosen Arbeitsgang z.B. Aufwalzen erfolgt.
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