DE728474C - Schaltungsanordnung zur Modulationsgradmessung - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Modulationsgradmessung

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DE728474C
DE728474C DEL101685D DEL0101685D DE728474C DE 728474 C DE728474 C DE 728474C DE L101685 D DEL101685 D DE L101685D DE L0101685 D DEL0101685 D DE L0101685D DE 728474 C DE728474 C DE 728474C
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DE
Germany
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modulation
bridge
voltage
carrier
current
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Expired
Application number
DEL101685D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Werner Seidel
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AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R29/00Arrangements for measuring or indicating electric quantities not covered by groups G01R19/00 - G01R27/00
    • G01R29/06Measuring depth of modulation

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Current Or Voltage (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung zur- Modulationsgradmessung Zur Messung des Modulationsgrades, d. h. desVerhältnisses derGröße der Modulationsfrequenzamplitude und der Trägerfrequenzamplitude, sind bereits eine Reihe von Verfahren bekanntgeworden.
  • Einige Verfahren arbeiten grundsätzlich in der Weise, daß die modulierte Trägerschwingung in einem Hochfrequenzgleichrichter gleichgerichtet wird und der erhaltene Wert der Gleichspannung (der ein Maß für die unmodulierte Trägerspannung darstellt) verglichen wird mit der Gleichspannung, die durch eine weitere Gleichrichtung der aus der Ausgangsspannung des Hochfrequenzgleich richters beispielsweise über einen Transformator entnommenen Niederfrequenz erhalten wird.
  • Es ist auch versucht worden, durch Messung des Gitterstromes den Modulationsgrad zu bestimmen; doch war die hierbei erreichte Meßgenauigkeit unzureichend.
  • Es sind ferner Meßverfahren angegeben worden, bei denen mit besonders gebauten Instrumenten das Verhältnis des Maximalwertes der Amplitude eines Wechselstromes zu dem Effektivwert desselben Stromes bestimmt wird. Hierbei ergibt sich jedoch nur eine sehr kleine Richtkraft für das Anzeigeinstrument, wodurch die Einstelldauer ziemlich groß und damit beisptelsweise eine schnelle Überprüfung eines Senders unmoglich gemacht wird. Außerdem wird die Messung auch sehr ungenau, sobald Oberwellen auftreten.
  • Die 'schließlich noch bekannten mit Kathodenstrahloszillographen arbeitenden Verfahren erfordern einen verhältnismäßig großenAufwand; außerdem sind sie sehr umständlich und zeitraubend. Im übrigen ist ihre Genauigkeit durch die Ablenkfeder des Oszillo graphen und die Nichtlinearität des mit diesem verbundenen Verstärkers bedingt.
  • Alle vorgenannten Verfahren haben außerdem den Nachteil, daß die bei ihnen verwendeten Röhren und Gleichrichter der Alterung unterworfen sind, wodurch sich eine große Meßunsicherheit ergibt und eine wiederholte Nacheichung des Anzeigeinstrumentes unvermeidlich ist. Es ist zwar ein diese Nachteile im wesentlichen vermeidendes Verfahren bekannt, bei welchem die modulierte Hoehfrequenz iiber je einen Gleichrichter je einer Wicklung eines Kreuzspulinstrumentes zugeführt wird. Abgesehen davon aber, daß ein solches Instrument einen ziemlich hohen Leistungsverbrauch hat, gegen äußere Einflüsse (Erschütterungen) recht empfindlich und außerdem sehr teuer ist, sind die mit ihm erzielten Meßergebnisse nicht genügend genau.
  • Es ist bereits ein Aussteuerungsmesser für direkte Anzeige des Modulationsgrades bei veränderlichem Hochfrequenzstrom bekannt, bei dem ein Gleichrichter für die Hochfrequenz in Reihe mit einem spannungsabhängigen, wärmeträgen Widerstand und einem normalen Widerstand geschaltet ist und ein die durch die Gleichrichtung gewonnene Niederfrequenzspannung messendes Gerät an demspannungsabhängigen Widerstand liegt, an dem sich eine konstante Gleichspannung ergibt. Die bekannte Anordnung weist ebenfalls nur eine geringe Meßgenauigkeit auf.
  • Die Erfindung weist einen neuen Weg, bei dem bei verhältnismäßig geringem Aufwand eine grundsätzlich größere Genauigkeit und Meßsicherheit erzielt werden kann.
  • Die Erfindung geht von der bekannten Tatsache aus, daß im Falle einer mit einer sinusförmigen Spannung modulierten Trägerspannung zwischen dem Effektivwert U0 der unmodulierten Trägerspannung, dem Effektivwert Um der modulierten Trägerspannung und dem Modulationsgrad m folgender Zusammenhang besteht: Da der Unterschied von Um gegenüber U, selbst bei großen AIodulationsgraden nur recht gering ist (bei beispielSweise fil = I bzw. 0,3 ist Um um 22,5 bzw. 2,3010 größer als U0), würde eine direkte Messung der beiden Effektivwerte nur sehr ungenaue Ergebnisse liefern.
  • Diese Schwierigkeit wird erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß die modulierte Trägerspannung einem Anzeigeinstrument über eine Brückenschaltung zugeführt wird, die aus stromabhängigen oder stromabhängigen und -unabhängigen ÄViderständen aufgebaut und für den unmodulierten Träger abgeglichen ist.
  • Hierbei sind grundsätzlich zwei Schaltung gen möglich. Bei der einen Schaltung wird der Träger dem Eingang der Brücke direkt zugeführt und der bei moduliertem Träger am Ausgang der Brücke auftretende durch die Modulation hervorgerufene Spannung überschuß im Anzeigeinstrument gemessen und als Maß für den Modulationsgrad benutzt (Direktmethode). Bei der anderen Schaltung wird der Träger dem Eingang der Brücke über eine veränderbare Dämpfung zugeführt und der bei der Einschaltung des modulierten Trägers zunächst gestörte Brückenabgleich durch entsprechende Nachregelung der Dämpfung wiederhergestellt, wobei dieDämpfungsänderung als Maß für den Niiodulationsgra<l dient (Nullmethode).
  • Die Erfindung sei im folgenden an Hand einiger in den Fig. I bis 4 der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert: Fig. 1 zeigt den grundsätzlichen Aufbau einer nach der Direktmethode arbeitender Schaltung nach der Erfindung. Die vom Generator G gelieferte Trägerspannung wird den Eingangsklemmen a,b einer für andere Zwecke an sich bekannten Brücke B zugeführt, die ir gegenüberliegenden Brückeuzweigen jeweils zwei stromunabhängige OhmscheWiderstände 1 und 2 bzw zwei stromabbängige Widerstände 3 und 4 enthält. Als letztere können beispielsweise Urandioxywiderstände (Heißleiter), Glühlampen (Kaltleiter) usw. dienen, d. h. Widerstände, deren Widerstandswert sich mit dem Effektivwert des sie durchfließenden Stromes bzw. der an ihnen liegenden Spannung ändert. An die Nusgangsklemmen c, d der Brücke ist ein Anzeigeinstrument V angeschlossen.
  • DieWirkungsweise der Schaltung sei unter gleichzeitiger Betrachtung der in Fig. 2 dargestellten Kurve näher erläutert, welche dic bei einem stromabhängigen Widerstand be stehende Abhängigkeit des Widerstandes R bzw. des Stromes J von der angelegten Spannung U darstellt, wobei J und U die Effektiv werte bedeuten und wobei außerdem in der BrückeB ein Brückenverhältnis von 1:1 angenommen ist. Die ausgezogenen Kurven gelten für die stromabhängigen, die gestrichelten Kurven für die stromunabhängigen Widerstände, und zwar zeigen die Kurven R1, R2 bzw. R3, R4 den Widerstandsverlauf für die Widerstände r, 2 bzw. 3, 4 und die Kurven J1, J2 bzw. J3, J4 den Stromverlauf in den Widerständen 1, 2 bzw. 3, 4.
  • Man gibt zu Beginn der Messung den vom Generator gelieferten Träger in zunächst unmoduliertem Zustand auf den Eingang der Brücke, wobei sein Effektivwert auf den Wert U0' eingestellt wird, der den senkrecht übereinanderliegenden Schnittpunkten A bzw.
  • A' der Strom- bzw. Widerstandskurven entspricht, so daß die Brücke also abgeglichen ist und an ihrem Ausgang keine Spannung auftritt. Dann wird die modulierte Trägerspannung auf die Brücke gegeben und die hierbei infolge der durch die Modulation bewirkten Heraufsetzung des Effektivwertes am Ausgang der Brücke auftretende Spannung, die ein Maß für den Modulationsgrad darstellt, im Instrument V gemessen. Nach' Fig. 2 bedeutet dies, daß der durch die Modulation um den Wert A J vergrößerte Strom eine Spannung U, an den stromunabhängigen und eine Spannung U an den stromabhängigen Widerständen hervorruft, die sich um einen Betrag d U voneinander unterscheiden. Das Instrument V besitzt im Interesse einer großen Ablesegenauigkeit mehreie Empfindlichkeitsbereiche und ist zwed:-mäßigerweise direkt in Modulationsgraden geeicht.
  • Die Eichung des Instrumentes läßt sich vermeiden, wenn die auf der Nullmethode beruhende Schaltung nach Fig. 3 verwendet wird. In dieser Schaltung ist zwischen die Klemmen e, t des Generators s und die Eingangsklemmen a> b der Brücke B ein Dämpfungsglied D veränderbarer Dämpfung, das beispielsweise aus einer Eichleitung besteht, geschaltet. Der Ausgang der Brücke ist über einen Verstärker Vi mit dem Anzeigeinstrument V verbunden.
  • Die Wirkungsweise der Schaltung ist folgende: Bei zunächst unmoduliertem Träger wird mittels des Dämpfungsgliedes D die Eingangsspannung der Brücke auf einen solchen Effektivwert gebracht, daß die Brücke abgeglichen ist. Bei Anschaltung des modulierten Trägers wird dann die Eingangsspannung der Brücke durch entsprechende Nachregelung des Dämpfungsgliedes so weit verringlert, daß die Brücke auch in diesem Falle abgeglichen ist. Die hierfür erforderliche Dämpfungserhöhung ist ein Maß für den Modulationsgrad. Die Meßgenauigkeit ist praktisch nur durch die Genauigkeit des vorzugsweise direkt in Modulationsgraden geeichten Dämpfungsgliedes bestimmt, da die Genauigkeit des Brückenabgleiches durch Verwendung eines entsprechend empfindlichen Anzeigeinstrumentes V beliebig weit getrieben werden kann, wenn eine genügende Konstanz der Trägerspannung vorausgesetzt wird. Das Anzeigeinstrument kann dabei beliebiger Art sein, da es sich, wie bereits erwähnt, um eine reine Nullmethode handelt.
  • In der Schaltung der Fig. 3 kann als Dämpfungsglied beispielsweise auch ein Potentiometer dienen. Ein Beispiel hierfür ist in Fig. 4 gezeigt. Das zum Generatorausgang und Brückeneingang parallel liegende Potentiometer P besteht aus der Reihenschaltung zweier Widerstände Rt und R2. Der Widerstands,, an dem die - Spannung abgegriffen wird, kann dann direkt in Modulationsgraden geeicht werden, so daß jeder Stellung des Abgriffes ein bestimmter Modulationsgrad entspricht.
  • Es ist auch möglich, die beiden vorbeschriebenen grundsätzlichen Schaltungen der Direkt-bzw. Nullmethode zu kombinieren, indem in der Schaltung nach Fig. 3 oder 4 die Brücke jeweils nur für bestimmte Modulationsgrade (z. B. IO, 20, 30 . .. IooO!o) abgeglichen, für die Ablesung der Zwischenwerte aber der Ausschlag des Anzeigeinstrumentes V verwendet wird. Um eindeutig festzustellen, ob der tatsächliche Modulationsgrad (z. B. 25 01o) über oder unter dem fest eingestellten Wert (z. B. 20010) liegt, ist auf die benachbarten festen Werte (30 und 10%) zu schalten, wo bei die Größe des Anschlages des Anzeigeinstrumentes entscheidet. Bei ws = 25 °/o ist derAnschlag in Stellung 30 01, nämlich kleiner als in Stellung 10%.
  • Es ist nicht erforderlich, daß die Brücke aus zwei stromabhängigen und zwei stromunabhängigen Widerständen besteht. Sie kann vielmehr beispielsweise auch aus einem stromabhängigen und drei stromunabhängigen Widerständen bestehend. Sie kann aber auch aus vier strom- bzw. temperaturabhängigen Widerständen aufgebaut sein, wobei zwei dieser Widerstände einen positiven, die anderen beiden einen negativen Temperaturkoeffizienten besitzen und die Widerstände mit positivem und die mit negativem Temperaturkoeffizienten in der Brücke einander gegenüberliegend angeordnet sind.
  • Schließlich ist es auch nicht erforderlich, daß das Brückenverhältnis I: I beträgt; es kann vielmehr auch ein beliebiges anderes Brückenverhältnis gewählt werden.
  • Bei der Erfindung muß die Brücke zu Be ginn der Messung auf den unmodulierten Träger abgestimmt werden. Dieser muß also zunächst einmal im unmodulierten Zustand vorhanden sein. Diese Forderung wird sich im allgemeinen durch einfache Abschaltung der Modulation am Sender, durch Ausnutzung von Modulationspausen o dgl. erfüllen lassen.
  • Gegebenenfalls aber ist es auch möglich, aus der modulierten Trägerschwingung durch Verwendung eines Filters mit entsprechender Flankensteilheit den Träger von den Seitenbändern zu trennen und herauszusieben.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRUCHE: I. Schaltungsanordnung zur Messung des Modulationsgrades durch Vergleich des Effektivwertes der unmodulierten und der modulierten Trägerspannung. dadurch gekennzeichnet, daß die modulierte Tragerspannung einem Anzeigeinstrument über eine Brückenschaltung zugeführt wird, die aus stromabhängigen oder stromabhängigen und -unabhängigen Widerständen aufgebaut und für den unmoduvierten Träger abgeglichen ist.
  2. Schaltung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerspannung der Brücke direkt zugeführt wird und der sich bei moduliertem Träger am Brückenausgang ergebende Spannungsüberschuß im Anzeigeinstrument gemessen und als Maß für den Modulationsgrad verwendet wird.
  3. 3. Schaltung nach Anspruch I. dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerspannung der Brücke über ein Dämpfungsglied veränderbarer Dämpfung zugeführt und der sich bei moduliertem Träger am Brückenausgang ergebende Spannungsüberschuß durch Erhöhung der Dämpfung auf de'.0 Wert Null gebracht wird, wobei die hierbei vorhandene Dämpfungserhöhung al.
    Maß fiir den Modulationsgrad dient.
  4. 4. Schaltung nach Anspruch I und 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Dämpfungsglied eine vorzugsweise in NIodulationsgraden geeichte Eichleitung dient.
  5. 5. Schaltung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Dämpfungsglied ein zum Ausgang des Träger generators und Brückeneingang parallel liegendes Potentiometer dient, das vorzugsweise direkt in Modulationsgraden geeicht ist.
  6. 6. Schaltung nach Anspruch l bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß die Brücke bei moduliertem Träger nur für bestimmte Modulationsgrade (z. B. 10, 20, 30... 100%) abgeglichen und für die Ablesung der Zwischenwerte der Ausschlag des Anzeigeinstrumentes verwendet wird
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