DEP0003955BA - Vorrichtung zur Einstellung des Nadelabzuges an Strickmaschinen. - Google Patents

Vorrichtung zur Einstellung des Nadelabzuges an Strickmaschinen.

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DEP0003955BA
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English (en)
Inventor
Wilhelm Dipl.-Ing. Aalen DE Hadam
Original Assignee
Universal Maschinenfabrik GmbH, Abtsgmünd, Würt.
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Description

Die Schlossteile von Strickmaschinen, die man als Nadelsenker net, werden bekanntlich dazu benützt, durch kleineren oder grösseren Nadelabzug die Grösse der Maschen zu regeln. Sie müssen deshalb einstellbar sein. Dies geschieht z. B. bei den üblichen Flachstrickmaschinen durch einen Stehbolzen, der im eigentlichen Nadelsenker sitzt und, oberhalb der Schlossplatte mit dem Zeiger versehen, durch ein auf ihn wirkendes Stellplättchen gegenüber einer Skala verschoben werden kann.
Eine derartige Anordnung hat in der Praxis erhebliche Nachteile. Sobald mehrere Stellvorrichtungen nebeneinander angebracht sind, wird ihre Bedienung ziemlich unhandlich. Die zur Arretierung der Stehbolzen dienende Flügelschrauben sind schlecht zu fassen und stören sich gegenseitig. Insbesondere aber ergibt sich die Schwierigkeit, dass die Verstellung der Nadelsenker nur sehr ungenau zu vollziehen ist, weil der erwähnte Zeiger günstigstenfalls auf einen halben Millimeter genau geregelt werden kann, während die Zwischenwerte geschätzt werden müssen. Dies führt bei wiederholter Einstellung der Nadelsenker zu ungleicher Maschenfestigkeit und damit zu verschieden langen Gestricken bezw. zu streifiger Ware.
Man hat nun zwar schon versucht, diesen Mangel da zu beheben, dass man auf einer querverschieblichen Stange eine Mehrzahl von Stellplättchen für verschiedene Einstellungen der Nadelsenker anbringt. Eine derartige Einrichtung bringt aber, abgesehen von der Kostenfrage, die Schwierigkeit mit sich, dass man sie bei kurzen Schlitten wegen Platzmangels r schwer anbringen kann.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, den geschilderten Nachteilen abzuhelfen, d. h. eine Einrichtung zu schaffen, die eine auf Bruchteile eines Millimeters genaue, exakt wiederholbare Einstellung der Nadelsenker und im Gefolge davon, eine übersichtliche, klare Anordnung der ganzen Einstellvorrichtung ermöglicht. Man erreicht dies dadurch, dass der Nadelsenker gegenüber der üblichen Einstellskala, d. h. einem mit Millimetereinteilung versehenen, ortsfesten Teil mittels eines Nonius einregelbar ist.
Auf diese Weise kann die Stellung des Nadelsenkers auf ein zehntel Millimeter genau bestimmt werden und lässt sich beliebig oft wiederholen, ohne dass man auf Schätzungen angewiesen wäre.
Für die praktische Ausgestaltung der Erfindung ergeben sich verschiedene Wege. So kann man beispielsweise auf der Einstellskala die normale Millimetereinteilung und auf einem mit dem Nadelsenker verbundenen Stehbolzen anstelle des üblichen Zeigers ein Plättchen mit Noniusskala anbringen. Umgekehrt wäre es aber auch denkbar, dass auf dem Stellplättchen des Stehbolzens die normale Millimetereinteilung angebracht ist, während auf dem ortsfesten Führungskörper des Stellplättchens der Nonius sitzt.
Die Verschiebung des am Stehbolzen angreifenden Stellplättchens erfolgt in der Regel von Hand. Nach der Erfindung könnte man aber auch so vorgehen, dass die Verstellung oder Feinstellung des Stellplättchens in an sich bekannter Weise mittels einer Schraube erfolgt, wobei - vorzugsweise - der Kopf der Stellschraube mit einer entsprechend der Gewindeganghöhe geeichten Skala versehen und gegenüber einer Festmarke verdrehbar ist. Diese letztere Einrichtung liesse sich in Sonderfällen auch ohne die Anwendung des Nonius zu einer genauen Bestimmung der Nadelsenkerstellung benützen, wobei die Teilstriche der Schraubenskala den Zwischenwerten des Nonius entsprächen. Ausser der erwähnten Schraube könnten auch verschiedene andere Mittel, z. B. Zahnstangen, Schnecken, Übersetzungen o. dgl. zur Bewegung der Nadelsenker benutzt werden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an Ausführungsbeispielen weiter verdeutlicht.
Die Figuren 1 und 2 zeigen in Draufsicht und Längsschnitt eine Einstellung bekannter Art für Nadelsenker.
Die Figuren 3 und 4 bzw. 5 und 6 bzw. 7 und 8 bzw. 9 und 10 verkörpern jeweils in Draufsicht und Längsschnitt Ausführungsformen der Erfindung.
Bei der bekannten Ausbildung einer Einstellvorrichtung für Nadelsenker gemäss Fig. 1 und 2 gleitet unterhalb der Schlossplatte 10 der eigentliche Nadelsenker 11, der mittels zweier Teile 12 und 13 geführt wird. Im Nadelsenker 11 sitzt ein Stehbolzen 14, an welchem eine an dem Zapfen 15 aufgehängte Feder 16 angreift, sodass der Nadelsenker in eine bestimmte Richtung gezogen wird. Auf dem Schlittenbacken 28 ist mittels Schrauben 17 und 18 eine Einstellskala 19 befestigt, die eine Millimeterskala 20 aufweist und durch deren Führungsschlitz 21 der Stehbolzen 14 ragt. Auf letzterem sitzt ein Zeigerplättchen 22 sowie eine Flügelschraube 23, die dazu dient, den Nadelsenker in bestimmten Fällen zu arretieren.
Mit 24 ist ein sogenanntes Stellplättchen bezeichnet, das an dem Schlittenbacken 28 bzw. an der Einstellskala 19 geführt ist und mittels einer seinen Längsschlitz 25 durchdringenden Schraube 26 arretiert werden kann. Dieses Stellplättchen stösst gegen das Zeigerplättchen 22 und damit gegen den Stehbolzen 14 und kann folglich dazu benützt werden, den Nadelsenker 11 entgegen der Feder 16 zu verschieben, wobei die jeweils gewünschte Stellung des Nadelsenkers mittels der Zeigerspitze 27 an der Skala 20 abgelesen werden kann. Ist diese Stellung erreicht, so wird das Stellplättchen 24 durch die Schraube 26 arretiert; es dient dann dem Nadelsenker, der federnd wirken soll, als Anschlag.
Damit sich während der Arbeit die Flügelmutter 23 nicht von selbst festziehen und dem Nadelsenker dadurch seine federnde Wirkung nehmen kann, wird die in der Flügelmutter 23 sitzende Schraube 29 gegen den Stehbolzen 14 angezogen. Muss nun während des Strickens vorübergehend auf eine andere Nadelsenkerstellung übergegangen werden, so lässt es sich bei der beschriebenen Einrichtung nicht vermeiden, den Nadelsenker unabhängig vom Stellplättchen 24 in einer zweiten Stellung durch die Flügelschraube zu arretieren, da das Stellplättchen, einmal verschoben, nicht wieder genau auf seine erste Stellung eingeregelt werden kann. Der Nadelsenker verliert somit in seiner zweiten Stellung seine federnde Wirkung. Ausserdem aber ergibt sich aus dem Spiel zwischen Stehbolzen und Zeigerplättchen eine Ungenauigkeit der Einstellung, die, wie bereits erwähnt, durch ungenaue Einstellwerte an sich (Schätzung von Zwischenwerten) erhöht wird.
Das Ziel der Erfindung ist es, diese Schwierigkeiten zu beseitigen.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 3 und 4 ist das wiederum mit 22 bezeichnete Zeigerplättchen starr auf dem Stehbolzen 14 angebracht und anstelle eines Markierungsstriches oder einer Zeigerspitze mit einem Nonius 30 versehen. Durch die Verschiebung desselben gegenüber der Skala 20 kann der Nadelsenker 11 jederzeit auf 0,1 mm genau eingestellt werden. Es ist demgemäss nicht nur eine viel exaktere Regulierung möglich, sondern vor allem eine leichte und präzise Reproduktion der Werte, die erprobt sind. Der federnde Anschlag des Nadelsenkers bleibt in allen Stellungen erhalten; der konstruktive Aufbau ist wesentlich vereinfacht und verbilligt. Eine Behinderung durch Flügelmuttern tritt nicht mehr auf.
Im Falle der Fig. 5 und 6 wird ein Stellplättchen verwendet, das - in einem ortsfesten Führungskörper 31 laufend - über den Stehbolzen 14 hinaus verlängert ist, den es mittels eines Längsschlitzes 32 umgreift. In Fig. 5 ist links der Führungskörper 31 abgedeckt gezeichnet, um das Stellplättchen 24 sichtbar zu machen. Die Verlängerung des Stellplättchens trägt eine normale Millimeterskala 33, während der Nonius 30 auf einem mit dem Führungskörper fest verbundenen Plättchen 34 angebracht ist.
Das Stellplättchen kann in der jeweils gewählten Lage durch eine Schraube 35 festgeklemmt werden, wobei der Nadelsenker 11 infolge des Längsschlitzes 32 seine federnde Einstellung gegenüber den Nadeln beibehält.
Die Anordnung gemäss Fig. 5 und 6 hat ausser den schon geschilderten Vorteilen auch noch den Vorzug, dass sämtliche Durchbrüche des Schlittens gut verdeckt sind und somit das Schloss gegen das Eindringen von Staub geschützt wird.
Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 7 und 8 entspricht in seinen Grundzügen der Konstruktion nach Fig. 5 und 6. Indessen ist hier, um eine zuisätzliche Feineinstellung (an sich bekannter Art) zu ermöglichen, in einem Winkelstück 36 des Führungskörpers 31 eine Schraube 38 gelagert, die an dem abgewinkelten Steg 39 des Stellplättchens 24 angreift. Je stärker die Schraube 38 durch Drehen der Mutter 40 in den Steg 39 hineingeschraubt wird, desto mehr wird der Stehbolzen 14 und damit der Nadelsenker 11 entgegen der Feder 16 verschoben. Der freie Durchgang der Schraube 38 durch das Teil 36 lässt es im Übrigen zu, auf eine andere als die ursprünglich gewählte Stellung des Stellplättchens 24 überzugehen, ohne an der Mutter 40 zu drehen.
Die Mutter 40 könnte im übrigen auch so ausgebildet werden, dass am Umfang ihres Kopfes eine der Gewindeganghöhe entsprechende Skala angebracht ist, die gegenüber einer Festmarke des Teiles 36 einstellbar ist und es beispielsweise ermöglicht, auch noch die unter 0,1 mm liegenden Zwischenwerte der Nadelsenkerverschiebung masshaltig zu regeln.
In den Fig. 9 und 10 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, bei welcher die Noniuseinstellung mit der oben erwähnten, an sich bekannten Einstellung durch auf einer quer verschieblichen Stange angeordnete Stellplättchen kombiniert ist.
Eine derartige Ausführung ist, sofern sie raummässig auf dem Schlitten angebracht werden kann, für eine Serienfertigung regulär gearbeiteter Ware besonders günstig. Durch die Noniuseinstellung wird vor allem die Rüstzeit verkürzt, bei welcher die Anfertigung des Musterstreifens und die damit verbundene Einstellung der Maschine den Hauptteil ausmachen.
Der Stehbolzen 14 des Nadelsenkers 11 ist hier mit dem verlängerten Stellplättchen 24 starr verbunden und ragt durch dieses hindurch. Es wird durch den um die Achse 44 schwenkbaren Hebel 41 gesteuert, der seinerseits durch die auf der querverschieblichen Achse 42 angeordneten Stellplättchen 43 (oder andere Kurvenstücke oder Nocken) betätigt wird. Natürlich könnten diese Stellplättchen oder sonstige Schaltorgane auch direkt am Stehbolzen 14 oder an dem in geeigneter Weise geformten oder verlängerten Stellplättchen 24 angreifen.

Claims (8)

1) Vorrichtung (Schloss) zur Einstellung des Nadelabzuges an Strickmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass der Nadelsenker (11) gegenüber der Einstellskala (19) mittels eines Nonius (30) einregelbar ist.
2) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Einstellskala (19) die normale Millimetereinteilung (20) und auf einem mit dem Nadelsenker (11) verbundenen Stehbolzen (14) anstelle des üblichen Zeigers ein Plättchen (22) mit Noniusskala angebracht ist.
3) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Stellplättchen (24) des mit dem Nadelsenker (11) verbundenen Stehbolzens (14) eine normale Millimetereinteilung (33) und auf dem ortsfesten Führungskörper des Stellplättchens ein Nonius(30) angebracht ist.
4) Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellplättchen (24) in der gewählten Lage mittels einer den Führungskörper (31) durchdringenden Klemmschraube (35) gesichert wird.
5) Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellung oder Feineinstellung des Stellplättchens (24) in an sich bekannter Weise mittels einer Schraube (38) erfolgt.
6) Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfumfang raube (38) mit einer entsprechend der Gewindeganghöhe geeichten Skala versehen und gegenüber einer Festmarke verdrehbar ist.
7) Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellschraube (38) in einem als Widerlager dienenden Winkelstück (36) des Führungskörpers (31) drehbar gelagert am Stellplättchen (24) angreift,
8) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nadelsenker (11) mittels quer zum Stellplättchen (24) beweglicher, gestaffelter Kurvenstücke, Nocken, Stellplättchen o. dgl. (43) steuerbar ist.

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