DEP0009679DA - Imprägnier- oder Vergußmassen auf bituminöser Grundlage - Google Patents

Imprägnier- oder Vergußmassen auf bituminöser Grundlage

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DEP0009679DA
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DE
Germany
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impregnation
casting compounds
bituminous
basis
bitumen
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Inventor
Franz Cappenberg Versen (Selm)
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Description

Gegenstand der Erfindung bilden neuartige und vorteilhafte Imprägnier- oder Vergussmassen mit bituminöser Grundlage, insbesondere für Zwecke der Gewebeimprägnierung, des Kabelvergusses, der Auskleidung von Säurebehältern und des Straßenbaues.
Die bekannten Imprägnier- oder Vergussmassen auf Bitumenbasis sind durchweg mit dem Nachteil behaftet, dass sie mehr oder minder zur Bläschenbildung neigen, die ihrerseits wiederum den Gebrauchswert der mit solchen Massen hergestellten Vergüssen, Auskleidungen usw. herabgesetzt und insbesondere auch deren Haltbarkeit und Lebensdauer beeinträchtigt. Diesen Erscheinungen ist man seit langem nachgegangen und hat die Ursachen hierfür in den verschiedensten Richtungen, u.a. in der Art des Bitumens sowie im Einfluss des Auftrages u.dgl. mehr gesucht, ohne dabei jedoch zu einer wirklich brauchbaren Abstellung dieses Mangels zu gelangen.
Die erfindungsgemäßen Imprägnier- oder Vergussmassen sind gegenüber von diesem vorerwähnten Nachteil der Bläschenbildung frei und kommen damit bei denselben, ebenso wie bei allen damit hergestellten Imprägniermengen, Vergüssen, Auskleidungen, Straßenbauten, die vorerwähnten, aus einer solchen Bläschenbildung sich ergebenden Nachteile in Wegfall. Diese erfindungsgemäßen Imprägnier- oder Vergussmassen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem Gemisch aus Erdölbitumen, tierischen und bzw. oder pflanzlichen Fett, schwerem Mineralöl und Vaseline sowie gegebenenfalls Sand und bzw. oder Asbest bestehen, und durch inniges Durchmischen der Ausgangsstoffe in - soweit schmelzbar - heißflüssigem Zustand in Gegenwart eines Metallsalzes, z.B. Bleiacetat, oder eines Metalloxyds, z.B. Eisenoxyd, hergestellt worden sind.
Diese erfindungsgemäßen Imprägnier- oder Vergussmassen zeichnen sich durch eine andauernde Plastizität und eine besonders gutes Eindringungsvermögen aus, so dass z.B. bei der Verwendung solcher Massen zur Herstellung von Eisenbahnwaggon-Eindeckungen jede einzelne Faser der Gewebebahn bis in deren Innerstes völlig umhüllt wird, sowie auch durch ein hervorragendes Haftvermögen aus, so dass eine kapillare Saugwirkung gegenüber dem von der Deckschicht durch Quellung aufgenommenen Wasser nicht zur Geltung kommen kann. Eine Aufwölbung der Bitumendeckschicht tritt nicht mehr auf und es kann bei der dem Bitumen verliehenen Beschaffenheit auch keine Rissbildung und kein Abblättern mehr erfolgen. Dieses Haftvermögen ist ferner insbesondere auch bei einer Verwendung der erfindungsgemäßen Massen für Kabelvergusszwecken und für Auskleidungen von Säurebehältern in Hinblick auf Metall- und keramischen Untergrund sowie gegenüber Gesteinen beim Straßenbau von ganz besonderer Bedeutung.
Die erfindungsgemäßen Massen sind oxydationsbeständig, behalten ihre Klastizität und zeigen ein überragendes Haftvermögen für Gewebebahnen und eine hohe Benetzungsfähigkeit infolge ihre Fettgehaltes. Das Porenvolumen der Gewebe wird fast restlos mit diesem veredelten Bitumen ausgefüllt, so dass eine erhebliche Verminderung der nachträglichen Wasseraufnahme erzielt wird und die kapillare Saugwirkung der Gewebefasern späterhin gegenüber dem von der Deckschicht durch Quellung aufgenommenen Wasser nicht zur Geltung kommen kann.
Bei diesen verschiedenen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Massen kann auch auf einen Zusatz von Asbest und gegebenenfalls Sand zu dem Behandlungsbade oder den Behandlungsbädern verzichtet werden.
Ausführungsbeispiel
Geschmolzenem Erdölbitumen (Schmelzpunkt 60-70° nach Krämer-Sarnow) werden 3% schwere Mineralöle (Flammpunkt 250°, Zähflüssigkeit etwa 6 bei 100°), 3% Vaseline (Tropf- punkt 48°), 5% Wollfettsäure (Tropfpunkt 53°) und 5% Palmöl (handelsüblicher Beschaffenheit) zugemischt.
Alsdann wird der heißflüssigen Masse (170°) 1 bis 2% Zinkacetat zugesetzt.
Es tritt während der Erwärmung der Masse durch den Zusatz eines Metallsalzes, wie Bleiacetat oder Zinkacetat, oder eines Metalloxyds, wie Eisenoxyd, eine heftige Reaktion ein, wodurch eine Veredelung der Masse, z.B. bezüglich Widerstandfähigkeit gegen atmosphärischer Luft, Sonne, Frost usw. erzielt wird.
Es bleibt unbenommen, dem Erzeugnis noch einen Füller in Form von Asbest, Sand, Kies oder dgl. zuzusetzen.

Claims (1)

  1. Imprägnier- oder Vergussmasse, auf bituminöser Grundlage, dadurch gekennzeichnet, dass dieselben aus einem Gemisch aus Erdölbitumen, tierischem und bzw. oder gegebenenfalls Fett, schwerem Mineralöl und Vaseline sowie gegebenenfalls Sand und bzw. oder Asbest bestehen, und durch inniges Durchmischen der Ausgangsstoffe in -soweit schmelzbar - heißflüssigem Zustand in Gegenwart eines Metallsalzes, z.B. Bleiacetat, oder eines Metalloxyds, z.B. Eisenoxyd, hergestellt worden sind.

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