Anmelder s Dr. Henrich Finckej Ghemiker, Kola j Öorneliusstr« 12 * Verfahren zum Verzuckern von Getreide-Mahlprodukten'«
Es ist bekannty die in. Getreide-Mählproduktem enthaltene Stärke mit Hilfe vom Malz oder anderem diastasehaltiges Erzeugnissen
im verdünnter wässriger Auf sGhwemmumg zu verzuckenci
Es wurde die "überraschende Feststellung gemachts daß sich die Verzuckerung vom beispielsweise in der Form von Mehl oder
Flocken vorliegendem Getreide-Mahlprodukten auch mit einer Menge Wasser durchführe» läßt? die klei&er ist als die Menge des Getreide-Mahlproduktes f die verzuckert werden soll« Bei leicht verzukkernden
Hehlern," z»B« bei niedrig ausgemahlenem Weizenmehl , wird dies dadurch erreicht s daß man ,das mit Wasser versetzte
Mehl unter kräftigem Rühren Ms über, die Verkleisterungstemperatur der Stärke erhitzt umd das diastasehaltige Erzeugnis s z«B*
Malzmehl| nicht auf eismal, sondern mach und nach zugibt* Mankommt mit eimer besonders gexIngen Menge Wasser aus, wenn man
zunächst einem Seil der Menge des zu verzuckerndem Getreide-Mahlproduktes nebst Malzmehl oder Malzestrakt im der gesamtem für
die Verzuckerung erforderlichen Menge Wasser verzuckert und den Rest des zu Verzuckeraden Produktes nebst Malzmehl oder Malzextrakt
erst nach Plüssigwerden des ersten Ansatzes entweder auf einmal oder im mehreren !eilen nacheinander dem Ansatz zusetzt
umd verzuckert·« Dieses stufenweise Arbeiten empfiehlt sich besonders bei schwer verzuekerbaren Mehlen, ζ#Έ« bei Gemischen aus
Weizenmehl und Maismehl«
J1Ur eim erfolgreiches Durchführen der Verzuckerung ist es wesentlich, daß man im offenen Kesseln oder auch i® VakuumkesselM.
umter Rührem im der JNfähe der Verkleisteruagstemperatur, vorzugsweise einige Grade oberhalb dieser Temperatur $ arbeitet« Bait
der Verzuckerung fiiadet damm zugleich eine Verdunstung von Wasser statte so daß am Schluß des Vorganges eine süßsehmeckemder" beim
Erkalten teigig werdende Masse anfällt*s deren Wassergehalt in der Hähe von etwa 40 % liegte Die erhaltene Masse ist als Back»
und Füllmasse im Bäcker- und Konditorengewerbe oder im Haushalt als Brotaufstrich oder zum Bereites süßer Suppen umd Speisen verwendbar*
Ih eiaefe offenem Marzipan-RSstkessel mit Dampf^heizung (2«-3 atü) gibt man TO kg Wasser vom 65 λ,' ^rührt in^das Wasser
zumachst 8 kg Malzmehl umd dann 50 kg Getreidemehl ein und erhitzt diesen Ansatz umter Rührem auf TO - 15 t wobei eime Verflüssigung
des Breies eintritt« Hach etwa 30-4-0 Minuten werdem weitere T kg Malzmehl umd 50 kg Getreidemehl zugesetzt umd eine
halbe Stumde auf TO - 1$ erhitzt« Alsdann gibt man nochmals 6 kg ffialzmehljt' die mit 6 Liter "fässer zu einem Brei angerührt
simds hinzu und erhitzt noch etwa eime Stumde zwischen. 65 und T5 β Anschließend wird die Erwärmung bis zum Sieden der Masse
gesteigert* Sie ist fertig* wenn der Wassergehalt auf etwa 40 fo gesunken ist*
Die angewandte Memge Malzmehl kann zwischen 1/20 bis 1/4 der M des zu verzuckernden Getreide-Mahlproduktes schwanken*
1* Verfahren zum Verzuckern vom Getreide-Mahlprodukten mit Hilfe diastasehaltiger Produkte im Gegenwart von Wasser*
' dadurch gekennzeichnet, daß das zu verzuckernde ^etreiie-Mählprodukt nebst eimern Teil des diastasehaltigen Erzeug-
nisses mit eimer die Gewicntsmenge des G-etreide-Mahlproduktes nieht übersteigerndem Menge Wasser umter ständigem Rühren auf
die Verkleisterumgstemperatur der Stärke oder etwas darüber hinaus erhitzt und der Rest des diastasehaltigen. Erzeugmigses
mach einiger £eit zugesetzt umd die Erhitzung fortgeführt wird j bis eiate genügende Verzuckerung erreicht ist und eime
beim Erhalten teigig werdende Masse anfällt«
2* Verfahr en nach Aasprueh 1 9 dadtirch gekernxzeic3aaetj daß zninächst
eis Teil der zu verzuckernden Menge des Getreide-Mahlproduktes aebst einem diastasehaltlgen Erzeugmis Im
eimer Menge Wasser f,die kleiner ist als die gesamte zu. verzuckernde
Menge des Getreide-Mahlproduktes f in der ETähe der Verkleisterungstemperatur der Stärke verflüssigt wird,
worauf unter weiterem Erwärmen und Rühren der Eest der su verzuckernden Menge des Getreide-Mahlproduktes nebst dem
diastasehaltigem Erzeugnis auf einmal oder in mehrexen Teilen nacheinander zugesetzt und das Erwärmen fortgesetzt wirdj
bis eine_ genügende Verzuckerung erreicht ist umd eine beim Erkalten"teigig werdende Masse anfällt«
(Dr ο H«, Fincke)