DEP0006493DA - Überlagerungsempfänger - Google Patents
ÜberlagerungsempfängerInfo
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Description
Überlagerungsempfänger mit Induktivabstimmung sind bisher nur bei Drucktastsystemen mit vorabstimmbaren Kreisen ausgeführt worden, da es grosse Schwierigkeiten bereitet die bisher gewohnten Anforderungen hinsichtlich des Gleichlaufs von Oszillator- und Vorkreisen einzuhalten. Die Induktivitätsabstimmung hat jedoch bei richtiger Ausführung aller Einzelteile den Vorteil, dass eine Mengenfertigung mit besonders einfachen Mitteln und kleinem Aufwand an Rohstoffen möglich ist.
Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung einen Überlagerungsempfänger mit Induktivitätsabstimmung für Oszillatorkreis und Vorkreis mittels verschiebbarer Eisenkerne zu schaffen, der auf mehrere Wellenbereiche umschaltbar ist und bei dem die Umschaltung selbsttätig bei Betätigung der Abstimmittel erfolgt.
Gemäss der Erfindung werden die Oszillatorspulen von mindestens zwei Wellenbereichen und die Vorkreisspulen für die gleichen Wellenbereiche hintereinander auf einem gemeinsamen Spulenkörper koaxial angeordnet. Dabei ist den Oszillatorkreisen und den Vorkreisen nur je ein Eisenkern zugeordnet und diese beiden Eisenkerne sind auf einem gemeinsamen Träger im Innern des Spulenkörpers verschiebbar gelagert. Eine derartige Anordnung zweier Eisenkerne ist zwar bei Spulensätzen für einen Bereich eines Druckknopfteils eines Überlagerungsempfängers bekannt. Es wurde aber bisher nicht für möglich gehalten, auf diese Weise einen Mehrbereichsuper zu bauen. Erst durch die geeignete Anordnung der Spulen und Kerne und der dazugehörigen Umschaltvorrichtung wurde eine brauchbare Ausführung ermöglicht. Der Abstand der beiden Oszillatorspulen voreinander und die Länge der Eisenkerne werden dabei zweckmässig derart gewählt, dass der zugehörige Eisenkern nach dem Verlassen der einen Spule sich ganz im Innern der nächsten Spule befindet. In dieser Stellung wird die Umschaltung vorgenommen. Die
Vorkreisspulen und der dazugehörige Eisenkern sind ähnlich ausgeführt. Der Wellenbereichumschalter ist mit dem Antrieb der Eisenkerne zwangsläufig gekuppelt, so dass die Umschaltung von einem Wellenbereich auf den anderen im richtigen Augenblick erfolgt und nur einen kleinen Bruchteil des gesamten Bewegungsvorganges einnimmt. Um im Mittelwellenfrequenzbereich einen Gleichlauf über eine genügend lange Strecke zu gewährleisten wird zweckmässig innerhalb des Bereiches eine zweite Vorkreiswicklung zugeschaltet, während dieDie Mittelwellenoszillarorspule unverändert bleibt.
Dieselbe Unterteilung der Vorkreiswicklungen im Zusammenwirken mit einer Oszillatorspule ist natürlich auch im Langwellenbereich möglich.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird im folgenden im Zusammenhang mit den Zeichnungen beschrieben. Figur 1 zeigt ein Prinzipschaltbild für Vorkreise und Oszillator des Empfängers, Figur 2 zeigt eine Ansicht der Abstimmvorrichtung und Figur 3 eine Ansicht der Eisenkernanordnung.
Figur 1 zeigt die übliche Schaltung einer Osziallatormischröhre 1 un deren Oszillatorkreis 3, 4, 5 die Langwellenspule 6 und die Mittelwellenspule 7 liegt. Diese Spulen sind einlagig aus dünnen Volldraht gewickelt, da beim Oszillatorkreis die Dämpfung keine Rolle spielt. Der Vorkreis enthält 3 Spulen von denen die Langwellenspule 8 für die Abstimmung über den gesamten Langwellenbereich benutzt wird, während die Vorkreisspule des Mittelwellenbereichs in zwei Teilwicklungen 9 und 10 unterteilt ist, die nacheinander zur Wirkung kommen. Die Ankopplung der Antenne 11 an den Vorkreis, sowie die Rückkopplung an den Oszillatorteil erfolgt kapazitiv, da die Anordnung der Koppelspulen für die Antennenkopplung, sowie die Rückkopplung des Oszillators auf induktivem Wege schwierig wäre, weil der Koppelfaktor sich mit verschiedenen Kreisinduktivitäten und Kernstellungen stark ändern würde.
Die im Innern der auf einem langen zylindrischen Spulenträger 18 angeordneten Spulen 6, 7, 8, 9 und 10 beweglichen Eisenkerne 12 und 13 bestehen aus dem Oszillatorkern 12 und dem
Vorkreiskern 13, die durch ein Distanzstück 19 genau vorgegebener Länge voneinander getrennt sind. Auch die Länge der beiden Eisenkerne 12 und 13 ist genau kalibriert und mit der Spulenlänge in ein solches Verhältnis gebracht, dass die Kerne bei der Bedienung der Abstimmvorrichtung folgende Stellung einnehmen:
Beim Empfang der Langwellen befinden sich die Eisenkerne in Figur 2 ganz rechts, so dass sich sowohl der Vorkreiskern ausserhalb der Langwellenoszillatorspule befindet. Beim Eindrehen der Eisenkerne wird der Langwellenbereich durchlaufen, bis die Kerne symmetrisch zu den zugehörigen Langwellenspulen liegen. In dieser Stellung werden die in Figur 1 dargestellten Kontakte c, d, e umgeschaltet. Diese Kontakte bilden einen Schalter, der durch einen Kurventrieb betätigt wird und zwar derart, dass nunmehr die Kontakte a, b, c, d, e die in dem Kontakplan angegebenen Stellungen einnehmen. Bei der weiteren Drehung des Abstimmknopfes in der gleichen Richtung wandern die Kerne der Figur 2 weiter nach links, so dass sie sich nun in die Mittelwellenspulen hineinbewegen. Am Ende des Mittelwellenbereichs befinden sie sich ganz im Innern der Mittelwellenspule 6 und 9, 10.
Während dieser Bewegung wird zweckmässig der Mittelwellenvorkreis noch einmal vorgeschaltet, wie dies aus dem Schaltplan der Figur 1 hervorgeht, um den Gleichlauf zwischen Oszillatorkreis und Vorkreis über den gesamten Mittelwellenbereich zu gewährleisten.
Das hier beschriebene Ausführungsbeispiel kann in verschiedener Weise abgeändert werden. So ist es insbesondere möglich, die Abstimmung über den Mittelwellen- und Kurzwellenbereich in ähnlicher Weise durchzuführen, oder die Spulenanordnung für drei Wellenbereiche auszubilden. Auch ist es möglich, den Schalter auf andere Weise mit dem Antrieb der Abstimmvorrichtung zu kuppeln und an Stelle der in Figur 2 dargestellten Skala mit Gradeinteilung eine der üblichen Grossflächenskalen oder Uhrzeigerskalen zu verwenden.
Claims (5)
1. Induktivitätsabstimmung für Oszillatorkreis und Vorkreis von Überlagerungsempfängern mittels verschiebbarer Eisenkerne dadurch gekennzeichnet, daß die Oszillatorspulen für mindestens 2 Wellenbereiche und die Vorkreisspulen für die gleichen Wellenbereiche hintereinander auf einem gemeinsamen Spulenkörper angeordnet sind und daß nur je ein Eisenkern für alle Oszillatorkreise und ein anderer Eisenkern für die Vorkreise auf einem gemeinsamen Träger im Innern des Spulenkörpers verschiebbar gelagert ist.
2.) Induktivitätsabstimmung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Wellenbereichumschalter mit dem Antrieb der Eisenkerne zwangsläufig gekuppelt ist.
3.) Induktivitätsabstimmung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstände der bei den Oszillatorspulen und der Vorkreisspule voneinander und die Längen der Eisenkerne derart gewählt sind, daß die Eisenkerne nach dem Verlassen der einen Spule sich ganz im Innern der anderen Spule befinden.
4.) Induktivitätsabstimmung nach Anspruch 3, in Verbindung mit Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dieser Stellung der Eisenkerne der Wellenbereich umgeschaltet wird.
5.) Induktivitätsabstimmung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschalter auch zum Umschalten von 2 Vorkreisspulen innerhalb des Mittelwellenbereichs bzw. Langwellenbereichs benutzt wird.
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