DEP0004293BA - Verfahren zum Einbringen von Magnesium in flüssiges Eisen - Google Patents

Verfahren zum Einbringen von Magnesium in flüssiges Eisen

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DEP0004293BA
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magnesium
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liquid iron
introducing magnesium
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Expired
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English (en)
Inventor
Gerhard Dr.-Ing. Duisburg Naeser
Original Assignee
Mannesmannröhren-Werke, Düsseldorf
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Description

Es ist bekannt, dass das Einbringen von Magnesium in flüssiges Eisen oder flüssigen Stahl sehr schwierig ist, da Magnesium mit Eisen reagiert wobei Explosionen auftreten können. Um dies zu vermeiden, wurde schon vorgeschlagen, eine aus Magnesium und Eisen bestehende Vorlegierung dadurch herzustellen, dass das Magnesium dem Eisen zugegeben wird, wenn dieses sich in dickflüssigem Zustande befindet. In diesem Zustande nimmt das Eisen das Magnesium ohne alle Schwierigkeiten auf, sodass das Magnesium mit Hilfe einer solchen Vorlegierung gefahrlos in die Hauptschmelze eingeführt werden kann.
Der Nachteil dieses bekannten Verfahrens liegt darin, dass Magnesium in Eisen nur wenig löslich ist, so dass man unter Umständen eine grosse Menge der Vorlegierung der Hauptschmelze zuführen muss, um den gewünschten Magnesiumgehalt in der Endlegierung zu erreichen. Damit kann aber eine unerwünschte Temperaturerniedrigung der Hauptschmelze verbunden sein. Wird weiterhin in der Hauptschmelze ein Magnesiumgehalt angestrebt, der etwa an der Grenze der Löslichkeit von Magnesium in Eisen liegt, dann ist eine Vorlegierung nicht mehr anwendbar, vielmehr muss die gesamte Hauptschmelze auf eine Temperatur abgekühlt werden, bei der sie sich in dickflüssigem Zustande befindet, worauf das Magnesium zugesetzt wird. Es ist einleuchtend, dass in einem solchen Falle das bekannte Verfahren sehr umständlich und kostenspielig ist, da man die breiige oder schon erstarrte Schmelze wieder in den flüssigen Zustand überführen muss, um sie vergiessen zu können.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einbringen von Magnesium in flüssiges Eisen oder flüssigem Stahl, das die Nachteile des bekannten Verfahrens vermeidet. Nach der Erfindung wird das Magnesium als Pulver zusammen mit Eisenpulver zu einem Brikett verpresst und dieses Brikett dem flüssigen Eisen oder dem flüssigen Stahl zugegeben. Versuche haben gezeigt, dass der Magnesiumgehalt des Briketts 50% und mehr betragen kann, ohne dass sich irgendwelche Schwierigkeiten bei der Zugabe des Briketts zu der Schmelze ergeben. Mit dem Verfahren nach der Erfindung ist es also möglich, in flüssiges Eisen oder flüssigen Stahl beliebige Magnesiumgehalte bis zu Löslichkeitsgrenze des Magnesiums in Eisen in einfacher Weise einzubringen, wobei die Menge des Zusatzmittels verhältnismässig klein ist, so dass eine unerwünschte Temperaturerniedrigung der Schmelze vermieden wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass für die Herstellung des Zusatzmittels kein Schmelzen notwendig ist, wodurch Verluste vermieden werden.

Claims (1)

  1. Verfahren zum Einbringen von Magnesium in flüssiges Eisen oder flüssigen Stahl, dadurch gekennzeichnet, dass Magnesiumpulver zusammen mit Eisenpulver zu einem Brikett verpresst und dieses Brikett dem flüssigen Eisen zugegeben wird.

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