DEP0010982DA - Elektrolyt für Elektrolytkondensatoren - Google Patents

Elektrolyt für Elektrolytkondensatoren

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DEP0010982DA
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Germany
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electrolyte
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electrolytes
electrolytic capacitors
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Wilhelm Ilge
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Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
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Description

Die Elektrolyte für Elektrolytkondensatoren bestehen meist aus Lösungen von schwachen Säuren, wie Borsäure, Zitronensäure oder Phosphorsäure in mehrwertigen Alkoholen wie Glykol oder Glycerin. Von den Eigenschaften der Elektrolyte (Leitfähigkeit, Wasserstoffionenkonzentration, Formierfähigkeit) hängt bekanntlich die Güte der Kondensatoren im hohen Masse ab. Es ist daher auch von größter Wichtigkeit, dass diese Eigenschaften möglichst auf die Dauer und unabhängig von den Betriebsbedingungen der Kondensatoren erhalten bleiben, d.h., dass nach ihrer Fertigstellung keine ihre Güte beeinträchtigenden chemischen Umsetzungen oder auch Entmischungen der Elektrolyte auftreten. Entmischungen sind z.B. dann zu befürchten, wenn die Kondensatoren während des Betriebs besonders tiefen Temperaturen - beispielsweise -40°C und mehr - ausgesetzt sind. Derartige Temperaturen begünstigen nämlich das Auskristallisieren von Salzen aus den Elektrolyten, wodurch dann erfahrungsgemäss die Verluste unzulässig anwachsen.
Gemäss der Erfindung wird dies durch die Beimengung von geeigneten Kolloiden zu den Elektrolyten verhindert. Geeignete Kolloide in diesem Sinne sind beispielsweise Gelatine, Tylose (wasserlösliche Methyl-zellulose) und Kieselgallerte. Diese Kolloide werden den Elektrolyten in verhältnismässig kleinen Mengen zugesetzt. 700 g eines aus Glykol, primärem Ammoniumphosphat, Borsäure und Ammoniak zusammengesetzten Elektrolyten werden z.B. mit einer Lösung von 35 g Gelatine in 70 g Glykol vermischt. Die Scheinkapazität eines unter Verwendung eines derartigen Elektrolyten mit Gelatinezusatz hergestellten Elektrolytkondensators beträgt bei -40°C etwa 75% von derjenigen bei +20°C; bei Erwärmen auf Zimmertemperatur stellt sich selbst nach längerem Lagern bei -70°C der Normalwert der Kapazität rasch wieder ein. Ähnliche Verhältnisse er- geben sich, wenn man ebenfalls 700 g des vorerwähnten Elektrolyten mit 7 g Tylose in 63 g Wasser vermischt. Die Viskosität der Elektrolyte steigt zwar durch den Zusatz der Gelatine und der Tylose an, trotzdem sind aber die Elektrolyte zum Tränken trocken gewickelter Kondensatoren brauchbar, da sie durch Erwärmen genügend dünnflüssig werden.

Claims (5)

1. Elektrolyt für Elektrolytkondensatoren, dadurch gekennzeichnet, dass er zum Schutz vor bei niedrigen Temperaturen eintretender Entmischung mit einem geeigneten Kolloid vermengt ist.
2. Elektrolyt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Lösung von Gelatine in Glykol enthält.
3. Elektrolyt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Lösung von Tylose in Wasser enthält.
4. Elektrolyt nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass er 12 bis 25 Gewichtsprozent einer Lösung von 10 bis 60 Gewichtsteilen Gelatine in 70 bis 100 Gewichtsteilen Glykol enthält.
5. Elektrolyt nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass er 9 bis 13 Gewichtsprozent einer Lösung von 1 bis 8 Gewichtsteilen Tylose in 60 bis 80 Gewichtsteilen Wasser enthält.

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