DEP0008418MA - - Google Patents
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Description
Tag der Anmeldung: 24. September 1952 Bekanntgemacht am 23. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Hauptpatentanmeldung P 6016 VII/52 a betrifft
ein Verfahren und eine Einrichtung' zum mechanischen Spulenwechsel bei Nähmaschinen
durch Bedienung eines Schaltgliedes, wobei die leere Spule mitsamt der Spulenkapsel mit Hilfe
mechanischer Organe selbsttätig aus dem Sitz im Greifer entfernt und durch eine einem Magazin entnommene
gefüllte Spule nebst Spulenikapsel ersetzt wird. Das geschieht in der Weise, daß die leere
Spule mit Kapsel durch einen z. B. mit dem Greifer achsparalleleni Greifklauenträger in. kombinierten
Axial- und Schwenkbewegungsimpulisen erfaßt
sowie vom Sitz in dem Greifer abgehoben und anschließend
bei der Schwenkbewegung des Greifklauenträgers abgeworfen wird, während zweckmäßig
gleichzeitig mit diesen Vorgängen eine Spulenkapsel mit gefüllter Spule aufgenommen und
nähbereit in den Sitz im Greifer eingesetzt wird. Der durch seine Schaltwelle bewegte Greifklauenträger
ist mit zwei Greifklauen ausgestattet. Der Greifklauenträger ist auf der Schaltwelle beweglich
angeordnet und wird vermittels einer auf der Welle sitzenden Druckfeder über einen Nabentsil gegen
eine Kurvenbahn des Steuerhebels angedrückt, der bei seiner Bewegung durch Zähne die Welle antreibt
und durch seine Kurvenbahn die Axialbewe-
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gunig des Greifklauenträgers bewirkt. Die Greifklauen
sind an ihrem vorderen Ende mit einer Klaue und einer Feder versehen und tragen an
ihrem hinteren Ende eine Greifergabel, die die Spulenkapsel an deren Stift erfaßt, während die
Klaue die Kapsel am Vorderteil ihres Schiebers erfassen und -die Feder das Festhalten bewirken
soll.
Es ist dabei vorgesehen, die Spulenkapseln mit
ίο den gefüllten Spulen aus dem als Magazin dienenden
Aufnahmebehälter unter Federdruck selbsttätig in die Entnabmestellung zu überführen, wobei die
. jeweils vordere, in Bereitscbaftssterlung liegende
Kapsel im Augenblick des Erfassens durch die Greifklaue von der Voirschuibkraft entlastet ist.
Bei einer Einrichtung nach der Hauptpatentanmeldung sind insbesondere die Steuerungsorgane
in bezug auf ihren Aufbau noch nicht einfach genug. Weiterhin ist es erwünscht, die unter der
Grundplatte liegenden Stichbildewerkzeuge noch besser zugänglich zu machen. Im übrigen bedarf
das Zusammenspiel zwischen Greifklauenträger, Greifer und Magazin der Verbesserung.
Die Erfindung hat erkannt, daß die erwähnten Vereinfachungen und Verbesserungen mit vergleichsweise
einfachen Mitteln im wesentlichen dadurch erzielt werden können, daß die den Greifklauenträger fest tragende, parallel zur Greiferwelle
verlaufend in der Grundplatte der Maschine angeordnete Schaltwelle mit einem Schaltzapfen
versehen ist, der in einer sie umschließenden Kulisse in geradlinigen und schraubenförmigen Nuten
geführt ist.
Hierdurch kommt die etwas umständliche Steuerung für den auf der Schaltwelle beweglichen
Greifklauenträger, der seine Bewegungsimpulse über Zähne und eine Kurvenscheibe erhielt, in
Fortfall. Gleichzeitig bringt diese Vereinfachung eine erhöhte Betriebssicherheit mit sich. Darüber
hinaus ermöglicht sie eine günstigere Anbringung der Steuerorgane an der Maschine, indem sie die
unter der Grundplatte liegenden Stichbildewerkzeuge im Gegensatz zur bisherigen Anordnung frei
zugänglich läßt. Die erfindungsgemäße Anordnung und Ausbildung hat als weiteren Vorteil zur Folge,
daß eine radiale Einstellung des Greifklauenträgers ermöglicht wird, die durch eine einfache Verstellung
eines Steuerungsteiles erreicht, werden kann und ein ganz genaues Ausrichten der Greifklauen
zum Greifer und dem bevorzugt rohrförmig ausgebildeten Magazin gestattet. In besonders
zweckmäßiger Weise läßt sich nun auch an dem Halter dieses Magazins der Auslöser für den
\^orschub der Spulenkapseln im Magazin anbringen, der durch einen auf der Schaltwelle
der Steuerung angeordneten Nocken betätigt werden kann. Schließlich lassen sich die an der
Maschine oder dem Gestell angebrachten Betätigungsorgane der Spulenwechseleinrichtung noch
günstiger als nach dem Hauptpatent gestalten. In diesem Zusammenhang ist unter anderem von Be-
. deutung, daß auf einer zur Schaltwelle parallelen Geradführung ein mit einem Stift und einer Gabel
versehenes Gleitstück fliegend angeordnet sein kann, das auf einen Mitnehmer und die Feder der
Schaltwelle einwirkt und von der Betätigungsvorrichtung der Spulenwechseleinrichtung beeinflußt
wird.
Die erfindungsgemäße Ausbildung ermöglicht ferner, daß an der Grundplatte der Maschine ein.
parallel zur Greiferwelle verstellbarer Abstreifer vorgesehen" werden kann, der einen Abdrückstift
und eine Auflaufkante aufweist, die in den Drehkreis von Stellstiften ragt, die an den Greifklauen
angeordnet sind. Diese gegenüber dem als einfachen Anschlag ausgebildeten Abwerfer für die
Spulenkapsel mit leerer Spule nach dem Hauptpatent vorgesehene Verbesserung ergibt ein langsameres
Ablösen an Stelle des bislang harten Schlages beim Lösen der Spulenkapsel mit leerer
Spule aus der Greifklaue. Dies bedingt zwar die Anordnung von Stellstiften an den Greifklauen.
Diese können jedoch gegenüber der beim Hauptpatent vorgesehenen Ausführung vereinfacht sein,
was sich sowohl auf die Herstellung als auch auf die Betriebssicherheit der Einrichtung vorteilhaft
auswirkt. So kann zweckmäßig der Angriffspunkt an den Spulenkapseln gemäß der Erfindung nunmehr"
verlegt und damit ein etwaiger Fehlgriff der Klauen völlig vermieden werden. Die Greifklauen
können zu diesem Behufe bewegliche Hakenglieder aufweisen. Das Hakenglied der einen Greifklaue
kann eine stegartig vorragende Nase aufweisen, deren untere Fläche parallel zur Hakenrichtung
verläuft. Durch eine solche Verwendung von zwei Greifklauen mit nur geringfügigem Unterschied in
der Ausführung für die Entnahme der Spulenkapsel mit leerer Spule aus dem Greifer und das
Einsetzen der Spulenkapsel mit voller Spule in den Greifer ist ein nach dem Hauptpatent vorgesehener
gesteuerter Absetzer der Spulenwechseleinrichtung nunmehr entbehrlich gemacht.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung der in der
Zeichnung dargestellten beispielsweisen Ausführungsform. Es zeigt
Fig. ι eine Ansicht der Maschine von unten in schaubildlicher Darstellung bei Nähbereitschaft
mit der Einrichtung zum mechanischen Spulenwechsel in Ruhestellung,
Fig. 2 die Schaltwelle mit den Steuerungsteilen, der Druckfeder, dem Mitnehmer und dem Greif-"
klauenträger,
Fig. 3 das Steuerungsgehäuse,
Fig. 4 eine Federzunge der Steuerung, Fig. 5 die Geradführung mit dem Gleitstück,
Fig. 6 die Abwerfklaue,
Fig. 7 die Einsetzklaue,
Fig. 8 den Abstreifer,
Fig. 9 das Magazinrohr mit Kappe, Fig. 10 den Magazineinsatz,
Fig. 11 einen Querschnitt des Leitstiftes nach
der Linie XI-XI der Fig. 10,
Fig. 12 eine Teilansicht der Maschine und der Spulenwechseleinrichtung von unten mit aufgeklapptem
Magazinhalter. '
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In und an dem vorderen Greif erwellenlagerkörper ι und dem hinteren Greiferwellenlagerkörper
2 der Maschine sind alle Teile, der Einrichtung befestigt. Die Schaltwelle 3 ist im vorderen
Greiferwellenlagerkörper 1 und in einem am hinteren Greiferwellenlagerkörper 2 angeschraubten
Steuerungsgehäuse 4 axial- und drehbeweglich gelagert. Zwei Kulissenteile 5 und 6 umfassen die
Schaltwelle 3 und sind ihrerseits in dem röhrenförmigen Steuerungsgehäuse 4 aufgenommen. Die
Lagesicherung in Achsrichtung wird bei Teil 5 einerseits durch eine Nase 7, die an der Innenfläche
einer Aussparung 8 des Steuerungsgehäuses 4 anliegt, und andererseits durch den Greiferwellenlägerkörper
2, an den das Steuerungsgehäuse 4 angeschraubt ist, bewirkt und bei Teil 6 durch einen
Bund 9, der von einem auf ein Gewinde 10 des Steuerungsgehäuses 4 geschraubten Deckel 11
gegen das Gehäuse gedrückt wird. Gegen Verdrehung ist Teil 6 durch einen Zapfen 12 am Steuerungsgehäuse
4, der in einer Nut 13 des Bundes 9 liegt, gesichert. Teil 5 ist in engen Grenzen radial
. verstellbar durch zwei Einstellschrauben 14 und 15
im Steuerungsgehäuse 4. Mittels zweier Fixierstifte 16 und einer durch eine Bohrung 17 gehenden
Schraube 18 ist das Steuerungsgehäuse 4 am hinteren Greiferwellenlagerkörper 2 befestigt.
Die Kulissenteile 5 und 6 haben, um i8o° versetzt, je zwei Führungsschlitze 19 und 20 für einen
in der Schaltwelle 3 befestigten und beiderseits herausragenden Schaltzapfen 21. Von den Schlitzen
19 und 20 sind in Fig. 2 nur die oberen sichtbar. In
den beiden Führungsschlitzen 20 des Kulissenteiles 6 liegt je eine mit einer Schraube 22 befestigte
Federzunge 23. Das vordere Zungenende 24 ist verbreitert und paßt in eine Aussparung 25
des Kulissenteiles 5.
Gleichzeitig ist dieses Federzungenende 24 verstärkt sowie an seiner Unterseite dem Außendurchmesser
der Schaltwelle 3 und an seiner Stirnseite der Schraubenfläche des Kulissenstückes 6 angepaßt,
die zusammen mit der gegenüberliegendem Schraubenfläche des Kulissenstückes 5 einen
Schraubenschlitz 26 bildet.
Die radiale Verstellung des Kulissenstückes 5 um Bruchteile eines Millimeters beeinträchtigt das
Arbeiten der Kulissensteuerung nicht, genügt aber zur genauen Ausrichtung der Greifklauen.
Zwischen dem Deckel 11 des Steuerungsgehäuses
4 und einem auf der Schaltwelle 3 mit zwei Schrauben 27 befestigten Mitnehmer 28 ist eine
Druckfeder 29 mit zwei Beilagescheiben 30 eingespannt, die den Rücklauf der Schaltwelle 3 in die Ruhelage
und damit über die Steuerung die Aushub- und Schwenkbewegung bewirkt.
Der vordere Teil der Schaltwelle 3 ist mit einer Nut 31 versehen zur Führung eines in Längsrichtung
der Welle frei beweglichen Nockens 32, der die Auslösevorrichtung für die Spulenkapseln im
Magazin betätigt.
Eine Geradführung 33 ist mit einer Schraube 34 am vorderen Greiferwellenlagerkörper 1 und mit
einer Schraube 35 am hinteren Greiferwellenlager-· körper 2 befestigt. Auf ihr ist ein Gleitstück 36 geführt,
dessen Gabel 37 in die Ringnut 38 des Mitnehmers 28 greift. Ein Stift 39 des Gleitstückes 36
ist das Verbindungselement zur Betätigungsvorrichtung der Spulenwechseleinrichtung.
Ein Greifklauenträger 40 ist auf der Schaltwelle 3 mittels eines konischen Stiftes 41 befestigt
und trägt in zwei Bohrungen 42 die mit Schrauben 43 wechselseitig festgehaltenen Greifklauen 44 und
45. Mit Schrauben 46 sind Blattfedern 47 am Greifklauenträger 40 befestigt, die mit ihren freien
Enden auf Kegelstifte 48 (Fig. 6 und 7) der Greifklauen 44 und 45 drücken.
Die beiden Greifklauen 44 und 45 unterscheiden sich nur durch die Ausbildung ihrer Hakenglieder
4.9 und 50, die an einem Steg 51 mittels eines Stiftes
52 drehbeweglich befestigt sind. Die Abwerfklaue 44 hat ein glattes Hakenglied 49, und die Einsetzklaue
45 hat ein mit einer Nase 53 versehenes Hakenglied 50, das beim Einsetzen einer Spulenkapsel
mit gefüllter Spule in den Greifer der Maschine die Spulenkapsel von der Greifklaue selbsttätig
löst, indem die Nase 53 auf das Spulenkapsel-Unterteil
auftrifrt und einen Haken 54 außer Eingriff mit der Spulenkapsel bringt.
Beide Ausführungen des Hakengliedes haben den gleichen Haken 54 und einen Stellstift 55; sie
stehen unter Wirkung einer in den Steg 51 eingelassenen
Druckfeder 56. Der Steg 51 ist mit einem
Stift 57 in einem Schlitz 58 (s. auch Fig. 1) des
Greifklauenkörpers 59 drehbar gelagert und hat an seiner Oberkante zwei Rasten 60 für die Spitze des
Kegelstiftes 48. Die Wirkung dieser Anordnung ist nachstehend näher beschrieben. Das hintere
Ende des Steges 51 ist als Gabel 61 ausgebildet. An dem oberen zylindrischen Teil der Greifklauen ist
eine Ansenkung 62 für die Schraube 43 vorgesehen.
Ein Abstreifer 63 ist an dem vorderen Greiferwellenlagerkörper ι parallel zur Greiferwelle verstellbar
in einer Nut 64 geführt und mittels einer Kordelschraubeos, die durch einen Führungs- i°5
schlitz 66 geht, befestigt. Zur Sicherung des Abstreifers in seiner Arbeitsstellung dient ein Feststellstift
67, der in einer in Fig. 1 nicht sichtbaren Raste im Greiferwellenlagerkörper gehalten wird.
Die beim Abstreifen einer Spulenkapsel mit leerer Spule wirksam werdenden Teile sind eine Auflaufkante
68 und ein Abdrückstift 69 am vorderen Ende des Abstreifers 63.
Parallel zur Schaltwelle 3 ist am vorderen Greiferwellenlagerkörper
ι eine bevorzugte Form eines Magazins 70 mit einem Mundstück 71 und einer
Verschlußkappe 72 lösbar befestigt, welch letztere mit einem Griffrand 73 (Fig. 9) versehen ist und
mittels zweier Bajonettschlitze 74 von zwei Zapfen 75 gehalten wird. Eine Bodenplatte 76 hat zwei
verschieden große Führungsstücke 1J1J und 78, die
in entsprechende Aussparungen 79 und 80 des Magazinrohres passen. In der Bodenplatte 76 ist ein
Leitstift 81 befestigt, auf dem eine Vorschubhülse 82 gleitet und durch eine Spiralfeder 83, die zwisehen
einem Ring 84 der Bodenplatte 76 und dem
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Boden 85 der Vorschubhülse 82 liegt, gegen das Mundstück 71 hin bewegt wird.
Der Leitstift 81 hat etwa halbkreisförmigen
Querschnitt mit einem Führungssteg 86', der mit
Rasten 87, 88 und 89 versehen ist. Der Kopf 90 des Leitstiftes ist ähnlich ausgebildet wie der
Haltestift für die Spulenkapsel im Greifer der Maschine, nur ist hier die beim Haltestift für die
Spulenkapsel durch eine Ringnut gebildete PiIzform des Kopfes durch das teilweise Vorziehen des
Leitstiftquerschnittes unterbrochen.
- Der Boden 85 der Vorschubhülse 82 ist mit einer
. Abschrägung 91 und einer Nut 92 versehen, die beide den Zweck haben, ein auf dem Boden 85 befestigtes
Schaltstück 9.3, das in seiner Ausbildung
dem Oberteil einer bekannten Spulenkapsel entspricht, für Schaltvorgänge zugänglich zu machen.
Lediglich der Haken 94 des Schiebers 95 im Schaltstück 93 ist gegenüber dem Haken am Schieber
einer Spulenkapsel etwas verkürzt.
Das Mundstück 71 ist mit einer Führungsnut 96
versehen, in die ein Schaltschlitz 97 mündet. Eine Aussparung 98 ist für den freien Durchgang der
Spulenkapsel vorgesehen, da die der Aussparung gegenüberliegende Seite des Mundstückes die
Kapsel enger umschließt als das Rohr des Magazins.
Zur Lagesicherung des Magazins dienen eine Bohrung 99 im Magazinrohr und. eine Nut 100
(Fig. 1) mit beiderseitigen schrägen Führungsflächen
iooffi an der Außenseite des Mundstückes 71.
Der Magazinhalter besteht im wesentlichen aus
einer Halterplatte 101,. einem Klappbügel 102 und
zwei Tragschalen 103: und 104 (Fig. 12).
Die Halterplatte 101 ist mit zwei Schrauben 105
und 106 am vorderen Greiferwellenlagerkörper 1
der Maschine befestigt und mittels zweier Paßstifte
107 und 108 in ihrer Lage gesichert. Durch die an
der Halterplatte 101 angebrachte Tragschale 103
ragt ein Stift 109 als Gegenstück zur Bohrung 99 im Magazin. Ein Bügel 110 ist mit den Schrauben
106 und in auf der Halterplatte 101 befestigt und
hält den auf der Schaltwelle 3 fliegend angeordneten Nocken 32 in seiner Arbeitslage. Ein Auslösehebel
112 ist mit einer Schraube 113 drehbeweglich an der.Halterplatte 101 angebracht und
wird von einer Feder 114 gegen den Nocken 32 gedrückt. Ein Riegel 115 ist mittels eines Stiftes 116
in einer Ausnehmung der Halterplatte 101 drehbar
aufgenommen und steht unter der Wirkung einer . Druckfeder 117.
Der Klappbügel 102 ist durch einen Bolzen 118
an der Halterplatte 101 angelenkt und trägt die
Tragschale 104, an der mit zwei Schrauben. 119 eine federnde Lasche 120 befestigt ist. Am vorderen
Ende des Klappbügels 102 ist ein rechtwinklig abgebogenes Stück als Griff 121 ausgebildet und
ein Sicherungswinkel 122 mit zwei Schrauben 123 angeschraubt.
Die Betätigung der Einrichtung erfolgt durch einen in der Zeichnung nicht dargestellten Hebel,
der an der Grundplatte der Maschine oder am Gestell befestigt sein kann. Die Hebelbewegung
wird auf den Stift 39 des Gleitstückes 36 übertragen
und verschiebt dieses auf der Geradführung 33 aus der in Fig. 1 dargestellten Ruhelage gegen
den hinteren Greiferwellenlagerkörper 2 hin. Dabei wird die Längsbewegung über die Gabel 37 und
den Mitnehmer 28 auf die Schaltwelle 3 übertragen. Diese ist sowohl in dem vorderen Greiferwellen.-lagerkörper
1 als auch in dem am hinteren Greiferwellenlagerkörper
2 befestigten S teuerungsgehäuse 4 axial- und drehbeweglich gelagert.. Durch die Bewegung
wird der in der Schaltwelle 3 befestigte Schaltzapfen 21 geradlinig in den Schlitzen 20 des
Kulisseirteiles 6 und unter den Federzungen 23 hindurch
in die Schlitze 19 des Kulissenteiles 5 geführt. Gleichzeitig wird der auf der Schallwelle 3
befestigte Greifklauenträger 40 so gegen den Greifer
der Maschine und das Magazin bewegt, daß die Abwurfklaue 44 die leere Spulenkapsel in dem
Greifer und die Einsetzklaue 45 die volle Spulenkapsel
in dem Magazin ergreift. Die genaue radiale Ausrichtung der Greifklauen ist dabei durch die
Verstellung des Kulissenstückes 5 und damit der Schlitze 19 durch die auf die Nase 7 wirkenden
Einstellschrauben 14 und 15 möglich. Wird nun der Betätigungshebel freigegeben, so bewegt sich
die Schaltwelle 3 unter der Wirkung der gespannten Druckfeder 29 zurück, wobei der Schaltzapfen 9&
21 sich mit seinen beiden Enden zunächst in den Schlitzen 19 bewegt, dann aber gegen die Federzungenenden'24
läuft und in die Schraubenschlitze 26 abgelenkt wird, die ihn dann wieder in die
Schlitze 20 führen. Mit dieser rückläufigen Bewegung macht die S.ch<welle 3 gleichzeitig, veranlaßt
durch die Schraubenschlitze 26, eine halbe Umdrehung. Dabei führen die Greifklauen 44 und
45 eine Schwenkbewegung aus, welche die Abwurfklaue 44 an dem Abstreifer 63 vorbeiführt, wo die
leere Spulenkapsel abgestreift wird, und die Einsetzklaue 45 mit der vollen Spulenkapsel vor den
Greifer bringt. Der in der Nut 31 geführte Nocken 32, der auf der Schaltwelle 3 frei beweglich angeordnet
ist, wird durch die Halterplatte 101 und
den Bügel 110 in seiner Lage gehalten, so daß er in dem bisher beschriebenen Bewegungsablauf nur die
halbe Umdrehung der Schaltwelle 3 mitmacht. Durch eine zweite Betätigung des Bedienungshebels
wird, der beschriebene Bewegungsablauf wiederholt. Dabei führt die Einsetzklaue 45 die volle
Spulenkapsel in den Greifer ein, die Abwurfklaue 44 macht einen Leerhub, und daran schließt sich
eine zweite Schwenkbewegung des Grei.ferklauenträgers um eine halbe Umdrehung an. .115
Das Eingreifen der Spulenkapseln durch die Greifklauen 44 und 45 vollzieht sich so, da£ erst
die Gabel 61 angreift und dann die Hakenglieder 49 bzw. 50. Zu diesem Zweck sind die Hakenglieder
beweglich an dem Steg 51 befestigt und stehen 12a
unter der Wirkung der Druckfeder 56, so daß der Haken 54 über die Schiebernase der Spulenkapsel
gleiten kann und sie erfaßt. Der Stellstift 55 und. die Rasteinrichtung an den Greifklauenstegen
arbeiten mit dem Abstreifer in der Weise zusam- 125. men, daß die Stellstifte 55 gegen die Anlaufkante
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68 bei den Schwenkbewegungen des Greifklauenträgers 40 laufen. Dabei werden sie, in Verfolg der
Darstellung in den Fig. 6 und 7, entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt. Der Haken 54 wird so, entgegen
der Wirkung der Feder 56, aus der Spulenkapsel gelöst, und gleichzeitig wird der Steg 51 um
den Stift 57 im gleichen Sinn gedreht, bis der Kegelstift 48 in der zweiten Raste 60 einrastet.
Damit sind beide Greifklauen beim Vorbeilauf an dem Abstreifer jeweils aufgerichtet und in die
Greifstellung gebracht. Die Einsetzklaue läuft stets ohne' Spulenkapsel am Abstreifer vorbei und wird
nur aufgerichtet, während die Abwurfklaue aufgerichtet und ihr Haken 54, wie beschrieben, gelöst
»5 wird. Das Abwerfen der Spulenkapsel mit leerer Spule wird dabei von dem Abdrückstift 69 unterstützt.
Zur Füllung des Magazins wird die Vorschubhülse 82 unter Zusammendrücken der Spiralfeder
83 so weit gegen die Bodenplatte 76 geschoben, bis der Schieber 95 in die Raste 87 einschnappt. Jetzt
werden die Spulenkapseln mit vollen Spulen auf den Leitstift 81 aufgereiht, wobei der Führungssteg 86 in einer ihm angepaßten Nut des Spulen-
kapselschiebers (der im einzelnen, weil bekannt, nicht dargestellt ist) läuft. Ist der Leitstift 81 in
seiner ganzen freien Länge mit Spulenkapseln besetzt, so wird durch Fingerdruck auf den Haken
94 die Vorschubhülse 82 aus der Raste 87 gelöst.
Damit stehen alle Spulenkapseln, mit Ausnahme der vordersten, unter dem Druck der Spiralfeder
83. Die vorderste ist dadurch vom Vorschubfederdruck entlastet, daß der Schieber der nächsten in
der Raste 88 gehalten wird.
Nun wird der gefüllte Einsatz in das Magazin 70 eingeführt, wobei die verschieden großen Führungsstücke
JJ und 78 die richtige Ausrichtung der Spulenkapseln zum Mundstück Ji gewährleisten,
. und die Verschlußklappe 72 aufgesetzt.
Zum Einsetzen in die Maschine wird das Magazin in die heruntergeklappte Schale 104 gedrückt,
wo es von der federnden Lasche 120 festgehalten
wird. Durch Drehung von Hand unter gleichzeitigem Zug in Richtung zur Verschlußklappe 72 gleitet
die Nase des Sicherungswinkels 122 entlang einer der Führungsflächen iooa in die Nut 100. Damit
sind gleichzeitig die Bohrung 99 im Magazin 70 und der Stift 109 in der Tragschale 103 ausgerichtet.
Beim anschließenden Hochklappen des unteren Halterteiles mittels des Griffes 121
schnappt der Riegel 115 unter dem Griff 121 ein
(Fig. 1), und sowohl das Magazin als auch die darin enthaltenen Spulenkapseln befinden sich gegenüber
dem Greifer der Maschine in einer vorbestimmten Lage.
Wird die Spulenwechseleinrichtung betätigt, so entnimmt zunächst die Einsetzklaue 45 dem Mundstück
71 die vorderste Spulenkapsel. Bei der zweiten Schwenkbewegung des Greif klauenträgers 40
bewegt dann der Nocken 32 den Auslösehebel 112 so, daß seine Nase ΐΐ2ώ durch den Schaltschlitz 97
des Mundstückes Ji auf den Haken des Schiebers
der bisherigen zweiten Spulenkapsel im Magazin drückt. Dadurch wird diese Spulenkapsel aus der
Rast 88 gelöst und durch die Wirkung der Spiralfeder 83 nach vorn bewegt, bis ihr Schieber in de,r
Raste 89 einrastet. Dabei sichert die Führungsnut 96, in der der Haken des Spulenkapselschiebers
gleitet, die Spulenkapsel zusätzlich gegen Verdrehung
auf dem Leitstift 81. Gleichzeitig ist der Übrige. Spulenkapselvorrat um eine Spulenkapsellänge
nach' vorn gerückt, bis der Schieber der jetzigen zweiten Spulenkapsel von der Raste 88
gehalten wird. Der beschriebene Vorgang wiederholt sich bei jedem Spulenwechsel, bis der Magazinvorrat
erschöpft ist und der Schieber 95 der Vorschubhülse 82 die Raste 88 erreicht hat und in
dieser Stellung auch bei weiteren Schaltvorgängen verbleibt, da die Naseii2fl des Auslösehebels 112
den gegenüber normalen Spulenkapseln verkürzten Haken 94 des Schiebers 95 nicht trifft.
Claims (18)
1. Einrichtung zum mechanischen Spulenwechsel bei Nähmaschinen durch Bedienung
eines Schaltgliedes, wobei die leere Spule mitsamt der ,Spulenkapsel mit Hilfe mechanischer
Organe selbsttätig aus dem Sitz im Greifer entfernt und durch eine einem Magazin selbsttätig
entnommene gefüllte Spule nebst Spulenkapsel ersetzt wird, nach Patentanmeldung
P 6016 VII/52 a, dadurch gekennzeichnet, daß
die den Greifklauenträger (40) fest tragende, parallel zur Greiferwelle verlaufend in der
Grundplatte der Maschine angeordnete Schaltwelle (3) mit einem Schaltzapfen (21) versehen
ist, der in einer sie umschließenden Kulisse (5, 6) in geradlinigen und schraubenförmigen
Nuten (Schlitze 19, 20, 26) geführt ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltwelle (3) in dem vorderen Greiferwellenlagerkörper (1) und in,
einem am hinteren Greiferwellenlagerkörper (2) befestigten Steuerungsgehäuse (4) axial- und
drehbeweglich gelagert-ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Steuerungsgehäuse
(4) zwei Kulissenteile (5 und 6) angeordnet sind, von denen das eine radial verstellbar
ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 und 3, gekennzeichnet
durch zwei an dem vorderen Kulissenteil (6) befestigte, einseitig verbreiterte Federzungen (23).
5. Einrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Steuerungsgehäuse (4) und einem auf der Schaltwelle
(3) befestigten Mitnehmer (28) eine Druckfeder (29) um die Schaltwelle, gegebenenfalls unter
Zwischenschaltung von Beilagescheiben (30) an beiden Enden gelegt ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltwelle (3)
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mit einer Nut (31) versehen und in dieser ein in Längsrichtung der Welle frei beweglicher
Nocken (32) geführt ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer zur Schaltwelle
parallelen Geradführung (33) ein mit einem Stift (39) und einer Gabel (37) versehenes
Gleitstück (36) fliegend angeordnet ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Greifklauen (44 und 45) an ihrem vorderen Ende ein unter Wirkung einer Druckfeder (56) stehendes bewegliches
Hakenglied (49 bzw, 50) tragen, an dessen der Hakenspitze abgekehrtem Ende ein Stellstift
(55) befestigt ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 1 und 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Greifklauenstege mit zwei Rasten (60) für einen Kegelstift (48)
versehen sind.
. 10. Einrichtung nach Anspruch 1, 8 und 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Haken der Einsetzklaue (45) an der der Druckfeder (56)
gegenüberliegenden Seite mit einer stegartig hervorragenden Nase (53) versehen ist, deren
. untere Fläche parallel zur Hakenrichtung verläuft.
11. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Grundplatte der Maschine ein parallel zur Greiferwelle verstellbarer
Abstreifer (63) vorgesehen ist, der einen Abdrückstift (69) und eine Auflaufkante (68)
besitzt, die in den Drehkreis von an den Greifklaüen (44 und 45) angeordneten Stellstiften
(55) ragt.
12, Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Magazin mit einem Leitstift (81) versehen ist, dessen vorderes
Ende ähnlich dem Spulenkapselhaltestift im Greifer der Maschine ausgebildet ist.
13. Einrichtung nach Anspruch 1 und 12, dadurch
gekennzeichnet, daß der Leitstift (81) des Magazins mit einem Führungssteg (86) und in
diesem ausgenommenen Rasten (87, 88, 89) versehen ist.
14. Einrichtung nach Anspruch 1, 12 und 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Leitstift (81) in einer Bodenplatte (76) befestigt ist, die mit
Führungsstücken (yy und 78) verschiedener
Größe versehen ist.
15. Einrichtung nach Anspruch 1, 12, 13 und
14, gekennzeichnet durch eine Vorschubhülse (82) mit abgestuften Durchmessern und einem
Schaltstück (93), das ähnlich dem Oberteil einer Spulenkapsel ausgebildet ist.
16. Einrichtung nach Anspruch 1 und 12, dadurch
gekennzeichnet, daß das Magazin . mit einer Sicherungsbohrung (99) und einer Sicherungsnut
(100) versehen ist.
17. Einrichtung nach Anspruch 1 und 12, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Grundplatte der Maschine ein zweiteiliger Magazinhalter
mit einem an dem beweglichen Teil (102) angebrachten Sicherungswinkel (122) und einem
in den festen Teil (loi) eingelassenen Sicherungsstift
(109) befestigt ist.
18. Einrichtung nach Anspruch 1, 6, 13 und
17, gekennzeichnet durch einen vorzugsweise am Magazinhalter drehbeweglich befestigten,
unter Federdruck stehenden Auslöeehebel (112), der an dem Nocken (32) der Schaltwelle (3)
anliegt und in ausgeschwenkter Stellung durch eine Öffnung (97) in das Magazin (70) eintritt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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