DEP0007894DA - Verfahren und Vorrichtung zum Sterilisieren von gefüllten und verschlossenen Konservengefäßen im Wasserbade von Druckkochern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Sterilisieren von gefüllten und verschlossenen Konservengefäßen im Wasserbade von DruckkochernInfo
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Description
Patentanwälte
K. Mimdt, O. Fricke
K. Mimdt, O. Fricke
Braunschweig
Dankwardstraße 2U
Telefon 3598
46o4
Karges-Hammer,Maschinenfabrik,G.m.b.H.,Braunschweig,Frankfurterstr,
36
BVerfahren und Vorrichtung zum Sterilisieren von gefüllten und verschlossenen Konservengefäßen im Wasserbade von Druckkochern/'
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Druckkocher,sogenannte Autoklaven,zum Sterilisieren von gefüllten und verschlossenen
Konse:u/engefäßen(Dosen und Gläsern)im> Wasserbade.Um bei diesem Sterilisieren das Bombieren der Dosen oder das Zerplatzen
der Gläser zu verhüten,das leicht eintritt,wenn während des Kochens oder Abkühlens der Druck in den Konservengefäßen den umgebenden
Autoklavendruck übersteigt,ist man dazu übergegangen,im Autoklaven den Druck des Koch-bezw. Kühlmedtuns ständig mindestens so hoch zu
halten, wie oben in den Gefäßen herrscheaAea^Eir^iete',beispielsweise durch Anschließen des Autoklaven an eine Druckwassßr -oder Druckleitung.
Dies es Sterilisierverfahren hat bereits gute Ergebnisse gezeigt,es weist aber noch den Nachteil auf,daß es ganz und gar
abhängig ist von der Aufmerksamkeit des Bedienungspersonals«
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind ein Verfahren und Mittel, die den Betrieb solcher Druckkocher (Atifeefcla»®») von der
Aufmerksamkeit des Bedienungspersonals unabhängig machen und dadurch erheblich wirtschaftlicher gestalten|das beschädigen des Gutes,
z.B. das Aufplatzen der Würstchen,ist danach nicht mehr zu befürchten,weil Vorsorge getroffen ist,daß der im Kochraum des Autoklaven
herrschende Druck zu keiner Zeit unter den Innendruck der Konservengefäße abfällte Zugleich bietet die Erfindung die Möglichkeit,noch
dünnwandigere Einkochdosen als bisher und solche Verschlüsse,die lediglich durch äußeren fiberdruck dichtgehalten werden, zu verwenden,
weil während des Sterilisierens die Gefäße keiner wesentlichen Veränderung und die Verschlüsse keiner zusätzlichen wechselnden
Beanspruchung ausgesetzt sind.
Erfindungsgemäß ist das dadurch erreicht,daß in einem Druckkoch
vorzugsweise in einem solchen mit einer Beheizung,die das Einblasen von Dampf in den Kocher ausschließt und damit die voneinander
unabhängige Regelung von Temperatur und Druck im Kochraum gewährleistet,zwischen Kochraum und einzufüllenden Kochwasser
ein Füllungsverhältnis hergestellt wird,das demjenigen der Konservengefäße gleich oder doch annähernd gleich ist, und daß
die Überwachung des Sterilisierungsvorganges einem der zu sterilisierenden Konservengefäße übertragen wird,dessen den
Druckschwankungen im Kochraum folgender Wandteil mittelbar und automatisch das Druckein- und Auslaßventil steuert.Zu diesem
^weck kann z.B. die durch Druckänderung im Autoklaven hervorgerufene Veränderung der Höhe des Konservengefäßes zur Steuerung
zweier Drosselventile benutzt werden,wodurch das Reglermedium (lasser oder Luft) Zutritt auf beide Seiten eines Arbeitskolbens
erhält,der bei Druckänderung über ein Gestänge das Ein-bezw. das Austrittventil für das Druckmedium betätigt,so daß der Innendruck
der Konservengefäße zu keiner Zeit den Kochraumdruck anhaltend übersteigt.
Eine als Beispiel anzusehende Ausführung der Erfindung ist in der Zeichnung in einem senkrechten Achsenschnitte durch einen
mit Heiz- und Kühlschlange versehenen Druckkocher(A^A^kJ^jeja) schematisch dargestellt»
Der Autoklav besteht danach aus einem auf einem Fußringe 4 stehenden Zylinder 1,der durch einen nach unten gewölbten,mit
Ablaßventil 21 versehenen Boden 3 und durch einen aufgewölbten,abnehmbaren Deckel 2 abgeschlossen ist»Die zu sterilisierenden Gefäße,
vorzugswfise Konservendosen und Konservengläser,werden in bekannter
Weise in Käfigen gestapelt in den Autoklaven eingebracht„Darauf wird der Autoklav "bis beispielsweise zur Linie χ mit Wasser angefüllt,so
daß sein Füllungsgrad demjenigen der zu sterilisierenden Gefäße entspricht.Alsdann wird das Heizmittel in die Heizschlange
eingelassen,die auch zum späteren Abkühlen der Dosen im Anschluß an das Kochen dient,indem anstelle des Heizmittels ein Kühlmittel
durch die Schlange 5 hindurchgeleitet wird.Für diese Zwecke ist die Rohrschlange 5 an eine mit Dreiweghahn 6 und Manometer 7
versehene Zuleitung 25 und eine,ebenfalls mit Dreiweghahn 22 Versehens Ableitung 26 angeschlossen.Über beide Dreiweghähne 6 und
22 ist die Schlalnge 5 ferner an eine Kühlmittelleitung 27 angeschlossen.Für das Überwachen des Druckes und der Temperatur
im Autoklaven während des Sterilisierens sind am Deckel 2 ein Manometer 8 und ein Thermometer 9 angeordnet.Ferner ist an den
Deckel 2 eine Druckleitung 19 mit Druckregelventil 18 und Manometer 2o angeschlossen,die zur Erzeugung und Erhaltung eines den
Druck in den Konservengefäßen etwas übersteigenden Druckes im Autoklaven 1 dienen*
Der beschriebene Autoklav und seine Bedienung sind hinlänglich bekannt.Neu und fortschrittlich ist nach der vorliegenden
Erfindung neben der Schaffung eines bestimmten Füllgrades ein Druckregler,der beim Sterilisierungsvorgange,also sowohl beim
"Steigen",wie auch beim "Halten",oder auch beim Fallen des Druckes vollkommen selbsttätig fdafür sorgt,daß der Druck im Autoklaven
niemals anhaltend unter den Innendruck der Konservengefäße abfällt, vielmehr bei der geringsten Schwankung sofort dem Drucke innerhalb
der Konservengefäße wieder angeglichen wird.Im gezeichneten Beispiel ist zu diesem Zweck auf der Deckelunterseite ein Konservengefäß
3o untergebracht,etwa in einer am Deckel 2 befestigten siebartig gelochten Haube 11.Auf diesem Konservengefäß 3o ruht
ein vertikal verschieblicher Fühlstift mit zwei darauf befestigten Drosselscheiben 41.Dieser Fühlstift ist bei 46 durch eine
Dopperbüchse gegen den Autoklaven abgedichtet.Das Medium des Reglers tritt durch den Einlauf 4o und die beiden Drosselstellen
in einen Zylinder beiderseits des K@ife@»e* 42 ein und über die regulierbaren Drosselstellen 43 durch den Auslauf 44 ins Freie«
Die Kolbenstange des Kolbens 42,die durch Stopfbuchse 45 inden Kochraum des Autoklaven hineinreicht,ist mit dem Gestänge 14 und
t5 gekuppelt«letzteres hat in 16 feste Drehpunkte und ist mit Auslaßventil 17 bezw. Einlaßventil 18 verbunden.Die Zuleitung 19
steht mit einem nicht dargestellten Druckgefäß in Verbindung.
Die Drosselstellen 43 werden entsprechend dem Reglermedium oder dessen Druck mit Rücksicht auf die gewünschte Empfindlichkeit
des Reglers eingestellt«
Beim Anheizen des Autoklaven,dem sogenannten "Steigen", bei dem der Druck im Kochraum bekanntlich schneller ansteigt als
im Konservengefäß,wird das Konservengefäß 3o in der Längsrichtung zusammengedrückt.Dadurch wird die Öffnung des unteren Drosselventils
41 verkleinert und die des oberen gleichzeitig vergrößert.Infolge des dadurch über dem &@i3&e&* 42 eintretenden Überdrucks bewegt *** <£
A^ das Auslaßventil 17
so lange,bis die Drücke im Konservengefäß 3o und Kochraum^ 1 einander wieder angeglichen sind.Wird umgekehrt,z.B.während des
Kühlens,der Druck im Konservengfäß 3o größer als im Autoklaven 1, verkleinert sich die Öffnung am oberen Drosselventil 41,
während gleichzeitig die untere Drosselöffnung sich vergrößert. Der dadurch eintretenden höhere Druck an der unteren Seite des Arbeitskolbens
bewegt diesen nach oben,wodurch das Druckeinlaßventil 18 geöffnet wird und solange Druckmittel einläßt,bis wiederum
zwischen dem Druck im Autoklaven und im Konservengefäß ein Ausgleich herbeigeführt ist.
Claims (5)
1.) Verfahren zum Sterilisieren von gefüllten und verschlossenen Konservengefäßen
im Wasserbade von DruckkocherniAutoklaven),dadurch gekennzeichnet,daß in einem Druckkocher(1),vorzugsweise in
einem solchen mit einer die getrennte Regelung von Temperatur und Druck gewährleistenden Außen-oder Röhrenbeheizung zwischen
Kochraum und einzufüllendem Kochmedium(Wasser odgl.)ein Füllungsverhältnis hergestellt wird,das demjenigen der Konservengefäße
gleich oder doch annähernd gleich ist,und daß die Überwachung des Sterilisierungsvorganges einem im Kochraum
untergebrachten,zweckmäßigerweise im gleichen Füllungsverhältnisse mit Wasser odgl. gefüllten Ausdehnungskörper,
z.B. einem der zu sterilisierenden Konservengefäße(3o), übertragen wird,dessen den Druckschwankungen beim Sterilisiervorgange
folgender Wandteil03) den Druckein- und Auslaß (17,18) des Kochraumes (1) automatisch steuert,
2.) Vorrichtung (Autoklav)zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daßin einem z.B. mit eingebauter
auch als Kühlleit^ng benutzbarer ,Heizschlange(5) versehenen und an eine Druckmittelleitung(19)angeschlossenen
Autoklaven(1),der üblicher Bauart sein kann,ein den Druckschwankungen im Kochraume folgender Ausdehnungskörper,z.B.
eines der zu sterilisierenden Konservengefäße(3o),so angeordnet ist, daß sein unter den Druckschwankungen beweglicher
Wandteil mittel- oder unmittelbar auf ein Hebelgestänge(i4,15) zum Steuern von Druckauslaß-und Einlaßventilen(17»18)einwirkt *
3·) Vorrichtung (Autoklav) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausdehnungskörper(z.B. Konservengefäß 3o) einem
Servomotor (42) zum Steuern der Druckeinlaß-und Auslaßventile (17,18) Steuerimpulse erteilt.
4») Vorrichtung (Autoklav) nach Anspruch 2 und 3,dadurch gekennzeichnet, daß der Ausdehnungskörper (ζ.Β.Konservengefäß
3o) auf ein Drosselorgan (41) einwirkt,durchä dessen Verstellung ein Strömungsmedium,das einen den Servomotor
für die Druckeinlaß-und Auslaßventile(17,18) bildenden Arbeitskolben (42) beiderseitig beaufschlagt,je nach
den DruckSchwankungen im Koch- oder Kühlraum, gegenüber der einen oder der anderen Kolbenseite mehr
oder weniger absperrbar ist.
5.) Vorrichtung (Autoklav)nach Anspruch 2,dadurch gekennzeichnet ,daß das gesteuerte Druckauslaßventil(17)
zugleich als Sicherheitsventil bei übermäßigem Druckanstieg während des Sterilisiervorganges dient»
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