DEP0013906DA - Verfahren zur Absaugung von Lackstaub und Lösungsmitteldämpfen bei Lackierarbeiten sowie Absaugevorrichtung - Google Patents

Verfahren zur Absaugung von Lackstaub und Lösungsmitteldämpfen bei Lackierarbeiten sowie Absaugevorrichtung

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DEP0013906DA
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English (en)
Inventor
Willy Dr.-Ing. Wiegand
Original Assignee
Wiegand, Willy, Dr.-Ing., Oberhausen
Publication date

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Description

Bei der Ausführung von Spritzlackierarbeiten werden Absaugekabinen verwendet. In den Kabinen wird durch ein Gebläse ein Luftstrom erzeugt, der den beim Spritzlackieren entstehenden Lackstaub und die Lösungsmitteldünste ins Freie fördert. Hierdurch wird eine relativ grosse Luftmenge ständig dem Arbeitsraum entzogen, was in der kalten Jahreszeit einen hohen Wärmeverlust bedeutet. Ausserdem befindet sich der Arbeitende in solchen Räumen ständig in einem kräftigen Luftzug, der gesundheitliche Schäden verursachen kann. Man hat sich bemüht, diese Nachteile durch Anwendung eines Umlaufsystems zu beseitigen, was jedoch nur möglich ist, wenn innerhalb des geschlossenen Luftstroms eine Vorrichtung eingeschaltet wird, welche ausser dem eigentlichen Lackstaub die Lösungsmitteldünste ausscheidet, zumal das Volumen der in Kreisbewegung befindlichen Luftmenge durch die Dämpfe der Lösungsmittel erheblich vergrössert wird. Praktisch sind Mittel zur Ab- und Adsorption bei Absauge-Vorrichtung für Lackierarbeiten nur in selten Fällen angewendet worden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Absaugung von Lackstaub von Lösungsmitteldämpfen bei Lackierarbeiten und besteht darin, dass aus den Lackierräumen, insbesondere den Spritzkabinen oder sonstigen Räumen, in denen die abzuführenden Dünste entstehen, abgesaugte Luft zu einem Teil ins Freie abgeführt und zum anderen Teil ohne Ausscheidung der abzuführenden Dunst- und Staubstoffe ind Richtung des abgesaugten Luftstromes im Kreislauf wieder zwischen Arbeitsplatz und Absaugestelle ind die genannten Räume eingeblasen wird.
Der durch den Gegenstand der Erfindung erreichte Vorteil ist darin zu sehen, dass der grösste Teil der abzusaugenden Luftmenge, etwa 80 bis 90 v.H., nach der Erfindung im Kreislauf geführt wird, ohne dass diese Luftmenge Störungen verursacht. Nach der Erfindung wird nur ein kleiner Luftrest, theoretisch in der Grössenordnung der Zunahme des Luftvolumens um die Lösungsmittelverdampfung und Staubanreicherung, ins Freie abgeführt. Praktisch wird die ins Freie geführte Luftmenge so eingestellt, dass mit Sicherheit das Eindringen von Lackstaub und Lösungsmitteldämpfen in den Arbeitsraum verhütet wird. Ein vollkommenes Auskühlen von Arbeitsräumen bzw. ein unnötiges Aufheizen grosser Luftmengen wird durch den Gegenstand der Erfindung verhütet, ohne dass das Verfahren neue Nachteile bringt. Die Umwälzung kann auch an warmen Tagen, wo eine Luftumwälzung gegebenenfalls erwünscht ist, in einfachster Weise ausgeschaltet werden.
Die Absaugevorrichtung beispielsweise die Spritzkabine oder Absaugeglocke erhält einen mit der Absaugeleitung in Verbindung gebrachten Düsenkanal mit ind die Absaugevorrichtung, beispielsweise die Spritzkabine, gerichteten Düsenöffnungen. Zweckmässig wird der Düsenkanal als Randkanal ausgebildet, der auf dem innerhalb der Absaugevorrichtung liegenden Teil seines Mantels Düsenöffnungen erhält. In die Förderleitung der Absaugevorrichtung wird vorteilhaft eine Vorrichtung zur Regelung der Luftmenge eingeschaltet, die ins Freie geführt wird. Diese Regelvorrichtung wird hinter der Abzweigstelle der Verbindungsleitung zum Düsenkanal angeordnet.
Auf der Zeichnung ist als Beispiel eine Ausführungsform einer Spritzkabine zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung dargestellt:
Die Spritzkabine a weist den mit Ventilator b verbundenen Förderkanal c auf. Vom Förderkanal c zweigt der Kanal d ab, der in einem um den Rand der Spritzkabine gelegten Düsenkanal i ausläuft. Der Düsenkanal i besitzt in seinem innerhalb der Kabine gelegenen Mantelteil i Düsenöffnungen g. Der ins Freie führende Förderkanal c ist hinter der Abzweigung des Kanals d, also in seinem ins Freie führenden Mündungsteil, mit Regelklappe h versehen, um die Menge des ins Freie abzuführenden Luftstroms einstellen zu können.

Claims (3)

1.) Verfahren zur Absaugung von Lackstaub und Lösungsmitteldämpfen bei Lackierarbeiten, dadurch gekennzeichnet, dass aus Lackierräumen, Spritzkabinen, Absaugglocken oder sonstigen Räumen, in denen die abzuführenden Dünste entstehen, abgesaugte Luft zu einem Teil ins Freie abgeführt, und zum anderen Teil ohne Ausscheidung der abzuführenden Dunst- und Staubstoffe in Richtung des abgesaugten Luftstromes im Kreislauf wieder zwischen Arbeitsplatz und Absaugestelle in oben genannte Räume eingeblasen wird.
2.) Absaugevorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, insbesondere an einer Spritzkabine oder Absaugeglocke, gekennzeichnet durch Anordnung eines mit der Förderleitung (c) des Absaugegebläses in Verbindung stehenden Düsenkanals (i) mit in die Absaugevorrichtung hineinragenden Düsenöffnungen (g).
3.) Absaugevorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Anordnung einer Regelvorrichtung (h) in der Förderleitung (c) des Absaugegebläses hinter der Abzweigstelle der Verbindungsleitung zu den Düsenöffnungen (g).

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