DEP0011309MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. Februar 1954 Bekanntgemacht am 29. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Um Nachbildungen plastischer Originale zu fertigen, bedarf es einer Form, die ein Negativ des
Originals darstellt, bei dem also die Erhöhungen des Originals Vertiefungen, die Vertiefungen des
5 Originals Erhöhungen entsprechen. Alle bisherigen Verfahren zur Herstellung derartiger Negative
hatten gewisse Mängel. So wurden teilweise für die Herstellung der Formen Werkstoffe benutzt, die
erst bei einer Temperatur verformbar waren, denen
ίο das Original nicht in allen Fällen ausgesetzt werden konnte. Andere Verfahren beruhen darauf, daß
das Original mit einer einzigen Schicht einer flüssigen, später erstarrenden Masse umgössen wird;
die beim Erstarren auftretenden Schrumpfungsvorgänge führen zu einer ungenauen Wiedergabe
der Oberfläche des figürlichen Originals. Nach anderen Verfahren gebildete Formen sind so empfindlich,
daß mit ihnen nur eine geringe Anzahl dem Original nur einigermaßen entsprechende Nachbildungen
gefertigt werden können. Die oberflächen- und formgetreue Nachbildung eines plastischen
Oirignals, das Unterschneidungen aufweist, war bisher mittels einer einteiligen Form praktisch
unmöglich.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Form herzustellen, mit.der aus einer formbaren, schnell erstarrenden
Masse, wie Gips oder Wachs, eine beliebige Anzahl getreuer Nachbildungen eines figürlichen
Originals gefertigt werden kann, ohne daß dieses Original selbst, mag es auch aus einem wärmeempfindlichen
Stoff bestehen, irgendwelche Veränderungen erleidet.
509 626/291
P11309IVc/75b
Gemäß der Erfindung wird eine derartige Form in der Weise gebildet, daß das Original mit einer
dünnen Schicht einer Lösung oder Dispersion bestrichen wird, die nach kurzer Zeit, d. h. innerhalb
des Bruchsteils einer Stunde oder innerhalb weniger Stunden, zu einem elastischen Film auftrocknet;
nach der Trocknung wird eine weitere dünne Schicht oder Dispersion aufgetragen und deren Trocknung"
abgewartet; das lagenweise Bestreichen mit nachfolgendem Trocknen wird so oft wiederholt, bis die
Form eine Stärke erlangt hat, welche der für die Fertigung der Nachbildungen erforderlichen Stabilität
entspricht. Um eine formgetreue Nachbildung zu erzielen, empfiehlt es sich, die Lösung oder Dispersion
so dünn aufzutragen, daß der gebildete Film nicht dicker als 0,1 mm ist.
Als besonders geeignet zur Herstellung von For- ■
men aus nacheinander aufgetragenen, schnell trocknenden Schichten hat sich eine wäßrige, durch Zu-
ao satz von Ammoniak stabilisierte Dispersion vulkanisierten Kautschuks erwiesen. Kutschuklösungen
sind an sich für die Herstellung aufblasbarer Abformungen von Körpern oder Körperteilen und
auch zum Herstellen von Formen im Gußverfahren bekannt.
Die Stabilität der auf diese Weise erzeugten Form kann wesentlich dadurch erhöht werden, daß
nac'h dem Aufbringen und Trocknen einiger Lagen z. B. aus Kautschuk ein durchlässiges1 Gewebe aufgelegt
und dieses während des weiteren Bestreichens z. B. mit der Kautsdhukdispersion in die
Form eingearbeitet wird.
Mit den neuen Formen gelingt es, eine besonders getreue Nachbildung jeder beliebigen Oberfläche
herzustellen. Bei geeigneter Färbung der Nachbildung ist eine täuschende Ähnlichkeit mit dem
Werkstoff des Originals zu erzielen, weil dessen Oberflächenbeschaffenheit bis ins einzelne wiedergegeben
wird. Es gelingt darüber hinaus auch die Nachbildung von Originalen, welche Unterschneidungen
aufweisen, weil die Form infolge ihrer bleibenden Elastizität sowohl von dem Original
selbst als auch von den beispielsweise aus Gips oder AVachs gefertigten Nachbildungen abgezogen werden
kann, ohne daß dabei eine Beschädigung der Form oder der Nachbildung zu befürchten ist. Die
Form ist besonders bei der Einlage eines Gewebes, z. B. einer Leinwandgaze, außerordentlich strapazierfähig
und nimmt auch nach wiederholter Deformation immer wieder die ursprüngliche, dem
nachzubildenden Original entsprechende Gestalt an. Sie ist gegenüber bisher verwendeten Formen ,
besonders haltbar und gestattet die Anfertigung einer sehr großen Anzahl von Nachbildungen. In
vielen Fällen, in denen bisher eine mehrteilige Form erforderlich war, kommt man gemäß der Erfindung
auch mit einer einteiligen Form aus.
Auch bei Verwendung einer Kautschukdispersion soll die Dicke der einzelnen, erhärteten Schichten
unter 0,1 mm liegen. In vielen Fällen ist eine ausreichende Stabilität gegeben, wenn die Form eine
Stärke von 0,8 bis 1 mm aufweist. Das Auflegen eines Gewebes erfolgt erst, nachdem einige Lagen
aufgestrichen und getrocknet sind, weil sonst das Gewebe die Treue der Nachbildung stören würde.
Es haben. sich befriedigende Ergebnisse gezeigt, wenn insgesamt etwa zehn bis zwölf Lagen der
wäßrigen Dispersion aufgetragen waren. Jedoch kann die Anzahl der Lagen auch beliebig vermehrt
werden.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, mit der Außenseite der versteiften Form ein Widerlager,
einen sogenannten Mantel, aus Gips oder einem anderen Material genügender Steifigkeit zu bilden, in
dem sich die fertige Form bei der Herstellung der Nachbildungen abstützt. Bei der Herstellung eines
solchen Widerlagers sind Unterschneidungen zu vermeiden. ,Auf der Außenseite der Form werden
also die Vertiefungen vor Herstellung des Widerlagers mit einer plastischen'Masse ausgefüllt. Diese
Ausfüllung kann bei weiterem Gebrauch der Form verbleiben.
Zur Herstellung der Nachbildungen mittels der neuen Form ist jede formbare, schnell erstarrende
Masse geeignet, vorausgesetzt, daß die Verformbarkeit bereits bei einer Temperatur vorhanden ist,
bei der der Stoff, aus dem die Form gefertigt ist, also z. B. Kautschuk, noch keinen Schaden erleidet.
Insbesondere kommen, wie bereits erwähnt, Gips und Wachs in Frage. Das nachzubildende Original
kann aus beliebigem Werkstoff, z. B. aus Holz, Metall, Elfenbein, Keramik, Textilien, bestehen.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung einer aus
elastischem Werkstoff gebildeten Form, die zur Fertigung von Nachbildungen aus formbaren,
schnell erstarrenden Massen nach einem Original dient, dadurch gekennzeichnet, daß das
Original mit einer dünnen Schicht einer Lösung oder Dispersion des Werkstoffs bestrichen
wird, die nach kurzer Zeit zu einem elastischen Film auftrocknet, und danach das
Bestreichen mit nachfolgendem Trocknen so oft wiederholt wird, bis die Form eine für die
Fertigung der Nachbildungen genügende Stärke erlangt hat.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Bestreichen des Originals eine wäßrige, durch Zusatz von Ammoniak stabilisierte Dispersion vulkanisierten
Kautschuks dient.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein durchlässiges Gewebe
während des Bestreichens mit der Lösung oder Dispersion in die Form eingearbeitet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Außenseite der
Form ein Widerlager (Mantel) genügender Steifigkeit, z. B. aus Gips, gebildet wird.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 147 086, 507 878, 850421;
Deutsche Patentschriften Nr. 147 086, 507 878, 850421;
österreichische Patentschrift Nr. 124392;
britische Patentschrift Nr. 515400.
britische Patentschrift Nr. 515400.
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