DEP0003883BA - Verfahren zur Herstellung therapeutisch wirksamer Wurmmittel - Google Patents
Verfahren zur Herstellung therapeutisch wirksamer WurmmittelInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung von für die Humanpraxis geeigneten Wurmmitteln von höchster therapeutischer Wirkung, welche in verfestigter Form zur Anwendung gelangen.
Es sind bereits feste Anthelmintica bei Krankheiten des Verdauungsapparats durch Darmparasiten, insbesondere Oxyuren und Ascariden bekannt, die jedoch immer noch keinen vollen Erfolg zeitigen. Ferner sind z.B. Extrakte aus Pyrethrumblüten bekannt, deren spezifischer Bestandteil in gelöster Form vorliegt. Anderseits sind auch Emulsionen mit Santonin oder Chenopodiumöl vorgeschlagen worden, bei denen Ricinusöl als abführendes Mittel zur Anwendung gelangt. Abgesehen, daß diese Mittel nicht ganz ungiftig sind, sind sie auch z.Zt. schwer beschaffbar. Schließlich hat man auch wässrige Knoblauchabkochungen zur Vertreibung der Oxyuren immer wieder empfohlen, wenn andere Mittel versagten. Auf der Basis von Aluminiumsubacetat oder von Stoffen rein pflanzlicher Zusammensetzung in fester Form als Tabletten, Perlen oder Konfitüren sind die verschiedensten Wurmmittel im Handel.
In neuerer Zeit ist man im Hinblick auf die mangelnde therapeutische Wirksamkeit der Vermicida dazu übergegangen, die hervorragende Wirkung des Kontaktgiftes Dichlordiphenyltrichloräthan, das als insektentötender Stoff z.B. in er deutschen Patentschrift 741 661 näher angegeben ist, zur Austestung auf Würmer heranzuziehen (vgl. die Arbeiten von Hoffmann u. Lendle in der Zeitschrift für Hygienische Zoologie, Heft 4, 1949, Seite 1161). Die Verfasser, die von dem negativen Befund ihrer Versuche überrascht waren, werfen mit Recht die Frage auf, warum das Nervengift Dichlordiphenyltrichloräthan bei Würmern versage, d doch dieser Tierstamm ein Nervensystem besitze, da dem der Insekten phygogenetisch durchaus verwandt sei. Hiernach hätte man erwarten müssen, daß andere dem Dichlordiphenyltrichloräthan ähnliche Kontaktgifte z.B. das Benzolhexachlorid (Hexachlorcyclohexan) den gleichen negativen Befund zeitigen würden.
Gemäß der Erfindung läßt sich ein in vollem Umfange wirksames Wurmmittel in fester Form herstellen, wenn das Benzolhexachlorid oder seine Derivate zunächst gelöst, filtriert und unter Verwendung von Citruspektinen zu einer festen Masse verarbeitet werden. In dieser Form wird offenbar die Cuticula der Parasiten derart angegriffen, daß eine Abtötung bzw. Nervenlähmung der Würmer erreicht wird. Es wurde nun gefunden, daß man mit Hilfe eines für den menschlichen Körper unschädlichen Kohlenwasserstoffs, z.B. Paraffinöl, das Benzolhexachlorid und seine Derivate in Lösung bringen kann. Die filtrierte Lösung wird danach unter Verwendung von Citruspektinen o.dgl. in eine feste Masse überführt.
Außer dem fortschrittlichen Effekt durch die Auswahl des geeigneten Lösungsmittels erreicht man dabei die an sich bekannte therapeutische Nebenwirkung, daß das Paraffin.liquid. DAB 6 eine gleitende und abführende Wirkung hervorruft. Die mit Hilfe dieser Lösungsmittel im Rahmen der dosis tolerata hergestellten unschädlichen Präparate ergeben bei einer einmaligen Applikation von etwa 0,2 g wirksamer Substanz den gewünschten Erfolg. In hartnäckigen Fällen wird die Kur wiederholt.
Ausführungsbeispiel:
1,0 g Hexachlorcyclohexan wird in etwa 50 g flüssigen Paraffin warm gelöst, filtriert und mit der ausreichenden Menge eines Citruspektine enthaltenden frisch hergestellten Fruchtgelees oder dergleichen verfestigt. In konzentrierter Lösung lassen sich gefüllte Pralinen unschwer herstellen und lege artis dosieren.
Claims (1)
- "Verfahren zur Herstellung eines Wurmmittels in fester Form, dadurch gekennzeichnet, daß man Benzolhexachlorid oder seine Derivate in Kohlenwasserstoffen, insbesondere in flüssigen Paraffin, löst, die filtrierte Lösung unter Verwendung von Citruspektinen o.dgl. in eine feste Masse überführt und diese gegebenenfalls zu Pralinen dosiert".
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