DEP0003139DA - Operationsstuhl für ärztliche und zahnärztliche Zwecke - Google Patents
Operationsstuhl für ärztliche und zahnärztliche ZweckeInfo
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Description
Operationsstühle für ärztliche und zahnärztliche Zwecke sind mittels einer im Unterbau des Stuhles untergebrachten Hebevorrichtung in der Höhe verstellbar. Die Hebevorrichtung besteht im Wesentlichen aus einem Kolben, der in einem auf der Fussplatte des Stuhlunterbaus in aufrechter Lage befestigten Zylinder beweglich ist und mittels einer Fusshebelpumpe oder einer durch Elektromotor angetriebenen Pumpe betätigt wird.
Wie die Erfahrung lehrt, bietet keine dieser beiden Betätigungsvorrichtungen für sich allein eine hinreichende Gewähr für volle Gebrauchsfähigkeit in jedem Bedarfsfall. Die Hebelvorrichtung, die mit dem Fuss bedient wird, erfährt manchmal mechanische Störungen, während der Antrieb mittels Elektromotors bei Unterbrechung der Stromzufuhr versagt.
Um diesen Mangel zu beheben, sind gemäss der Erfindung eine doppelwirkende Fusshebelpumpe und eine mittels Elektromotors betriebene Pumpe zur wahlweisen Betätigung des Hebekolbens vorgesehen, vorzugsweise derart, dass beide Pumpen,
auf einer gemeinschaftlichen Grundplatte innerhalb des Stuhlunterbaus gelagert, in demselben Kanal das Oel dem Zylinder des Hebekolbens zuführen.
Auf diese Weise wird vollkommende Betriebssicherheit geschaffen. Versagt die eine Betätigungsvorrichtung, so kann ohne weiters die andere benutzt werden. Die Vereinigung beider Vorrichtungen im Unterbau des Stuhls gestattet die Ausführung der Erfindung mit geringstmöglichem Raumbedarf, beschränkt die Herstellungskosten, erleichtert die Betätigung und schützt die Vorrichtungen vor Verstauben, Verschmutzen und Beschädigung.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Fig. 1, 2 und 3 stellen die wesentlichen Teile der Einrichtung im Schnitt dar. Fig. 4 ist ein Grundriss, der die Gesamtanordnung erkennen lässt.
Der Unterbau des Stuhles wird durch einen Hohlkörper l gebildet, welcher die zur Verstellung des Stuhles dienenden Teile aufnimmt und allseitig umschliesst. Auf der in dem Hohlkörper l untergebrachten Grundplatte a lagern der Elektromotor b und die mit diesem gekuppelte Oelpumpe c sowie die Fusshebelpumpe d, ferner der aufrechtstehende Zylinder e, in welchem sich der Hebekolben k bewegt.
Die gegenseitige Anordnung der Teile ist aus Fig. 4 ersichtlich. Der von der Oelpumpe c abzweigende Kanal m mündet in den Kanal n der Fusshebelpumpe d, der mit dem Kanal o zu dem Zylinder e des Hebekolbens k führt. Die Kanäle m, n, o bilden also eine einheitliche Kanalanlage, mittels welcher das Oel dem Hebekolbenzylinder zugeleitet wird.
Der Elektromotor b sitzt unmittelbar auf der Oelpumpe c.
Die Fusshebelpumpe d hat einen Doppelkolben f, der mittels des Fusshebels g betätigt wird. An dem freien Ende des Hebels g ist eine Zugfeder h angefügt, durch welche der Hebel und mit ihm der Doppelkolben f zurückbewegt wird sobald der Fussdruck aufhört.
Je nach Wahl oder Bedarf wird der in dem Standzylinder e sich bewegende Hebekolben k entweder mittels der durch den Elektromotor b betriebenen Pumpe c oder mittels der durch den Fusshebel g betriebenen Pumpe d betätigt.
Bei der Abwärtsbewegung des Fusshebels g arbeitet die eine Seite des Pumpenkolbens f. Zugleich wird die Feder h gespannt. Die dadurch aufgespeicherte Kraft setzt nach dem Loslassen des Fusshebels g die andere Seite des Pumpenkolbens f in Tätigkeit, sodass auch während der Aufwärtsbewegung des Fusshebels Arbeit geleistet wird. Die Fusshebelpumpe arbeitet also ebenso kontinuierlich wie die motorisch betriebene Pumpe c.
Die Erfindung ist auf ärztliche und zahnärztliche Operationsstühle jeder Art anwendbar. Die Vereinigung der Betriebssicherheit in dem Innenraum des Hohlkörpers l bietet den Vorteil der geschützten, nach aussen abgeschlossenen Lage aller beweglichen Teile.
Claims (5)
1) Operationsstuhl für ärztliche und zahnärztliche Zwecke, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fusshebelpumpe und eine durch Elektromotor betriebene Pumpe zur wahlweisen Betätigung des die Verstellung des Stuhles bewirkenden Hebekolbens vereinigt, vorzugsweise in den Unterbau des Stuhles eingebaut sind.
2) Operationsstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von beiden Pumpen das Oel mittels desselben Kanals dem Zylinder des Hebekolbens zugeführt wird.
3) Operationsstuhl nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass beide Pumpen auf einer gemeinschaftlichen Grundplatte innerhalb des Stuhlunterbaus gelagert sind.
4) Operationsstuhl nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der aus einem Hohlkörper (l) bestehende Stuhlunterbau die beiden Pumpen (c, d), den auf der einen Pumpe (c) gelagerten Elektromotor (b) und den aufrechtstehenden Zylinder (e), in welchem sich der Hebekolben (k) bewegt, allseitig umschliesst.
5) Operationsstuhl nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fusshebelpumpe (d) zweiseitig wirkend ausgebildet, z.B. mit Doppelkolben (f) versehen und an einem Tritthebel (g) angeschlossen ist, der unter Wirkung einer Zugfeder (h) steht.
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