DEP0011163DA - Verfahren zum Trimmen von Schiffen, bzw. zum Verteilen von in Schiffe eingebrachtem Schüttgut - Google Patents
Verfahren zum Trimmen von Schiffen, bzw. zum Verteilen von in Schiffe eingebrachtem SchüttgutInfo
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Description
Das Beladen eines Schiffes mit Schüttgut, beispw. Kohlen, erfolgt bisher in der Weise, dass zunächst das Gut in den unter der Ladeluke befindlichen Laderaum eingeführt wurden, bis dieser Laderaumteil vollgeworfen war und das Gut über die Luke hinausragte. Arbeiter verteilten dann das Schüttgut auf die Lagerfläche unter dem Deck. Dies geschah von Hand mittels Schaufeln.
In einem günstigen Falle müssen auf diese Weise bei einem Seedampfer mit 7000 t Ladefähigkeit etwa 2000 t von Hand getrimmt werden. Bei Dampfern mit ungünstigen Laderäumen, wie z.B. Zwischendecks, grosser Tiefe unter der Kommandobrücke etc. erhöht sich diese Masse bei der gleichen Ladefähigkeit auf 4000 t bis 5000 t. Es sind daher sehr viele Arbeitskräfte für derartige Massnahmen erforderlich, und von der Zahl der tatsächlich aufgewendeten Arbeiter sowie von deren Arbeitslust hängt es ab, in welchem Tempo die Arbeit bewältigt wird. Die Arbeitskräfte stehen während dieser Zeit anderen Fachgebieten nicht zur Verfügung, so dass die Beladefrist wesentlich verlängert wird.
Die Erfindung behebt diese Mängel. Sie besteht darin, dass dass durch die Luke eingebrachte Schüttgut zunächst in von der Luke entfernt liegende Teile des Laderaumes gebracht und verteilt und erst zuletzt die unter der Luke liegende Ladefläche vollgeworfen wird.
Erfindungsgemäss werden also zunächst alle nicht unter der Luke liegenden Laderaumteile mit Schüttgut beschickt, was insbesondere durch einstellbare Führungsvorrichtungen, die unter Deck nach verschiedenen Richtungen geführt werden, geschieht. Erst dann wenn der Laderaum im wesentlichen völlig gefüllt ist, wird die unter der Luke befindliche Ladefläche vollgeworfen. Zur Durchführung des Verfahrens dient daher eine Vorrichtung, welche aus durch die Ladeluke eingeführte und in weiter entfernt liegende Laderaumteile reichende Abführungsschurren, die in der Höhe und der Länge nach verstellbar sind, besteht. Man ist dadurch in der Lage, das Schüttgut wahlweise in alle Teile des Laderaumes abzuführen. Man kann dieses derart machen, dass die Beladung den Anforderungen der Gleichgewichtshaltung des Schiffkörpers Rechnung trägt.
Weitere Erfindungsmerkmale bestehen in der besonderen Ausbildung des Verfahrens und der Vorrichtung.
Die Erfindung lässt sich in verschiedener Weise ausführen. In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigen:
Abb. 1) ein teilweise im Schnitt dargestelltes Schiff mit der in die Luke eingesetzten Ladevorrichtung,
Abb. 2) einen Schnitt durch Trichter und Haltegestell nach Linie I-I der Abb. 1),
Abb. 3) und 4) Einzelheiten der Vorrichtung in Ansicht und Draufsicht.
In die Luke 1 des Laderaumes 2 eines Schiffes 3 ist ein Trichter 4 mit Abfallrohr 5 eingesetzt. Der Trichter mit dem Abfallrohr 5 kann beispw. unmittelbar mit Ansätzen auf den Lukenkasten 6 lagern oder auch, wie in Abb. 2) veranschaulicht, auf quer übergelegten Trägern 7 aufgesetzt sein. Wesentlich ist, dass Abfallrohr und Trichter in der Höhe einstellbar und um die senkrechte Achse drehbar sind. Das Abfallrohr 5 besitzt unten eine Abkröpfung 8, an die sich eine Ablaufschurre 9 anschliesst. Diese ist bei 10 gelenkig angebracht, beispw. mittels Zapfen in Ösen drehbar, so dass sie in Richtung des Pfeiles A nach oben und unten geschwenkt werden kann. Diese Ablaufschurre 9 bestreicht mit ihrer Länge einen Teil der Bodenfläche des Laderaumes. Sie kann in der Länge verstellbar sein, so dass das eingeführte Schüttgut über die gesamte Bodenfläche zunächst
verteilt werden kann. Gegebenenfalls kann auch eine längere oder kürzere Ablaufschurre je nach Bedarf angebracht werden. Dadurch, dass Trichter 4 und Abfallrohr 5 in der Höhe verstellbar und um ihre Achse drehbar sind, ist es möglich, dass Schüttgut in allen Höhen des Laderaumes zu verteilen.
In Abb. 1) und 2) ist beispw. veranschaulicht, dass der Trichter 4 mit Hilfe seines Bundes 11 auf einer ringförmigen Laufschine 12 gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Walzkörpern ruhen kann. Die Schine 12 ist die obere Begrenzung eines prismatisch ausgebildeten Gerüstes 13, das mit übereinanderliegenden Tragbügeln 14 versehen ist, die über die beiden über die Luke gelegten Träger 7 fassen. Dadurch werden Gerüst und Trichter nebst Abfallrohr in der jeweils erforderlichen Höhenlage gehalten, so dass man dadurch alle Schichten des Laderaumes mit dem Fallrohr und seitlicher Ablaufschurre sowohl durch Verdrehen des Trichters um seine Längsachse als auch durch Verschwenken des Ablaufschurre bestreichen kann. In die Tragbügel können ebenfalls Walzenkörper eingebaut werden, so dass das Gerüst 8 und damit der Trichter über den Trägern hin und her bewegt werden kann, besonders dann, wenn es sich um eine grosse Ladeluke handelt. Damit der Trichter an der gewählten Stelle auch fest verankert bleibt und nicht hin und her gleitet, wird er mittels eines Seiles o.dgl. beispw. an einem Mast des Dampfers festgehalten. Ausserdem kann der Trichter auf den Trägern über die gesamte Ausdehnung der Luke mittels der in den Tragbügeln eingebauten Rollen bequem verschoben werden, um so das Schüttgut in die gewünschte Lage zu bringen.
Die Verstellung der Ablaufschurre erfolgt mittels eines über Führungsrollen 15 geführten Zugorganes beispw. Kette oder Seil, von Hand, gegebenenfalls von einer Winde aus. Es kann hierfür gegebenenfalls, wie in Abb. 3) und 4) veranschaulicht, in Lagern 17 eine Welle 18 gelagert sein, die ein Kettenrad 19 trägt, über das die Kette 16 geführt ist. Durch Anziehen der Kette 16 wird das Verschwenken der Ablaufschurre in Richtung des Pfeiles A bewirkt. Durch einen am Lager 17 oder 20 drehbar angebrachten
Hebel 21, der in eine Zahnlücke des Kettenrades eingelegt wird, und in der Richtung des Pfeiles B verschwenkt wird, kann die jeweilige Lage der Ablaufschurre festgelegt werden.
Zugorgan 16 und Feststellvorrichtung 21 kann ebenfalls auch von Deck aus bedienbar eingerichtet sein.
Das Gerüst kann mittels mehrerer an der Scheibe 12 angelenkter Streben gegen Kippen bei höheren Lagen gesichert werden. Ausserdem kann ein am Gerüst diametral zur Ablaufschurre 5 angebrachtes Gegengewicht vorgesehen sein, um bei höheren Lagen des Trichters das Kippmoment gering zu halten. Falls erforderlich, kann zum Zwecke der Verstellbarkeit der Ablaufschurre in der Länge an der Ablaufschurre noch eine an dieser verschiebbare zweite Schurre 22 angebracht sein, um bedarfsweise in die entlegeneren Stellen des Laderaumes gelangen zu können. Es ist auch denkbar, dass gegebenenfalls zwei in verschiedenen Richtungen ablaufenden Ablaufschurren 9 vorgesehen sein können. In diesem Falle besitzt das Abfallrohr 5 nach zwei Richtungen Abkröpfungen. Die beiden Ablaufschurren können dann um einen gemeinsamen Drehbolzen 10 mittels Ösen schwenkbar sein.
Das Abfallrohr 5 des Trichters kann gegebenenfalls auch fortfallen, so dass der Trichter unmittelbar mit der Abkröpfung 8 versehen ist und oberhalb der Ablaufschurre endigt. Anstelle der Ablaufschurre 9 kann eine mechanisch angetriebene Fördervorrichtung, insbesondere ein durch einen Motor angetriebenes endloses Förderband, vorgesehen sein, die das durch den Trichter eingebrachte Gut weiterbefördert. Die Fördervorrichtung kann gegebenenfalls unter der abnehmbaren Schurre 9 eingebaut sein, so dass sie nach der Abnahme der Schurre freiliegt und auf das Gut zur Wirkung kommt. Es ist zweckmässig, auch diese Fördervorrichtung in ihrer Schräglage verstellbar einzurichten bzw. schwenkbar anzuordnen.
Es wäre aber auch möglich, eine solche Fördervorrichtung auswechselbar über der Ablaufschurre bzw. einhängbar anzuordnen.
Claims (16)
1) Verfahren zum Trimmen von Schiffen bzw. zum Verteilen von in Schiffe eingebrachtem Schüttgut, dadurch gekennzeichnet, dass das durch die Luke eingebrachte Schüttgut zunächst in von der Luke entfernt liegende Teile des Laderaumes gebracht und verteilt und erst zuletzt die unter der Luke liegende Ladefläche vollgeworfen wird.
2) Verfahren nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, dass das durch die Luke einzubringende Gut über schräg liegende verstellbare Führungen nach von der Luke entfernt liegenden Laderaumteilen abgeführt wird, bis etwa nur noch der Raum unterhalb der Luke frei bleibt, worauf die Führungen entfernt werden und der unter der Luke befindliche Laderaumteil aufgefüllt wird.
3) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1), gekennzeichnet durch einen in die Luke einsetzbaren Trichter und eine oder mehrere an diesen angeschlossene in ihrer Schräglage verstellbare Ablaufschurren.
4) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1) bis 3), dadurch gekennzeichnet, dass der Trichter in senkrechter Richtung, in der Höhe einstellbar, beispw. verschiebbar ist.
5) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1) bis 4), dadurch gekennzeichnet, dass die Ablaufschurren in ihrer Ausdehnung verstellbar, beispw. ausziehbar sind, um sie den jeweiligen Arbeitsverhältnissen anpassen zu können.
6) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1) bis 5), dadurch gekennzeichnet, dass der Trichter mit der anschliessbaren Ablaufschurre in die Luke um seine senkrechte Achse drehbar gehalten ist, wobei Walzkörper vorgesehen sein können.
7) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1) bis 6), dadurch gekennzeichnet, dass der Trichter mit seinem Ablaufrohr unmittelbar auf über die Luke gelegten Trägern gehalten ist oder gegebenenfalls selbst mit Halteschienen auf der Lukenkante gelagert ist.
8) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1) bis 7), dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Tragbügeln und Trichter bzw. Gerüst Wälzkörper angeordnet sind.
9) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1) bis 8), dadurch gekennzeichnet, dass der Trichter mit dem Abfallrohr an einem in der Höhe verstellbaren Gerüst um seine senkrechte Achse drehbar ist.
10) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1) bis 9), dadurch gekennzeichnet, dass das Trichter- und Abfallrohr tragende Gerüst Tragbügel aufweist, auf welchem die über die Ladeluke gelagerten Träger in der Höhe verstellbar ruhen.
11) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1) bis 10), gekennzeichnet durch eine am Fallrohr des Trichters angeordnete Umleitrolle für ein an der Schurre befestigtes Zugorgan, wobei die Rolle durch ein Sperrmittel festlegbar ist.
12) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1) bis 10), dadurch gekennzeichnet, dass unter Fortfall des Abfallrohres der Trichter unmittelbar mit der Abkröpfung (8) versehen ist und oberhalb der Ablaufschurre endigt.
13) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1) bis 11), dadurch gekennzeichnet, dass anstelle der Ablaufschurre (8) eine mechanisch angetriebene Fördervorrichtung für das Gut, insbesondere ein beispw. durch Motor angetriebenes endloses Förderband vorgesehen ist.
14) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1) bis 13), dadurch gekennzeichnet, dass die Fördervorrichtung unter der abnehmbaren Schurre eingebaut ist.
15) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1) bis 14), dadurch gekennzeichnet, dass auch die Fördervorrichtung in ihrer Schräglage veränderlich ist, bzw. schwenkbar gelagert ist.
16) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1) bis 15), dadurch gekennzeichnet, dass die Fördervorrichtung abnehmbar bzw. einhängbar oberhalb der Schurre angeordnet ist.
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