DEP0005602DA - Haltevorrichtung für frei aufstellbare, plattenförmige Körper aller Art. - Google Patents
Haltevorrichtung für frei aufstellbare, plattenförmige Körper aller Art.Info
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Description
Bernhard T e u b η e r ,Architekt,BraunsclMeig,Ratsbleiche 5 e Otto M i ο h e η 1 , Baurat,Braunschweig, BroekenblickS
11 Biockstein-Bauweise " β
Beschreibung*
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Blocfe stein- Bauweise ermöglicht es Ungelernten,nachdem äie erste Steinsciiicht
sorgfältig in Waage und nach. Schnur verlegt ist,die Wän.üe eines Bauwerkes einwanäfrei lotrecht mit allen notwendigen lensterunä
[Eüranschlägen,Ecken und Zwisehenwanäeinbinäungen bei überaus sparsamem Hörtelverbraueh aufzubauene
Es sinä im wesentlichen zwei Massnähmen,durch die dies erfinöungBgemäSB erreicht wird»Erstens weräen die massgenau zeB„
aus Trümmer-,Splittbeton oäer einem anderen Baumaterial hergestellten Blocksteine schichtweise mit Hut unä .Feder ineinandergreifend
einfach lose aufeinander gesetzt und jeöe Steinschicht erst nach ihrer Terlegung mit der darunterliegenden Steinschicht
von oben her vermortelt,indem flüssiger Mörtel in senkrechte Kanäle in oder zwischen den Steinen eingefüllt wird * Sodann sind erfindungsgeinäss
einige -wenige Steingrössen unä-Formen entwickelt,mit denen sich alle vorkommenden Yiandstärken,Zwischenwandeinbindungen,Mauerwerksecken,
jfagenweehseljlür- und Pensteransehläge erzielen lassen, ohne Zurichten von Steinen durch Zerschlagenelnfolgedessen kommt
der Ungelernte praktisch nie in äie Lage,durch Ungeschick,mangelnde Erfahrung usw. das Bauwerk unsachgemäss auszuführen*
Die neue Bauweise ist hierunter anhand der Zeichnung be schriebeneAuf dieser zeigen;
Die JPig.1-6 eine für die neue Bauweise entwickelte Serie von Blocksteintypen im Schaubild,
äie Fige7-12 die Blocksteine äer .Fig* 1 und 2 in DraufEichten, Unter ansicht en und senkrechten Schnitten nach den Linien A-B1O-D
der Pig.7-lo,
die fig* 13 eine Wanäeoke,
die ]fig«14 äie erste Blocksteinschicht einer Bauwerksecke mit fensteranschlag in Draufsicht,
äie Mgel5 äie zweite Blocketeinsehicht dieser Bauwerksecke und
äie Pigel6 unä 17 den Einbunä einer Zwischenwand in erster und zweiter Blocksteinschieht in Draufsicht«
Bei der Entwicklung der in ]?igel-5 dargestellten Steingrössen ist Ton einem Uormalblockstein 25 χ 25 χ 25 ausgegangen,wie ihn
die Mg»1,7 und 9 und 11 zeigeneZur Erhöhung seiner thermisohen Eigenschaften,zugleich zwecks Verminderung des Materialaufwandes
und seines Gewichtes besitzt der Blooketein 1 Hohlräume 29 ligel und 13>, die in zwei iängsebenen des Blocksteines nebeneinanderliegen
und,wie dargestellt,nach oben und unten geschlossen sein könnenePerner sind, wie an sich bekanntjFederleisten 4 und HutenS
auf den Ober- und Unterseiten des Steines 1 äazu bestimmt, die aufeinandergesetsten Steine miteinander zu verzahnen*
In den Stirnseiten eines jeaen Steines 1 ist je eine offene senkrechte Hute 6 angeordnet,unä zwei solcher Nuten 6 öer Stossstelle
zweier Steine 1 bilden einen Kanal,in den nach dem Aufsetzen, der Steine 1 flüssiger Mörtel eingegossen wird,der sich in einer
waagerechten Längsnute 7 auf der Unterseite des Steines 1 ausbreitet unö diese füllte Infolgedessen werden die Steinschichten gu-t
miteinander vermörtelteDen Stein 8 gemäss Pige2 kann man sich durch •^ängshalbierung des Blockes 1 nach ^ig»! entstanden denken«
Dieser Halbblock 8,wie man ihn bezeichnen kann,ist allerdings mit Rücksicht auf eine zwischen zwei solchen Halbblöcken zu bildende
senkrechte Mittelfuge um die Hälfte dieser ^uge in seiner Breite vermindert .Auch dieser Halbblock 8 besitzt !Federleisten
4 und Muten 5 auf der Ober- und Unterseite und auf letzterer die waagerechte längsnute 7.
Der Stein 9>äen Fig. 3 zeigt, ist das Ergebnis einer ^uerhalbierung des Halbblockes 8 aus Fig.2,man kann ihn deshalb als
Vietelblock bezeichnen.Auch an diesem fehlen natürlich Federleisten 4 und Nuten 5 auf der Ober- und Unterseite und die waagerechte
Längsnute 7 nicht.
Halbiert man auch diesen Viertelblock 9 noch,so erhält man den Achtelblock 1 ο der Fig. 4.
Den Eckbindersiein 11 der Fig.5 kann man sich entstanden denkenaus einem Viertelblock 9 und einem quer daran befestigten
iblock.i-σ.
Diese fünf Steinformen und-Großen sind die wesentlichen für die neue Bauweise. Der Stein 12,den Fig. 6 zeigt,hat nur baupolizeiliche
Bedeutung,da er den geforderten glatten,massiven Mauerabschluß bildet,auf dem die Deckenkonstruktion aufliegt
(vgl. z.B. Fig.13).
Nun die Bauweise !Dargestellt ist" sie auf der Zeichnung am Beispiele einer einsteinigen,also fünfundzwanziger ^and.Deren
erste Elocksteinschicht wird aus Blocksteinen 1 sorgfältig in "/Vaage und nach Schnur verlegt. (Fig . 1 3 und 1 4 ). In der Wandecke
wird vor die eine Steinreihe ein Halbblock 8 gelegt,wie das die Fig.13 und 14 erkennen lassen.Beim Aufsetzen der zweiten
Steinschicht wird zur Erzielung des Fugenwechsels die 'Fandecke dadurch gebildet,daß in der einen Steinreihe ein Eckbinderstein
außen,in der anderen Steinreihe ein Eckbinderstein 11 innen in die Wandecke gelegt wird,wobei neben letzteren ein Halbblock 8
an die Außenseite der Ecke zu liegen kommt(vgl.Fig. 15). Die dritte Steinschicht wird dann wieder wie die erste,die
vierte wie die zweite und so regelmäßig abwechselnd Steinschicht auf Steinschicht gesetzt.Zur Bildung eines Fenster- oder Türanschlages
ist in der ersten Steinschicht(Fig.14)ein Achtelblockstein ,1o,außermittig auf die Außenseite der Wand,in der
zweiten Schicht(Fig,15) auf der Innenseite der Wand vor die Stoßstelle des Blocksteines 1 gesetzt,wobei in der zweiten Schicht
ein Halbblock 8 in die Außenfläche der Wand neben Achtelblockstein 1o gesezt wird.Nachdem die senkrechten Kanäle 6 zwischen den
Steinen der ersten Schicht mit flüssigem Mörtel gefüllt sind, wird die zweite Steinschicht einfach lose auf die erste Steinschicht
aufgesetzt,was sehr schnell geht und keinerlei Übung erfordert und nach dem Aufsetzen* erst' durch Füllen der senkrechten
Kanäle 6 und der waagere'cTate-n"" Kanäle-' 7 mit flüssigem Mörtel mit der unteren Steinschicht vermörtelt.
Man kann die ganze Wand in dieser Weise weiterbauen unter hauptsächlicher Verwendung von Blocksteinen 1 .Man kann aber auch
eine Anzahl Steinschichten aus Halbblöcken 2 aufsetzen und Blockstein schichten 1 nur in gewissen Höhenabständen zum Verklammern der
Halbblockschichten benutzen.Dies bietet den Vorteil, daß größtenteils mit den leichteren rlalbblöcken 8 und nur periodisch mit den
schwereren Blöcken 1 hantiert wird.
Zum Einbinden einer Zwischenwand wird in erster Steinscheicht, wie Fig. 16 zeigt,einfach eine Schicht Blocksteine 1 als Zwischenwand
stumpf auf die Hauptwand gestol?en.Der Einbund erfolgt von der zweiten Steinschicht an,wie das Fig. 17 andeutet.Tn dieser wird
außen vor den Stoß der Zwischenwand ein Halbblockstein 8 gelegt und der Stoß der Zwischenwand durch zwei Eckbinder 11 gebildet,
die mit ihren quer liegenden Federleisten und Nuten mit einem Teil der darunterliegenden Blocksteine 1 der Hauptwand verzahnt werden.
Die dritte Steinschicht wird wieder wie die erste,die vierte wieder wie die zweite und so fort verlegt.Das Vermörteln einer
Steinschicht mit der darunterliegenden erfolgt auch in diesem Fall nach dem Verlegen jeder Steinschicht durch Eingießen des
Mörtels von oben her in die senkrechten Kanäle zwischen den Blocksteinen.
Die Herstellung von achtunddreißiger oder fünfziger oder noch stärkeren Wänden ergibt sich nach obiger Darstellung der
Bauweise ohne besondere Anleitung.Ungelernte kommen kaum in die -^age, stärkere Bauwerke als solche mit einsteinigen Wänden aufzuführen.
Bei achtunddreißiger Wänden z.B. werden in der einen Steinschicht die Blockstelne 1 nach außen und die Halbblocksteine
8 nach innen nebeneinander verlegt,in der nächsten Schicht umgekehrt die Halbblöcke 8 nach außen,die Blöcke 1 nach
innen versetzt und auf diese Weise die Halbblöcke 8 der einen Schicht durch Blöcke 1 der anderen Schicht mit den neben
ihnen liegenden Blöcken 1 verklammert.
Ähnliche Verklammerungen sind bei fünfziger Wänden usw. durch Versetzen der Blocksteine möglich.
Claims (6)
1.) Blocksteinbauweise, dadurch gekennzeichnet, daß die Blocksteine (1,8,9,1o,11)schichtweise mit Hut(5) und Feder(4)
in die darunterliegende Blocksteinschicht eingreifen und auf diese trocken und lose aufgesetzt und mit dieser nachträglich
durch Eingießen flüssigen Mörtels in senkrechte Kanäle (6),durch die der Mörtel in waagerechte Längsnuten(7) auf die
Steinunterseiten gelangt,von ober her vermörtelt werden.
2.) Blocksteinbauweise nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet,daß
»•WiiIiiiiiiiiii *
Schichten aus Halbblocksteinen (8) zwischendrin durch Schichten aus Blocksteinen (1 ) verklammert werden.
3.) Blocksteinbauweise nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet,daß Wandecken unter Zuhilfenahme von Blocksteinen (11) gebildet
werden,die mit senkrecht zueinander liegenden Federleisten(4) und Nuten. (5) auf ihrer Ober- und Unterseite versehen
sind.
4.) Blocksteinbauweise nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß ausgehend von einem Blockstein (1) mit der Breite einer
fünfundzwanziger Wand durch Längshalbierung dieses Blocksteines Halbblöcke (8),durch Querhalbierung dieser Halbblöcke (8)
Viertelblöcke (9) und durch deren Querhalbierung Achtelblöcke (1o) gebildet sind...
5.) Blocksteinbauweise nach Anspruch 1-4,dadurch gekennzeichnet, daßin den Stirnseiten der Blöcke(1,8,9,1o,11) senkrechte
Nuten(6)so angeordnet sind,daß sie beim Aufsetzen der Steine im Mauerwerk voreinander zu liegen kommen und senkrechte
Einfüllkanäle (6) für den Mörtel bilden.
6.) Blocksteinbauweise nach Anspruch 1-5,dadurch gekennzeichnet, daß auf den Steinunterseiten Längsnuten (7) angeordnet
sind,die mit den senkrechten Nuten(6) in offener Verbindung stehen.
Braunschweig,den 28.6.1948
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