DEP0011135MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 11. Januar 1954
Bekaniitgemiaclit am 25. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Das Durchschneiden eines elektrischen Kabels mit unter Drude stehender Ölfüllung zwecks Herstellung
einer Abzweigverbindurig oder eineis Endverschlusseis
oder zwecks Aufteilung einer Kabellänge in zwei Abischnitte ist immer eine schwierige
Arbeit, die besondere Sorgfalt erfordert.
Während des Schneidvorganges kann, wenn nicht besondere Aufmerksamkeit aufgewendet wird!,
leicht! Luft.in den Ölkanal (oder die ölkanäle) des Kabels und von da, früher oder später in, die Isolation
eindringen, wO'dAirch bekanntlich eine beträchtliche Verminderung der elektrischen. Festigkeit
des Kabels verursacht werden kann.
Die wirksamste Vorbeugungsmaßnahme, die hiergegen bisher angewendiet wurde, bestand darin,
die Schnittstelle des Kabels, möglichst hoch zu halten.
Dies ist jedoch nicht immer möglich, wie z. B. bei der Herstellung von Verbindungsstellen an
schräg verlaufenden Kabeln in niedrig· gewölbten Kabelkanälen. Ferner hat: sich mit der Einführung
von, Kabeln mit immer größeren Ölkanälen und, mit Füllungen, von öl von immer niedrigerer Viskosität
die Gefahr des Eindringens von Luft, als Folge
des SchneidvoTgangs erheblich erhöht.
Um diese Nachteile zu vermeiden, sind bereits Vorschläge: bekanntgeworden;, die dahin gehen, das
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Kabel, ζ. B. beim Herstellein von Endverschlüssen,
mit dem darin befindlichen Öl an, der Schnittstelle bzw. am Ende einzufrieren,. Hierzu mußte man
jedoch jeweils flüssige Luft od. dgl. verfügbar
,5 haben. Eine solche Lösung ist ziemlich umständlich.
Zweck der Erfindung ist, ein allgemeines Verfahren
zu schaffen, welches die Gefahr des Eindringens von Luft in, den Kabelkanal beseitigt oder
ίο mindestens verringert, und weiter vor allem, den
Schneidvoorgang so> wenig wie möglich von, der
manuellen, Geschicklichkeit eines Monteurs abhängig zu machen.
Gemäß der Erfindung wird das Kabel, während es mit einer Blattsäge durchschnitten wird, derart
festgehalten,, daß zwischen den. Schnittflächen und dem Sägeblatt keine'Luft in den Ölkanal oder die
Ölkanäle des Kabels eindringen kann und, daß danach,
vorzugsweise noch während des Herausziehens des Sägeblattes aus der Schnittstelle, in
diese zwei hinreichend starke, möglichst wenig durchlässige: Gewebestücke zum Abbinden der beiden
voneinander getrennten Kabelenden eingeführt werden. Zum Durchschneiden des Kabels wird da,-bei
vorzugsweise ein dünnes Sägeblatt verwendet, das ent\veder breiter ist als der Kabel durchmesser.
Vorteilhaft verwendet man zur Ausführung des Verfahrens eine Vorrichtung; die aus zwei Backenklemmen
zum Festhalten der voneinander zu tren,-nenden Kabelenden besteht und bei der die beiden
Backenklemmen miteinander durch ein vorzugsweise als gemeinsame Grundplatte ausgebildetes
Teil starr verbunden, sind.
Ferner wird vorgeschlagen, das Sägeblatt in einer bestimmten Richtung, beispielsweise durch
einen Pantograph, parallel zu führen,, .tun die beiden Schnittflächen ,mittels, des Sägeblattes fortwährend
und vollständig beim Durchschneiden des Kabels, bedeckt: zu halten und den Ölausfluß aus
dem Kabel auf diese Weise im wesentlichen zu unterbinden.
Ein weiterer Vorschlag besteht darin, nach dem
Abbinden der Kabelenden mit den obenerwähnten Gewebestücken von, außen her in den Kabelkanal
oder die Kabelkanäle je ein bolzenähniliches, zylindrisches,
an seinem 'vorderen Ende konisch abgeschrägtes Verschluß stück einzuschlagen, das zweckmäßig
mit einer axialen, vorzugsweise durch eine Schraube verschließbaren Bohrung versehen ist,
Im folgenden, wird an einem Beispiel das Verfahren nach der Erfindung an Hand; der Zeichnung
,,'. erläutert.
Fig. ι zeigt das Kabel 1, das. durch einen, besonderen
Schraubstock: M' mit zwei Backenklemmen, 2, 3, die über eine gemeinsame Grundplatte
starr' miteinander verbunden sind, so· gehalten wird, daß während des Sehneidvorganges (Fig. 2)
die' beiden Kabelsehnittflächen das Sägeblatt möglichst
dicht berühren.· :;
Der Schnitt wird vorzugsweise mit einem dünnen
Sägeblatt 4' (Fig. 2) ausgeführt,' das etwas
breiter als der Kabeldurchmesser ist, so diaß während seines Eindringens in das Kabel 1 die Schnittstelle
durch das Blatt selbst abgeschlossen ist und das Öl entlang des ganzen Umfanges der Schnittflächen
unter Druck herauszulecken sucht, so daß das Eindringen von Luft vermieden wird.
Die Säge kann mit einer Führungseinrichtung G
versehen sein, die das Sägeblatt 4 immer parallel zu einer bestimmten Richtung führt, um den Schnitt
gut: geschlossen zu halten. Diese Einrichtung kann beispielsweise ein Pantograph sein, wie er in den
Fig. 2 und, 3 sehematiseh dargestellt ist.
Wenn der Schneidvoirgang beendet ist, werden,
ohne die beiden Kabelenden zu bewegen, zwei Blätter F, F' (Fig. 3) aus sehr starkem und wenig
durchlässigem Filtergewebe in den Sägespalt eingeführt, während die Säge nach, unten herausgezogen
wird. , ' ·.
Es kann auch eine dünne Säge mit weniger breitem Blatt, verwendet werden. In diesem Fall werden,
die beiden Blätter oder Gewebestücke F, F', während das Sägeblatt bei seiner Abwärtsbewegung
den Schnitt freigibt, allmählich eingeführt. Es, ist jedoch im allgemeinen unbequem, diese beiden
Arbeitsvorgänge zu gleicher Zeit auszuführen.
Sobald die beiden Gewebestücke vollständig eingeführt
sind und die Säge herausgenommen ist, wird, jedes Gewebestück über eines der beiden
Kabelenden, 1, 1' (Fig. 4) umgeschlagen und wie
eine Haube mit, starken Bindungen L, L' abgebunden.
Nun, können, die beiden Kabelenden 1,1' von den
Klemmbacken 2, 3 ohne die Gefahr des Eindringens von Luft in den Kanal (oder die Kanäle) befreit
werden; der Gewebestoff schwillt an, und das unter Druck stehende Öl sickert in einem sehr kleinen
Strom durch seine Poren nach außen,
Nun wird ein Stahlstift 6 (Fig. 5) mit einer axialen Bohrung und einem konisch abgeschrägten,
Ende, der als Verschluß des ölkanals dienen soll, mit einem Hammer 5 durch das Gewebe hindurch
in den Kanal 8 (Fig. 6) jedes Kabelendes getrieben (wenn mehrere Kanäle vorhanden sind, werden
mehrere Stifte genommen).
Der Stift 6 hat einen Durchmesser entsprechend dem größten Durchmesser des Ölkanals, was den
Vorteil hat, daß der Stift an den Wandungen, des Kanals 8 haftet,
Sobald, der Arbeitsvorgang beendet ist, kann das Gewebe entfernt und ein Verschlußstopfen 7 vorübergehend
in den Kopf des Stiftes 6 eingeschraubt werden.
Unter diesen Bedingungen kann, jedes Kabelende frei bewegt werden, wie es, die darauffolgenden
Arbeitsvorgänge der Herstellung einer Verbindung oder eines Endverschlusses erfordern, ohne daß da- '
bei die Gefahr dies Eindringens von Luft in den \ Kanal (oder die Kanäle) besteht.
Nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren läßt sich ein mit Öl unter Druck gefülltes Kabel in
sicherer Weise ohne Rücksicht auf die Neigung des
Kabels selbst durchschneiden.
Ferner besteht nach Vollendung des ■ Kabelschnittes
und,' Eintreiben des Stiftes 6 in den Ölkanal 8 auch die Möglichkeit, das Ende der mög-
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licherweise vorhandenen Metallspirale E (Fig. 6),
welche den Kanal 8 begrenzt, in das Kabelinnere hineinzudrücken,; zu diesem Zweck kann, der Stift 6
mit einem geeigneten Absatz R (Fig. 5 und 6) versehen sein,. Fig. 6 bezieht sich beispielsweise auf
ein Kabel mit nur einer Kabelseele.
Claims (6)
1. Verfahren, zum Durchschneiden eines elekirischen.
Kabels mit unter Druck stehender Ölfüllung,
dadurch gekennzeichnet, daß das Kabel während des mittels einer Blattsäge erfolgenden
Durchschneidens derart festgehalten wird, daß zwischen, den. Schnittstellen und dem Sägeblatt
keine Luft in, den ölkanal oder die Ölkanäle des Kabels eindringen kann und daß danach, vorzugsweise
noch während, des Herausziehens des Sägeblattes aus, der Schnittstelle, in diese zwei
hinreichend starke, möglichst wenig durchlässige Gewebestücke zum Abdichten der beiden
voneinander getrennten Kabelenden, eingeführt werden.
2. Verfahren, nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet,
daß zum Durchschneiden des Kabels ein, dünnes Sägeblatt, das zweckmäßig
etwas breiter als der Kabeldurchmesser ist, verwendet wird.
3. Verfahren, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der oder die Ölkanäle an der Schnittstelle nach dem Abbinden
der Gewebestücke durch Eintreiben eines bzw. mehrerer VerschlußkcSrper durch die Gewebestücke
hindurch verschlossen: werden,
4. Verfahren nach einem der Ansprüche i
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Verschlußkörper Stifte mit einem konischen, Votderende
und einem zylindrischen Hinterende, dessen, Durchmesser dem größten Durchmesser
des Ölkanals entspricht, verwendet werden..
5- Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stifte eine durch, einen Stopfen verschließbare axiale Bohrung besitzen
und auf ihrem. Außenumfang mit einem Absatz versehen, sind, der dazu dient, eine gegebenenfalls
in dem Ölkanal befindliche Metallspirale beim Eintreiben, des Stiftes in, den Ölkanal hineinzudrücken.·
6. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß sie aus zwei zum Festhalten der beiden voneinander zu trennenden
Kabelenden, dienenden,1 Backenklemmen, welche auf einer gemeinsamen Grundplatte angeordnet
sind, und einer zwischen, ihnen angeordneten Säge besteht, die durch eine nach Art eines
Pantographen arbeitende Führungsvorrichtung bedienbar ist.
In Betracht gezogene, Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 498 289.
Deutsche Patentschrift Nr. 498 289.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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