DE806309C - Einkochvorrichtung zum Konservieren von Nahrungsmitteln in Glaesern - Google Patents

Einkochvorrichtung zum Konservieren von Nahrungsmitteln in Glaesern

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DE806309C
DE806309C DEP5137A DEP0005137A DE806309C DE 806309 C DE806309 C DE 806309C DE P5137 A DEP5137 A DE P5137A DE P0005137 A DEP0005137 A DE P0005137A DE 806309 C DE806309 C DE 806309C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B2/00Preservation of foods or foodstuffs, in general
    • A23B2/30Preservation of foods or foodstuffs, in general by heating materials in packages which are not progressively transported through the apparatus

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Einkochvorrichtung zum Konservieren von Nahrungsmitteln in Gläsern Die Erfindung betrifft eine Einkochvorrichtung zum Konservieren von Nahrungsmitteln aller Art, im besonderen solchen, die über ioo° C erhitzt werden sollen. Man hat bisher nur Einkochvorrichtungen verwendet, bei denen mehrere Gläser gleichzeitig unter eingespannten Deckeln im Wasserbad erhitzt werden. Das Erhitzen von Einzelgläsern auf offener Flamme war nicht möglich, da diese infolge der Glasspannungen platzen. Die bekannten Spannvorrichtungen um eine zentrale Säule üben meist einen Kippmoment auf die Deckel aus, so daß der erforderliche gleichmäßig dichtende Deckelschluß nicht erreicht und daher beim Abkühlen die gewünschte Luftleere nicht gehalten werden konnte.
  • Allen diesen Mängeln hilft die Einkochvorrichtung nach der Erfindung ab, da sowohl jedes Glas einzeln direkt über der Flamme oder im Wasserbad in jedem beliebigen Behälter behandelt werden kann als auch durch eigenartige Bauart der Spannvorrichtung eine Wärmeleitung stattfindet, die ein Platzen des Glases verhindert; außerdem ist noch ein Halterhoden für diese Spannvorrichtung vorgesehen, die den Glasboden nicht unmittelbar mit der Flamme in Berührung kommen läßt, womit einseitig örtliche Spannungen im Glas vermieden werden.
  • Die Spannvorrichtung nach der Erfindung besteht aus einem profilierten, gelochten und geschlitzten Stahlblechboden, der mit kleinen hochgedrückten Buckeln versehen ist, auf denen der Glasboden aufsitzt. Hierdurch entsteht zwischen diesem Glasboden und der Stahlblechscheibe eine schmale Luftschicht, ein Luftpolster, das für die Wärmewirkung einer direkten Flamme von besonderer Bedeutung ist. Aus der Bodenscheibe sind radial vier Zargen ausgestanzt, die am anhängenden Ende am Scheibenrand hochgebogen sind und als Halter von Schraubenfedern o. dgl. und als Wärmeleiter dienen. Die Haltevorrichtung über dem Deckel besteht aus einem Bandkreuz aus Blech, dessen vier Enden mit den Federenden verbunden sind. Die Federn sind entsprechend der Glasgröße und der gewünschten Schließspannung entsprechend bemessen.
  • Mit der Einkochvorrichtung nach der Erfindung kann jedes Glas einzeln oder gemeinsam in einem beliebigen Topf in einer Bratröhre o. dgl. eingekocht werden. Da wegen Abtötung gewisser Bazillen manchmal eine Temperatur über ioo° C erforderlich ist, kann man das Glas mit der Spannvorrichtung unmittelbar auf die Flamme stellen. Durch die Wärmeleitung über die Spannteile werden alle Glasteile sofort gleichmäßig erhitzt und so schädliche Glasspannungen vermieden. Im besonderen aber wirkt das Lnftpolster unter dem Glasboden dämpfend, wobei durch das Blechbodenprofil ein Bestreichen dieses Bodens mit direkter Flamme verhindert wird.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung veranschaulicht.
  • Fig. i zeigt ein Konservenglas mit Deckel, in die Einrichtung nach der Erfindung eingespannt. Fig. 2 ist eine Ansicht von oben auf den Haltehoden.
  • Fig. 3 veranschaulicht das Deckelkreuz der Spannvorrichtung.
  • Fig. 4 und 5 zeigen den doppelten Boden der Spannvorrichtung.
  • Das Einkochglas i mit dem Deckel 2 sitzt auf dem Halteboden 3, der aus einer gelochten oder geschlitzten Stahlblechscheibe besteht, die, wie im Schnitt (Fig. i links) gezeigt, profiliert geprägt ist. Diese Scheibe hat größeren Durchmesser als der Glasboden 7, so daß gegebenenfalls die Flamme seitwärts nicht unmittelbar an die Glaswand schlägt. Aus der Scheibe 3 sind die am Rand anhängenden Zargen4 ausgestanzt, so daß im Blech die Schlitzes erscheinen, wenn die Zargen 4, wie in Fig. i, hochgebogen sind. Weiter sind aus der Scheibe 3 die kleinen Kreisbuckel 6 hochgedrückt, auf denen der Glasboden 7 aufliegt. Es entsteht hierdurch zwischen beiden Böden ein Luftpolster von der Stärke x, so daß nur die vier Punkte 6 unmittelbare Blechtemperatur übertragen, was von keiner Bedeutung ist. Statt der Buckel 6 können auch kleine Laschen hochgedrückt sein.
  • An den hochgebogenen Zargen 4 sind Schraubenfedern 8 befestigt, die der Glaswand entlang zum Deckel 2 laufen, über dem ein Bandkreuz io, i i liegt, deren Enden 9 mit den Federenden verbunden sind. Die Federn 8 sind von erforderlicher Länge und Spannkraft. Eine Feder 8 ist mit einer Öse 12 o. dgl. versehen, die in den Haken 14 mit dem Schlitz 13 eingehängt werden kann. Zwischen dem Deckel 2 und Glas i liegt der übliche Gummiring 15. Das Deckelkreuz besteht aus den zwei Blechbändern i o, i i, die durch ein Niet 16 lose zusammengehalten sind.
  • Durch dieses Kreuz io, i i wird der Deckel mit gleichmäßiger Spannung auf den Gummiring 15 gedrückt, und zwar je nach den gewählten Federn 8 mit mehr oder weniger großer Spannkraft. Dem entweichenden Dampf geben die Federn nach, ziehen aber den Deckel sofort wieder gleichmäßig, an. Durch die Zargen 4 wird die Wärme über die Federn 8 und das Kreuz i o, i i sofort vom Boden 3 her auch über die ganze Glasfläche geleitet und gleicht so Glasspannungen aus. Man kann auf diese Weise eine restlose Verdampfung erreichen, ohne daß das Glas platzt. Auf gleiche Weise erfolgt auch die Abkühlung mit gleichem Erfolg. Man kann das eingespannte Glas auch als Reisebehälter für Speisen verwenden und erhält damit einen hygienisch einwandfreien dichten Aufbewahrungsbehälter, der jederzeit durch kurzes Erhitzen warme Speisen liefert.
  • Die Vorrichtung nach Fig. i bis 3 eignet sich besonders für das Einkochen im Wassertopf. Bei Verwendung direkter Flamme unter dem Glas versieht man die Einrichtung mit einem doppelten Boden (Fig. 4 und 5), indem unter dem Boden 3 noch ein zweiter, siebartig durchlöcherter Boden 17 eingebaut oder einsetzbar ist, so daß die Flamme entsprechend bekannter Untersatzgewebe nicht unmittelbar den Giasboden 7 bestreichen kann. Man kann auch statt geschlossener Gläser offene Gläser nehmen, wie sie etwa zu chemischen Versuchen o. dgl. verwendet werden. Hierbei wird die Spannvorrichtung lediglich im Glasrand eingehängt oder auch nur in die gefedert anliegenden Zargen 4 eingesteckt. Das genügt zur Wärmeverteilung, um Glasspannungen auszugleichen und zu vermeiden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einkochvorrichtung zum Konservieren von Nahrungsmitteln in Gläsern, gekennzeichnet durch einen profilierten Halteboden (3) aus Stahlblech, der über aus diesem vorstehende Zargen (4) und daran anschließende Zugfedern (8) an ein Bandkreuz (io, ii) angehängt ist, das über dem Glasdeckel (2) liegt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Halteboden zum Abstellen des Glases (i) aus einer profilierten Stahlblechscheibe (3) besteht, aus der kleine Buckel (6) zum Tragen des Glasbodens (7) hochgedrückt sind, wodurch zwischen den beiden Böden (3, 7) ein Luftpolster entsteht.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halte- und Spannvorrichtung eine wärmeverteilende, geschlossene Wärmeleitung bildet.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenscheibe (3) größeren Durchmesser als der Glasboden (7) hat.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (8) zur Regelung der Länge und Spannkraft auswechselbar ist.
DEP5137A 1948-10-02 1948-10-02 Einkochvorrichtung zum Konservieren von Nahrungsmitteln in Glaesern Expired DE806309C (de)

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DE806309C true DE806309C (de) 1951-06-14

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