DEP0002140DA - Sperrvorrichtung zum Biegen von Faßdauben - Google Patents
Sperrvorrichtung zum Biegen von FaßdaubenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine das Zerreissen der Holzfasern verhindernde Sperrvorrichtung zum Biegen der Dauben von Bierfässern, Weinfässern oder anderen Gebinden.
Beim Biegen von Fassdauben ereignen sich erfahrungsgemäss häufig Daubenbrüche, weil sich während des Biegevorgangs die Fasern auf der Innenseite der Dauben verkürzen, auf der Aussenseite der Dauben dagegen verlängern. Je stärker die Biegung ist, desto grösser ist die notwendige Verlängerung der Aussenfasern. Diese reissen, wenn sie der bei ihrer Verlängerung auftretenden Zugbeanspruchung nicht mehr gewachsen sind. Es tritt dass der sogenannte Daubenbruch ein. Die Bruchgefahr ist umso grösser, je dicker die zu biegenden Dauben sind und je stärker die Krümmung ist.
Um die Bruchgefahr zu mindern, sind schon Vorrichtungen benutzt worden, welche durch beim Biegen der Dauben einsetzende,
in Daubenlängsrichtung ausgeübte Druckwirkung eine zu grosser Verlängerung der auf der Aussenseite der Dauben befindlichen Fasern verhindern sollen. Abgesehen davon, dass diese Stauchvorrichtungen nur eine gewisse Verringerung der Längung der Aussenfaser ermöglichen, sind sie umständlich im Aufbau und teure in der Herstellung.
Hier schafft die Erfindung Abhilfe durch eine Vorrichtung, welche aus zwei vorzugsweise plattenförmigen Arbeitsgliedern besteht, welche auf die Daubenlänge einstellbar sind und die Daubenköpfe während des Biegevorgangs mit unveränderlicher Daubenaussenlänge führen. Die Platten üben keinen Druck in Richtung auf die Daubenköpfe aus. Wenigstens eine dieser die Daubenlängung sperrenden Platten, welche die zu einem zylindrischen Fassmantel zusammengesetzten Dauben aufnehmen, ist erfindungsgemäss radial nach innen und gleichzeitig axial nach innen führbar sind. Die Ausbildung kann so getroffen sein, dass die Sperrplatte eien mittige, ungefähr kegelstumpfförmige Erhöhung besitzt, auf deren Manteflächen die Daubenköpfe während des Biegevorgangs nach innen und nach oben gleiten. Vorzugsweise sind in den Kegelstumpfmantel radial bewegliche Gleitstücke eingelassen, auf welchen die Daubenköpfe aufruhen.
Wenn beim Biegen von Fassdauben eine solche Sperrvorrichtung zur Anwendung kommt, so ist die Gefahr von Daubenbrüchen zuverlässig hintangehalten, denn es ist gewährleistet, dass die
Aussenlänge der Dauben von Beginn bis zum Ende des Biegevorganges unverändert, also gleich gross bleibt. Die Aussenfasern der Dauben unterliegen somit keiner zu ihrer Zerreissung führenden Streckung mehr.
Die Sperrvorrichtung gemäss der Erfindung zeichnet sich aber auch durch ihre bauliche Einfachheit aus, denn es sind eigentlich nur zwei Sperrplatten erforderlich. Da diese während des Biegevorgangs unbeweglich feststehen, sind umständliche Bewegungsglieder, Lagerteile o.dgl. entbehrlich. Die Platten brauchen lediglich auf die Daubenlänge eingestellt zu werden. Alles weitere spielt sich während des Biegevorgangs von selbst ab.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiels in schematischer Darstellung veranschaulicht.
Figuren 1 und 2 beziehen sich auf die Anwendung der Sperrvorrichtung im Zusammenwirken mit einer Biegevorrichtung, deren Pressglieder derart arbeiten, dass der Biegedruck, in der Daubenmitte beginnend und allmählich zum Daubenkopf sich fortsetzend, ausgeübt wird.
Beim gezeichneten Ausführungsbeispiel sind die geraden Fassdauben zu einem zylindrischen Fassmantel a zusammengesetzt und durch den Setzreif b und den Spannreif c zusammengehalten. Um die untere Hälfte des Fassmantels ist ein Ring gelegt, der aus einer Anzahl keilförmiger Pressgleider d besteht. Diese sind an ihrer Innenseite in einer der beabsichtigten Daubenbiegung entsprechenden Weise geschweift ausgebildet. Es sind
so viele Pressglieder vorgesehen, wie Dauben vorhanden sind. Die Pressgleider werden nach innen, also in Richtung zur Fassmantelachse, bewegt, indem der Pressring e axial über die Pressglieder d geschoben wird. Die Bewegung der Pressglieder erfolgt also zuerst im oberen Ende, somit etwa in Fassdaubenmitte, und dann in allmählich steigerndem Maße dem unteren Fassdaubenkopf zu. Die Fassdauben werden infolgedessen zuerst in ihrer Mitte dem Biegedruck unterworfen, welcher sich allmählich nach unten dem Fassmantelende zu fortsetzt, bis die Dauben die in Fig. 1 strichpunktiert angedeutete Endstellung einnehmen.
Erfindungsgemäss werden nun die Dauben während des Biegevorgangs unter Wirkung einer Sperrvorrichtung gesetzt, welche eine Längung der Dauben verhindert, obgleich ihre Arbeitsglieder während des Bewegungsvorgangs feststehen, also nicht von sich aus einen Stauchdruck infolge eigener Bewegung veranlassen. Die Vorrichtung besteht aus der Grundplatte f und der Deckelplatte g. Letztere ist mittels der Spindel h in der Höhe verstellbar. Vor Beginn des Biegevorgangs werden die beiden Platten f und g auf die Daubenlänge eingestellt. In dieser Lage verbleiben sie und begrenzen sie die Länge der Fassdauben.
Beim gezeichneten Ausführungsbeispiel besitzt die Grundplatte f eine ungefähr kegelstumpfartige, mittige Erhöhung i. Auf dem Mantel dieses Kegelstumpfes gleiten die Daubenköpfe während des Biegens nach innen und oben. Die Kegelstumpfform ist so gewählt, dass die Entfernung Daubenmitte - Kegelstumpfmantel stets
gleich bleibt. Die Dauben können sich also auf ihrer Aussenseite nicht verlängern. Selbstverständlich spielen keine Abweichungen von dieser grundsätzlichen Kegelstumpfform keine Rolle. Solche Abweichungen sind schadlos bis zu dem Maße möglich, an welchem eine gefährliche Streckung der Aussenfasern eintreten würde.
Um den Reibungswiderstand der gleitenden Daubenköpfe zu verringern und zur Schonung der Daubenköpfe sind Gleitstücke k vorgesehen, welche in Nuten 1 der Grundplatte f verschieblich sind und auf welchen die Daubenköpfe aufruhen. Es ist in diesem Fall jedem Daubenkopf ein Gleitstück zugeordnet.
Bei Benutzung der erfindungsgemässen Sperrvorrichtung wird nach Beendigung der untere Kopfreif des Fasses aufgezogen. Daraufhin wird die Biegevorrichtung entfernt, der Fassmantel umgedreht und die Biegung bezüglich der anderen Hälfte des Fassmantels wiederholt. Es ist aber selbstverständlich möglich, die obere und die untere Fasshälfte gleichzeitig dem Biegevorgang zu unterziehen. Es ist dann die Deckplatte g der Sperrvorrichtung in der gleichen Weise ausgebildet wie die Grundplatte f.
Claims (5)
1) Das Zerreissen von Holzfasern hindernde Sperrvorrichtung zum Biegen von Fassdauben, gekennzeichnet durch zwei vorzugsweise plattenförmige, nach ihrer Einstellung in die Länge der zu einem zylindrischen Fassmantel zusammengesetzten Dauben begrenzende Arbeitsglieder (f,g), welche infolge ihrer Formgebung die Daubenköpfe während des Biegevorgangs mit unveränderlicher Dauben-Aussenlänge führen.
2) Sperrvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der zu einem zylindrischen Fassmantel zusammengesetzten Sperrplatten (f) mit Führungsmitteln versehen ist, auf welchen oder mit welchen die Daubenköpfe zwecks Beibehaltung der Daubenaussenlänge radial nach innen und gleichzeitig axial nach innen führbar sind.
3) Sperrvorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Sperrplatten eine mittige, ungefähr kegelstumpfförmige Erhöhung (1) besitzt, auf deren Mantelfläche die Daubenköpfe während des Biegevorgangs nach innen und oben gleiten.
4) Sperrvorrichtung nach Ansprüchen 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass in die Sperrplatte (f) Gleitstücke (k) eingelassen sind, auf welchen die Daubenköpfe aufruhen und welche kegelstumpfmantelig nach innen bewegbar sind.
5) Sperrvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitstücke in nuten- oder bohrungsartigen Ausnehmungen der Sperrplatte geführt sind.
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