DEP0008029MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEP0008029MA
DEP0008029MA DEP0008029MA DE P0008029M A DEP0008029M A DE P0008029MA DE P0008029M A DEP0008029M A DE P0008029MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
value
textiles
cellulose
polyvalent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

iDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 16. Juli 1952 Bekanntgemacht am 22. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
In dem Patent 857 943 ist ein Verfahren zur Er-Löhung der Knitterfestigkeit von Fasern und Geveben, insbesondere aus regenerierter Cellulose, bechrieben, bei welchem das Ausgangsmaterial mit dner sauren, wäßrigen Lösung mehrwertiger, gegebenenfalls substituierter Aldehyde, imprägniert vird. Um bei der Imprägnierung eine Kondensation ;wischen Fasersubstanz und den mehrwertigen Aldeiyden zu erreichen, ist bei dem Verfahren des Haupt-)atents als Kondensationskatalysator eine Säure mwesend, die, wie z. B. Aldehydcarbonsäuren, mit ler Fasersubstanz bzw. deren Hydroxylgruppen hrerseits, vorzugsweise im Wege der Acetalbildung, ;u kondensieren vermag.
Es hat sich nun gezeigt, daß es zur Erzielung eines guten Imprägnierungseffektes vor allen Dingen auf die Innehaltung des richtigen pH-Wertes der Lösung ankommt, und zwar muß dieser pH-Wert der Imprägnierlösung, wie schon in dem Hauptpatent angegeben, möglichst zwischen etwa 3,0 und 4,0 liegen. Technisch hergestellte mehrwertige Aldehyde, wie insbesondere Glyoxal, enthalten jedoch leicht einen erheblichen Säureüberschuß, so daß sich in der Praxis oft die Aufgabe ergibt, den pH-Wert der Lösung vor der Imprägnierung durch Abstumpfen der Säure innerhalb der richtigen Grenzen einzustellen.
Dabei muß der gewünschte pH-Wert auch während des auf die Imprägnierung folgenden Trockenvor-
509 556/12
P 8029 IVd/8k
ganges stets der gleiche bleiben, weil sonst leicht ein Vergilben des (lutes bzw. ein Farbumschlag bei bereits gefärbten Textilwaren eintritt. Zur Einstellung des Pi[-Wertes sind die. üblichen Puffersalze, wie beispielsweise Natriuinacetat, ungeeignet, weil beim Trocknen die flucht igt; Säure zum Teil verlorengeht und sich infolgedessen der pH-Wert des Textilgutes in unerwünschter Weise ändert.
Dagegen wurde gefunden, daß zur Einstellung des gewünschten Säuregrades Alkali- oder Erdalkalisalze niehtfliichtiger Säuren sich ausgezeichnet eignen, vorausgesetzt, daß diese Säuren ihrerseits ein geringes Dissoziationsvermögen besitzen, das in jedem Fall geringer als das der Oxalsäure sein muß. Als besonders geeignet seien Alkali- oder Erdalkaliverbindungen von Borsäure, Weinsäure und auch Phosphorsäure erwähnt, wobei statt des Natriumsalzes der Borsäure auch technischer Borax mit besonders gutem Erfolg verwendbar ist.
Die folgenden Beispiele sollen das Verfahren erläutern:
Beispiel ι
Man verwendet technisches Glyoxal, das neben .1° 0Ai Glyoxal noch 20% Glyoxylsäure und 50% Essigsäure enthält. Von diesem Produkt nimmt man 100 g und verdünnt es mit 875 g Wasser. Dazu gibt man 25 g technischen Borax und löst durch intensives Mischen auf. Von der klaren Lösung wird der pH-Wert bestimmt, welcher mit 3,7 gefunden wird. In dieser Flotte wird ein Zellwollgewebe, welches mit 2% eines Substantiven Farbstoffes, z. B. Siriuslichtnibin B (von einer Diaminodiphenyl-Harnstoffdisulfosäure abgeleiteter Disazofarbstoffe zweimal gekuppelt auf 2-Amino-iS-naphthol-6-sulfosäure), gefärbt ist, 2 Minuten behandelt, anschließend auf 90% Feuchtigkeit abgepreßt ;jh int erher wird in einem Trockner bei 90° unter guter Luftumwälzung getrocknet und man erhält so eine knitterfeste Ware, die im Farbausfall der Originalfärbung entspricht, während eine vergleichsweise Ausrüstung desselben Stückes in dei nicht mit Borax korrigierten Glyoxalfiotte einer deutlich erkennbaren Farbumschlag erhält.
Beispiel 2
Technisches Glyoxal von 30% Gehalt mit 2,8 °/, Glycolsäure und 4,5% Essigsäure wird mit dei 9fachen Menge H2O verdünnt. Man fügt dann so vie Borax zu, daß sich ein pn-Wert von 4,2 einstellt In dieser Flotte wird ein Stück weißer Zellwoll· musseline behandelt, auf 90% Feuchtigkeit ab· gequetscht und bei 8o° getrocknet. Man erhält ein( knitterfeste weiße Ware, während man bei einei sonst gleichen Imprägnierflotte, bei welcher der gleicht Pu-Wert mit NaOH eingestellt wurde, eine vergilbt( Ware erhält.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Erhöhen der Knitterfestigkeil von Fasern und Geweben, insbesondere aus regenerierter Cellulose, durch Imprägnieren mil einer sauren, wäßrigen Lösung mehrwertiger gegebenenfalls substituierter Aldehyde nacl: Patent 857 943, wobei als Kondensationskataly sator eine Säure verwendet wird, die mit dei Fasersubstanz bzw. den freien Hydroxylgruppen vorzugsweise im Wege der Acetalbildung, zi kondensieren vermag, dadurch gekennzeichnet daß der pn-Wert der Tränklösung durch An· Wesenheit eines Alkali- oder Erdalkalisalzes einei nichtflüchtigen Säure, deren Dissoziationsgrac unter demjenigen der Oxalsäure liegt, zwischei 3,0 und 4,0 gehalten wird.
    Angezogene Druckschriften:
    Britische Patentschrift Nr. 585 679;
    Fischer-Bobtien, Lexikon für die gesamte Textil Veredlung, S. 263, rechte Spalte;
    Weiß, Spezial- und Hochveredlungsverfahren dei Textilien aus Cellulose 1951. S. 154.
    O 509 556/12 9.55

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE763862C (de) Verfahren zum Veredeln von Textilgut
DE762964C (de) Verfahren zum Wasserabweisendmachen von Cellulosefasern
DE69407045T2 (de) Behandlung von textilien
DE3807030A1 (de) Waessriges textilbehandlungsmittel und verfahren zum knitterfestmachen von textilmaterial
DE626519C (de) Verfahren zur Veredelung regenerierter Cellulose
DE69712175T2 (de) Verfahren zur Behandlung von Textilien aus Cellulosefasern mit Harzen
DE2249272C3 (de) Verfahren zum Knitterfreimachen von Cellulose enthaltenden Textilien
DE1141973B (de) Verfahren zur Verminderung des Quellwertes und zur Erhoehung der Scheuerfestigkeit von Gebilden, wie Fasern, Faeden oder Geweben, aus nativer oder regenerierter Cellulose
DEP0008029MA (de)
DE968710C (de) Verfahren zum Erhoehen der Knitterfestigkeit von Fasern und Geweben
DE868286C (de) Verfahren zum Durchscheinendmachen von natuerlichen oder kuenstlichen Fasern
DE2508558A1 (de) Verfahren zur erzielung von auf brueckenbildung beruhenden veredlungseffekten
DE930746C (de) Verfahren zur Behandlung von Textilstoffen, insbesondere aus regenerierter Cellulose
DE339301C (de) Verfahren zur Veredlung von pflanzlichen, tierischen und kuenstlichen Fasern
DE1001802C2 (de) Verfahren zum Vergleichmaessigen der Farbaufnahme von Cellulosehydratfasern und -faeden
DE878787C (de) Effektgarne
AT141853B (de) Verfahren zur Herstellung von knitterfesten Appreturen auf Textilfasern.
DE928043C (de) Verfahren zum Erhoehen der Knitterfestigkeit von Fasern und Geweben
AT166912B (de) Verfahren zum Durchscheinendmachen von natürliche oder künstliche Fasern enthaltenden Geweben
AT151645B (de) Verfahren zur Veredlung von Textilien.
DE306447C (de)
DE1093319B (de) Verfahren zum Knitterfest- und Krumpffreimachen von Textilien aus nativer oder regenerierter Cellulose
DE668572C (de) Verfahren zum Appretieren von Textilgut aus Cellulose- oder Cellulosehydratkunstseidefasern
DE924861C (de) Verfahren zum Erhoehen der Knitterfestigkeit von Fasern und Geweben
DE975527C (de) Verfahren zum Haerten von Aminoplasten