DEP0012983DA - Fahrbare Einrichtung zum maschinellen Auspflanzen von im Erdballen vorgezogenen Gemüsepflanzen - Google Patents

Fahrbare Einrichtung zum maschinellen Auspflanzen von im Erdballen vorgezogenen Gemüsepflanzen

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DEP0012983DA
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DE
Germany
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earth
conveyor
chassis
balls
shaft
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Hans Dipl.-Ing. Beché
Michael Hellbach
Original Assignee
Beché & Grohs GmbH, Huckeswagen
J. W. Hellbach & Co., Herzogenrath
Publication date

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Description

Diving. H.
Essen, üoWcestwie 29
m&to® Essen, den
Longenberg-MilA
Firma BSchi & Grohs G»m,»b«H«, Hüokeswagen RhId8, und Firma J»W» Hellbaofa & Po«, Herzogenrath Bez„ Aachen,
Eygelshovenerstr. 12. Gemüsepflanzen" .
Im Großgemüsebau wirä vielfach so vorgegangen, daß man Gemüsesämlinge zunächst in vorgepreßte Erdballen pikiert, daß dann die Pflanzen in geheizten Glashallen vorgezogen und daß schließlich die dadurch früh entwickelten Pflanzen zusammen mit dem ihr Wurzelwerk enthaltenden Erdballen zeitig im Frühjahr ine Feld gepflanzt.werden»
Die Erdballen, in welche die Sämlinge gepflanzt werden, werden vielfach zu SO - 100 Stück hergestellt, sopaß ein Ballen ziemlich nahe am anderen steht. Die Ballen erhalten keine Umhüllung* Sie bleiben auch während des Yorziehens in dem Wärme ha us auf- dem als Unterlage dienenden Brett o^dgl. und werden auf ihm auch später auf das Feld transportiert, wenn sie dort ausgepflanzt werden sollen,,
Das Pflanzen im Feld wird bisher allgemein von Hand ausgeführt, lan pflanzt meist in Keihen mit 50 cm ibstand, wobei innerhalb der Beinen die Pflanzen ebenfalls einen bestimmten ibstand, meist 50 um, voneinander haben» Das Pflanzen von Hand ist sehr mühsam und erfordert viele Arbeitskräfte, da eine große Anzahl Pflanzen meist in verhältnismäßig kurzer Zeit gesetzt werden muß.
An Versuchen, ä»* eine Einrichtung zum maschinellen Auspflanzen von Gemüsesamen zu entwickeln, hat es nicht gefehlt« Aus mancherlei Gründen ist jedoch ein Erfolg bisher nicht erzielt worden«
Die den Gegenstand der ^es^4&ges4e»r Erfindung bildende Pflanzmaschine für vorgezogene Gemüsepflanzen ist als Wagen ausgebildet„ Die Einrichtung umfaßt einen von einem Wagenrad aus angetriebenen transporteur, z.B« in Bandform, vorteil haft in Form eines Gliederbandes, welches in gleichmäßigem Abstsnd kleine Tragbleche trägt, die je einen Erdbällen nebst Pflanze aufnehmen» Der Abstand der ^ragbleche des Transportbandes voneinander ist derart, daß die Erdballen auf dem
Transporteur in demselben Abstand nebeiELnander stehen, wie sie von der ^rdballenpresse auf der Brettunterlage geformt worden sind, Dadurch ist es möglich, die Erdbällen nebst Pflanzen reihenweise, etwa mittels einer besonders geformten Handschaufel, von der Brettunterlage abzunehmen und sie auf den transporteur aufzuschieben* Ton dem zweckmäßig gleichsinnig sioh "bewegenden Transporteur werden die Erdballen naoh Maßgabe der Bewegung des Wagenrades automatisch seitlich nacheinander abgeschoben, und sie gelangen dann in einen Schacht, der im wesentlichen dem Querschnitt des Erdballens entspricht, und der cien Erdballen nebst Pflanze in die Pflanzfurche des Ackers lenkt« Di© Pflanzfurche wird bei der erfindungsgemäßen Einrichtung durch einen FurGhenpflug gebildet, hinter dem der vorerwähnte Schacht mündet, duroh den die vom "!Transportband seitwärts abgedrückten Erdballen in die Ackerfurche fallen. Hinter der Schachtmündung folgt ein Häufelpflug und dahinter^ge^gebenenfalls noch Einrichtungen, um das Erdreich gegen den vom ¥urzelwerk der Pflanzen durchsetzten Erdballen anzudrücken und dadurch den erforderlichen Bodensehluß herzustellen.
Die Leistungsfähigkeit der erfindungsgemäßen Masohine ist beträchtlich» Beispielsweise gelingt es, bei Anwendung normeler Abstände zwischen den Pflanzen in der einzelnen Reihe etwa 6000 Pflanzen pro Stunde auszupflanzen«
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsforia des Erfindungsgegenstsndes dargestellt.
Abb» 1 zeigt die erfindungsgemäße Pflanzmaschine in einer Seitenansicht«
Abb, 2 dieselbe Einrichtung
Abb* 3 gibt in größerem Maßstab dife%ö%e*a^^^t%- einer Brettunterlage für die Erdbällen wieder»
4 ist eine Seitenansicht der Einrichtung nach Abb. 3*
5 schließlich eine Stirnansicht,
Abb» 6 se igt in größerem Maßstab einen Teil dee Transporteurs nebst der Einrichtung zum Bewegen der Erdbällen in den Pflanzechacht in Seitenansicht, während
Abb« 7 dieselbe Einrichtung in einer Stirnsnsicht wiedrrgi^bt.
Die auf der Zeichnung dargestellte Einrichtung umfaßt
ein vierrädriges Fahrgestell 1, dessen beide Vorderräder 2 mittels des Steuerrades 3 lenkbar sind. Der Wagen kann mit Kraftantrieb oder für ein Zugtäaer eingerichtet sein. Im letzteren Fall, der auf der Zeichnung dargestellt IBt5 ist eine Deioheel 4 vorgesehen. Von dem einen Hinterrad 5 aus geht ein Zugorgan 6 zu einer Welle 7» die am bestell gelagert ist* Die Welle 7 treibt ein hier als Kettenglicderband ausgebildetes endloses Transportband 8, dessen einzelne Glieder en den quer zur Bewegungsrichtung verlaufenden Kanten leicht aufgebogen sind, wie1 aus ibb„ 1 ersichtlich» Neben dem oberen Trum des !Transporteurs ist ein schmaler IMilltisch 9 vorgesehen, gegenüber dem am Fahrgestell ein Sitz 10 für die die Pflanzeinrichtung bedienende Person eingerichtet ist.
Die zu pflanzenden Erdbällen 12 werden in der gewünsentert Anzahl mit ihren Unterlagbrettern 11 aui den Wagenkasten geladen, wobei jeweils ein Brett auf ein besonderes Gestell 13 gesetzt wird, das neben dem Sitz 10 in Eeichweite liegt.
Von der Unterlage 11 kann jeweils eine Längsreihe der Erdballen 12 mittels der Handschaufel 14 abgenommen werden. Die Handschaufel 14 wird dann mit den daraufstehenden Erdballen auf den Pülltisch 9 gesetzt, worauf die Eeihe Erdballen durch entsprechende Bewegung der Handgriffe 15 der Schaufel 14 alle zusammen seitlich auf das transportband geschoben werden. Da die Erdballen 12 auf der Unterlage 11 und damit auch auf der Schaufel 14 die gleiche Entfernung von Mitte zu Mitte gerichtet - voneinander haben, wie die Glieder des Transporteurs 8, ist es bei geeigneter Handhabung der Scheufei 14 möglich, durch einen einzigen Handgriff die ganze Eeihe Erdballen so auf den Transporteur su bringen, daß in jedem Glied desselben ein Erdbällen mit Pflanze steht*
Beim Vorfahren der Einrichtung wird der Transporteur 8 nach Maßgabe der Umdrehungen der Welle 7 weiterbewegt und zwar bei der dargestellten Einrichtung so, daß der obere Trum in fahrtrichtung läuft. Dadurch kommen die auf dem oberen Trum stehenden Erdballen nacheinander in den Bereich eines schaufelartigen ,Abdrückers 30, der an einem Hebel 16 sitzt j welcher um den Zapfen 31 des Gestellarmes 34 schwingt. An dem anderen Arm des Doppelhebels 16 greift -gelenkig die Stenge 35 an, welche in zwei D-agerböckchen 33 des Gestell-
armes 34 entgegen der Wirkung einer ^eder 32 längsvereohiebbar isfeSas Ende der Stange 35 liegt im Bereich einer Nockenscheibe 17, welche mittels eines geeigneten Zagorgans von der Welle 7 aas angetrieben wird» Die Nockenscheibe 17 ist so geformt, daß bei ihrer Drehung die Stange 35 zurückgedrückt wird, wodurch der Hebel 16 die aas Abb* 7 ersichtliche Abärüekbewegung_ausführt» bei welcher ein Erdballen von dem Trensport eur 8 seitlich in den Pflanzschacht 18 abgeschoben wird. Horch geeignete Ausbildung der Form der Nocken auf der Nockenscheibe hat man es in der Hand, die Bewegung des Hebels des Abdrüekers 16 so vorzusehen, daß der Erdbällen ohne Beschädigung und ohne Behinderung der Vorwärtsbewegung des !Transporteurs in den Pflanzsohacht 18 gelangt» Die Abdrückschaufel 16w3r€ zu diesem Zweck vorteilhaft mit einer solchen Länge ausgeführt, daß der Transporteur 8 -während der Bewegung des Hebelsjlö um ein gewisses Maß vorwärts gehen kann« Bjrs Transport%at»J 8 kann aber auch kontinuierlich bewegt werden» Der Pflanzsohacht 18 leitd; den Erdbällen nebst Pflanze zu einem Hilfsgestell 19s ^as unter Vermittlung der Lenker 20 hel·- und senkbar, beispielsweise mittels eines Hand- oder Fußhebels am Wagengestell 1 angeordnet ist«,
An dem Gestell 19 ist in Fahrtrichtung ein Furchenpflug 21 angeordnet, hinter dem der Pflanzschacht 18 mündet. Die vom Transporteur 8 in den Pflanzschacht 18 beförderte Pflanze nebet Ballen fällt dadurch automatisch in die von dem Pflug 21 gezogene Furche. Bs folgt dann der Anhäufelvorgang mittels des Häufelpfluges 22, worauf die Erdbällen vorteilhaft mittels der federnden Andrückbleche 23 dicht mit Erde umgeben werden.
Die Lenkung des Fahrzeuges kann von der Fahrerbank 24 aus erfolgen, auf welcher die beiden Sitzplätze 25, 26 vorgesehen sind. Je nachdem, ob der Wagen das Feld hin- oder herfährt, wird der Sitz 25 oder der Sitz 26 benutzt. Der Fahrer hat, um das Fahrzeug in der richtigen Kichtung zu halten, vor sich eine Yisierstange 27, die genau über der vorher gepflanzten Reihe 28 gehalten wird» Dadurch wird der Abstand der neu zu pflanzenden Reihe gleichmäßig* Die auf der anderen Seite des Fahrzeuges liegende Visierstange 29 wird zweckmäßig hochgeklappt, wie in Abb«, 1 engedeutet, und erst bei der Rückfahrt dee Wagens benutzt«

Claims (1)

  1. «& snspruche
    1*) Fahrbare Einrichtung zum maschinellen Ausfif lanzen von im Erdbällen vorgezogenen Gemüsepflanzen ο.dgl« auf dem Felde, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Fahrgestell ein entsprechend der Fahrbewegung sich bewegender transporteur vorgesehen ist, welcher mehrere Erdbällen einzeln in einen dem Bsllenquerschnitt angepaßten Schacht abgibt, welcher vom Transporteur bis wenig über den. Erdboden reichte
    2#) Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Transporteur eis endloses Gliederband mit an benachbarten Seiten der Glieder aufgebogenen Rändern ausgebildet ist und die Erdballen vom Gliederband seitwärts mittels eines periodisch bewegten Schiebers in den Schacht gedrückt, werden.
    3.) Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem transporteur ein Fülltisch (9) angeordnet ist, von dem die -^rdbsllen reihenweise mittels einer Schaufel (14, 15) auf das Transportband aufgeschoben werden«
    4») Einrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3y dadurch gekennzeichnet, daß der Pflanzschacht (18) heb- und senkbar am Fahrgestell angeordnet ist*
    5*) Einrichtung nach Anspruch 1, 2,3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Pflanzschaoht ein'^ Pflugschar zum Ziehen der Pflanzfurche und lenker zum Anhäufeln und gegebenenfalls Andrücken der Pflanzballen in der Furche verbunden sind«
    S9) Einrichtung na-ch einem oder mehreren der Ansprüche 1—5» dadurch gekennzeichnet, daß sm Fahrgestell Mittel zur Feststellung des jeweiligen Abstandes des Fahrgestells von der früher gepflanzten Eeihe vorgesehen sind, zeB„Yie>siere(
    Patentanwalt;

Family

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