DEP0005137DA - - Google Patents

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DEP0005137DA
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Description

PAT ENTANWÄLTE
Prof. Dipl.-lng. C. WEIHE M. M. WIRTH Dr. W. SCHALK
©FRANKFURT A. M.
MMW/Kr/S. Kaiserstr.22
Heinrich Henkel
Weiskirchen b.Offenbach/Hessen Hauptstrasse 185.
Einkochvorrichtung zum Konservieren von Nahrungsmitteln in Gläsern.
Die Erfindung betrifft eine Einkochvorrichtung zum Konservieren von Nahrungsmitteln aller Art, im besonderen solchen, die über 1000C erhitzt werden sollen. Man hat bisher nur Einkochvorrichtungen verwendet, bei denen mehrere Gläser gleichzeitig unter eingespannten Deckeln im 'Wasserbad erhitzt werden. Das Erhitzen von Einzelglasern ,auf offener Flamme war nicht möglich, da diese infolge der Glasspannungen platzen. Die bekannten Spannvorrichtungen um eine zentrale Säule üben meist ein Kippmoment auf die Deckel aus, so dass der erforderliche gleichmässig dichtende Deckelschluss nicht erreicht und daher beim Abkühlen die gewünschte Luftleere nicht gehalten werden konnte.
Allen diesen Mangeln hilft die Einkochvorrichtung nach der Erfindung ab, da sowohl jedes Glas einzeln direkt über der Flamme oder in Wasserbad in jedem beliebigen Behälter behandelt werden kann, als auch durch eigenartige Bauart der Spannvorrichtung eine Wärmeleitung stattfindet, die ^in Platzen des Glases verhindert; ausserdem noch ein Halterboden für diese Spannvorrichtung vorgesehen *·#, die den Glasboden nicht unmittelbar mit der Flamme in Berührung kommen lässt, womit einseitig örtliche Spannungen im Glas vermieden werden.
Die Spannvorrichtung nach der Erfindung besteht aus einem profilierten gelochten und geschlitzten Stahlblechboden, der mit kleinen
hochgedrückten Buckeln versehen ist, auf denen der Glasboden aufsiifct.
Hierdurch entsteht zwischen diesem Glasboden und der Stahlblech-
scheite eine schmale Luftschicht, ein Luftpolster, das für die Wärmewireiner direkten Flamme von besonderer Bedeutung ist. Aus der Bodensch^ibe sind radial vier Zargen ausgestanzt, die am anhängenden Ende am Scheibenrand hochgebogen sind und als Halter von Schraubenfedern o.dgl. und als Wärmeleiter dienen. Die Haltevorrichtung über dem Deckel besteht aus einem Bandkreuz aus Blech, dessen vier Enden mit den Federenden verbunden sind. Die Federn sind entsprechend der Glasgrösse und der gewünschten Schliessspannung entsprechend bemessen.
Mit der Einkochvorrichtung nach der Erfindung kann jedes Glas einzeln oder gemeinsam in einem beliebigen Topf in einer Bratröhre o.dgl. eingekocht werden. Da wegen Abtötung gewisser Bazillen manchmal eine Temperatur über 10O0G erforderlich ist, kann man das GIa? mit der Spannvorrichtung unmittelbar auf die Flamme stellen. Durch die Wärmeleitung über die Spannteile werden alle Glasteile sofort gleichmassig erhitzt und so schädliche Glasspannungen vermieden. Im besonderen aber wirkt das Luftpolster unter dem Glasboden dämpfend, wobei durch das Blechbodenprofil ein Bestreichen dieses Bodens mit direkter Flamme verhindert wird.
In der Zeichnung ist die Erfindung veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt ein Konservenglas mit Deckel in die Einrichtung nach der Erfindung eingespannt.
Fig. 2 ist eine Ansicht von oben auf den Halteboden, Fig. 3 veranschaulicht das Deckelkreuz der Spannvorrichtung.
Fig. 4 zeigt den doppelten Boden der Spannvorrichtung.
Das Einkochglas 1 mit dem Deckel 2 sitzt auf dem Halteboden 3» der aus einer gelochten oder geschlitzten Stahlblechscheibe besteht, die, wie im Schnitt (Fig. 1 links) gezeigt, profiliert geprägt ist. Diese
Scheibe hat grösseren Durchmesser als der Glasboden 7, so dass gegebenenfalls die Flamme seitwärts nicht unmittelbar an die Glaswand schlägt. Aus der Scheibe 3 sind die am Rand anhängenden Zargen 4 ausgestanzt, so dass im Blech die Schlitze 5 erscheinen, wenn die Zargen 4, wie in Fig. 1, hochgebogen sind. leiter sind aus der Scheibe 3 die kleinen Kreisbuckel 6 hochgedrückt, auf denen der Glasboden 7 aufliegt. Es entsteht.hierdurch zwischen beiden Böden ein Luftpolster von der Stärke x, so dass nur die vier Punkte 6 unmittelbare Blechtemperatur übertragen, was von keiner Bedeutung ist. Statt der Buckel 6 können auch kleine Laschen hochgedrückt sein.
An d^n hochgebogenen Zargen 4 sind Schraubenfedern 8 befestigt, die der Glaswand entlang zu τι Deckel 2 laufen, über dem ein Bandkreuz 10,11 liegt, deren Enden 9 mit den Federenden verbunden sind. Die Federn 8 sind von erforderlicher Länge und Spannkraft. Eine Feder ist mit einer öse 12 ο.dgl. versehen, die in den Haken 14 mit dem
2 Schlitz 13 eingehängt werden kann. Zwischen dem Deckel und Glas 1 liegt der übliche Gummiring 15· Das Deckelkreuz besteht aus den zwei Blechbändern 10,11, die durch eine Niete 16 lose zusammengehalten sind.
Durch dieses Kreuz 10,11 wird der Deckel mit gleichmässiger Spannung auf den Gummiring 15 gedrückt, und zwar je nach den gewählten Federn 8 mit mehr oder weniger grosser Spannkraft. Dem entweichenden Dampf geben die Federn nach, ziehen aber den Deckel sofort wieder gleichraässig an. Durch die Zargen 4 wird die Wärme über die Federn 8 uijd das Kreuz 10,11 sofort vom Bod°n 3 her auch über dip ganze Glasfläche geleitet und gleicht so Glasspannurigen aus. Man kann auf diese rt'eise eine restlose Verdampfung erreichen, ohne dass das Glas platzt. Auf gleiche »'/eise erfolgt auch die Abkühlung mit gleichem Erfolg. Man kann das eingespannte Glas auch als Reisebehälter fir Speisen verwenden und erhält damit einen
hygienisch einwandfreien dichten Äufbewahrungsbehälter, der jederzeit durch kurzes Erhitzen warme Speisen liefert.
Die Vorrichtung nach Fig, 1-3 eignet sich besonders für das Einkochen im Wasser topf. Bei Verwendung direkter Flamme unter dem Glas versieht man die Einrichtung mit einem doppelten Boden, Fig. 4,5, in dem unter dem Boden 3 noch ein zweiter, siebartiger durchlöcherter Boden 1? eingebaut oder einsetzbar ist, so dass die Flaiome, entsprechend bekannter Untersatzgewebe, nicht unmittelbar den Glasboden 7 bestreichen kann. Man kann auch statt geschlossene^-Gläser offene Gläser nehmen, wie sie etwa zu chemischen Versuchen o.dgl. verwendet werden. Hierbei wird die Spannvorrichtung lediglich im Glasrand eingehängt od^r auch nur in die gefedert anliegenden Zargen 4 eingesteckt. Das g^nlgt zur "Järmeverteilung, um Glasspannungen auszugleichen und zu vermeiden.

Claims (5)

Patentansprüche :
1.Einkochvorrichtung zum Konservieren von Nahrungsmitteln in Glasern, gekennzeichnet durch einen profilierten Halteboden (3) aus Stahlblech, der über aus diesem vorstehende Zargen (4) und daran anschliessende Zugfedern (8) an ein Bandkreuz (10,11) angehängt ist, das über den. Glasdeckel (2) liegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass 1er Halteboden zum Abstellen des Glases (1) aus einer profilierten Gtahlbl^chscheibe (3) besteht, aus der kleine Buckel (6) zun. Tragen des Glasbodens (7) hochgedruckt sind, wodurch zwischen d°n beiden Böden (3,7) ein Luftpolster entsteht.
7j. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte- und Üpannvorrichtu1 g eine warneverteilende, geschlos sene v/arneleitung bildet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 - 3j dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenscheibe (3) grösseren Durchmesser als der Glasboden (7) hat.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
FederX (8) zur Regelung der Lange und Spannkraft auswechselbar ist.
Patentanwalt :

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