DEP0003837DA - Frequenzmesser nach dem Kondensatoiladeverfahren. - Google Patents
Frequenzmesser nach dem Kondensatoiladeverfahren.Info
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Description
Dipl.-Ing· Eeinhold Putz 25« 9* 1948
(13 b) MtJlTCHEN - Solin
Josefinertstraße 1
Josefinertstraße 1
Patentanmeldung
( Aktenze; ρ 3837 — "Vm-T"""/7" 21 e D )
Beschreibung.
Für labor-s Prüf- und Eichzwecke sowie für den Betrieb moderner Verbundnetze besteht das Bedürfnis nach
einem Frequenzmesser hoher Genauigkeit, der den in der Starkstromtechnik vorherrschenden Frequenzbereich von etwa
13 bis 60 Hz umfaßt. Außerdem ist es erforderlich, die Abweichung der gemessenen Frequenz von einer bestimmten,
wählbaren Mittelfrequenz (zl oB* 50 oder 25 oder 16 2/3 Hs)
in weiteren oder engeren Grenzen (zeB„ hk 5 f° oder + 0?1 Hz)
genau feststellen zu können.
Die bisher bekannten Präzisionsfrequenzmessers die die Messung geringer Abweichungen von einem festen Mittelwert
(Sollwert) mit hoher Anzeigegenauigkeit gestatten und vorwiegend zur" Netzüberwachung dienens beruhen auf elektrischen Resonanz» oder Brückenschaltungen und enthalten zumeist
ein Sondermeßwerk. Wollte man sie für den vorgenannten breiten Bereich einrichten, so mußten zahlreiche enge
Frequenzbereiche aneinander gereiht werden^ was nur mit verwickelten Omschalteinriehtungen und einem erheblichen
Aufwand an Schaltelementen möglich wäre und ein sehr teures Gerät ergäbe. Diese Art von Frequenzmessern ist daher zur
gleichzeitigen Erfüllung der beiden oben aufgestellten Förde« rungen ungeeignet*
Die Erfassung nahezu beliebig weiter Frequenzbereiche mit hoher Meßgenauigkeit ermöglicht dagegen der Frequenz-
~messer
«. 2 —
naoh dem Kondensatorladeverfahren. Dieses Meßprinzip erfordert "bekanntlich periodische Umschaltungen im TaJct der zu
messenden Frequenzs wodurch ein Kondensator ge- und entladen bzw« auf umgekehrtes Potential umgeladen wird* Die einzige
bisher bekannt gewordene Ausführung umfaßt den sehr weiten Bereich von 10 Hz bis 60 kHz„ die mit der Meßfrequenz
synchronen Umschaltungen erfolgen daher durch Elektronenröhren* Da deren Innenwiderstand hoch und veränderlich ist? sind
eine Reihe sehaltungstechnischer Kunstgriffe nötig, um die
t
Kondensatorentladungen in der gewünschten Weise au erhalten.
Kondensatorentladungen in der gewünschten Weise au erhalten.
Das Gerät benötigt daher vier gittergesteuerte Elektronenröhren* Dabei fließt jedoch nur jeder zweite Stromstoß durch
"das Anzeigeinstrument, weil sonst der Aufwand an Röhren noch größer wäre« Die zweite Forderung* geringe Abweichungen
von einer wählbaren Mittelfrequenz mit hoher Anzeigegenauigkeit anzuzeigen $ erfüllt dieses Gerät nicht«
Die nachstehend beschriebene Erfindung ist ein© Wei-
wenigen* einfachen Schaltelementen und ohne teures Sondermeßwerk beide der oben aufgestellten Meßbedingungen« Das
Gerät läßt sich auch ohne besondere Fabrikationseinrichtungen aus Einzelteilen* die in bester Qualität und Eignung
auf dem Markt sind? zusammenbauen. Es ist damit zum Selbsfbau in Laboratorien und dergl. ganz besonders geeignet«
Bei so niedrigen Frequenzen ist die Umschaltung durch Elektronenröhren nicht erforderlich» Erfindungsgemäß
werden für die periodischen Umsohaltungen Relais verwendet? Ä4e aus der Schwachstromtechnik mit ausreichender Arbeitsgeschwindigkeit
zur Verfugung «teJuaia. Die Vermeidung der Elektronenröhren vereinfacht und verbilligt den AufbaÄ
des Frequenzmessers ganz bedeutend«,
Verwendet man nicht polarisierte Relais mit Ruhe-
und Arbeitskontakt, so ist die Schaltfrequenz doppelt so groß wie die der Relaiswicklung 2ugeführte Meßfrequens«
Diese Impulsverdopplung kann insbesondere bei sehr niedrigen
Meßfrequenzen erwünscht sein, weil dann der Zeiger des Anzeige instruments weniger zittert. (Uiclitpolarisierte Relais,
die bis 2U 60 Hz hinreichend prellungsfrei arbeiten, sind derzeit in Deutschland noch nicht auf dem Markt.)
Bei Verwendung polarisierter Relais, insbesondere moderner Telegraphenrelais, die sich elektrisch und mechanisch
für den vorliegenden Zweck sehr gut eignen, ist es möglich, zwei Relais im Gegentakt zu steuern und dadurch zu
einer besonders wirtschaftlichen Schaltung zu gelangen. Schaltet man nämlich nach Abb. 1 zwei polarisierte Relais
1 und 2 im Gegentakt, so wird der Kondensator 3 während jeder Halbperiode der Meßfrequenz, die an den Klemmen 4 den
Wicklungen beider Relais zugeführt wird, umgeladen. Während im Kondensator 3 die Stromrichtung wechselt, bleibt sie im
Anzeigeinstrument, dem Strommesser 5? und im Widerstand 6 gleich, sodaß alle Stromstöße für die Messung ausgenützt
werden, was größere Meßströme (I) und ein robusteres Anzeigeinstrument 5 ermöglicht. Die Gleichstromquelle muß
bei Frequenzmessern dieses Prinzips bekanntlich besonders gute Spannungskonstanz haben, weil die Anzeige der Spannung
proportional ist und SpannungsSchwankungen daher eine Änderung der Frequenz vortäuschen würden. Diese Konstanthaltung
der Spannung kann zeB„ in bekannter Weise durch eiäen Glimmstreckenstabilisator 7 in Verbindung mit einem Eisenwasserstoffwiderstand
8 erfolgen.
Wird ein Kondensator nur über einen ohmschen Widerstand umgeladen, so springt der Strom bei Beginn momentan
auf seinen Höchstwert (Scheitelwert), Die Relaiskontakte hätten also gerade im Augenblick der ersten Berührung diese
Stromspitze auszuhalten. Erfindungsgemäß erfolgt die Umladung über eine Induktivität 9 und einen Widerstand 6 in
Reihe, f/obei Kondensator 3, Induktivität 9 und Widerstand 6 so bemessen sind, daß die Umladung im aperiodischen Grenzfall
erfolgt (allmählicher Stromanstieg von Null aus) und der Stromstoß praktisch abgeklungen ist, bevor die Relaiskontakte
öffnen. Die Relaiskontakte schließen und öffnen
also stromlosj was sehr zur Konstanthaltung der Eontaktgute und damit zur Verlängerung ihrer lebensdauer beiträgt.
Außerdem ist jetzt, bei gleichem seitlichem Mittelwert, der Scheitelwert des Stromes bedeutend kleiner, rund 3& $ des
Wertes ohne Induktivität. lter Glinmstreckenstabilisator 7 , der ja nach dem Scheitelwert bemessen werden muß, fällt
also ebenfalls kleiner aus, wogegen der Strommittelwert im Anzeigeinstrument 5 derselbe bleibt.
Eine andere Schaltung, bei der ebenfalls zwei Stromstöße je Periode durch das Anzeigeinstrument fließen, zeigt
Abb» t 2 , deren Bezifferung sinngemäß aus Abb. 1 übernommen ist. Hier werden durch das Relais 1 , das grundsätzlich sowohl
polarisiert wie nichtpolarisiert sein kann, zwei glei*- ehe Kondensatoren 3 abwechselnd ge- und entladen; über den
Strommesser 5 fließen jedoch nur die Ladeströme. Die Induktivität 9 und ein zweiter, hier neben dem vom Meßstrom I
durchflossenen Widerstand 6 noch vorhandener Widerstand 10 werden gleichzeitig vom Ladestrom des einen und vom Entladestrom
des anderen Kondensators durchflossen,» Durch passende Wahl der beiden f/iderstände 6 und 10, der Induktivität 9
und der beiden Kapazitäten 3 kann man auch hier einen aperiodischen Stromverlauf über die Belaiskontakte und damit ein
praktisch stromloses Schalten erreichen» Die Schaltung gewährt in der F/ahl und gegenseitigen Abstimmung dieser Elemente
mehr Freiheiten als die nach Abb„ 1. Die Verwendung von nur einem Heiais ist ein weiterer Vorzug, weil dadurch
die Relais als die teuersten und zudem geräuschbildenden und der Abnützung unterworfenen Teile der Schaltung auf das
Mindestmaß beschränkt sind,» Dem steht der Mehraufwand von einem Kondensator und einem Widerstand gegenüber, sowie die
EFiehtausnützung der Entladeströme im Meßinstrument 5. Für die Meßgenauigkeit ist es belanglos, ob die beiden Kapazitätswerte
besonders gut übereinstimmen oder nicht, weil im Anzeigeinstrument der Mittelwert aus beiden Ladungen gebildet
wird.
In den Schaltungen nach Abb. 1 und 2 ist der Ausschlag des Strommessers 5 proportional der an den Klemmen 4
herrschenden Frequenz. Wenn nur gewisse Frequenzbereiche angezeigt werden sollen, so kann in an sich, "bekannter ?/eise
der Anfangsbereich durch mechanische Vorspannung des Zeigers mehr oder weniger unterdrückt werden« Damit ist jedoch die
einleitend geforderte Anzeige sehr geringer Abweichungen von einer Mittelfrequenz noch nicht zu erreichen; das Instrument
5' gibt unter diesem Gesichtspunkt immer nur eine Grobanzeige. Erst durch Einfiüirung der Gleicfaspannungskompensation
kann beim Frequenzmesser nach dem Kondensat orladeverfahren der Anfangsbereich nahesu beliebig weit unterdrückt
werden« Dieses Prinzip läßt sich auf beide beschriebenen Schaltungen in gleicher Weise anwenden.
Die am Widerstand 6 (in Abb„ 1 oder 2) auftretende Spannung enthält eine dem Strommittelwert und damit der Frequenz
proportionale Gleichkomponente. Diese am Widerstand β oder auch an einem Teil davon abgegriffene Gleichspannung
kann durch eine Gegenspannung, die an dem stabilisierten Spannungsteiler 11 abgegriffen wird, kompensiert werden. Bei
einer ganz bestimmten Mittelfrequenz, die sich durch die Abgriffe an 6 und 11 bestimmt, fließt dann kein Kompansationsgleichstrom
durch das Gleichstrominstrument 12, wohl aber, sowie die gemessene Frequenz von der eingestellten Mittelfrequenz
abweicht, wobei die Stromrichtung (i) von der Richtung der Abweichung abhängt. Der Strommesser 12 enthält daher
zweckmäßig den Nullpunkt, d„he die Ruhelage des Zeigers, nicht am Rande der Skala, sondern entweder in ^^Skalenmitte
oder, wenn die Frequenzabweichungen nicht symmetrisch zur Mittelfrequenz angezeigt werden sollen, wie dies z.B. im
Fetzbetrieb häufig gewünscht wird, an einer anderen Stelle der Skala. Der Bereich, in dem diese Abweichungen angezeigt
werden, hängt ab von der Stromempfindlichkeit des Instruments 12, vom Widerstand des Kompensationskreises und von
der Höhe der an 6 und 11 abgegriffenen, gegeneinander wirkenden Gleichspannungen.
Mit Hilfe des IBnschalters 13 kann der Abgriff am
?/iderstand 6 beliebig verändert werden. Einer höheren
Frequenz entspricht eine höhere G-leichstromkomponente im Widerstand 6, dehe? bei unveränderter Kompensationsspannung,
ein kleinerer Abgriff Mit dem Umschalter 13 wird also die1 Mittelfrequenz eingestellt, auf die sich die Abweiehungsanzeige
des Instruments 12 jeweils "besieht» Der Umschalter ist in den AbI)0I und 2 mit nur 4 bzw« 3 Stellungen dargestellt,
er kann natürlich beliebig viele Stellungen haben.
Die Wahl der Mittelfrequenz kann ebensogut auch durch Verändern des Abgriffs am Spannungsteiler qq, also der Höhe
der Kompensationsspannung f erfolgen, wenn dabei der Abgriff am Widerstand 6 unverändert bleibt.
Ein dem Strommesser 12 parallel geschalteter Kondensator 14 verhindert in bekannter leise das störende Zittern
des Zeigerss indem er die auch in der nullstellung vorhandene Wechselstromkomponente vom Instrument fernhält. (Beim Instrument
5 ist ein Parallelkondensator praktisch nicht nötig, weil sich dort der Zeiger bei der Messung nie in dfer Nulllage
befindet.)
Der Meßbereich des Instruments 12, das also nach vorstehendem der Feinanzeige dient, kann durch einen regelbaren
Vorwiderstand 15 eingestellt werden« Das Instrument erhält dann zweckmäßig mehrere Skalen. Es kann die Abweichung
von der eingestellten Mittelfrequenz in Prozent anzeigen; der durch den Widerstand 15 eingestellte Meßbereich gilt dann
bei jeder einstellbaren Mittelfrequenz, da gleieheaprozentualen Abweichungen stets auch gleiche Spannungsunterschiede und
damit gleiche !Compensationsströme (i) entsprechen. Das Instrument kann aber auch in Hertz geeicht sein. Damit auch dann
der eingestellte Meßbereich für jede einstellbare Mittelfrequenz gilt, muß zugleich mit dem Umschalten der Mittelfrequenz
auch der Vorwiderstand 15 in richtiger Weise nachgestellt werden, was am besten zwangsläufig geschieht» Denn dieselbe
Abweichung in Hertz bedeutet ja bei verschiedenen Mittelfrequenzen nicht auch dieselbe prozentuale Abweichung.
β. 7 «"
Durch das Kompensationsprinzip läßt sich also innerhalt der eingangs gesteckten Frequenzgrenzen ein beliebiger
Bereich entweder durch lückenlos aneinander gereihte oder durch sich überdeckende, an sich beliebig enge, Teilbereiche
erfassen»
Die Anzeige des Instruments 12 ist, solange der Zeiger auf Null steht, unabhängig von der Höhe der Gleichspannung.
Die Mittelfrequenzen können also mit noch höherer Genauigkeit als die dazwischen liegenden Bereiche gemessen werden,
weil auch diejenigen minimalen SpannungsSchwankungen, die der Stabilisator vielleicht noch durchläßt, hier keinen
Einfluß haben. Damit ist das Gerät für die Eichung von weniger genauen Frequenzmessern, zeB* Zungenfrequenzmessern,
verwendbar.
Der den FrequenzSchwankungen proportionale Kompensationsstrom i kann durch einen Stromsehreiber mit selbstkompensierendem
Verstärker fortlaufend aufgezeichnet werden, wobei der Frequenzmesser durch den ?/iderstand 15 an den Meßbereich
des Stromschreibers angepaßt wird. Der Verstärker ist erforderlich, weil der Kompensationsstrom i in der sich
praktisch ergebenden Auslegung des Gerätes nicht ausreicht, um einen Tintenschreiber zu betätigen.
Dasselbe kann auch durch einen Spannungsschreiber mit selbstkompensierendem Verstärker geschehen, der entweder
in Reihe mit dem Strommesser 12 oder, besser, über einen regelbaren Abgriff parallel zu einem Teil des Widerstandes
(nicht dargestellt in den Abbildungen) zu legen ist. Im ersten Fall kompensiert der Verstärker so, daß kein Kompensationsstrom
fließt. Die Anpassung des Frequenzmessers an den Meßbereich des SpannungsSchreibers geschieht im ersten
Fall durch Einstellen der Hohe der Kompensationsspannung am Widerstand 6 und am Potentiometer 11, im sweiten Fall am
bequemsten durch Verstellen des Abgriffeam Widerstand 15#
Auch die Schreiber sollten zweckmäßig, so wie Instrument 12, den Nullpunkt infSkalenmitte haben. Es sind
jedoch grundsätzlich auch Gerate mit seitlichem Bullpunkt verwendbar, sofern dann die Mittelfrequenz entsprechend
verschoben ¥#ird.
Die schreibenden Instrumente brauchen also an die Frequenzaufzeichnung in keiner anderen Weise als durch pas~
sende Wahl des Meßbereiches angepaßt zu werden. Sie bleiben damit jederzeit für anderweitige Messungen verfügbar, was
besonders für Laboratorien und dergl. wertvoll ist*
Es ist natürlich auch möglich, den Gleichstrommittelwert des Stromes I aufzuschreiben, und zwar mit links
liegendem Skalennullpunkt s wenn z. B* bei Versuchen sich eine Frequenz in besonders weiten Grenzen ändert. Der littelwert
von I , der ein vielfaches des Kompensationsstromes ist j reicht auch ohne Verstärker zum Betrieb eines Stromschreibers
aus. Ebensogut kann auch die am Widerstand 6 oder einem Teil davon auftretende Gleichspannung aufgezeichnet
werden.
In Fällen, wo nur ein einfacheres Gerät, etwa ein Schaittafe!frequenzmesser für Prüffelder* gewünscht «——t-
und auf die Feinanzeige durch Kompensation von vornherein verzichtet wird, ist die Schaltung nach Abb. 3 vorteilhaft,
weil sie mit dem denkbar geringsten Aufwand an Schaltelementen auskommt. Auch hier wird der Kondensator 3 durch nur ein
Relais 1 s das wiederum polarisiert oder unpolarisiert sein kann, umgeladen, wobei der Strom i wiederum aperiodisch
über die Induktivität 9 und den ohmschen Widerstand 6 fließt, dabei jedoch seine Richtung bei jeder Umschaltung wechselt.
Zur Anzeige dient hier entweder ein Wechselstrommeser in Reihe mit dem Widerstand 6 (nicht dargestellt), oder ein
Wechselspannungsmesser 5 parallel zu diesem. Durch Ändern des Spannungsabgriffs mit dem Umschalter 13 kann im zweiten Fall
der Meßbereich eingestellt werden, wogegen dies beim Strommesser durch Hebenwiderstände zu geschehen hätte.
^ in beiden Fällen ein Drehspulinstrument mit vorgeschaltetem Trockengleichrichter verwendet
werden» Die einzelnen Stromstöße haben ja immer denselben zeitlichen Verlauf, die Frequenz wird nur durch deren
Anzahl in der Zeiteinheit bzw. den sich daraus ergebenden Gleichstrommittelwert angezeigt. Der Gleichrichter verändert
zwar den Stromstoßverlauf in der Drehspule, er beeinflußt jedochbnicht - wie immer seine Charakteristik auch sei die
Linearität der Frequenzanzeige.
Eine aweite Möglichkeit, Mit Wechselstrominstrumenten eine lineare FrequenzsJkala zu erhalten, besteht
geeäß darin, daß man ein Meßwerk mit genau quadratischer Charakteristik verwendet. Solche Instrumente zeigen zunächst
den Effektivwert des durchfließenden Stromes (I ^) an, wobei die Skala, wenn in Einheiten des Stromes oder der Spannung
geeicht, quadratischen Charakter hat. Bezeichnet oc den Zeigerausschlag, i ^. den Momentanwert des Stromes, T die
Periodendauer, f die Meßfrequenz und IL, Ko* »·«- Konstanten, so gilt:
T/2
2 f = -4^ und Ieff 2 - 2f J imoffi 2 dt = K1 .OC
Beim Frequenzmesser nach dem Kondensatorladeverfahren hat das obige Integral einen von der Frequenz unabhängigen,
konstanten Wert, es ist also
Ieff 2 = K2 . f = K1 ο CX bzw. OC = E- β f
de he die Skala wird linear für die Anzeige der Frequenz.
Claims (1)
10 -
Patentanspruc
1«, Frequenzmesser nach dem
durch gekennzeichnet, daß die für das Meßprinzip erforderlichen periodischen Umschaltungen durch ein oder mehrere Relais erfolgen, deien,Anker synchron mit der zu messenden Frequenz schwingt.
durch gekennzeichnet, daß die für das Meßprinzip erforderlichen periodischen Umschaltungen durch ein oder mehrere Relais erfolgen, deien,Anker synchron mit der zu messenden Frequenz schwingt.
2« Frequenzmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entladimg "bzw, Umladung des Kondensators über eine
Induktivität und einen ohmschen Widerstand in Reihenschaltung erfolgt,,
5β Frequenzmesser nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Kapazität, Induktivität und Widerstand so bemessen
sind, daß die Entladung im aperiodischen Grenzfall erfolgt und der Strom praktisch abgeklungen ist, bevor die Relaiskontakte
öffnen»
4. Frequenzmesser nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch zwei von der Frequenz im Gegentakt gesteuerte
polarisierte Relais aa@fe/?gffi;,|ViJ sowohl die periodische Umladung
des Kondensators als auch die Gleichrichtung der Stromstöße erfolgt»
5« Frequenzmesser nach Anspruch 1, .'dadurch gekennzeichnet, daß aa#fa-^j»^-g· durch ein Relais!zwei, zweckmäßig gleiche,
Kondensatoren ab?/echselnd ge- und entladen werden, wobei die LaÄ^röme durch das Anzeigeinstrument fließen«,
6» Frequenzmesser nach Anspruch 5* dadurch gekennzeichnet, daß Baefe-Äter—fi· in Reihe mit dem schwingenden Relaiskontakt
eine Induktivität und ein ohmscher Widerstand und in Reihe mit dem Anzeigeinstrument ein zweiter ohmscher Widerstand
liegt.
7* Frequenzmesser nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapazitäten, die Induktivität und die Widerstände
so bemessen sind, daß der Strom über die Relaiskontakte beim Schließen und öffnen Null bzw« praktisch gleich Null ist,,
8« Frequenzmesser nach Anspruch 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichkomponente der am vom Meßstrom durchflossenen
Widerstand oder einem Teil desselben auftretenden
Spannung durch eine der Gleichstromquelle (7) entnommene Gegenspannung ganz oder teilweise kompensiert wird, wobei
Größe und Richtung des !Compensationsstromes ein MaB für die Abweichung von einer bestimmten Mittelfrequenz sindo
9· Frequenzmesser nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet s daß die Kompensation bei unveränderlicher Kompensationsspannung
an einem in seiner Größe veränderbaren Teil des ohmschen Widerstandes (6) erfolgt, ?/odurch die Mittelfrequenz
beliebig eingestellt werden kann»
10« Frequenzmesser nach Anspruch 8 und 9,' dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung der Mittelfrequenz bei unveränderlichem
Widerstandsabgriff (6) durch Verändern der Kompensationsspannung (11) erfolgt»
11. Frequenzmesser nach Anspruch 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kompensationsstrommesser ein veränderbarer
Widerstand(15) vorgeschaltet ist, durch den der Bereich der ^eßbaren Frequenzabweichung beliebig eingestellt werden kanu«,
12o Frequenzmesser nach Anspruch 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der !CompensationsStrommesser (12) in Prozent
geeicht istund daß diese Eichung für jede einstellbare Mittelfrequenz gilt.
13„ Frequenzmesser nach Anspruch 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Kompensationsstrommesser in Hertz geeicht
ist und daß zugleich mit der Mittelfrequenzeinstellung zwangsläufig auch eine Verstellung des Vorwiderstandes (15)
erfolgt, derart, daß die Eichung in Hertz für jede einstellbare Mittelfrequenz gilt.
14« Frequenzmesser nach Anspruch 8 bis 13? dadurch gekennzeichnet, daß durch passend gewählte lage des Skalennullpunktes
des Kompensationsstroinmessers die Erstreckung des Meßbereichs für Abweichungen ober- und unterhalb der Mittelfrequenz
den Meßbedürfnissen angepaßt, also auch unsymmetrisch gemacht werden kann»
15» Frequenzmesser nach Anspruch 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Kompensationsstrom durch einen mit dem
Kompensationsstrommesser in Reihe liegenden, an sich bekannten Stromschreiber mit selbstkompensierendem Verstärker
— 12 —
fortlaufend aufgezeichnet wird«
16· Frequenzmesser nach Anspruch 8 bis 14 f dadurch gekennzeichnet,
daß eine dem Kompensationsstrom proportionale Gleichspannung durch einen in Reihe mit dem Kompensationsstrommesser
oder parallel zum Vorwiderstand (15) oder einem Teil davon liegenden, an sich bekannten Spannungsschreiber
mit selbstkompensierendem Verstärker fortlaufend aufgezeichnet wird«
17* Frequenzmesser nach Anspruch 1 bis 3* dadurch^gekennzeichnet, daß «eeJa-^fer—5- nur ein EetaTs^unoixrei in
Reihe liegende Gleichstromquellen/iron zweckmäßig gleicher Spannung verwendet werden, sodaß periodische Umladung des Kondensators,
jedoch keine Gleichrichtungdeii Stromstöße erfolgt.
daß»jäie»-S**9»e*©#e^durch einen in Herta geeichten Wechselstrommesser füeßemÄi^i^Ä^Ä-^>
1$; Frequenzmesser nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßbereich des Wechselstronanessers durch Hebenwiderstände
yerän4ei"t werden kann»
^β*β /-FreqaSElmwSBngjinach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,
daß die am Widerstand (6) oder einem Teil desselben abgegriffene Wechselspannung mit einem in Hertz geeichten Wechselspanriungsmesser
gemessen wird.
if
2§0 Frequenzmesser nach Anspruch SQ, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßbereich des f/echselspannungsmessers durch Wahl des
Abgriffs (13) am Widerstand (6) geändert werden kann, 2t» Frequenzmesser nach Anspruch 17 bis 2If, dadurch, gekennzeichnet,
daß als Wechselstrosiiiistriiraent ein Drehspulinstrument mit vorgeschaltetem Trockengleichrichter dient*
2jf« Frequenzmesser nach Anspruch 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Wechselstrominstrument ein Meßwerk: mit
genau quadratischer Charakteristik hat.
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