DEP0009339DA - Schaltungsanordnung zur Brummkompensation - Google Patents
Schaltungsanordnung zur BrummkompensationInfo
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Description
Es ist bekannt, in Netzanschlussverstärkern und -empfängern den in einer Röhre, insbesondere der Endröhre, infolge unvollständiger Siebung fliessenden Brummwechselstrom dadurch zu kompensieren, dass einem Gitter (Steuergitter oder Schirmgitter) ein zur Brummspannung an der Anode gegenphasige, entsprechend der Verstärkung der Röhre kleinere Brummspannung zugeführt wird. Die erforderliche Phasenumkehr kann, wie ebenfalls bekannt ist, mittels einer Röhre erfolgen, die der zu entbrummenden Röhre vorhergeht. Bei diesen bekannten Schaltungen wird die zur Kompensation dienende Brummspannung von einem Ohmschen Spannungsteiler entnommen, der an der vom Netzteil gelieferten Anodengleichspannung liegt. Wegen der zusätzlichen Belastung des Netzteiles hat dies Schaltung keine grosse Bedeutung erlangt.
Dagegen ist eine andere bekannte Schaltung häufiger angewendet worden, bei der die Brummkompensationsspannung und zugleich die negative Gittervorspannung von einem kapazitiv überbrückten Widerstand abgenommen wird, der in der gemeinsamen negativen Anodenstromzuleitung aller Röhren liegt. Nachteilig ist, dass die Brummkompensationsspannung nur dann gross genug ist, wenn der Widerstand sehr gross ist, was einen entsprechend grossen Gleichspannungsverlust zur Folge hat. Wird von der notwendigen Bemessung abgewichen, so hat die Brummkompensationsspannung nicht mehr die erforderliche Phase. Dies gilt auch dann, wenn die Brummkompensationsspannung, wie ebenfalls bekannt ist, von dem erwähnten Widerstand über ein absichtlich wenig siebendes Siebglied entnommen wird.
Es ist auch bekannt, die zur Brummkompensation dienende Wechselspannung an das Schirmgitter einer Röhre zu legen. Da diese Wechselspan-
nung jedoch vom Anodensiebwiderstand entnommen wird und über einen Kondensator zugeführt wird, ist eine unerwünschte Phasendrehung nicht zu vermeiden.
Die Erfindung gibt eine Brummkompensationsschaltung an, welche die Nachteile eines zusätzlichen Energieverbrauches und einer schädlichen Phasendrehung in einfacher Weise vermeidet.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Brummkompensation in einem von einem Netzanschlussgerät gespeisten Verstärker durch Zuführung einer Kompensationsspannung, die in Phase mit der der Anodengleichspannung überlagerten Brummwechselspannung ist, und von einem an dieser Spannung liegenden Spannungsteiler entnommen wird, an ein Gitter einer der zu entbrummenden Röhre vorhergehenden Röhre. Erfindungsgemäss besteht dieser Spannungsteiler aus zwei in Reihe geschalteten Kondensatoren, deren kapazitive Widerstände zur Erzielung der erforderlichen Amplitude der Kompensationsspannung bemessen sind, jedoch dabei für die Brummwechselspannung nur einen Bruchteil der Widerstandswerte der zur Zuführung der Gleichspannung zum Gitter dienenden parallel liegenden Widerstände bzw. des zu einem der Kondensatoren parallel liegenden Widerstandes betragen.
Bei Anwendung der Erfindung kann die vorhergehende Röhre ohne ein eigenes Anodensiebglied betrieben werden, was der erreichbaren Gesamtverstärkung zugute kommt. Der hierdurch in der vorhergehenden Röhre auftretende Brummstrom kann nämlich mit kompensiert werden.
Die Abb. 1 zeigt eien Ausführungsform der Erfindung, welche sich auf einen für beliebige Zwecke benutzbaren Verstärker bezieht, dessen vor der Endröhre befindliche Röhre in A-Verstärkerschaltung, d.h. mit einem Arbeitspunkt auf dem geradlinigen Teil der Anodenstromgitterspannungskennlinie arbeitet.
In Abb. 1 bedeutet 10 eine Gleichrichterröhre im Netzanschlussgerät, 11 eine Beruhigungsdrossel, während mit 12 und 13 die Querkondensatoren des Netzanschlussgerätes bezeichnet sind. Die Endröhre des Verstärkers ist mit 14 und die Vorröhre mit 15 bezeichnet. Die Gittervorspannung für die Endröhre 14 wird mit Hilfe des vom Anodenstrom beider Röhren durchflossenen Widerstandes 16 hergestellt und mit Hilfe des Siebgliedes 17, 18 an das Steuergitter der Endröhre 14 übertragen und geglättet. Die Schaltung 16 bis 18 entspricht zwar in ihrem qualitativen Aufbau der eingangs geschilderten bekannten Brummkompensationsschaltung, soll jedoch im vor-
liegenden Fall in ihren einzelnen Schaltelementen so bemessen sein, dass am Steuergitter der Endröhre 14 praktisch eine reine Gleichspannung auftritt. Zur Brummkompensation soll die aus zwei in Reihe geschalteten Parallel-RC-Gliedern 1, 3 und 2, 4 am Steuergitter der Vorröhre 15 liegende Schaltung benutzt werden. Durch die Bemessung der Einzelelemente dieser Schaltung soll dafür gesorgt sein, dass der Gesamtwiderstand der Ohmschen Elemente 3 und 4 ein Mehrfaches des kapazitiven Gesamtwiderstandes ist. Dann ist die Brummwechselspannung am Steuergitter der Vorröhre 15 praktisch in Phase mit der Brummwechselspannung, die vom Netzanschlussgerät her an den Anoden der beiden Röhren 14 und 15 auftritt, und die durch die Steuerung der Vorröhre 15 hervorgerufene Anodenwechselspannung also, wie verlangt, in Gegensphase zu der Spannung am Netzanschlussgerät. Diese gegenphasige Spannung, deren Amplitude durch geeignete Dimensionierung der Kondensatoren 1 und 2 verändert werden kann, wird vom Anodenwiderstand 21 mittels des Kopplungsgliedes 22, 23 auf das Steuergitter der Endröhre 14 übertragen, so dass im Ausgangswiderstand 24 der Endröhre kein Strom von der Frequenz der Brummwechselspannung mehr auftritt. Die Grösse der Ohmschen Widerstände 3 und 4 kann innerhalb der Regel, dass der Ohmsche Widerstand des Spannungsteilers ein Mehrfaches des kapazitiven sein muss, so bemessen werden, dass die nötige Gittervorspannung für die Vorröhre 15 entsteht.
Die in Abb. 2 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der in Abb. 1 dargestellten dadurch, dass die Kompensationsspannung am Schirmgitter statt am Steuergitter der Vorröhre 15 eingeführt wird, was z.B. dann von Bedeutung sein kann, wenn die Röhre 15 mit ihrem ersten Steuergitter in Audionschaltung arbeitet. Dies kann z.B. bei einem sehr einfachen Rundfunkempfänger in der Schaltung nach Abb. 2 der Fall sein. Das Steuergitter der Röhre 15 liegt dann in Audionschaltung an der Antenne und der Ausgangswiderstand 24 ist ein kleiner Lautsprecher oder ein Kopfhörer. Für die Bemessung der beiden Parallel-RC-Glieder 1, 3 und 2, 4, die diesmal zwischen dem positiven Pol der Anodenspannungsquelle und der Kathode der Vorröhre 15 liegen, gilt wieder, dass der Ohmsche Widerstand des Spannungsteilers ein Mehrfaches des kapazitiven Widerstandes sein muss. Durch das kapazitive Spannungsteilerverhältnis wird die Amplitude der Kompensationsspannung am Schirmgitter bei fester Phasenlage ein-
gestellt und durch das Ohmsche Spannungsteilerverhältnis die notwendige Schirmgittergleichspannung. Die Schaltung hat den besonderen Vorteil, dass zu der üblichen Schirmgitterschaltung 2, 3, 4 nur der Kondensator 1 hinzukommt.
Die in Abb. 3 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von derjenigen nach Abb. 1 und 2 dadurch, dass die Kompensationsspannung am Fanggitter der Vorröhre 15 eingeführt wird. Die Amplitude dieser Wechselspannung wird durch geeignete Bemessung der beiden in Reihe geschalteten Kondensatoren 1 und 2 zwischen dem positiven Pol des Netzgerätes und der Kathode der Vorröhre 15 eingestellt, während die Gittervorspannung Null, die normalerweise an einem Fanggitter liegen muss und z.B. in vielen Fällen durch Verbindung des Fanggitters mit der Kathode innerhalb der Röhre sichergestellt wird, durch Parallelschaltung eines Widerstandes 4 von einigen Megohm zum Kondensator 2 zustande kommt.
Claims (5)
1) Schaltungsanordnung zur Brummkompensation in einem von einem Netzanschlussgerät gespeisten Verstärker durch Zuführung einer Kompensationsspannung, die in Phase mit der der Anodengleichspannung überlagerten Brummwechselspannung ist und von einem an dieser Spannung liegenden Spannungsteiler entnommen wird, an ein Gitter einer der zur entbrummenden Röhre vorhergehenden Röhre, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Spannungsteiler aus zwei in Reihe geschalteten Kondensatoren (1, 2) besteht, deren kapazitive Widerstände zur Erzielung der erforderlichen Amplitude der Kompensationsspannung bemessen sind, jedoch dabei für die Brummwechselspannung nur einen Bruchteil der Widerstandswerte der zur Zuführung der Gleichspannung zum Gitter dienenden parallel liegenden Widerstände bzw. des zu einem der Kondensatoren parallel liegenden Widerstandes betragen.
2) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergitter der vorhergehenden Röhre zur Zuführung der Kompensationsspannung benutzt wird.
3) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schirmgitter der vorhergehenden Röhre zur Zuführung der Kompensationsspannung benutzt wird, insbesondere wenn am Steuergitter eine Audionschaltung liegt.
4) Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fanggitter der vorhergehenden Röhre zur Zuführung der Kompensationsspannung benutzt wird.
5) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Anodenspannung für die vorhergehende Röhre ohne ein zusätzliches Siebglied aus dem Netzteil entnommen ist und der hierdurch auftretende zusätzliche Brummstrom durch entsprechende Bemessung der beiden Kondensatoren mit kompensiert wird.
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