DEP0005401DA - Waage mit magnetelektrischer Steuerung der Zuführung des Wägegutes zur Lastschale - Google Patents

Waage mit magnetelektrischer Steuerung der Zuführung des Wägegutes zur Lastschale

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DEP0005401DA
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English (en)
Inventor
Otto Höflinger
Original Assignee
Höflinger, Otto, Stuttgart
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Description

Zur Verwiegung von Lebensmitteln, Chemikalien und anderem Wägegut von pulvriger, körniger oder blättriger Beschaffenheit hat man bereits Waagen geschaffen, bei welchen die Bewegung der Rüttelrinne auf magnetelektrischem Wege in Abhängigkeit von der Lage des Waagebalkens gesteuert wird.
Dabei ist vorgesehen, dass der Rüttelrinne zunächst Stossimpulse für die sogenannte Grobrüttelung erteilt werden, bis nahezu das Sollgewicht erreicht ist, und dass alsdann, - nachdem der Querschnitt der Rüttelrinne durch ein in ihr beweglich angeordnete Schieberplatte verkleinert worden ist -, durch weitere Stossimpulse die Feinrüttelung einsetzt und nach Erreichen des Füllgewichts mechanisch oder aber auch auf magnetelektrischem Wege unterbrochen wird.
Bei bekannten Waagen dieser Art trägt eine von einer Magnetspule beeinflusste und um einen Festpunkt freischwingende Blattfeder die Rüttelrinne, welche durch die Schwingungen der Blattfeder eine Rüttelbewegung senkrecht zu deren vertikaler Mittelebene erfährt.
Die Verwendung einer einzigen Rüttelrinne für Grob- und Feinrüttelung lässt nur dann eine vollkommene Genauigkeit gewährleistende Wägung erwarten, wenn die Mechanik der den Querschnitt der Rüttelrinne verkleinernden Schieberplatte zeitlich und funktionsmässig fehlerlos einsetzt. Dies bedeutet aber, dass die Gefahr des Eintretens von Betriebsstörungen nachteilig ist für die Festlegung der Zeitfolge der einzelnen Wägungen und damit für die Leistung der Waage.
Es kommt hinzu, dass bei senkrecht zur vertikalen Mittelebene der Rüttelrinne erfolgender Rüttelung das Wägegut immer wieder gegen die Seitenwandungen der Rüttelrinne gedrückt wird. Dies wirkt in gewissem Masse hemmend auf die Voranbewegung des Wägegutes. Falls dieses aus mehreren Mischstoffen besteht, kann auch eine unerwünschte Entmischung entstehen, wodurch sich dann - selbst bei genauer Wägung - in Bezug auf die Zusammensetzung des Mischgutes zuweilen ungleiche
Beschaffenheit ergeben kann.
Alsdann wurde noch die übliche feste Verbindung zwischen der unter dem Einfluss der Magnetspule schwingenden Blattfeder und der Rüttelrinne als unzweckmässig erkannt, und zwar insofern, als bei Reparaturen immer beide Teile gemeinsame ausgewechselt werden müssen, und ferner deshalb, weil dies auch geschehen muss, wenn die besondere Beschaffenheit des Wägegutes es einmal erforderlich macht, die Querschnittsgestaltung der Rüttelrinne zu ändern.
Schliesslich kann sich noch ergeben, dass in dem unmittelbar über der Rüttelrinne befindlichen Teil des Fülltrichters, der je nach der Gesamtanordnung des Waagenaufbaus auch von diesem getrennt als selbständiger Teil ausgebildet sein kann, Materialstauungen entstehen, die eine gleichmässige und einwandfreie Wägegutzuführung zur Rüttelrinne in Frage stellen können.
Die Erfindung mach es sich nun zur Aufgabe, durch einzelne neue Besonderheiten in der Waagenkonstruktion auf einfachste Weise die dargelegten Unzulänglichkeiten zu beheben und eine im Aufbau einfache und ein störungsfreies Arbeiten bei raschester Füllzeitfolge gewährleistende Apparatur zu schaffen.
Eingehende Versuche haben erwiesen, dass die Auswirkungen der erfindungsgemässen Merkmale voll und ganz den Erwartungen entsprechen.
Die Erfindung besteht darin, dass je eine Rüttelrinne für Grob- und Feinrüttelung voneinander verschiedenen Querschnitts vorgesehen ist und dass diesen Rüttelrinnen auf magnetelektrischem Wege Stossimpulse derart erteilt werden, dass die Rüttelung in oder im wesentlichen in Richtung der Vertikalmittelebene der Rüttelrinne erfolgt. Zweckmässig wird die Anordnung so getroffen, dass auch den über den Rüttelrinnen angeordneten, vom Hauptfülltrichter gespeisten Zwischentrichtern, ebenfalls auf magnetelektrischem Wege, Stossimpulse erteilt werden.
Dabei können die Zwischentrichter mit den Rüttelrinnen fest verbunden sein, oder aber sie werden unter selbständiger Lagerung mit den Rüttelrinnen und/oder mit dem Hauptfülltrichter gelenkig verbunden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung werden die Rüttelrinnen durch unter Einwirkung von Magnetspulen in horizontaler Richtung bewegbare Anker lösbar erfasst, wobei diese Anker zweckmässigerweise mittelbar oder unmittelbar am Gehäuse der Magnetspulen federnd gelagert sind und beim Arbeitsgang beiderseitig an sich bekannte Gummipuffer anstossen.
Nach der Erfindung kann der die Rüttelrinnen tragende Anker zum Zwecke der Gewichtsverminderung der bewegten Massen aus Leichtmetall bestehen und mit einer der im entsprechenden Magnetspule zugewendeten Ankerplatte aus Weichmetall versehen sein.
Die Erfindung ist in der Zeichnung durch schematische Darstellungen beispielsweise veranschaulicht.
Abb. 1 zeigt die neue Waage im Aufriss, teilweise im Schnitt, die Zwischentrichter stehen hier in fester Verbindung mit den Rüttelrinnen.
Abb. 2 lässt die Anordnung von Hauptfülltrichter, Zwischentrichtern und Rüttelrinne erkennen, wobei der Zwischentrichter mit der Rüttelrinne gelenkig bei selbständiger Lagerung verbunden ist.
Abb. 3 stellt eine Anordnung dar, bei welcher für den mit dem Hauptfülltrichter und/oder mit der Rüttelrinne gelenkig verbundenen Zwischentrichter ein besonderer Impulsgeber vorgesehen ist.
Abb. 4 zeigt schematisch die federnde Lagerung des Ankers am Spulengehäuse und seine lösbare Verbindung mit der Rüttelrinne.
Abb. 5 bis 7 zeigen im Aufriss, Grundriss und Seitenriss - teilweise im Schnitt - die Verbindung einer Ankerplatte mit einem Tragstück aus Leichtmetall für die Rüttelrinne.
Das Wägegut gelangt vom Hauptfülltrichter 1 über die Zwischentrichter 2 und 3 in die Rüttelrinnen 4 und 5. Die Rüttelrinne 4 hat einen grösseren Querschnitt als die Rüttelrinne 5, da sie für die Grobrüttelung vorgesehen ist, während die Rüttelrinne 5 für die Feinrüttelung bestimmt ist. Zur Erzielung eines gleichmässigen Wägegutstromes am Auslaufende der Rüttelrinne sind in diesen Schieberplatten 6 und 7 angeordnet, die je nach Art und Beschaffenheit des Wägegutes in ihrer Höhenlage einstellbar und feststellbar sind.
Mit den Rüttelrinnen 4 und 5 verbundene Anker 8 und 9 erhalten von in Gehäusen 10 und 11 gelagerten Magnetspulen 12 und 13 Stossimpulse, wodurch die Rüttelbewegung bewirkt wird. Die elektrische Steuerung erfolgt unter Verwendung bekannter Kontakte und Relais derart, dass zunächst beide Rüttelrinnen arbeiten, bis in der Lastschale 14 nahezu das Sollgewicht erreicht ist, dann schaltet die für Grobrüttelung vorgesehene Rüttelrinne 4 ab, nachdem der (nicht dargestellte) Waagebalken bei entsprechender Lage einen Kontakt betätigt hat.
Während bei der Ausführungsform nach Abb. 1 die Zwischentrichter 2 und 3 mit den ihnen zugeordneten Rüttelrinnen 4 und 5 fest verbunden sind, erfolgt gemäss Abb. 2 eine gelenkige Verbindung durch Laschen 15 bei Lagerung des Zwischentrichters 3 am Maschinengestell 16 bei 17.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 ist der Zwischentrichter 3 durch Laschen 18 an den Hauptfülltrichter 1 angelenkt, gegebenenfalls unter Beibehaltung der Gelenkverbindung 15 zwischen dem Zwischentrichter 3 und der Rüttelrinne 5. Hierbei kann durch Anordnung eines Ankers 19 und einer auf diesen einwirkenden Magnetspule 20 eine besondere Rüttelung des Zwischentrichters 3 vorgesehen werden.
Wie aus Abb. 4 ersichtlich ist, wird der die Rüttelrinne 5 lösbar fassende Anker 9 im Gehäuse 11 über Federn 21 gelagert, und beiderseits der Ankerplatte sind Gummipuffer 22 angeordnet, die sich bei Schwankungen im Stromnetz als Ausschlagbegrenzer der Schwingungen auswirken und dadurch gleichbleibende Rüttelbewegungen gewährleisten.
Um das Gewicht der schwingenden Massen herabzusetzen und damit die Beanspruchung der Magnetspulen zu verringern, kann der Anker - wie in den Abb. 5 bis 7 gezeigt ist - zweiteilig ausgeführt werden, wobei der die Rüttelrinne 4 bzw. 5 lösbar fassende Teil 23 aus Leichtmetall besteht und in diesen ein Weichmetallteil 24 als Ankerplatte eingesetzt ist. Die Verbindung beider Teile kann auch bereits beim Giessvorgang erfolgen.
Die so erreichte Kraftentlastung der Magnetspule bringt den wesentlichen Teil mit sich, dass die Feineinstellung der Rüttelung in weitestgehendem Bereich ermöglicht wird.

Claims (6)

1.) Waage mit magnetelektrischer Steuerung zur Zuführung des Wägegutes zur Lastschale mittels einer Rütteleinrichtung, die in Abhängigkeit von der Lage des Waagebalkens gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass je eine Rüttelrinne (4, 5) für Grob- und Feinrüttelung voneinander verschiedenen Querschnitts vorgesehen ist, denen auf magnetelektrischem Wege Stossimpulse derart erteilt werden, dass die Rüttelung in oder im wesentlichen in Richtung der Vertikalmittelebene der Rüttelrinnen (4, 5) erfolgt.
2.) Waage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass über den Rüttelrinnen (4, 5) angeordneten, vom Hauptfülltrichter (1) gespeisten Zwischentrichtern (2, 3) ebenfalls auf magnetischem Wege Stossimpulse erteilt werden.
3.) Waage nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischentrichter (2, 3) mit den Rüttelrinnen fest verbunden sind.
4.) Waage nach Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischentrichter (2, 3) unter selbständiger Lagerung mit den Rüttelrinnen (4, 5) und/oder mit dem Hauptfülltrichter (1) gelenkig verbunden sind.
5.) Waage nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rüttelrinnen (4, 5) von unter Einwirkung von Magnetspulen (12, 13) in horizontaler Richtung bewegbaren Ankern (8, 9 in Abb. 1-4 bzw. 23, 24 in Abb. 5-7) lösbar gefasst werden, wobei diese Anker zweckmässigerweise mittelbar oder unmittelbar an den Gehäusen (10, 11) der Magnetspulen (12, 13) federnd gelagert sind und beim Arbeitsgang an federnden Begrenzungsanschlägen, z.B. Gummipuffern (22), anstossen.
6.) Waage nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker (23) zum Zwecke der Gewichtsverminderung der bewegten Massen aus Leichtmetall besteht und mit einer der entsprechenden Magnetspule zugewendeten Ankerplatte (24) aus Weichmetall verbunden ist.

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