DEP0010649MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. Oktober 1953 Biekannitgemacht am 6. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abteilen von Glasplatten vorgeschriebener Abmessung
aus einem vorrückenden Glasband, dessen Breite durch Anbringen von parallelen Längskerben festgelegt
uind dessen Länge durch Querkerben bestimmt
wird.
Es ist bereits vorgeschlagen, worden, an Glasscheiben
nacheinander Längs- und Querkerben,, die sich rechtwinklig kreuzen, anzubringen. Ferner ist
das Kerben von laufenden Glasbändern längs ihrer Seitenkantie bekannt. Schließlich, ist vorgeschlagen
worden, ein vorrückendes Glasband durch Längsund Querteilung mittels Heizkörpern in Platten zu
zerlegen.
Das erfindungsgemäße Verfahren, besteht dagegen darin, daß die Längskerben, in einem derartigen
Abstand vom obersten freien, Ende des Glasbandes ein kurzes Stück unterbrochen werden, so· daß die
auf der anderen Fläche des Glasbandes angebrachte Querkerbe bei Durchsicht durch das Glasband die
Längskerben nicht kreuzt.
Durch das erfinduingsgemäße Verfahren, wird ein.
vorzeitiger Bruch, des Glasbandes entlang der Längskerben vermieden, und es kann ein durch
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Bruch um eine Querkerbe abgetrennter Glasbandabschnitt
nacheinander um die Längskerben in Glasplatten vorgeschriebener Größe gebrochen
werden.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Durchführung des erfinduingsgemäßen Verfahrens
zur Herstellung von Glasplatten vorgeschriebener Abmessungen! aus einem vertikal aufsteigenden
Flachglasband zur Anbringung einer auf der Uniterfläche
des Glasbandeis quer über das, aus der Temperkammer
eines Glühofens austretende Flachglasband. führendem Bruchkerhe in, vorgeschriebenem Abstand
vom obersten, freien Ende des Glasbandes. Sie kennzeichnet sich durch rückziehbare;, auf die1 Vorderfläche
einwirkende Kerbvorrichtungen, zur Anbringung parallel' in vorgeschriebenem Abstand voneinander
verlaufender Längskerben im Glasband, deren Einwirkung auf das Glasband durch. Schließen eines
verstellbaren, vom obersten, freien. Ende des Glas.-bandes
betätigten Schalters unterbrochen, wird;, indem-der Schalter über einen elektrischem Stromkreis
mit einem Solenoid ein unter Federeinwirkung stehendes, Ventil öffnet und, den Eintritt eines unter
Druck stehenden Arbeite mediums in einem Zylinder gestattet, dessen Kolben über ein, Gestänge die
Langskerbvorrichtunigen aus ihren normalerweise eingenommenen Arbeitsstellungen, zurückzieht. Der
Kolben ist gleichzeitig einerseits mit einem Anschlag versehen, dier beim Kolbenhub über einen
gewinkelten Arm die' A^erbindung zwischen Solenoid
und Ventil trennt, so daß sich, das. Ventil schließt, andererseits mit: Vorrichtungen, verbunden, die den
Kolben ohne Betätigung weiterer fremderregter Mittel nach S per runig der Zufuhr des unter Druck
stehenden Arbeitsmediums zum Zylinder in regulierbarer Geschwindlgkeiit in, seine ursprüngliche Lage
zurückführen und damit die Verbindung zwischen Solenoid, und, Ventil wieder ermöglichen und, die
LängskerbvO'rrichtuingen in ihre ArbeitissteUungen
zurückführen.
Es hat sich gezeigt, daß eine derartige Vorrichtung bei einfachster Bauart am zuverlässigsten
arbeitet, da nur ein. Kontakt betätigt wird und die Kerbvorrichtung nach kurzer Zeit; in, ihre Arbeitslage
selbsttätig zurückkehrt;, ohne daß hierzu weitere, vom Glasband oder anderweitig fremderregte Regelorgane' erforderlich sind,. Dies ist
insofern von Bedeutung, als das Rückziehen nur kurz, entsprechend einem Vorschub des Glasbandes
von etwa 15 bis 25 mm andauert, und das Glasband hierbei keine sonstigen, zur Einwirkung auf
Regelorgane ausnutzbaren Lageveränderungen erfährt.
Um die Erfindung klarer zu veranschaulichen, wird eine bevorzugte Ausführungsform, wie sie der
Temperkammer eines Glühofens nachgeordnet sein kann, in Verbindung mit den Zeichnungen beschrieben.
Fig. ι ist ein Querschnitt einer Vorrichtung gemaß
der Erfindung;
Fig. 2 veranschaulicht in relativ großem Maßstab die Art, in der die Quer- und Längskerben in
dem vorrückenden Glasband, angebracht werden;
Fig. 3 zeigt im gleichen, Maßstab, wie in Fig. 2, einen Endabsehnitt des, Glasbandes, nach Abtrenr
nung vom nachfolgenden Glasband;;
Fig. 4 zeigt im gleichen Maßstab wie Fig. 3 einen Endabschnitt des Glasbandes nach Bruch um die
zur Herstellung von Glasplatten vorgeschriebener Größe angebrachten Längskerben;
Fig. 5 zeigt einen Teil der Vorrichtung zur Anbringung
der Längskerben;
Fig. 6 ist ein Schnitt längs Lin,ieVI-VI der Fig. 5;
Fig. 7 zeigt in schaubildlicher Darstellung eine der Vorrichtungen, zur Anbringung der Längskerben
sowie den erforderlichen Steuerungsmeichanismus,;
die Vorrichtung zur Anbringung der Querkerben ist zwecks besserer Übersichtlichkeit fortgelassen.
Gemäß den Zeichnungen wird ein kontinuierliches Glasband 1 durch eine Temper kammer 2
eines, nicht dargestellten vertikalen Glühofens mittels einiger übereinander angeordneter, in der
Temperkammer montierter Walzenpaare aufwärts gezogen. In Fig. 1 ist nur ein derartiges Wakenpaar
3 dargestellt. Die Walzen 3 werden in bekaninter Weise über ein nicht dargestelltes Getriebe
und eine Welle14 mit Riemenscheibe 5 und Treibriemen 6 von der LeistungsweMe eines mit einem
Elektromotor verbundenen, beliebig verstellbaren Getriebes, angetrieben,
Das Glasband 1 wird, durch die Walzen in, der
Temperkammer mit konstanter Geschwindigkeit vorgeschoben. Auf der einen Oberfläche des Glasbandes
wird' in vorgeschriebenem Abstand; vom
obersten freien, Ende des Glasbandes in Überein-Stimmung
mit: der gewünschten. Länge der nachfolgend aus dem Glasband heirauszutrennenden
Glasplatten eine Querkerbe T (Fig. 2) angebracht, und zwar mittels einer horizontal versehieblichen
Kerbvorrichtung 7, die auf einem mittels einer Stange 9 über die Glasbandbreite hin,- und heryerschiebbareni
Wagen 8 angebracht ist.
Die Bewegung des, Wagens 8 kann zweckmäßig in der im britischen Patent 456 822 besehriebeinein
Weise gesteuert werden. Die Bewegung des Wagens 8 wird eingeleitet durch das Schließen
eines Quecksilberschalters 10, der verstellbar an einem Stabil befestigt ist. Der Schalterarm ist
drehbar gelagert und wird durch die oberste Kante des aufsteigenden Glasbandes 1 betätigt. Nach der
über das, Glasband führendein, Hkl·- und Herbewegung
des; Wagens 8 wird dieser angehalten, bis zum nachfolgeindem, durch Schließen des Quecksilberschalters
10 eingeleiteten neuen, Arbeitsgang.
Die Kerbvorrichtung 7 wirkt auf die Rückfläche des Glasbandes 1 ein. Das Glasband, wird gegen
den Schub dieser Vorrichtung durch Rollen 12 abgestützt. Die Kerbvorrichtung 7 berührt das. Glasband nur während, ihrer Bewegung in, einer Richtung
quer über das· Band, und die hierdurch angebrachte Querkerbe T (Fig. 2) reicht nicht: bis zu
den Längskanten des, Glaisbandes,, sondern endet
kurz vorher. Hierdurch, wird die Stabilität; des Glasbandes nicht über die gesamte Breite beeiin- ,
trächtigt, SO' daß gewährleistet ist, daß das Glas
nicht längs einer Querkerbe T. bricht, bevor das
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obere freie Ende des Glasbandes eine Stellung erreicht, in. der der oberste Abschnitt des Bandes
unter hinreichender Kontrolle abgetrennt, werden kann. Die Abtrennung kann, in, bekannter Weise
durch eine bewegliche Saugvorrichtung 13 (Fig. 1),
wie sie etwa im deutschen, Patent 807 708 beschrieben ist, vorgenommen werden, Hierzu wird
die Saugvorrichtung bis zur Berührung der Glasoberseiite
vorgeschoben, worauf sie nach festem Ansangen der Glasfläche das oberste Endteil des
Glasbandes kippt, so daß es um die Querkerbe T bricht. Das abgetrennte Teil wird dann von der
Saugvorrichtung auf eimern beweglichen Rahmen
oder Tisch, abgelegt. Dem Schub der Saugvorrichrung 13 gegen das Glasband, wirken, an. Armen 15
montierte Rotllen 14 entgegen,, deren Lage mittels der Hebel 16 verstellbar ist. Unterhalb der Horizomtalkerbvorrichtung
7 (Fig. 1) befinden sich drei rückziehbare Kerbvorrichtungen 17; die Zahl dieser
Vorrichtungen, hängt von der Zahl der Platten, ab, in die ein Endteil des Glasbandes 1 aufgeteilt
werden soll. In den Fig. 2 bis 4 ist ein Teil eines Glasbandes, das in zwei Platten S1 und ^2 und: die
unerwünschten abzutrennenden Randstücke E aufgeteilt werden soll, dargestellt. Zur Anbringung
der erforderlichen, Längskerben, sind demgemäß drei rückziehbare Kerbvorrichtungen 17 vorgesehen,
von denen allerdings nur eine: in den Fig. 5 bis 7 dargestellt ist. Diese drei Kerb vor richtungen
formen die Längskerben L1, L2 und L3 (Fig. 2),
bevor das gesamte Endteil mittels der Horizontalkerbvorrichtung
7 abgegrenzt wird,. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, sind: die Längskerbvorrichtumgen 17
unterhalb der Querkerbvorrichtiing 7 angebracht
und. wirken gegen, die Vorderfläche des Glasbandes. Um zu vermeiden, daß das Glasband, längs der
Kerben L1, L2 und L3 bricht, bevor dieser Vorgang
unter hinreichender Kontrolle durchgeführt werden kann,, und, um unregelmäßigen Bruch zu vermeiden,,
wird, die Einwirkung der rückziehbaren Längskerbvorrichtungen
17 in bestimmten Intervallen unterbrochen, so* daß die Kerben L1, L2 und L3 alle: ein
kurzes Stück D (Fig. 2) aussetzen., und zwar in
einem derartigen. Abstand von, der obersten Kante des Glasbandes 1, daß die Querkerb en T bei Durchsicht
durch das Glasband 1 die Längskerben. L1, L2
und L3 nicht kreuzen.
Wie insbesondere aus den Fig. 5 und 7 der Zeichnungen, von denen, Fig. 7 eine Ausfühirungsform
'der Vorrichtung zur Unterbrechung der Einwirkung der rückziehbaren, Längskerbvorrichtungen, 17 darstellt,
ersichtlich ist, wird jede der Kerbvorrichtungen 17 von einem Arm 18 getragen, der mittels
eines Drehzapfens 19 (Fig. 6 und 7) drehbar in einem Träger 20 einer Stütze 21 befestigt: ist. Die
Stütze 21 ruht auf einer Querschiene 22, die mittels
Schraubenbolzen 23 (Fig. 5) an. Konsolen, 24 des
Maschinengerüstes 25 befestigt ist. Die Stütze 21 kann auf der Querschiene 22 verschoben werden,
um hierdurch die Lage der Längskerbvor.richtung 17 je mach dem erforderlichen Abstand der Kerben
von den Längskanten, des Glasbandes 1 zu verstellen. Der Träger 20 ist mittels des Zapfens 26
drehbar an der Stütze 21 befestigt, so daß Träger 20, Arm 18 und Kerbvorrichtung' 17 im Gegenuhr-.
zeigersinn, um den Zapfen 26 in eine Stellung gedreht
werdeni können,, in, der die Kerbvorrichtung
das Glasband 1 nicht berührt. Die Längskerbvorrichtung
17 wird in Arbeitsstellung; also in Anschlag an. das Glasband 1, durch eine auf den
Arm 18 wirkende Feder 27 gehalten, (Fig. 6), deren Spannung durch die Stellschraube 28 verändert
werden kann. Das Glasband1 1 wird, mittels der
Rollen 29 (Fig. 1) gegen den Schub der Längskerbvorrichtungen.
17 abgestützt.
Jede der Längskerbvorrichtungen, 17 wird, wie
gerade beschrieben, von der Quersehieme 22 getragen, und ein für alle Kerbvorrichtungen 17 gemeinsamer
Stab1 30 dient dazu, die Kerbvorrichtungen gleichzeitig aus der Arbeitsstellung vom 8c
Glasband ι zurückzuziehen. Der Stab 30 liegt am unteren Ende der Arme 18 an, um diese, wie in
Fig. 6 gezeigt, im Gegenuihrzeigersinm, zu. drehen. Er ist an, beiden Enden an Kipparmen, 31 befestigt,
die mittels Drehzapfen. 32 (Fig. 5) an den Konsolen 24 angebracht sind;. Verbindungsstangein 33 und, 34
verbinden: die Kipparme 31 mit Winkel hebel η 35
und 36, die drehbar auf einer festen, in Lagern 38 gelagerten; Querwelle 37 angebracht sindl. Die Lager
38 werden,, von einem Träger 39 gestützt, der auf dem Maschinenigerüst 25 befestigt ist. Der Winkelhe.bel
35 ist mit. einem Stift. 40 versehen, an dem eine1 Feder 41 befestigt ist.
Die Betätigung des Stabes 30 wird durch einen zweiten Quecksilberschalter 42 (Fig. 1 und 7) ausgelöst,
der schwenkbar am Stab 11 angebracht ist. Der Quecksilberschalter 42 wird vom vorrückenden
Glasband 1 betätigt, bevor der in bestimmtem Abstand
nachgeordnete Quecksilberschalter 10 vom
Glasband erreicht: wird. Der Abstand des Queck-Silberschalters 42 vom Schalter 10 ist so bemessen,,
da,ß er die Lageveränderuing des Stabes 30 zur Rückführung der Längskerbvorrichtungen 17 vom
Glasband bewirkt, kurz bevor das vorrückende Glasband diejenige Stellung erreicht, in der die
Querkerbvorrichtung 7 auf das Glasband einwirkt, Eine später beschriebene Vorrichtung bewirkt: die
Rückführung des Stabes 30 in die Ausgangsstellung und damit Freigabe der Arme 18 nach
einem bestimmten Zeitraum. Dieser Zeitraum ist so bemessen, daß die am Glasband, angebrachten
Längskerben L1, L2 und L3 durch Zurückführung
und Wiederanlegung der Längskerbvorrichtungen 17 vom bzw. am Glasband im vorbestimmten! Abstand:
vodi. der obersten aufsteigenden Kante des
Glasbandes ein kurzes Stück D (Fig. 2) unterbrochen werden;. In, der Mitte des quer über das
Glasband, laufenden, von. Längskeirben freien, Abschnittes D wird die. Querkerbe T angebracht, so
daß sie: die Längskerben L1, L2 und L3 bei Durchsieht
durch das Glasband nicht kreuzt,
Die Schalter 10 und, 42 sind längs des Stabes 11
verschiebbar; eine Flügelmutter 43 (Fig. 1) gestattet
die rohe Einstellung der Schalter zur Festlegung der Stellung, in der der Schalter 10 vom
obersten aufsteigenden. Ende des Glasbandes 1 er-
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reicht wird. Die Stellschrauben 44 und 45 gestatten eine Feineinstellung- der Lage deis Schalters 10 und
die Einstellung des Abstandes des Schalters 42 vom Schalter 10.
Wie aus Fig·. 7 ersichtlich, liegt der Schalter 42
in einem mit einem Handisehailter 46 versehenen;
elektrischen Stromkreis. Wenn, der Quecksilberschalter 42 durch das oberste aufsteigende Ende
des Glasbandes 1 betätigt wird, bewirkt er die Schließung eines Kontaktes 47, so daß eine parallel
geschaltete Spule eines Solenoidies 48 vom Strom
durchflössen wird. Das Solenoid 48 ist mit einem Anker 49 verseihen,, der in einem gabelförmig ausgebildeten
Ende einen. Stift 50 aufweist, an dem eine Klinke 51 drehbar befestigt ist. Die Klinke 51
hat an ihrem, unteren Ende eine Kerbe 52, in die normalerweise ein Ende eines um einen Drehzapfen
54 drehbaren Hebels 53 eingerastet ist; das andere
Ende des Hebels 53 liegt auf einem unter Fed:ereimwirkung
stehenden Sperrstift 55 eines Luftventils 56 auf.
Die 'Eintrittsseite des Luftventils 56 ist durch die Rohrleitung 57 mit einer nicht dargestellten
Druckluftquelle verbunden. Die Austrittsseite, des Luftventils 56 ist durch die Rohrleitung 58 über
ein Ventil 59 bekannter Bauart mit einem Zylinder 60 verbunden. Das, Ventil 59 gestattet ohne Einschränkung
dem, Durchtritt der Luft zum Zylinder 60, sperrt jedoch den umgekehrten Weg in verändeirlichem
Ma,ße; der Grad der Sperrwirkung kann durch eine verstellbare Regulierschraube 61
verändert werden, Im Zylinder 60 gleitet ein Kolben 62, der mit einer Kolbenstange 63 verbunden ist.
Die Kolbenstange 63 hat an ihrem unteren Ende einen gabelförmigen Teil 64, mittels dessen sie mit
einem an dem Winkelhebel 35 befestigten Stift verbunden
ist. Das Luftventil 56 ist normalerweise geschlossen.
In aetr Rohrleitung 57 auf der Eintrittsseite des
Luftyentils 56 befindet sich ein Absperrhahn, 65,
durch dem die Druckluft vom nicht gezeigten! Kompressor
auf die Rohrleitung aufgegeben, oder abgesperrt werden kann, sowie ein Druckreduzier-,
ventil 66 und eine Ölvorrichtung 67 für die Druckluftleitung.
' Im Betrieb ist der Schalter 46 geschlossen, wie
es in' Fig. 7 gezeigt wird; durch Betätigung des Quecksilberschalters 42 vom obersten, aufsteigenden
Ende des Glasibandes 1 wird; der Stromkreis über
den Kontakt 47 und das Solenoid 48 geschlossen. Hierdurch wird der Anker 49 und damit die Klinke
51 aufwärts gezogen, so daß durch Drehung des Hebels 53 das Luftventil 56 geöffnet und damit der
Durchtritt der Druckluft in den Zylinder 60 gestattet
wird. Die in den Zylinder eintretende Luft bewirkt die Aufwärtsbewegung des Kolbens 62, so
daß die Winkeilhebel 35, 36 im Uhrzeigersinn (Fig. 7) gedreht werden.. Hierdurch wird der Stab
30 in Richtung auf die Oberfläche des Glasbandes 1 •60 hin bewegt, wobei er gegen, die unteren Enden der
Arme 18 auf trifft und hierdurch die rückziehbaren
Längskerbvorrichtungen 17 von dem Glasband wegrückt.
Der Schalter 42 verbleibt, länger in geschlossener Stellung, als dem Zeitraum entspricht, in, dem die
Wirkung der Längskerbvorricihtungen 17 unterbrochen
werden soll; der Zeitraum, über den, die Längskerbvorrichtungen, unwirksam bleiben sollen,
wird durch einen, verstellbaren Anschlag festgelegt, der aus einer K lern misch raube in einer auf der
Kolbenstange 63 längs verschieblichen Platte 69 besteht1. An der Klemmschraube liegt ein gewinkelter
Arm 70 an, so daß beim Aufwärtshub , des Kolbens der gewinkelte Arm 70 um einen Drehzapfen
71 geschwenkt wird, bis ein Stift 72 auf dem gewinkelten Arm die Klinke 51 berührt und
sie in Uhrzeigerrichtung um den Stift: 50 schwenkt, bis die Klinkenkerbe1 aus dem Hebel 53 ausrastet,
wie das in strichpunktierten Linien, in Fig. 7 dargestellt ist. Hierdurch wird der unter Federwirkung
stehende Sperrstift 55 entlastet und schneidet: damit die Zufuhr von Druckluft zum Zylinder 60 ab, so
daß der Kolben durch die Wirkung von an der Kolbenstange 63 und an, dem Winkelhebel 36 befestigten
Gewichten 73 und 74 abwärts gezogen wird, und zwar in einer Geschwindigkeit, die durch
die Regulierscihrauibeoi und die im Zylinder befindliche,
über das Ventil 56 durch eine Auslaß leitung 75 auszupressende Luft reguliert wird. Beim
Abwärtshub das Kolbens kehren der gewinkelte Arm 70, die Winkelhebel 35 und 36 und der Stab 30
automatisch in ihre Aulsgangsstellung zurück und gestatten somit, daß die Längskerbvorrichtungen 17
wieder auf das Glasband 1 einwirken. Der Quecksilberschalter
42 kehrt in seine normale geöffnete Stellung zurück, wenn — unter hinreichender Kontrolle
— das abgegrenzte oberste Endteil des Glasbandes in bekannter Weise mittels dar kippbaren
Saugvorrichtungen 13 um die Kerbe T abgetrennt
worden ist. Der elektrische Stromkreis durch, den Kontakt 47 und das Solenoid 48 wird, hierdurch
unterbrochen, so daß die Klinke 51 wieder ihre senkrechte, tief stehende Lage einnimmt und wieder
mit dem Hebel 53 in Eingriff kommt.
Die Breite D (Fig. 2) zwischen den, benachbarten
Enden aufeinanderfolgender Längskerben kann etwa 25 mm betragen. Sie sollte jedoch so festgelegt
werden, da,ß auf jeder Seite der Querkerben T ein Abstand, von mindestens 6 bis 7 mm Breite verbleibt,
wo- die Stabilität, des Gl as Streifens nicht
durch. Längskerben beeinträchtigt wird. Die Einstellung
des Abstandes, D zwischen, den benachbarten. Enden, aufeinanderfolgender Längskerben
kann, je nach Wunsch durch Einstellung des Anschlages 68 auf der Kolbenstange 63 verämdlert
werden.
Wenn das oberste aufsteigende1 Ende des Glasbandeis
1 eine bestimmte festgelegte Stellung erreicht, wird eis, wie oben beschrieben, unter hinreichender
Kontrolle uni die Querkerbe T vom nachfolgenden Glasband abgebrochen. Ein, derartig
entfernter Glasbandabschnitt (Fig. 3) wird auf einen beweglichen. Rahmen oder Tisch, gelegt,
worauf ebenfalls unter hinreichender Kontrolle die Kantenteile E (Fig. 4) längs der Kerben L1 und L3
abgebrochen, werden." Anschließend, wird zur Her-
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stellung von zwei. Glasplatten ,S1, S2 vorgeschriebener
Größe der verbleibende Glasbamdabschnitt längs der Kerbe L, zertrennt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Verfahren zum Abteilen von Glasplatten vorgeschriebenen: Abmessung aus .einem vorrückenden Glasband,, dessen Breite durch Anbringen von, parallelen Längskerben festgelegt und, dessen Länge durch Querkerben bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Längskarben (L1, L2,, L3) in einem derartigen Abstand vom obersten: freien Ende des, Glasbandes ein kurzes, Stück unterbrochen werden,, so daß die auf der anderen Fläche des Glasbandes angebrachte Querkerbe (T) bei Durchsicht durch das Glasband: die Längskerben (L1, L2, L3) nicht kreuzt.ao 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch ι zur Herstellung von Glasplatten vorgeschriebener Abmessungen aus einem vertikal aufsteigenden Flachglasband zur Anbringung einer auf der Hiniternäche des Glasbandes quer über das aus der Temperkammer eines Glühofens, austretende Flachglas band, führenden Bruchkerbe in vorgeschriebenem Abstand vom obersten, freien Ende des Glas-· bandes, gekennzeichnet durch rückziehbare,, auf die Vorderfläche einwirkende1 Kerbvorrichtungen(17) zur Anbringung parallel in vorgeschriebenem Abstand voneinander verlaufender Längskerben (L1, L2, L3) im Glasband (1), deren Einwirkung auf das Glasband, durch Schließen eines verstellbaren, vom obersten, freien Ende des Glasbandes betätigten Schalters (42) unterbrochen wird., indem der Schalter über einen elektrischen Stromkreis mit einem Solenoid (48) ein unter Federein wirkung stehendes Ventil (56) öffnet und den Eintritt: eines unter Druck stehenden, Arbeitsmediums in. einem Zylinder (60) gestattet, dessen. Kolben (62) über ein Gestänge (63, 35, 36, 33, 34, 30) die Längskerb-Vorrichtungen (17) aus ihren, normalerweise eingenommenen A rbeits Stellungen zurückzieht. Der Kolben (62) ist gleichzeitig einerseits mit einem Anschlag (68, 69) versehen,, der beim Kolbenhub über einen, gewinkelten Arm (70) die Verbindung zwischen Solenoid. (48) und: Ventil (56) trennt, so daß sich das Ventil schließt, andererseits mit Vorrichtungen verbunden;, die den Kolben (62) ohne: Betätigung weiterer fremderregter Mittel nach Sperrung der Zufuhr des unter Druck stehenden, Arbeitsmediums zum Zylinder (60) in regulierbarer Geschwindigkeit in seine ursprüngliche; Lage zurückführen und damit die Verbindung zwischen: Solenoid (48) und Ventil (56) wieder ermöglichen und die Längskerbvorrichtungen (17) in ihre Arbeits-Stellungen zurückführen,.3- Vorrichtung nach Anspruch, 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Anker (49) des Solenoids (48) mit einer senkrecht: herabhängenden Klinke (51) versehen i/st, die bei Schließung des Solenoidstromkreises aufwärts gezogen . wird und über einen um einen, Zapfen (54) drehbaren, normalerweise in einer Klinkenkerbe (52) am unteren Ende der Klinke (51) eingerasteten Hebel (53) das normalerweise durch Federkraft in geschlossener Stellung gehaltene Ventil (56) für den Durchtritt des unter Druck stehenden Arbeitsmediums öffnet, und daß der an, der Kolbenstange (63) angebrachte Anschlag (68,69) den um einen Zapfen (71) drehbaren, direkt neben der Klinke (51) angeordneten,, gewinkelten Arm (70) beim einen (Aufwärts-) Hub des Kolbens (60) derartig schwenkt, daß ein. Stift (72) des gewinkelten Armes (70) die Klinke (51) bis zum Ausrasten, des, Hebels (53) aus der Klinkenkerbe (52) aus ihrer senkrechten Lage ausrückt und so· die Rückkehr des Ventils (56) in geschlossene Stellung gestattet, worauf der gewinkelte Arm, (70) bei dem nachfolgenden entgegengesetzten Kolbenhub wieder seine Ausgangsstellung einnimmt. Die Anordnung gestattet also: die Zufuhr des Druckmittels zum Zylinder (60) nur, wenn, die Klinke (51) infolge Betätigung des Schalters (42) den Hebel (53) schwenkt und das. Ventil (56) öffnet, jedoch wird die Zufuhr des Druckmittels durch Rückschwenken, des Hebels. (53) und Schließen1 des Ventils (56) unterbrochen,, bevor die Klinke infolge Öffnung das Schalters (42) und damit des Solenoidlstromkreises in ihre Ausgangsstellung mit in die Klinkenkerbe (52) eingerastetem Hebel (53) zurückkehrt.4. Vorrichtung nach den, Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitpunkt: der Trennung von Solenoid (48) und Klinke (51) von Hebel (53) und Ventil (56) und, damit die Dauer der Aufgabe des unter Druck stehenden Arbeitsmediums auf den; Zylinder (60) durch Verschiebung des Anschlages. (68, 69) längs der Kolbenstange (63) regulierbar ist.5. Vorrichtung nach den; Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet:, daß die Kolbenstange (63) über einen Winkelhebel (35) und, weitere Stangen und Gelenke (36, 33, 34, 32, 31, 30) mit einem horizontal angeordneten, quer über die Glasbandbreite reichenden Stab (30) verbunden ist, der bei Zufuhr des, unter Druck stehenden Arbeitsmediums zum Zylinder (60) auf Hebelarme (18) der Kerbvoirrichtungen (17) einwirkt und. diese aus ihren ArbeitsStellungen zurückführt. 'In, Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr.'541 271, 670978, 807708, 801 215, 812 198;britische Patentschrift Nr. 456 822.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen6OJ 617/231 8.56
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