DEP0009665DA - Stromverteilungsanlage - Google Patents

Stromverteilungsanlage

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DEP0009665DA
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boxes
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Hermann Wilden
Original Assignee
Wilden, Hermann, Köln
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Description

Die Stromverteilungsanlage in Industriebetrieben und bei sonstigen Grossverbrauchern besteht gewöhnlich aus einer Reihe von neben- und übereinander angeordneten Schutzkästen. In einer oder mehreren waagerechten Reihen dieser Kästen sind die Hauptsammelschienen angeordnet, die an das Stromzuführungskabel angeschlossen sind. Die einzelnen Kästen sind an den Seiten mit Öffnungen versehen, durch welche die Sammelschienen gewöhnlich der Länge nach hindurch geführt sind. Über oder unter diesen Sammelschienenkästen sind Sicherungskästen angeordnet. Die Sicherungselemente sind durch Anschlusschienen mit den Hauptschienen verbunden. Diese Schienen führen durch Öffnungen in den einander zugekehrten Wänden der Sammelschienen- und Sicherungskästen hindurch. Andererseits sind an die Sicherungselemente die abzweigenden Leitungen angeschlossen. Diese können, wenn die Sicherungskästen unter den Hauptschienenkästen montiert sind, nur nach unten abgeleitet werden. Sollen die abzweigenden Leitungen nach oben führen, so müssen die Sicherungskästen über den Hauptschienenkästen angeordnet werden. Bei diesen vorbekannten Verteileranlagen zweigen die Anschlusschienen gegebenenfalls an der Rückseite der Sammelschiene ab und werden dann verdeckt unter dem
Sockel der Sicherungselemente an diese herangeführt. Eine solche Anlage ermöglicht zwar die Unterbringung einer grossen Zahl von Sicherungselementen, hat aber den Nachteil, dass die genannten Anschlusschienen, die erfahrungsgemäss zu den empfindlichsten Teilen der Anlage gehören, schlecht zugänglich sind. Insbesondere sind fehlerhafte Kontaktstellen nicht ohne weiteres erkennbar. Werden aber diese Anschlusschienen auf der Vorderseite der Sammelschienen angeklemmt, so geht in jedem Falle ein mehr oder minder grosser Teil der Fläche des Sicherungskastens für diese Anschlusschienen verloren, sodass die Zahl der unterzubringenden Sicherungen verringert wird.
Anlagen der erwähnten Ausführung beanspruchen sehr viel Raum. Es ist eine grosse Zahl von Schutzkästen erforderlich und es ergeben sich lange Sammelschienen. Alles in allem sind derartige Stromverteileranlagen sehr teuer, zumal mit dem baulichen Aufwand auch noch die Montagekosten steigen. Dass es bei dieser Ausführung nicht möglich ist, die anzuschliessenden Leitungen wahlweise nach unten oder nach oben abzuzweigen, wurde bereits erwähnt. Um eine Stromverteilungsanlage zu verbilligen, wurden schon kombinierte Sammelschienensicherungskästen vorgeschlagen. Dabei sollen aus Gründen der Raumersparnis die Sammelschienen als Rundschienen ausgebildet werden. Auf diese Weise wird ober- und unterhalb der Sammelschienen in dem Kasten Raum frei, auf welchem Sicherungselemente untergebracht werden können. Dieser Raum und damit die Zahl der Sicherungen ist jedoch nur beschränkt.
Gegenstand der Erfindung ist eine Stromverteilungsanlage, die ebenfalls aus einer Reihe von Schutzkästen zusammengesetzt ist, in denen die durchgehenden Sammelschienen und die Sicherungselemente für die abzweigenden Leitungen untergebracht sind. Das Neue besteht dabei darin, dass in einzelnen Kästen am Boden die Sammelschienen durchgeführt sind. Darüber sind die Sicherungselemente montiert. Die Schienen sind durch eine durchgehende Isolierplatte abgedeckt. Innerhalb des Kastens besteht keine direkte Verbindung zwischen den Sammelschienen und den Sicherungselementen. Seitlich neben dem Kasten ist vielmehr ein besonderer Klemmkasten angeordnet, der ebenfalls von den Sammelschienen durchzogen ist. In diesem Kasten sind die Sammelschienen an die Anschlußschienen angeklemmt, die bis zur Höhe der Sicherungselemente aufgebogen und in dem benachbarten Kasten an diese angeschlossen sind. Bei dieser Ausführung liegen alle empfindlichen Teile nach der Öffnung der Kästen offen, sodass Montagearbeiten und Reparaturen bequem ausgeführt werden können. Lediglich die Hauptsammelschienen liegen auf dem Teil ihrer Länge, auf welchem sie gerade durchgeführt sind und keine Klemmenstellen tragen, verdeckt unter den Sicherungselementen. Die Anschlußschienen dagegen liegen vollständig frei, ohne dass sie den Raum zur Unterbringung von Sicherungselementen beschränken. Vor allen Dingen ist aber von Wichtigkeit, dass bei der Verwendung derartiger Kästen die Stromverteilungsanlage als Ganzes wesentlich kleiner ausfällt. Es ist insgesamt eine geringere Anzahl von Kästen erforderlich, und vor allen Dingen ist die Gesamtlänge der teueren Sammelschiene bedeutend geringer. Wegen der grösseren Einfachheit und grösseren Übersichtlichkeit ist auch die Montage einfacher und billiger.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sollen an Hand eines Ausführungsbeispieles näher beschrieben werden. Es zeigen:
Fig. 1 eine Verteilungsanlage gemäss der Erfindung,
Fig. 2 zur Gegenüberstellung eine Verteilungsanlage mit einer gleichen Zahl von abführenden Leitungen in der bisher üblichen Form,
Fig. 3 einen gleichzeitig Sammelschienen und Sicherungselemente enthaltenden Kasten im Querschnitt.
Gemäss Fig. 3 der Zeichnung befinden sich in dem Schutzkasten 10, der mit einem abnehmbaren Deckel 11 versehen ist, sowohl die Sammelschienen 12 als auch die Sicherungselemente 13. Vom Boden 14 des Kastens 10 aus ragen Schraubenbolzen 15 auf. An diesen sind Brücken 16 aus Isolierstoff festgeklemmt, die in geeigneten Abständen voneinander Ausschnitte zur Aufnahme von Hauptsammelschienen 12 aufweisen. Auf die Sammelschienen 12 ist eine durchgehende Platte aus Isoliermaterials gelegt, die durch die Mutter 15a gegen die Brücke 16 bzw. die Sammelschienen 12 gezogen ist. Durch die gleichen Muttern 15a werden auch die Querschienen 18 gehalten, die ihrerseits die Schienen 19 tragen, auf welchen die Sicherungselemente 13 aufgeschraubt sind. Innerhalb des Kastens 10, 11 besteht keine direkte Verbindung zwischen den Sammelschienen 12 und den Elementen 13. Wie die Stromzuführung zu den letzteren erfolgt, ist schematisch in Fig. 1 der Zeichnung angedeutet. Dabei erfolgt die Zuleitung des Stromes durch die beiden Erdkabel 20, die an die Sammelschienen 12 angeschlossen sind. Die Sammelschienen 12 kommen von den beiden Kästen 21 und sind dann am Boden der Kästen 10 durchgeführt bis in die Klemmkästen 22.
In diesen sind die Anschlusschienen 23 mit den Sammelschienen 12 leitend verbunden. Die Anschlusschienen 23 sind aus der Ebene der Sammelschienen 12 hochgebogen und durch die Seitenöffnungen 24 der Kästen 10 an die Sicherungselemente 13 herangeführt. Ebenso führen von den Kästen 22 Anschlusschienen 23 zu den beiden Endkästen 25. Diese Kästen enthalten nur Sicherungselemente. Eine Durchführung der Sammelschienen 12 bis zum Reihenende ist nicht notwendig, da die Anschlusschienen 23 von dem Stirnende aus in die Kästen 25 hereingeführt werden können. Die Durchgangskästen 26 verbinden die untere Reihe der Kästen 25, 22, 10, 21, 21, 10, 22, 25 mit einer zweiten Reihe von gleichartigen Kästen, durch welche die Zahl der unterzubringenden Sicherungen und damit der abzuzweigenden Leitungen verdoppelt wird. Zusätzlich sind dann noch über den beiden mittleren Sammelschienenkästen 21 zwei weitere Sicherungskästen 25 angebracht. Insgesamt können an die in Fig. 1 dargestellte Verteilungsanlage 90 dreiadrige Leitungen angeschlossen werden, die, abgesehen von den beiden oberen Sicherungskästen 25, wahlweise nach oben oder unten abgezweigt werden können. Die weiteren Vorteile der neuen Verteilungsanlage treten besonders bei einer Gegenüberstellung mit einer vorbekannten Verteilungsanlage, wie sie in Fig. 2 der Zeichnung dargestellt ist, hervor. Die dort skizzierte Anlage ist ebenfalls für 90 abzweigende Leitungen vorgesehen. Diese Leitungen können aber nur nach oben abgeführt werden. Soll die Ableitung nach unten erfolgen, so müssen die Sicherungskästen 25 unterhalb der Sammelschienenkästen 21 angeordnet sein. Während gemäss der Erfindung nur 16 ganze Kästen und 4 halbe Kästen not- wendig sind, sind nach einer vorbekannten Ausführung gemäss Fig. 2 der Zeichnung für den gleichen Zweck 26 Kästen notwendig. Die Zahl der Kästen wird erfindungsgemäss also um etwa 40% verringert. Wesentlich ist daneben aber noch vor allen Dingen die Gesamtlänge der Hauptsammelschienen, die gewöhnlich aus Kupferflachschienen grossen Querschnittes bestehen und die daher sehr teuer sind. Die Einsparung an Schienen beträgt gemäss der Erfindung etwa 20%. Schliesslich ist noch von Wichtigkeit, dass die Raumbeanspruchung bei einer Verteilungsanlage gemäss Fig. 1 der Zeichnung bedeutend geringer ist als bei der vorbekannten Ausführung nach Fig. 2 der Zeichnung.
In den Klemmkästen 22 können gleichzeitig Schalter, Streifensicherungen o.dgl. vorgesehen sein, durch welche bei Bedarf ganze Gruppen von abzweigenden Leitungen von den stromführenden Sammelschienen 12 abgeschaltet werden können.

Claims (3)

1.) Stromverteilungsanlage, die aus einer grösseren Zahl von neben- und/oder übereinander angeordneten Schutzkästen besteht, in denen durchgehende Sammelschienen und Sicherungselemente für abzweigende Leitungen untergebracht sind, wobei ein Teil der Kästen Sammelschienen und Sicherungselemente enthält, dadurch gekennzeichnet, dass in diesen kombinierten Kästen (10, 11) am Boden die Sammelschienen (12) durchgeführt und darüber die Sicherungselemente (13) montiert sind.
2.) Stromverteilungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass neben dem Sammelschienen (12) und Sicherungselemente (13) umschliessenden Kasten (10, 11) ein besonderer Klemmkasten (22) angeordnet ist, der ebenfalls von den Sammelschienen durchzogen ist und in welchem an die Sammelschienen (12) Anschlußschienen (23) angeklemmt sind, die aufgebogen und zu den Sicherungselementen (13) der Nachbarkästen (10 bzw. 25) geführt sind.
3.) Stromverteilungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelschienen (12) durch eine Isolierplatte abgedeckt sind.

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