DEP0012817DA - Ofen zum Schwelen und Vergasen von Brennstoffen - Google Patents

Ofen zum Schwelen und Vergasen von Brennstoffen

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DEP0012817DA
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Germany
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smoldering
shafts
shaft
gasification
gas
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Expired
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English (en)
Inventor
Max Dipl.-Ing. Goebel
Fritz Schreiber
Original Assignee
Dr. C. Otto & Comp. GmbH, Bochum
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Description

Gegenstand der Erfindung ist ein Ofen zum Schwelen von Brennstoffen mit unmittelbar anschließender Vergasung derselben mit dem Ziele, hierbei ein Gas mit hohem Heizwert zu erzeugen.
Es ist bereits eine Schwelretorte bekannt, die von Heizzügen umschlossen und auf einen Gaserzeugerschacht aufgesetzt ist. Am Fuße der Heizzüge sind Luftdüsen angeordnet. Das von unten kommende Blasegas verbrennt mit Luftzusatz in den Heizzügen; infolge der Druckverhältnisse tritt das Blasegas nicht in die Schwelretorte ein. Beim Gasen zieht das Wassergas in aufsteigender Richtung durch die Retorte und wird zusammen mit dem Schwelgas abgezogen.
Das bekannte Prinzip wird gemäß der Erfindung übertragen auf einen Ofen, der aus mehreren senkrechten Schwelschächten besteht, die dadurch mittelbar beheizt werden, daß sie abwechselnd mit Heizschächten in einer Reihe angeordnet sind; unterhalb der Schwelschächte liegt der Vergasungsschacht, und die Heizschächte sind ebenso wie die Schwelschächte zum Vergasungsschacht hin unten offen; in den Vergasungsschacht wird im Wechselbetrieb Luft eingeblasen und Wasserdampf oder Wasser zugeführt, und dabei wird in der Blaseperiode das entstehende Generatorgas unter Zugabe von Luft in den Heizschächten zur Verbrennung gebracht, in der Dampfungsperiode werden die Abgänge der Heizschächte abgesperrt, so daß das gebildete Wassergas durch die Schwelschächte zieht und zusammen mit dem Schwelgas gewonnen wird. In der Dampfungsperiode kann zur Erhöhung des Gasheizwertes Schwelöl eingeblasen werden, und zwar durch Düsen, die sich in der Kuppel des Vergasungsschachtes befindet. Die Abwärme der in den Heizschächten verbrannten Gase wird zweckmässig in einem
Dampferhitzer und in einem Vorwärmer für die Luft ausgenutzt, die als Verbrennungsmittel und als Unterwind dient.
Die in der Dampfungsperiode durch die Schwelschächte geleitete Mischung von Wasserdampf und Wassergas fördert als hocherhitztes Spülmittel die Entbindung der öligen Bestandteile des zu schwelenden Brennstoffes. Die Heizschächte, die abwechselnd zwischen den Schwelschächten liegen, sind so ausgebildet, daß die aufsteigende Flamme hin- und hergeführt wird, wobei die Führung der Verbrennungsgase durch Zungen und Stege erfolgt, die die Anhäufung größerer Staubmengen ausschließen.
Der neue Ofen ist in beispielsweiser Ausführungsform auf der anliegenden Zeichnung dargestellt, auf der
Abb. 1 einen senkrechten Schnitt durch Vergasungsschacht und Schwelschächte senkrecht zu deren Längserstreckung,
Abb. 2 einen senkrechten Schnitt durch Schwelschächte, Vergasungsschacht, Dampfkessel und Luftvorwärmer zeigt.
Abb. 3 ist ein waagerechter Schnitt durch den Abhitzesammelkanal und den Dampfkessel entsprechend III - III von Abb. 2.
Der dargestellte Ofen soll insbesondere zur Verschwelung und Vergasung von Braunkohlenbriketts dienen, die aus dem Vorratsbehälter zunächst in den Füllschacht 1 gelangen, aus dem sie den Schwelschächten 2 zugeführt werden, die beiderseits von Heizschächten 3 umgeben sind. Das in den Schwelschächten absinkende Gut gelangt in den Vergasungsschacht 4 mit Drehrost 5 in dem Maße, in dem dort die unverbrennlichen Rückstände des Vergasungsvorganges abgezogen werden. Die Heizschächte sind mit durchbrochenen waagerechten Wänden ausgestattet, die ein Hin- und Hergehen der Flamme bewirken, die Ansammlung größerer Staubmengen aber verhindern. In den Rost 5 mündet eine Leitung 6, durch die wahlweise vorgewärmte Luft und Wasserdampf dem Brennstoff zugeführt werden kann. Wird Luft eingeleitet, so bildet sich im Vergasungsschacht ein vorwiegend Kohlenoxyd enthaltendes Gas, das bei geöffnetem Schieber 8 der Abgasleitung in die unten offenen Heizschächte eintritt und mit der durch die Leitung 9 zugeführten Luft zur Verbrennung gelangt. Die verbrannten Gase gelangen in den Abgassammelraum 10, der mit einer durch Ventil 11 absperrbaren Zweitluftzuführung 12 versehen ist, um eine vollständige Verbrennung sicherzustellen. Von hier gelangen die verbrannten Gase in den Dampfkessel 13 und dann über den Luftvorwärmer 14 in den Kamin 15.
Ist der im Vergasungsschacht liegende Brennstoff genügend aufgeheizt, so wird durch Oeffnen des Ventils 16 in der Dampfleitung 7 Wasserdampf in den Vergasungsschacht eingeleitet und der Schieber 8 geschlossen. Die im Vergasungsschacht gebildete Mischung von Wassergas und Wasserdampf durchzieht die Schwelschächte und gelangt mit dem dort entwickelten Schwelgas über das Steigrohr 17 in den Kühler 18. Durch die Düsen 19 wird ein Teil des gewonnenen Schwelteeres oberhalb des Schüttkegels des Vergasungsschachtes eingeführt. Die dabei gebildeten permanenten Bestandteile dienen zur Erhöhung des Heizwertes des Gases. Mit dem beschriebenen Ofen ist es nach dem geschilderten Verfahren möglich, aus generatorfesten schwelwürdigen Braunkohlenbriketten ein Gas mit einem Heizwert von etwa 4000 WE zu gewinnen.

Claims (3)

1. Ofen zum Schwelen und Vergasen von Brennstoffen, bestehend aus einem Vergasungsschacht mit mehreren oberhalb desselben angeordneten, senkrechten, zum Vergasungsschacht hin unten offen Schwelschächten und mit diesen abwechselnden, ebenfalls zum Vergasungsschacht hin unten offen Heizschächten mit absperrbarem Abzug.
2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Abzugsleitung der Heizschächte ein Dampferhitzer und ein Luftvorwärmer angeordnet sind.
3. Ofen nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch oberhalb des Brennstoffschüttkegels des Vergasungsschachtes in diesem Schacht mündende Düsen zum Einführen von Schwelteer während der Dampfungsperiode.

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