DEP0002658DA - Verfahren zur Herstellung von Keramikteilen aus Reaktionsprodukten von Erdalkaliverbindungen mit Titandioxyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Keramikteilen aus Reaktionsprodukten von Erdalkaliverbindungen mit Titandioxyd

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DEP0002658DA
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DE
Germany
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alkaline earth
earth compounds
reaction
titanium dioxide
reaction products
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Inventor
Gustav Dr. phil. habil. Berlin-Wilmersdorf Wagner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Original Assignee
Siemens and Halske AG
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Description

Die Erfindung befasst sich mit einem Verfahren zur Herstellung von Keramikteilen mit sehr hohen Dielektrizitätskonstanten aus Reaktionsprodukten von Erdalkaliverbindungen mit Titandioxyd.
Es ist bereits bekanntgeworden, durch Sintern eines Reaktionsproduktes von Erdalkaliverbindungen mit Titandioxyd Keramikteile mit sehr hohen Dielektrizitätskonstanten herzustellen. Diese bekannten Reaktionsprodukte haben Dielektrizitätskonstanten bis 1,5 x 10(exp)3.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf der angegebenen Basis Reaktionsprodukte mit sehr viel höheren Dielektrizitätskonstanten herzustellen.
Die Erfindung geht dabei den Lösungsweg, dass die Erdalkaliverbindungen im Überschuss beigefügt und nach der Reaktion durch geeignete Massnahmen entfernt werden. Das Auswaschen erfolgt dabei zweckmässig unter Zuhilfenahme schwacher, vorzugsweise organischer Säuren, wie z.B. Essigsäure, Zitronensäure. Durch die Verwendung eines Überschusses an Erdalkaliverbindungen und dessen nachherige Entfernung wird bereits ein wesentlicher Schritt in Richtung des der Erfindung vorschwebenden Zieles getan.
Nach Entfernung der Säurereste wird das getrocknete Reaktions- produkt unter hohem Druck von etwa 1000 kg/cm(exp)2 zu Tabletten gepresst.
Bei der Reaktionsglühung und dem anschliessenden Sintern der genannten Tabletten wird vorteilhaft im Sinne der Erfindung in einer Atmosphäre mit zusätzlichem Sauerstoffgehalt, etwa 30%, gearbeitet.
Ein wesentliches Merkmal für das Erzielen sehr hoher Dielektrizitätskonstanten besteht darin, dass der gesinterte Körper nochmals feinvermahlen, dann wieder gepresst und einer zweiten Sinterung unterworfen wird. Dieser Vorgang ist ebenfalls von sehr grosser Wichtigkeit und kann unter Umständen auch bei nicht im Sinne der erwähnten Wäsche durchgeführter Reinigung der verwandten Mischung erheblich dazu beitragen, ein Reaktionsprodukt mit sehr hoher Dielektrizitätskonstante zu erhalten.
Durch Röntgenfeinstrukturuntersuchung wurde sowohl der Reaktions- als auch der Sinterprozess messend verfolgt und die Wirksamkeit der oben bezeichneten Massnahmen kontrolliert.
Auf die angegebene Weise wurden Reaktionsprodukte mit Dielektrizitätskonstante in Höhe von etwa 15 x 10(exp)3 (also ungefähr das 10-fache der bisher erreichten Höchstwerte) erzielt.
Als Erdalkaliverbindungen wurden hierbei Barium-Verbindungen benutzt. Bei Verwendung von Gemischen von Erdalkali-Verbindungen, z.B. Barium- und Stronzium-Verbindungen, ist damit zu rechnen, dass noch höhere Werte erzielt werden.

Claims (5)

1. Verfahren zur Herstellung von Keramikteilen mit sehr hohen Dielektrizitätskonstanten aus Reaktionsprodukten von Erdalkaliverbindungen mit Titandioxyd, dadurch gekennzeichnet, dass die Erdalkaliverbindungen im Überschuss beigefügt und nach der Reaktion durch geeignete Massnahmen entfernt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Überschuss der Erdalkaliverbindungen nach der Reaktion durch Auswaschen, insbesondere unter Zuhilfenahme schwacher organischer Säuren (Essigsäure) entfernt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach Entfernung der Säurereste das getrocknete Reaktionsprodukt einem hohen Druck (1000 kg/cm(exp)2) ausgesetzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktionsglühung und die Sinterung des Presslings in einer Atmosphäre mit zusätzlichem Sauerstoffgehalt (30%) erfolgen.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der gesinterte Pressling vor Wiederholung der Sinterung nass (Wasser) feinst vermahlen wird.

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