DEP0012145DA - Funkempfangsgerät mit Reflexschaltung - Google Patents
Funkempfangsgerät mit ReflexschaltungInfo
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Description
Es ist bekannt, eine Leistungssteigerung eines Funkempfangsgerätes ohne Erhöhung der Zahl der Röhrenstufen durch Anwendung einer sogenannten Reflexschaltung zu erzielen. Hierbei wird eine Röhrenstufe in der Weise doppelt ausgenutzt, dass in ihr außer der Hochfrequenz auch die nach der Gleichrichtung erhaltene Niederfrequenzspannung verstärkt wird. Im Anodenkreis der Reflexstufe tritt demnach Hochfrequenz- und verstärkte Niederfrequenzspannung auf, deren Größe beispielsweise durch einen die Gitterwechselspannung in der Reflexstufe verändernden Lautstärkeregler geregelt wird. Neben dieser regelbaren, an einem Arbeitswiderstand abfallenden Niederfrequenzspannung ist aber an diesem Arbeitswiderstand auch noch ein infolge der Krümmung der Röhrenkennlinie aus der Hochfrequenz entstandener gleichgerichteter Spannungsanteil vorhanden, der, da er infolge Umgehung des Lautstärkereglers durch diesen nicht regelbar ist, in seiner vollen Höhe gleichzeitig mit der geregelten Niederfrequenzspannung der folgenden Niederfrequenzstufe zugeführt wird. Der genannte Spannungsanteil bringt beim Empfang schwacher Sender keine wahrnehmbare Störung mit sich; er macht sich erst störend bemerkbar, wenn ein starker Sender, z.B. der Ortssender, empfangen wird, da dann sein Betrag so groß ist, dass das Gerät nicht mehr leise genug einzustellen ist.
Diesen Nachteil will die vorliegende Erfindung beseitigen; sie erreicht dies dadurch, dass die vor ihrer Verstärkung in der Reflexstufe regelbare Niederfrequenzspannung über wahlweise einstellbare Schaltmittel entweder der Reflexstufe zur Verstärkung
zugeführt wird oder unter Umgehung derselben in der weiteren Betriebsschaltung des Gerätes für den Empfang nutzbar gemacht wird. Zur Erläuterung der Erfindung soll als Ausführungsbeispiel ein Ausschnitt aus der Betriebsschaltung eines mit einer Reflexstufe arbeitenden Rundfunkempfängers beschrieben werden. Vor der in der Zeichnung dargestellten Röhrenstufe V mit dem in Reflexschaltung arbeitenden System R liegt eine hier nicht gezeigte Hochfrequenz- und Mischstufe und ein Bandfilter BF, über solches dem System R die Hochfrequenzspannung (Zwischenfrequenz) zugeführt wird. Im System R wird die aufgenommende Hochfrequenz verstärkt und anschließend einer hier aus einem Siruter Si bestehenden Gleichrichterstufe zugeführt. Außer dieser verstärkten Hochfrequenz ist aber ein infolge der Krümmung der Kennlinie des Systems R entstandener, gleichgerichteter Spannungsanteil im Anodenkreis des Systems R vorhanden, der an dem Niederfrequenzarbeitswiderstand Wi abgreifbar ist. An dem gleichen Niederfrequenzarbeitswiderstand Wi liegt aber auch die inzwischen in der erwähnten Gleichrichterstufe erhaltene Niederfrequenzspannung, welche an dem Lautstärkeregler L mit einem bestimmten Betrag abgegriffen und über den Schaltarm a (Kontakt 1) dem Gitter des Systems R zur Niederfrequenzverstärkung zugeführt worden ist. Über die Leitung Sr erfolgt üblicherweise die Schwundregelung. Bei dem genannten Arbeitswiderstand werden daher eine nicht regelbare und eine regelbare Niederfrequenzspannung abgegriffen und über den Schaltarm c (Kontakt 1) dem Gitter des Systems N zugeführt, um dann nach nochmaliger Verstärkung am Lautsprecher wiedergegeben zu werden. Bei einem schwach einfallenden Sender wird die nicht durch den Lautstärkeregler L regelbare Niederfrequenzspannung (gleichgerichteter Spannungsanteil der Reflexstufe) nicht störend in Erscheinung treten; anders liegt der Fall dagegen, wenn der gleichgerichtete Spannungsanteil infolge eines stark einfallenden Senders, also z.B. des Ortssenders, groß ist. Dann ist ohne besondere maßnahmen das Gerät nicht genügend leise einzustellen. Es treten bei Zusammentreffen der regelbaren und der nicht regelbaren Niederfrequenzen auch Verzerrungen auf, welche vermieden werden sollen. Wird im vorliegendem Fall ein solcher Sender aufgenommen, so wird der Schalter D nach unten umgelegt; seine Kontaktarme kommen in die Stellung 2. Dadurch wird die Reflexschaltung unwirksam gemacht. Die am Gleichrichter
Si erhaltene Niederfrequenz wird nach Regelung am Lautstärkeregler <Nicht lesbar> aber den Schaltarm b in Stellung 2 sofort dem Gitter des Systems R zur Verstärkung, also nur einmalige Verstärkung zugeführt. Durch Öffnen der Kontakte 1 am Schaltarm c ist eine Verstärkung des durch Gleichrichtung in der Reflexstufe entstandenen Spannungsanteils verhindert; es wird nur diejenige Niederfrequenz der Verstärkung zugeführt, die durch den Lautstärkeregler <Nicht lesbar> geregelt werden kann.
Claims (3)
1. Funkempfängergerät mit Reflexschaltung, dadurch gekennzeichnet, dass die vor ihrer Verstärkung in der Reflexstufe regelbare Niederfrequenzspannung über wahlweise einstellbare Schaltmittel (S) entweder der Reflexstufe (R) zur Verstärkung zugeführt wird oder unter Umgehung derselben in der weiteren Betriebsschaltung des Gerätes für den Empfang nutzbar gemacht wird.
2. Funkempfangsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die regelbare Niederfrequenzspannung über die wahlweise einstellbaren Schaltmittel (S) entweder der Reflexstufe (R) zugeführt und nach ihrer dort erfolgten Verstärkung einer weiteren Verstärkerstufe (R) zugeleitet wird, oder unmittelbar in der weiteren Verstärkerstufe (R) verstärkt wird.
3. Funkempfangsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltmittel (S) die regelbare Niederfrequenzspannung in einer Schaltstellung, aber einen in dieser geschlossenen Kontakt (Arm a) der Reflexstufe und nach ihrer Verstärkung über einen weiteren in dieser Schaltstellung (1) geschlossenen Kontakt (Arm c) dem Gitter der weiteren Verstärkerstufe (N) zuführen oder in einer anderen Schaltstellung (2) unter Öffnen der vorstehenden Stromwege über einen weiteren in dieser Schaltstellung (2) geschlossenen Kontakt (Arm b) unmittelbar dem Gitter der weiteren Verstärkerstufe (N) zuleiten.
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