DEP0006501DA - Netz-, Dispergier- und Reinigungsmittel - Google Patents

Netz-, Dispergier- und Reinigungsmittel

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DEP0006501DA
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DE
Germany
Prior art keywords
wetting
dispersing
cleaning agents
salts
sulfonates
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Herbert Dipl.-Ing. Marl Bergmann (Kr. Recklinghausen)
Wilhelm Dr. Marl Dietrich (Kr. Recklinghausen)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
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Description

Bekanntlich werden Salze von alkylierten Arylsulfonsäuren als Netz- und Dispergier- und zum Teil auch als Reinigungsmittel verwendet. Während das Netz- und Dispergiervermögen dieser Salze für die in der Praxis vorkommenden Fälle meist ausreichend ist, läßt die Wasch- und Reinigungswirkung bisweilen zu wünschen übrig.
Es wurde nun gefunden, daß Präparate aus löslichen Salzen der alkylierten Arylsulfonsäuren und löslichen Salzen der sauren Schwefelsäureester höhermolekularer Alkohole sich durch vorzügliche Eigenschaften auszeichnen. Ihr Netz-, Dispergier- und insbesondere Wasch- und Reinigungsvermögen ist überraschenderweise erheblich über die zu erwartende Summenwirkung hinaus verbessert und das Schaumvermögen beträchtlich gesteigert worden.
Die Salze der alkylierten Arylsulfonsäuren, kurz die Sulfonate (vgl. Chwala, Textilhilfsmittel, 1939, Seite 62), leiten sich vom Benzol, Naphthalin, Anthracen, Carbazol oder deren Chlor-, Nitroderivaten usw. ab, wobei die Alkylreste gerade oder verzweigt sein können. Während bekanntlich die sich vom Benzol ableitenden Sulfonate in der Regel mindestens etwa 6 Kohlenstoffatome in der Alkylgruppe enthalten müssen, um ein technisch verwertbares Netz-, Dispergier- und Reinigungsvermögen zu besitzen, erhalten die vom Naphthalin und anderen mehrkernigen Kohlenwasserstoffen usw. abgeleiteten Sulfonate bereits durch den Eintritt von Propyl- bzw. Butylresten die erwähnten Eigenschaften. Im allgemeinen sind somit für die Benzolsulfonate längere Alkylreste als für die Naphthalinsulfonate usw. erforderlich, um der Verbindung den Charakter eines Netz-, Dispergier- und Reinigungsmittels zu verleihen. Die Herstellung der Sulfonate geht bei Temperaturen um 0° besonders leicht und quantitativ, wenn die Kettenlänge der Alkylgruppen größer ist. Die Sulfonate sind klar wasserlöslich. Dabei ist nicht erforderlich, daß die zur Herstellung der Sulfonate verwendeten aliphatischen Verbindungen einheitlicher Natur sind, man kann z. B. auch die der Technik aus der Fischer-Tropsch-Synthese zur Verfügung stehenden Kohlenwasserstoffgemische und andere verwenden. Als Salze der sauren Schwefelsäureester höhermolekularer Alkohole eignen sich die vom Octanol, Decanol, Dodecanol (Laurylalkohol), Tetradecanol (Myristylalkohol), Hexadecanol (Cetylalkohol), Octadecanol und Octadecenol (Stearyl- bzw. Oleylalkohol) abgeleiteten Verbindungen, die sogenannten Sulfate (vgl. Chwala, Textilhilfsmittel, 1939, Seite 62). Es ist nicht erforderlich, daß man bei der Umsetzung die normalen Alkohole verwendet, vielmehr zeigen die sekundären und verzweigten Alkohole die gleichen Eigenschaften. Auch die Sulfate, die man aus den durch Reduktion der Vorlauffettsäuren der Paraffinoxydation erhältlichen Vorlauffettalkoholen mit etwa 6 - 9 Kohlenstoffatomen oder aus höheren Alkoholen, wie sie beispielsweise aus den Olefinen der Kohlenwasserstoffsynthese aus Kohlenoxyd und Wasserstoff bei normalem oder mittlerem Druck unter Anlagerung von Kohlenoxyd und Hydrierung entstehen, erhält, kommen in vorliegendem Falle in Frage.
Die genannten Sulfonate und Sulfate gelangen vorzugsweise als Natrium-, Kalium- oder Ammoniumsalze zur Anwendung, doch kann man sie auch in Form ihrer Salze mit organischen Basen, wie Methylamin, Mono-, Di- und Triäthanolamin und anderes, benutzen.
Die Menge des dem Sulfonat zuzusetzenden Sulfats richtet sich nach der Natur des in seiner Wirkung zu verbessernden Sulfonats und bewegt sich zwischen wenigen Prozenten bis etwa der gleichen Menge und mehr. Durch Vorversuche, z. B. durch Bestimmung des Schaumverhaltens verschiedener Konzentrationen der wässrigen Lösungen der Gemische bei verschiedenen Temperaturen, lassen sich die optimalen Mengenverhältnisse leicht feststellen.
Beispiel 1
Man mischt 30 Gewichtsteile des Natriumsalzes des sauren Schwefelsäureesters des Decanols mit 70 Gewichtsteilen des Ammoniumsalzes einer Dibutylnaphthalinsulfonsäure und erhält ein Präparat, das sich bei Waschversuchen an angeschmutzten Textilien als wesentlich wirksamer erweist als die einzelnen oder auch nacheinander angewandten Komponenten. Der mit dem Präparat erzeugte Schaum ist stärker und stabiler, das Netzvermögen der wässrigen Lösung bedeutend verbessert worden.
Beispiel 2
Ein gleiches Verhalten wie das in Beispiel 1 angegebene Präparat zeigt eine aus 30 Gewichtsteilen des Natriumsalzes des sauren Schwefelsäureesters des Octanols und 70 Gewichtsteilen einer alkylierten Benzolsulfonsäure, in der die Alkylgruppe zwischen 6 und 18 C-Atome enthält, hergestellte Mischung.
Beispiel 3
Die folgende Tabelle gibt ein deutliches Bild über die Steigerung der Schaummenge einer Mischung aus Salzen der sauren Schwefelsäureester höhermolekularer Alkohole mit Salzen von Alkylarylsulfonsäuren gegenüber der Schaummenge der einzelnen Komponenten. Die Versuche wurden mit einer Lösung von 0,06 % wirksamer Substanz in Wasser von 0° DH durchgeführt. Das Schäumen der Lösung wurde danach bewirkt, daß eine durchlöcherte Eisenplatte in einem mit der Lösung gefüllten Glaszylinder mehrmals herauf und herunter bewegt wurde.
Es wurde die Schaumhöhe in cm(exp)3 bei 20° und 70° nach 30, 60 und 90 Sekunden gemessen.

Claims (1)

  1. Netz-, Dispergier- und Reinigungsmittel, die lösliche Salze von alkylierten Arylsulfonsäuren und lösliche Salze saurer Schwefelsäureester höhermolekularer Alkohole enthalten.

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