DE1108992B - Verfahren zur Sicherstellung des Durchflusses einer Mindestmenge - Google Patents

Verfahren zur Sicherstellung des Durchflusses einer Mindestmenge

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DE1108992B
DE1108992B DEG24697A DEG0024697A DE1108992B DE 1108992 B DE1108992 B DE 1108992B DE G24697 A DEG24697 A DE G24697A DE G0024697 A DEG0024697 A DE G0024697A DE 1108992 B DE1108992 B DE 1108992B
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flow
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DEG24697A
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Hans-Martin Pape
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Gustav F Gerdts KG
Original Assignee
Gustav F Gerdts KG
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K31/00Actuating devices; Operating means; Releasing devices
    • F16K31/12Actuating devices; Operating means; Releasing devices actuated by fluid

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Flow Control (AREA)

Description

  • Verfahren zur Sicherstellung des Durchflusses einer Mindestmenge Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung eines Nebenauslasses in Abhängigkeit vom Medienstrom im Hauptdurchflußkanal, die eine Mindestdurchflußmenge durch den Nebenauslaß mittels eines direkt oder indirekt über Steuermittel (z. B. Druckluft, Druckwasser, Drucköl, Elektrizität od. dgl.) gesteuerten, den Abfluß der Mindestmenge durch den Nebenauslaß ermöglichenden Stellgliedes sicherstellt, wie diese z. B. bei vor Unterbelastung zu schützenden Geräten (wie z. B. Überhitzer, durchlaufende Kreiselpumpen od. dgl.), bei welchen dampf- bzw. gasförmige oder flüssige Medien hindurchfließen, Verwendung finden.
  • Es sind Vorrichtungen zur Steuerung eines Nebenauslasses in Abhängigkeit vom Medienstrom zur Sicherstellung einer Mindestdurchflußmenge, beispielsweise einer Förderflüssigkeit einer durchlaufenden Kreiselpumpe, bei einem geschlossenen oder stark gedrosselten, beispielsweise von einem Speisewasserregler betätigten, in der Pumpendruckleitung angeordneten Ventil bekannt.
  • Diese bekannten Vorrichtungen arbeiten aber alle in der Weise, daß jeder Stellung des Stellgliedes eine ganz bestimmte Durchflußmenge in der Verbrauchsleitung zugeordnet ist. Bei bestimmten, über längere Zeit gleichbleibenden Durchflußmengen des Mediumstromes im Hauptdurchlaßkanal verharrt das als Ventil ausgebildete Stellglied in Drosselstellung, wodurch dieses Ventil einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt ist.
  • Die Erfindung hat es sich daher zur Aufgabe gestellt, das sich nachteilig auswirkende Verbleiben des Stellgliedes in einer Drosselstellung zu vermeiden, was nach der Erfindung dadurch erreicht wird, daß das Stellglied schlagartig oder zügig beim Absinken der Durchflußmenge durch den Hauptkanal unter einen zweckmäßig einstellbaren Wert xo/o der maximalen Menge geöffnet (Stellung A) und erst beim Wiederansteigen der Durchflußmenge durch den Hauptkanal auf den gleichfalls zweckmäßig einstellbaren Wert y11/0 der maximalen Menge schlagartig oder zügig geschlossen wird (Stellung B), wobei die Durchflußmenge x11/0 gleich groß oder größer ist als die durch den Nebenauslaß abzuführende Mindestdurchflußmenge z °; a und wobei y 11/o etwas größer als x11/0 ist.
  • Beim Absinken der Durchflußmenge in der Verbrauchsleitung, z. B. auf 2011/o der maximalen Durchflußmenge, wird somit ein Stellglied mit geringer Dämpfung und Verzögerung, kurzzeitig die möglichen Drosselstellungen schnell durcheilend, von der Schließstellung in die Öffnungsstellung und beim Ansteigen der Durchflußmenge in der Verbrauchsleitung, z. B. auf 3011/o, ebenso wieder kurzzeitig von der Öffnungsstellung in die Schließstellung bewegt.
  • An Hand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch eine direkt gesteuerte Vorrichtung mit einem als Schieber ausgebildeten Stellglied, das in seinen Endlagen durch ein Gewicht festgehalten wird, Fig.2 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung, bei welcher das Stellglied über einen Kraftschalter und einen Stellmotor gesteuert wird, Fig.3 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung, bei welcher das Stellglied über einen Kraftschalter und einen Meßwertwandler gesteuert wird, Fig. 4 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung mit einem Durchflußmengenregler, bei welchem das den Steuerdruck zur Betätigung des Kraftschalters regelnde Organ direkt an der Reglerspindel angelenkt ist, Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung, die einen Stellungsmacher und eine Feder-Schnappvorrichtung aufweist, Fig.6 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung mit zweiparallel geschalteten Kraftschaltern, sowie zwei Rückschlagorganen.
  • In Fig. 1 ist eine Vorrichtung dargestellt, die unter anderem aus einem in einem zur Verbrauchsstelle, beispielsweise einem Dampfkessel, führenden Hauptdurchflußkanal 6 (z. B. Speisewasserleitung) befindlichen Stau- oder Schwebekörper 5, aus einem Hebelgestänge 15, 15', 15", 16, 17, einem als Schieber ausgebildeten Stellglied 2, einen Schiebersitzkörper 19, einer Entlastungsleitung 20 und einem am Hebel 15 verschiebbaren Gewicht 14 besteht. An dem freien Ende des Lagerbockes 17, der -vorzugsweise mit seinem anderen Ende am Gehäuse 18 befestigt ist, wobei dieses Ende auch den als Nebenauslaß dienenden Schiebersitzkörper 19 sowie den Anschluß der Entlastungsleitung 20 aufnehmen kann, ist um eine Achse 24 drehbar der Hebel 16 gelagert, dessen eines Ende 22 mit dem Staukörper 5 gelenkig verbunden ist und dessen anderes Ende einen Schlitz 21 aufweist, in den das freie Ende des mit dem Hebel 15 fest verbundenen Hebelarmes 15" seitlich verschiebbar eingreift. Der beweglich mit dem Hebel 15 verbundene Lenker 15' trägt vorzugsweise am freien Ende das als Schieber ausgebildete Stellglied 2, das sich gleitend auf dem Schiebersitzkörper 19 bewegt.
  • Bej Offenstellung strömt ein Teil des Durchflußmittels über die im Schiebersitzkörper 19 befindliche Bohrung 19' in die Entlastungsleitung 20.
  • Gemäß der Erfindung wird das als Schieber ausgebildete Stellglied 2 von dem durch einen oberen Totpunkt pendelnden Gewicht 14 am Hebel 15, das in einem Falle mit der und im anderen Falle gegen die Auftriebskraft des Durchflußmittels am Staukörper 5 wirkt, in seiner jeweiligen Endlage festgehalten. Ändert sich die Auftriebskraft derart, daß das Gewicht 14 in Bewegung gerät, so wird sich bei entsprechender Bemessung von Gewicht und Hebelarm das Stellglied 2 schlagartig bzw. zügig in die andere Endlage bewegen.
  • Die am Stellglied 2 durch das Gewicht 14 wirkende Festhaltekraft kann in ihrer Größe durch Verschieben des Gewichtes 14 längs des Hebels 15 verändert werden. Damit ändert sich auch die Differenz der Durchflußmittelmengen, die zum Öffnen bzw. Schließen des Schiebers 2 erforderlich sind, in der Verbrauchsleitung. Eine in äquivalenter Weise zum Gewicht 14 angebrachte Schnappfeder würde das Stellglied 2 ebenfalls in der jeweiligen Endlage festhalten.
  • Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird vorteilhaft der Strahlverschleiß an dem Stellglied 2 vermieden, da dasselbe nicht in Drosselstellung verbleibt, sondern durch das Gewicht 14 jeweils schlagartig bzw. zügig in vollständige Offenstellung bzw. vollständige Schließstellung gebracht wird. Weiter wird der mechanische Verschleiß gering, weil dank der unterschiedlichen, zum Öffnen bzw. Schließen des Schiebers 2 erforderlichen Durchflußmengen im Hauptdurchflußkanal2 ein ständiges Pendeln zwischen »auf« und »zu« bei entsprechend kleiner Abnahme verhindert ist.
  • Die gleichen Vorteile können auch mit einer indirekt gesteuerten Vorrichtung erreicht werden. So ist z. B. in Fig. 2 an Stelle des das Stellglied 2 in seinen Endlagen haltenden Gewichtes 14 ein an sich bekannter Kraftschalter 4, der ein Mehrwegeventil, ein elektrischer Schalter od. dgl. sein kann, vorgesehen. Der Stau- oder Schwebekörper 5 steuert in Abhängigkeit der Durchflußmenge, die über das im Hauptdurchflußkanal 6 angeordnete Gerät 1 (z. B. Speisewasserregler) geregelt wird, direkt oder indirekt über eine magnetische Kupplung 11 den Kraftschalter 4. Dieser Kraftschalter 4 steuert wiederum den Zu- bzw. Abfluß eines Steuermittels (z. B. Luft) über die Verbindungsleitung 8 zum Stellmotor (der eine feder-oder eine gewichtsbelastete Membran, ein Kraftkolben, ein Elektromagnet od. dgl. sein kann) des Stellgliedes 2, das wiederum der Mindestmengenabführung dient, wobei der Kraftschalter 4 in seinen beiden Endlagen mit einer gewissen, zweckmäßig einstellbaren Kraft festgehalten wird.
  • Das beispielsweise aus dem Speisewasserbehälter 25 über die Leitung 6' durch eine Pumpe 26 angesaugte und in die Leitung 6" gedrückte Speisewasser strömt bei geschlossenem Stellglied 2 über die Abzweigstelle 13 hinaus nach dem den Stau- oder Schwebekörper 5 aufnehmenden Gehäuse 5'. Das Gehäuse 5' ist von einem magnetischen Kupplungsglied 11 umgeben. Das Speisewasser strömt dann durch den Hauptkanal 6 und über das die Durchflußmenge zur Verbrauchsstelle, beispielsweise einem Kessel, regelnde Gerät 1 zum Kessel. Bei Minderung der Durchflußmenge durch das den Verbrauch des Speisewassers regelnden Gerätes 1 ändert sich die Höhenlage des Stau- oder Schwebekörpers 5. Dementsprechend bewegt sich die magnetische Kupplung 11, an die eine Prallplatte 9 gekoppelt ist. Durch diese wird ein in bekannter Weise der jeweiligen Prallplattenstellung entsprechender Steuerdruck, z. B. Luftdruck, dem Kraftschalter 4 zu dessen in diesem Falle indirekter Betätigung zugeführt, so daß sich über die Verbindungsleitung 8 der nunmehr vom Kraftschalter 4 gesteuerte Steuerdruck auf das Stellglied 2 auswirkt. Wird das Stellglied 2 geöffnet, so kann zum Schutz der Pumpe 26 bei verminderter Abnahme des zum Verbraucher strömenden Speisewassers die erforderliche Mindestmenge über die Leitungen 13' und 20 in den Behälter 25 zurückströmen.
  • In Fig. 3 wird eine Vorrichtung offenbart, in der das Stellglied 2 wiederum von einem Kraftschalter 4, der in seinen beiden Endlagen mit einer gewissen Kraft festgehalten wird, indirekt gesteuert wird, wobei ein Meßwertwandler 10 einen Steuerdruck zur Betätigung des Kraftschalters 4 liefert. über den Meßwertwandler 10 wird der im Hauptkanal herrschende, bei Kreiselpumpen in Abhängigkeit von der Fördermenge veränderliche statische Druck in einen Steuerdruck umgewandelt, der also das Stellglied 2 in Abhängigkeit von der Durchflußmittelmenge regelt. Diese Anordnung ist also beispielsweise für durchlaufende Kreiselpumpen vorgesehen, wobei die Abnahme des statistischen Druckes in der Durchflußmittelleitung 6 hinter oder, wie gezeichnet, vor der zum Stellglied 2 führenden Abzweigstelle 13, aber jeweils hinter der Pumpe 26 angeordnet ist. Im letzten Falle muß der Kraftschalter 4 derart ausgelegt sein, daß das Schließen des Stellgliedes 2 erst bei einer an der Meßstelle 9 vorliegenden Durchflußmenge erfolgt, die etwa um das Maß (y-x)o/o größer ist als die Summe der Durchflußmittelmenge (x+ z) %.
  • Der Meßwertwandler 10 kann auch ein Differenzdruck-Transmitter oder -P-Regler sein, der den den Kraftschalter 4 betätigenden Steuerdruck in an sich bekannter Weise in Abhängigkeit von dem an einer in der zur Verbrauchsstelle führenden Leitung angeordneten Meßblende od. dgl. in Abhängigkeit von der Durchflußmittelmenge entsprechenden Differenzdruck regelt.
  • Es ist in diesem Falle erfindungsgemäß auch möglich, den Impuls für den Meßwertwandler 10 von der Saugleitung der Kreiselpumpe 26 abzunehmen.
  • In der in Fig. 4 schematisch dargestellten Vorrichtung wird erfindungsgemäß offenbart, daß bei Vorliegen eines die zur Verbrauchsstelle strömenden Durchflußmenge regelnden Gerätes (z. B. Speisewasserregler) das den zur Betätigung des Kraftschalters 4 dienenden Steuerdruck regelnde Organ 9 direkt in Abhängigkeit von der Stellung des regelnden Gerätes 1 z. B. durch direkte Anlenkung an dessen Spindel 3 betätigt wird. Eine solche Anordnung ist z. B. bei der Kesselspeisung von Blockkraftwerken möglich.
  • Die Fig. 5 zeigt die Vorrichtung gemäß Fig. 4 mit den verschiedenen aufeinander einwirkenden Elementen. Das den Kraftschalter 4 regelnde Organ 9, das in dem Ausführungsbeispiel als ein als Fernsender ausgebildeter Stellungsmacher geschaltet ist, befindet sich über eine Rolle 27, die mit einem übersetzten Hebel 28, einer Feder 29, dem Gestänge 30 und der Prallplatte 36 verbunden ist, mit der Spindel 3 des den Zufluß zur Verbrauchsstelle regelnden Gerätes 1, das beispielsweise ein federbelastetes Membranventil darstellt, in kraftschlüssiger Verbindung. Je nach Stellung des Ventilkegels 31, der die Durchflußmenge zum Verbraucher in der Durchflußmittelleitung 6 regelt, ist die Spannung der Feder 29 verschieden. Da das Organ 9 nach dem Prinzip des Kraftvergleichs arbeitet, besteht immer dann Gleichgewicht, wenn die Kraft der Feder 29 gleich der Kraft ist, die aus dem Druck im Raum 32 und der Fläche des Metallbalgs 33 resultiert. Wird die Feder 29 gespannt, d. h. zusammengedrückt, so wird die Einlaßdüse 34 über das Hebelsgestänge 30 geöffnet, wobei die Auslaßdüse 35 als Drehpunkt der Prallplatte 36 dient. Es strömt nun so lange Luft mit konstant gehaltenem Druck von etwa 1,5 atü aus dem Feindruckminderer 37 durch die Düse 34 und über den Anschluß 38, die Drossel 39, die als Dämpfung dienen kann und eine schwingungsfreie Arbeitsweise gewährleistet, und den Anschluß 40 in den Raum 32 des Faltenbalgs 33, bis sich der zum erneuten Kraftgleichgewicht erforderliche Druck aufgebaut hat und die Einlaßdüse 34 wieder geschlossen wird. Bei Entspannung der Feder 20 wird die Auslaßdüse 35 freigegeben, wobei die Einlaßdüse 34 als Drehpunkt für die Prallplatte 36 dient. Es entweicht nun so lange durch die Auslaßdüse 35 Luft aus dem Metallbalg 33 über den Anschluß 40, die Drossel 39 und den Anschluß 38 ins Freie, bis wieder Kraftgleichgewicht herrscht und die Auslaßdüse 35 geschlossen wird.
  • Jeder Stellung des Ventilkegels 31 kann mit Hilfe des oben beschriebenen regelnden Organs 9 ein bestimmter Steuerdruck in den Grenzen zwischen 0 ; bis 1 atü zugeordnet werden. Es ist möglich, den Steuerdruckbereich von 0 bis 1 atü durch Verschieben der Rolle 27 oder durch entsprechende übersetzung des Hebels 28 nur auf einen Teil (z. B. das letzte Drittel) des Spindelhubes zu verlegen, wenn die Umschaltpunkte in die Nähe der Schließstellung des Ventilkegels 31 verlagert werden sollen.
  • Der vom regelnden Organ 9 kommende Steuerdruck wird auf einen als Feder-Schnappvorrichtung ausgebildeten Kraftschalter 4 über den Anschluß 41 übertragen. Dieser Kraftschalter 4 ist ein an sich bekanntes pneumatisch-mechanisches Schaltorgan, das in Abhängigkeit des ihm zugeführten Steuerdruckes die Druckluftleitungen 47, 43, 44 verbindet oder trennt. Die Schaltung dieses pneumatisch-mechanischen Schaltorgans 4 weist einen oberen und einen unteren Schaltpunkt auf, deren Differenz 0,2 ata beträgt und nicht verstellbar ist. Der obere Schaltpunkt kann in dem Berich von 0,2 bis 1,0 atü beliebig eingestellt werden.
  • Der Feindruckminderer 37, der auf etwa 1,3 atü eingestellt ist und das regelnde Organ 9 mit Zuluft versorgt, ist ausgangsseitig auch mit dem Leitungsanschluß 43 der Schnappfedervorrichtung 4 verbunden. Der Anschluß 42 ist mit der Membrankammer 45 des Stellgliedes 2 verbunden. Wird der obere Schaltpunkt überschritten, wird die Verbindung von Anschluß 42 nach Anschluß 44 hergestellt. Die Druckluft aus der Membrankammer 45 des Stellgliedes 2 entweicht über den Anschluß 44 ins Freie. Das Stellglied 2 öffnet sich. Erst bei Unterschreitung des unteren Schaltpunktes, der durch eine größere Öffnungsstellung des Ventilkegels 31 erreicht wird, wird die Verbindung des Anschlusses 42 mit dem Anschluß 43 hergestellt, wobei Anschluß 44 blockiert wird. Die Membrankammer erhält nun wieder den vollen Schaltdruck vom Feindruckminderer 37. Das Stellglied 2 schließt.
  • In Fig. 6 ist eine Vorrichtung dargestellt, bei der gemäß der Erfindung bei Verwendung eines mit einem Druckmittel, beispielsweise Druckluft, Druckwasser, Drucköl od. dgl., gesteuerten, zur Mindestmengenabführung dienenden Stellgliedes 2 das Steuerdruckmittel dem Stellmotor des Stellgliedes 2 durch zwei parallel geschaltete, an sich zweckmäßig gleiche Kraftschalter 7', 7" zugeführt wird. Der erste Kraftschalter 7' wird bei Erreichen des Verbrauchs an Durchflußmitteln von x% seiner maximalen Menge in einem bzw. im anderen Sinne und der zweite Kraftschalter 7" wird bei Erreichen des Verbrauches an Durchflußmitteln von y% seiner maximalen Menge jeweils im entgegengesetzten Sinne selbsttätig schlagartig bzw. zügig z. B. gegen die Kraft einer einstellbaren Feder, vorzugsweise durch einen Steuerdruck betätigt, der z. B. durch eines der weiter oben beschriebenen Mittel geregelt wird. Die beiden Kraftschalter 7', 7" verbinden den Stellmotor des Stellgliedes 2 in ihrer einen Endstellung mit der Steuermittelzuleitung und in ihrer anderen Endstellung mit der Steuenmittelableitung. Außer dieser Herstellung einer Verbindung ist erfindungsgemäß in der Verbindungsleitung 8', 8" zwischen jedem Kraftschalter 7', 7" und dem Stellmotor des Stellgliedes 2 je ein Rückschlagorgan 10', 10" eingebaut, von denen sich das eine, 10', beim Durchfluß vom Stellmotor zum Kraftschalter 7' und das andere, 10", beim Durchfluß vom Kraftschalter 7" zum Stellmotor öffnet.
  • Die in diesem Beispiel hinter der zum Stellglied 2, das zur Mindestmengenabführung dient, führenden Abzweigstelle 13 angeordnete als Meßblende 12 ausgebildete Meßeinrichtung, die den Differenzdruck in Abhängigkeit von der Menge des Durchflußmittels feststellt, bewirkt über den Differenzdruck-Transmitter oder -P-Regler auf die beiden parallel geschalteten Kraftschalter 7', 7" Steuerdruckimpulse. Der Kraftschalter 7" ist so eingestellt, daß z. B. bei überschreiten von 30 % der maximalen zur Verbrauchsstelle strömenden Durchflußmenge ein Schließdruck über die Leitung 8" und ein Rückschlagorgan 10", das in Richtung Kraftschalter 7"-Stellglied 2 öffnet, auf das Stellglied 2, das der Sicherung der Mindestmenge dient, abgegeben wird. Beim Wiederunterschreiten von 300,'ü, der maximalen Durchflußmenge öffnet sich zwar der Kraftschalter 7" wieder, das Rückschlagorgan l0" verhindert aber einen Druckabbau im Stellmotor und damit ein Öffnen des Stellgliedes 2. Erst beim Unterschreiten von z. B. 20 0/0 der maximalen Durchflußmenge in der Durchflußmittelleitung 6 gibt der zweite Kraftschalter 7' seine Abflußöffnung frei, wobei der auf dem Stellglied 2 ruhende Schließdruck über die Leitung 8' mit dem Rückschlagorgan 10', das in Richtung Stellglied 2 -Kraftschalter 7" öffnet, entweichen kann.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zur Steuerung eines Nebenauslasses in Abhängigkeit vom Mediumstrom im Hauptdurchflußkanal, die eine Mindestdurchflußmenge durch den Nebenauslaß mittels eines direkt oder indirekt über Steuermittel (z. B. Druckluft, Druckwasser, Drucköl, Elektrizität od. dgl.) gesteuerten, den Abfluß der Mindestmenge durch den Nebenauslaß ermöglichenden Stellgliedes sicherstellt, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied (2) schlagartig oder zügig beim Absinken der Durchflußmenge durch den Hauptkanal unter einen zweckmäßig einstellbaren Wert xo/o der maximalen Menge geöffnet (Stellung A) und erst beim Wiederansteigen der Durchflußmenge durch den Hauptkanal auf den gleichfalls zweckmäßig einstellbaren Wert yo/o der maximalen Menge schlagartig oder zügig geschlossen wird (Stellung B), wobei die Durchflußmenge x o/o gleich groß oder größer ist als die durch den Nebenauslaß abzuführende Mindestdurchflußmenge zo/o und wobei yo/o etwas größer als xo/o ist.
  2. 2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein an sich bekanntes, zur Mindestmengenabführung dienendes, beispielsweise als Schieber ausgebildetes Stellglied (2) für den Nebenauslaß und einen gleichfalls an sich bekannten, im Hauptdurchflußkanal (6) angeordneten Stau- oder Schwebekörper (5), der das Stellglied (2) derart direkt steuert, daß das Stellglied (2) in seinen beiden Endlagen mit einer gewissen, zwischen den Stellglied-Endlagen verringerten oder aufgehobenen Kraft - z. B. durch ein bei der Stellgliedbewegungdurch einen oberen Totpunkt pendelndes Gewicht (14), eine Feder-Schnappvorrichtung od. dgl. - festgehalten wird, wobei die Festhaltekraft zweckmäßig in ihrer Größe, z. B. durch Verschieben des Gewichtes (14) auf seinem Hebelarm (15), einstellbar ist.
  3. 3. Steuervorrichtung, insbesondere nach Anspruch 2, jedoch gekennzeichnet durch einen zusätzlichen, an sich bekannten Kraftschalter (4) (Mehrwegeventil, elektrischer Schalter od. dgl.), der von dem Stau- oder Schwebekörper (5) in Abhängigkeit von der durch den Hauptkanal zur Verbrauchsstelle strömenden Durchflußmittelmenge direkt oder indirekt beispielsweise über eine magnetische Kupplung (11) gesteuert wird und der in an sich bekannter Weise den Zu- bzw. Abfluß eines Steuermittels (z. B. Luft, elektrischer Strom od. dgl.) zum Stellmotor (z. B. durch eine Feder oder ein Gewicht belastete Membran, Kraftkolben, Elektromagnet od. dgl.) des Stellgliedes (2) für den Nebenauslaß steuert, wobei der Kraftschalter (4) in seinen beiden Endlagen wie beim Stellglied (2) in Anspruch 2 mit einer gewissen, zweckmäßig einstellbaren Kraft festgehalten wird.
  4. 4. Steuervorrichtung nach Anspruch 3, jedoch gekennzeichnet durch eine in an sich bekannter Weise durch den Stau- oder Schwebekörper (5) betätigte Prallplatte (9) od. dgl., die in Abhängigkeit von der durch den Hauptkanal zur Verbrauchsstelle strömenden Durchflußmittelmenge einen Steuerdruck (z. B. Luftdruck) regelt, durch den der Kraftschalter (4) indirekt betätigt wird.
  5. 5. Steuervorrichtung nach Anspruch 4, jedoch gekennzeichnet durch einen als Meßwertwandler (10) dienenden Differenzdruck-Transmitter oder -P-Regler, der den den Kraftschalter (4) betätigenden Steuerdruck in an sich bekannter Weise in Abhängigkeit von dem an einer in der Hauptleitung angeordneten Meßblende od. dgl. in Abhängigkeit von der Durchflußmittelmenge durch den Hauptkanal entstehenden Differenzdruck regelt.
  6. 6. Steuervorrichtung nach Anspruch 3, jedoch dadurch gekennzeichnet, daß bei sich mit der Durchflußmittelmenge durch den Hauptkanal verändertem statischem Druck (z. B. bei Kreiselpumpen) der den Kraftschalter (4) betätigende Steuerdruck in an sich bekannter Weise durch einen Druck-Transmitter oder -P-Regler in Abhängigkeit von dem jeweiligen statischen Druck im Hauptkanal geregelt wird.
  7. 7. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines mit einem Druckmittel (z. B. Druckluft, Druckwasser, Drucköl od. dgl.) gesteuerten, zur Mindestmengenabführung durch den Nebenauslaß dienenden Stellgliedes (2) das Steuerdruckmittel dem Stellmotor des Stellgliedes (2) durch zwei parallel geschaltete, an sich zweckmäßig gleiche Kraftschalter (7', 7") zugeführt wird, von denen der erste beim Absinken der Durchflußmenge durch den Hauptkanal unter x 01D der maximalen Menge in einem bzw. anderen Sinne und der zweite beim Ansteigen der Durchflußmenge durch den Hauptkanal auf yo/o der maximalen Menge jeweils im entgegengesetzten Sinne selbsttätig schlagartig z. B. gegen die Kraft einer einstellbaren Feder, vorzugsweise durch einen Steuerdruck betätigt wird, der z. B. durch eines der Mittel nach den Ansprüchen 5, 6 oder 7 geregelt wird, wobei die beiden Kraftschalter (7', 7") in an sich bekannter Weise den Stellmotor des Stellgliedes (2) für den Nebenauslaß in ihrer einen Endstellung mit der Steuermittelzuleitung und in ihrer anderen Endstellung mit der Steuermittelableitung verbinden und wobei in der Verbindungsleitung (8) zwischen jedem Kraftschalter (7', 7") und dem Stellmotor je ein Rückschlagventil (10', 10") eingebaut ist, von denen sich das eine (10') beim Durchfluß vom Stellmotor zum Kraftschalter (7') und das andere (10") beim Durchfluß vom Kraftschalter (7") zum Stellmotor des Stellgliedes (2) öffnet. B. Steuervorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, jedoch dadurch gekennzeichnet, daß bei Vorliegen eines die zur Verbrauchsstelle durch den Hauptkanal strömende Durchflußmenge regelnden Gerätes (1), beispielsweise eines Speisewasserreglers, der Kraftschalter (4) bzw. das den zur Betätigung des Kraftschalters (4) dienenden Steuerdruck regelnde Gerät (z. B. Prallplatte 9) direkt in Abhängigkeit von der Stellung des Regelgerätes z. B. durch direkte Anlenkung an dessen Spindel (3) betätigt wird. 9. Steuervorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4, 5, 6 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die den Differenzdruck bzw. den statischen Druck in Abhängigkeit von der Menge des Durchflußmittels durch den Hauptkanal erzeugende Meßeinrichtung (Stau- oder Schwebekörper, Meßblende, Bourdon-Feder od. dgl.) in dem zur Verbrauchsstelle führenden Hauptkanal hinter dem Stellglied (2), das zur Mindestmengenabführung durch den Nebenauslaß dient, führenden Abzweigstelle angeordnet ist. 10. Steuervorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4, 5 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die den Differenzdruck in Abhängigkeit von der Menge des Durchflußmittels durch den Hauptkanal erzeugende Meßeinrichtung (Stau- oder Schwebekörper (5), Meßblende (12) od. dgl.) in dem Hauptkanal vor der zum Stellglied (2), das zur Mindestmengenabführung durch den Nebenauslaß dient, führenden Abzweigstelle (13), z. B. bei durchlaufenden Kreiselpumpen in deren Saugleitung angeordnet ist, wobei der Kraftschalter (4) bzw. der eine der beiden Kraftschalter (7', 7") derart ausgelegt bzw. eingestellt ist, daß der Abschluß des zur Mindestmengenabführung durch den Nebenauslaß dienenden Stellgliedes erst bei einer an der Meßstelle vorliegenden Durchflußmenge erfolgt, die etwa um das Maß (y-x)019 größer ist als die Summe der Durchflußmittehnenge (x -f- z) o/o durch den Hauptkanal. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 651997, 678 429, 705 696; Deutsche Auslegeschrift Nr. 1007 581.
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