DEP0010885DA - Verfahren zum Verbinden von Formteilen durch Vulkanisieren - Google Patents
Verfahren zum Verbinden von Formteilen durch VulkanisierenInfo
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Description
Während lederne Ersatzsohlen an Schuhen durch Nähen oder Nageln befestigt werden, ist diese Befestigungsart bei Sohlen aus Gummi und insbesondere synthetischem Gummi wegen dessen mangelnder Kerb- bzw. Ausreissfestigkeit nicht zweckmässig und daher nicht gebräuchlich. Solche Sohlen werden im Gegensatz zu ledernen in der Regel mit geeigneten Klebstoffen, z.B. auf Basis von Nitro-Zellulose, aufgeklebt. Hierbei werden die Sohlen und die Lauffläche des Schuhes mit der Klebelösung eingestrichen, zusammengefügt und in eine Presse eingelegt, in der der Abbindevorgang unter Druck vor sich geht. Um dabei einen gleichmässigen Druck über die ganze unebene Sohlenfläche zu erzielen, wird ein federndes Polster, z.B. in Form eines Luftkissens, miteingelegt.
Es ist bereits versucht worden, die Haftung der Sohlen durch Verwendung selbstvulkanisierender Gummilösungen als Klebemittel zu verbessern. Solche Gummilösungen haben aber den Nachteil, dass sie bei Raumtemperatur sehr lange Zeit, und zwar mehrere Tage, zum Ausvulkanisieren benötigen. Es besteht daher die Gefahr, dass der Vulkanisationsvorgang noch nicht beendet ist und daher die Sohle noch nicht genügend haftet, wenn der Schuh wieder in den Gebrauch genommen wird. Die Vulkanisation solcher selbstvulkanisierender Gummilösungen kann nun bekanntlich durch Anwendung mässiger Wärme wesentlich beschleunigt werden; auch bei Temperaturen, die das Leder der Schuhe noch nicht schädigen, geht der Vulkanisationsvorgang schon in wenigen Stunden vor sich.
Bei dem Aufbringen von Gummisohlen auf Schuhe unter Verwendung selbstvulkanisierender Gummilösungen und Anwendung von Wärme und Druck mittels elastischen Polsters wird deshalb erfindungsgemäss zwischen das elastische Druckpolster und die Gummisohle ein elektrisches Heizkissen in die Presse miteingelegt, dessen Heizelemente aus nichtmetallischen Leitern bestehen, die in eine Hülle aus Isoliergummi eingebettet sind. Solche an sich bekannte nichtmetallische Leiter aus natürlichem oder künstlichem Gummi oder gummiartigen Kunststoffen, die durch Beimengung elektrisch leitender Stoffe, wie Metallpulver oder insbesondere Russ oder Graphit leitfähig gemacht sind, geben dem Heizkissen eine derartige Schmiegsamkeit, dass eine gute Anpassung des Kissens an unebene Unterlagen gewährleistet ist.
Die Erfindung ist bereits mit Erfolg zum Aufbringen von Gummisohlen auf Schuhe angewandt worden. Ihre Anwendung ist jedoch nicht hierauf beschränkt, sondern überall dort von Vorteil, wo es sich darum handelt, Formteile unregelmässiger und unebener Gestalt mit anderen Teilen durch Vulkanisieren oder entsprechende Verfahren zu verbinden, wobei aber die Form der Teile von Fall zu Fall wechselt, so dass es nicht möglich ist, einheitliche Vulkanisationsformen gleichbleibender Gestalt anzuwenden, und sich die Einzelanfertigung von Vulkanisationsformen nicht lohnt. Als Beispiel sei das Ausbessern und Runderneuern von Auto- und Fahrraddecken erwähnt.
Claims (1)
- Verfahren zum Verbinden von Formteilen wechselnder, unebener und unregelmässiger Gestalt mit anderen Teilen, z.B. Aufbringen von Gummisohlen auf Schuhe, durch Vulkanisieren unter Verwendung selbstvulkanisierender Gummilösungen und Anwendung mässiger Wärme und Druck mittels elastischen Polsters, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen das elastische Druckpolster und den Gummiteil ein elektrisches Heizkissen eingelegt wird, dessen Heizelemente aus nichtmetallischen Leitern aus durch Beimengung elektrisch leitender Stoffe, wie Metallpulver oder insbesondere Russ oder Graphit, leitfähig gemachtem natürlichen oder künstlichen Gummi oder gummiähnlichen Kunststoffen, besteht und in eine Hülle aus isolierendem Gummi o.dgl. eingebettet ist.
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