DEP0012130MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. Juni 1954 Bekanntgemacht am 5. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Nennleistung eines in eine Verbrauchsleitung einzubauenden Gaszählers, d. h., die Höchstmenge,
die der Gaszähler ohne zu hohen Druckabfall, aber auch ohne Gefahr der Beschädigung durchlassen
kann, wird entsprechend dem größten vorkommenden Verbrauch bemessen. Trotzdem kann es aus
irgendwelchen Gründen vorkommen, daß diese Nennleistung überschritten wird und dann der Gaszähler
der Gefahr der Beschädigung oder Zerstörung ausgesetzt wird. Dies gilt besonders für
rotierende Gaszähler, wie Drehkolbenzähler u. dgl.
Um diese Gefahr auszuschalten, schlägt die
Erfindung eine selbsttätige Lei Stangsbegrenzung in der Weise vor, daß durch eine von dem Gaszähler
angetriebene Hilfspumpe eine mit der Drehzahl des Zählers zunehmende Über- oder Unterdruckwirkung
erzeugt und in Abhängigkeit von dieser ein in der Gasleitung vor dem Zähler liegender
Druck- oder Mengenregler gedrosselt oder geschlossen wird, sobald der Verbrauch einen
bestimmten Höchstwert überschreitet.
Als Hilfspumpe kann beispielsweise eine Drehkolbenpumpe,
etwa ein kleinerer Drehkolbenzähler, oder auch eine Zahnradpumpe verwendet werden.
Gemäß der Erfindung wird die Anordnung vorzugsweise so getroffen, daß die von der Hilfspumpe
erzeugte Druckwirkung entweder die Stellmembran eines in der Verbrauchsleitung liegenden
Druck- oder Mengenreglers oder die Steuermembran eines Steuerreglers beaufschlagt, welch
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letzterer seinerseits die Beaufschlagung der Stellmembran eines derartigen Druck- oder Mengenreglers
beeinflußt. '
Für die Zwecke der - Erfindung kann vorteilhaft ein Druckregler ohne oder mit Steuerregler herangezogen
werden, der bereits für die Druckregelung vorgesehen ist und nur zusätzlich noch von der
durch die Hilfspumpe erzeugten Über- oder Unterdruckwirkung oder der Über- und Unterdruckwirkung
abhängig gemacht zu werden braucht.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an zwei Ausführ
ungsbei spielen veranschaulicht, und zwar zeigt: Fig. ι eine Anordnung mit einfachem Druckregler
und
' Fig. 2 eine Anordnung mit durch Steuerregler beeinflußtem Druckregler.
Bei beiden Anordnungen liegt im Zuge der Verbrauchsleitung 1,2,2 bzw. ia, 2a, 3a ein Gasdruckregler
4 bzw. 4a und ein Drehkolbengaszähler 5
bzw. 5a. Der Durchlaß durch den Druckregler kann
durch ein Ventil 6 bzw. 6a gedrosselt oder abgesperrt werden. Zu diesem Zweck steht das Ventil
über ein Gestänge mit der Stellmembran 7 bzw. ya
in Verbindung, die an ihrer Unterseite dem im Membranraum 9 bzw. ga herrschenden Gasdruck
ausgesetzt ist und von oben her unter Feder- oder Gewichtsbelastung oder beiden ,steht. Der Durchführung
des Verbindungsgestänges vom Membranraum 9 bzw. 9a zum Ventilraum 8 bzw. 8a dient
eine Membran 10 bzw. ioa, die unter Umständen
zugleich das Ventil von dem im Ventilraum herrschenden Druck entlastet.
Bei der Anordnung nach Fig. 1 steht der Membranraum
9 durch eine Leitung 11 mit dem Ventilraum 8 in Verbindung, in dem der Ausgangs- oder
• Hinterdruck des Reglers herrscht, außerdem ist der Membranraum durch eine Leitung I2a, I26 mit dem
Ausgang einer kleinen Drehkolbenpumpe 13 verbunden, deren. Eingang durch eine Leitung 14 an
die Verbrauchsleitung 2 hinter dem Regler angeschlossen ist, während die Welle der Pumpe mit
derjenigen des Gaszählers 5 gekuppelt ist. In der-Leitung I2a, I26 liegt ein Druckbegrenzungsregler
15, der wie ein Überdruckventil arbeitet, so daß beim Ansteigen des von der Pumpe 13 in der
Leitung I26 erzeugten Druckes über einen bestimmten Wert das Ventil des Begrenzungsreglers
15 öffnet. Zwischen der Saugleitung 14 und der Druckleitung i26 der Pumpe 13 ist außerdem ein
Drosselventil 16 vorgesehen.
Die Arbeitsweise dieser Anordnung ist folgende. Entsprechend dem Gasdruck in der Verbrauchsleitung 2 hinter dem Druckregler 4 bzw. in diem
Ventilraum 8, der über die Leitung 11 auf die Membran 7 einwirkt, wird das Ventil 6 in einer
bestimmten Öffhungslage gehalten. Ein Abfallen des Druckes infolge Ansteigen des Verbrauchs hat
eine Öffnungsbewegung des Ventils, dagegen ein Ansteigen des Druckes eine Schließbewegung des
Ventils unter Umständen bis zum vollständigen Abschluß zur Folge.
Steigt nun aus irgendeinem Grunde der Verbrauch so stark an, daß die Nennleistung und damit
die zulässige Drehzahl des Gaszählers 5 überschritten wird, so übersteigt der von der Pumpe 13
in der Leitung I2O erzeugte Druck den Wert, auf
den der Begrenzungsregler 15 eingestellt ist, so daß dessen Ventil geöffnet wird und der Druck der
Pumpe unter der Membran 9 des Druckreglers wirksam wird. Das Ventil 6 dieses Reglers wird daher
geschlossen und verhindert ein Nachströmen von Gas aus der Leitung 1, bis die Beanspruchung bzw.
die Drehzahl des Zählers 5 wieder unter den zulässigen Wert gesunken ist. Alsdann läßt der von
der Pumpe 13 erzeugte Druck wieder so weit nach, daß der Begrienzungsregler 15 sein Ventil schließen
kann und die Membran 7 des Druckreglers wieder allein von dem Gasdruck in Leitung 2 abhängig ist.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 steht der Membranraum 9a des Druckreglers 4a über eine Drossel
20 und einen Druckminderer 21 sowie einen Filter 221 mit der den Vordruck führenden Leitung ia und
über je ein Ventil 23 und 24 eines Steuerreglers 25 und eines Hilfsreglers 26 mit der den Hinterdruck
führenden Leitung in Verbindung, so daß der Druck im Membränraum.9a, der über den Druckminderer
21 und die Drossel 20 zuströmt, von der Stellung der Ventile 23 und 24 abhängig ist. Die
Membran des Steuerreglers 25 wird über eine Leitung 27 vom Hinterdruck des Druckreglers in
der Leitung 2a gegen die Kraft einer Feder beaufschlagt.
Der obere und untere Membranraum des Hilfsreglers 26 steht mit dem Eingang bzw. Ausgang einer Pumpe I3a in Verbindung, die hier
eine Zahnradpumpe ist und wie im Falle der Fig. 1 vom. Gaszähler sa angetrieben wird. Von der Verbindungsleitung
28 zwischen dem oberen Membranraum des Hilfsreglers 26 und dem Eingang der
Pumpe I3a verläuft eine Abzweigleitung 30 mit
einer Drossel 31 zur Abströmleitung 32.
Die vorstehend beschriebene Anordnung (nach Fig. 2) arbeitet wie folgt. Bei einem mittleren Verbrauch
ist das Ventil 6a des Druckreglers 4a in einer
mittleren Stellung in der Schwebe. Steigt der Verbrauch und sinkt infolgedessen der Druck in der
Leitung 2ß, so wird über die Leitung 27 die Membran des Steuerregiere 25 im Sinne einer Öffnungsbewegung des Abströmventils 23 beeinflußt. Demnach
wird die Membran 7a des Druckreglers 4tt
derart entlastet, daß die Belastungsfedern dieser Membran das Ventil weiter öffnen, bis sich der
gewünschte höhere Hinterdruck in der Leitung 2a
wieder eingestellt hat. Im umgekehrten, Fall, also bei Abnahme des Verbrauchs und Steigen des
Hinterdrucks in der Leitung 2fl, wird das Abströmventil
23 stärker gedrosselt oder gesperrt, so daß der Druck im Membranraum 9a des Druckreglers
ansteigt und eine Schließbewegung des Ventils 6a bei Nullverbrauch bis zum völligen Abschluß bewirkt.
Durch die Pumpe i3a wird über der Membran
des Hilfsreglers 26 eine Saugwirkung und unter dieser Membran eine Druckwirkung erzeugt.
Die Höhe der Saug- und Druckwirkung ist von der Drehzahl des Gaszählers und damit von dem jeweiligen
Verbrauch abhängig. Bei Überschreiten einer bestimmten Verbrauchsleistung, die etwa dem
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Nennwert des Gaszählers entspricht, wird die Membran des entsprechend eingestellten Hilfsreglers
26 angehoben und das Abströmventil 24 geschlossen, wodurch die Wirksamkeit des Steuerreglers
25 unterbunden wird. Es gelangt jetzt der volle Steuerdruck, der am Druckminderer 21 eingestellt
ist, in den Membranraum ga des Druckreglers, die Membran ya wird angehoben und
dadurch das Ventil· 6a geschlossen. Sinkt daraufhin
die Leistung bzw. die Drehzahl des Zählers 5a, so
wird die Saug- und Druckwirkung der Pumpe geringer, und der Hilfsregler 26 öffnet wieder, so daß
nunmehr der Druckregler wieder durch den Steuerregler 25 beeinflußt werden kann.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:I. Verfahren zur Leistungsbegrenzung eines rotierenden Gaszählers, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine von dem Gaszähler (5, 5Ü) angetriebene Hilfspumpe (13, 13J eine mit der Drehzahl des Zählers zunehmende Über- oder Unterdruckwirkung erzeugt und in Abhängigkeit von dieser ein in der Verbrauchsleitung vor dem Zähler liegender Druck- oder Mengenregler . (4, 4„) gedrosselt oder geschlossen wird, sobald der Verbrauch in der Leitung (2, 2a) einen bestimmten Höchstwert überschreitet.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Von der Hilfspumpe (13) erzeugte Druckwirkung die Stellmembran (7) eines vor dem Gaszähler (5) in der Leitung liegenden Druckreglers (4) beaufschlagt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Hilfspumpe (i3a) erzeugte Druckwirkung die Membran eines Steuerreglers (26) für einen in der Leitung vor dem Gaszähler (5J liegenden Druckregler (4J beaufschlagt.
- 4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckregler (4) oder der Steuerregler (26) des Druckregler® (4ß) zugleich von dem in der Verbrauchsleitung (2, 2a) herrschenden Druck zwecks Binreglung eines konstanten Verbrauchsdruckes während des normalen Verbrauchs beaufschlagt wird. ~
- 5. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Hilfspumpe eine Drehkolbenpumpe (13) oder eine Zahnradpumpe (i3e) dient.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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